Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Lieber ein alter Sack als die Staatsanwaltschaft am Hals

Hadmut
18.10.2013 19:53

Ich hatte doch im Sommer von der Veranstaltung beim Netzwerk Recherche berichtet,

wo Medien-Agitatorinnen, darunter der #Aufschrei-Sumpf, Rainer Brüderle wegen dessen Dirndle-Affäre als „alten Sack” bezeichneten, darunter nicht nur eine Aufschrei-Tussis, die sich mal wegen einer Bemerkung in der U-Bahn ereiferte, sondern auch eine der Pro-Quote-Aktionistinnen, die Kieler Oberbürgermeisterin und Redakteurin bei der ZEIT Susanne Gaschke.

Fand ich ziemlich verlogen, Brüderle wegen eines schrägen Kompliments in der Kneipe öffentlich so niederzumachen, ihn dann aber auf einer Konferenz vom Podium herunter mehrfach und systematisch, und mit äußerst verächtlichem Tonfall als „alten Sack” zu bezeichnen und einzustufen. Besonders Gaschke ist da stark aufgefallen und hat das mehrfach wiederholt.

Tja, und nun hat sie wohl richtig heftig die Staatsanwaltschaft am Hals. Wegen Korruption. Untreue im besonders schweren Fall. Auch die ZEIT berichtet darüber und erwähnt immerhin, dass sie eine „ehemalige” ZEIT-Redakteurin ist (so quasi um zu sagen, dass sich der Rauswurf erübrigt).

Wird hoch interessant werden, da mal diesen Korruptionssumpf aufzudecken und zu sehen, wie sehr sich Korruption und ProQuote überdecken.

Bedenklich ist natürlich, dass solche Leute als Redakteure (und Oberbürgermeister) enorme Macht haben. Und da zeigt sich eben, von welcher Sorte das dann so ist.

14 Kommentare (RSS-Feed)

Michael Klein
18.10.2013 20:16
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Am Ende hat die jetzt einen alten Sack von der Staatsanwalt am Hals…?


ReVolte
18.10.2013 21:43
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“Alter Sack” sollte wohl der “neue” politische Gaschke-Style in Kiel sein.


Lars
18.10.2013 21:46
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Ja immer wieder ein Spass in Kiel zu wohnen…


Kelvin
18.10.2013 23:41
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Zu Quoten fällt mir grad was geradezu amüsantes ein, was mir eine Süd-Afrikanieren aus Management Positionen erzählte: In Süd-Afrika gibt es seit einiger Zeit rechtlich festgelegte Quoten was die Relation von Weißen und Schwarzen in großen Unternehmen anbelangt. Das Ergebnis ist, dass viele Unternehmen Strohmann-Schwarze einstellen, die in extra für sie geschaffenen Posten viel Geld bekommen, aber nichts machen müssen/dürfen. Das erinnert mich irgendwie an was….

Müsste man mal schauen, ob wir sowas auch schon haben.


Bavarico
19.10.2013 0:24
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Das Verhalten von Gaschke, nachdem ihr MP Albig noch eine goldene Brücke bauen wollte (per SMS siehe hier: http://www.shz.de/schleswig-holstein/politik/sms-von-albig-an-gaschke-du-wirst-daraus-lernen-id3741101.html ), verweist auf ein Problem, dass allen Frauen in höheren Positionen bevorsteht, sofern sie es nicht noch nicht hinter sich haben: die Wechseljahre! – Jedenfalls gehen Unbelehrbarkeit und Missinterpretation mit diesem hormonellen Chaos einher. Wir werden solche Eskapaden noch öfters sehen, außer Frau setzt den Wechsel mit Östrogengaben aus, nimmt dafür aber die unter Umständen tödlichen Nebenwirkungen in Kauf.


Bavarico
19.10.2013 0:53
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Und hier noch ein Link. Ein Video aus dem Kieler Senat:
http://www.kn-online.de/Lokales/Kiel/Kieler-Steuer-Deal/Ratsversammlung
Man sieht und hört, dass Frau Gaschke ein Problem mit der Unterscheidung von Fakten und Emotionen von Politik und Selbstbefindlichkeit hat.
Es wirkt auf mich peinlich. Die Frau tut mir leid. Ich würde zu ihr nie das Gegenteil von “alter Sack” sagen.


Hadmut
19.10.2013 1:13
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Ui. Das Gejammer ist ja echt scharf. Da heult sie fast, weil man sie “persönlich treffen und beschädigen” wollte.

Aber auf Brüderle hat sie so richtig dreckig rumgetrampelt.


ST_T
19.10.2013 1:47
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Naja, ein bisschen “Anmache” war das schon nicht mehr. Es war ja im Grunde gesagt schon ziemlich hart an der Grenze, aber man sollte bitte auch die ganzen Hintergründe benennen:

1.) Hat diese Journalistin ihn erst über ein Jahr später darauf angesprochen und dann “komischerweise” kurz nach der Ernennung zum Spitzenkandidaten.

2.) Fehlt der gesamte Kontext dabei – nämlich dass selbige Journalistin eine ziemlich böse Bemerkung bezüglich Brüderles Alter vorher fielen ließ.

Daher ist es ein einfaches, dreckiges politisches Manöver. Eine andere Beschreibung dafür fällt mir nicht ein auch wenn ich die FDP eigentlich als Partei absolut ablehne.

Aber soviel OT, mal zum Thema Gaschke:
Interessant wurde es nämlich unter folgendem Punkt, aus der FAZ entnommen:

“Eskaliert war der ganze Fall mit Gaschkes Vorwurf, Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) habe das Prüfverfahren der Kommunalaufsicht beeinflusst.”

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kieler-oberbuergermeisterin-staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-gaschke-12623727.html

Heißt also, sie hat sich mit ihrer Haltung nicht nur in der Opposition, sondern auch in der eigenen Partei Feinde gemacht…

Übrigens, da Hadmut hier ja schon ausführt, mal ein Zitat zu Brüderle:

“Das was Laura Himmelreich über Rainer Brüderle berichtete, hat eigentlich niemanden überrascht”, sagt Susanne Gaschke, “Brüderle ist ein alter Sack.” Von einem wie ihm erwarte sie nachts an der Bar nichts anderes. Wütend meldet sich ein Mann aus dem Publikum zu Wort. “Ab welchem Alter ist man für Sie ein ‘alter Sack’?”, fragt er die Frauen auf dem Podium. Der Vorwurf: “Ageism”. “Brüderles Verhalten steht für die Haltung einer Generation”, verteidigt Susanne Gaschke ihre Wortwahl. Moderatorin Susanne Stichler verspricht dem aufgebrachten Zuhörer, der Ausdruck werde nicht mehr verwendet. Mit einem Augenzwinkern fängt sie die Kritik souverän auf.


Hadmut
19.10.2013 2:18
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Der “wütende Mann aus dem Publikum” war ja ich. Allerdings war ich nicht wütend, sondern anderer Meinung. Und an denen war gar nichts souverän, und man hat auch nichts “aufgefangen”. Das ist wieder so eine feministische Realitätsverschiebung.


DerdieBuchstabenzählt
19.10.2013 3:13
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@ST_T

>Naja, ein bisschen “Anmache” war das schon nicht mehr. Es war ja im Grunde gesagt schon ziemlich hart an der Grenze, aber man sollte bitte auch die ganzen Hintergründe benennen:

Ja? Dann erklär mal.

1. Woher weißt Du ob die Geschichte von Himmelreich so war wie von ihr beschrieben? Warst Du dabei?

2. An welcher Grenze war das denn? Und wieso “hart an der Grenze”?


claus
19.10.2013 10:25
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@St_T: “Naja, ein bisschen “Anmache” war das schon nicht mehr. Es war ja im Grunde gesagt schon ziemlich hart an der Grenze…”

Was war da hart an der Grenze?


Joe
19.10.2013 11:07
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In Süd-Afrika gibt es seit einiger Zeit rechtlich festgelegte Quoten was die Relation von Weißen und Schwarzen in großen Unternehmen anbelangt.

Das heißt, in Südafrika gibt es anti-weißen Rassismus per Gesetz. Du kannst das ruhig so sagen.


John
19.10.2013 13:18
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Gaschke ist gelernte Journalistin, und als solche hat sie über Jahrzehnte ausgeteilt ohne einstecken zu müssen. Das funktioniert in einem öffentlichen Politikamt natürlich nicht. Jetzt heult sie rum.
Soll sie halt wieder in ihre kuschelige feministische Blase wechseln. Es gibt bestimmt irgendein Frauencafe wo sie tätig werden kann, wo die Fronten klar sind, keine Kritik an ihrer Arbeit zu erwarten ist, und sie sich der Realität nicht stellen muß.


ST_T
20.10.2013 16:40
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@DerdieBuchstabenzählt

Was Herr Brüderle nur demonstriert ist das übliche politische Verhalten. Er kann nicht zugeben, etwas gesagt zu haben, daher gibt er erst keine Auskunft. Bei einer Falschaussage wäre er politisch erledigt. In gewissen Fällen haben solche Aussagen sogar strafrechtliche Konsequenzen. Für mich ist das aber schon in einem solchen Kontext moralisch untragbar. Das meinte ich mit “hart an der Grenze”.

Ich kann es nicht wissen, ob er die Aussage so getätigt hat, das stimmt. Ich gehe nur davon aus, dass er eine solche Aussage getätigt hat. Das Gegenteil kann auch der Fall sein, aber nehmen wir einfach mal an es wäre so:
Eine Aussage ala “Sind Sie nicht zu alt für den Job” ist moralisch ebenso verachtenswert. Sie stellt seine Integrität in Frage, das sollte man erstmal beachten!

Das sie in ihrem Job (!) damit totale Scheiße gebaut hat und sich unprofessionell verhalten hat dürfte wohl offensichtlich sein. Das sie aber dann noch eine solche Geschichte erst ein Jahr später veröffentlicht, um dem Kandidaten möglichst schnell das politische Genick zu brechen zeugt für mich von krimineller Energie und sicherlich keiner Eignung als Journalistin!

Aber natürlich, wie ja so üblich – übrig bleibt eine belanglose Debatte über Sexismus. Anstatt mal zu überlegen wer hier genau Opfer und wer Täter war wird wieder einmal sinnlos polemisiert.