Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Congstar: Du willst es – kriegst es aber nicht

Hadmut
24.3.2013 12:25

Congstar, die Billig-Mobilfunk-Tochter der Telekom, wirbt doch mit den Slogans „Du willst es. Du kriegst es.” und „Volle Kostenkontrolle.”

Von wegen. Die Realität sieht mal wieder anders aus.

Manchmal bin ich beruflich bedingt unterwegs. Und will dann natürlich auch unterwegs, in Hotelzimmern usw. Internet haben. Weil mein Handy gerade schon etwas älter ist (ich habe mir damals ein für damalige Verhältnisse recht teures Android-Handy gekauft, das dafür aber inzwischen auch fast vier Jahre alt ist statt meines bis dahin gepflegten alle-zwei-Jahre-neues-Handy-Rhytmus, aber das dumme Ding kann nicht richtig tethern), verwende ich gelegentlich einen USB-UMTS-Stick, und rüste auch mein iPad, das ich normalerweise zuhause per WLAN nutze, mit einer SIM-Karte aus, um unterwegs Internet damit zu haben. Sehr praktisch und angenehm. Und weil ich das nur zeitweise brauche, verwende ich zwei Prepaid-Karten.

Bis Januar hatte ich dafür zwei Karten von LIDL im Einsatz, dahinter steckt O2.

Das Organisatorische war da einfach prima. Man kauft sich beim normalen Samstagseinkauf im Supermarkt an der Kasse eine Aufladenummer, gibt die auf der Webseite ein und fertig. Man sieht sein Guthaben, bekommt ordentliche Abrechnungen, alles bestens.

Nur: Mit der Netzqualität war ich da in letzter Zeit nicht zufrieden, häufig Verbindungsabbrüche, Aussetzer, mal das Netz nicht verfügbar, lausiger Durchsatz.

Also bin ich im Januar zu Congstar gewechselt, der Billig-Tochter der Telekom. Weil das Netz der Telekom nicht nur laut Presse besser sein soll, sondern mir auch einige Kollegen berichteten, dass sie damit bessere Erfahrungen gemacht haben. Und weil Congstar auch noch billiger als LIDL ist. Man bekommt da größere Datenkontingente, und zahlt dafür weniger Geld als bei LIDL/O2 (zumindest nach meinem damaligen Erkenntnisstand, aber ich blick bei den Tarifen eh nicht so restlos durch, was man ja auch nicht soll, und sie ändern sich ja ständig.)

Na, und was soll ich sagen?

Das Telekom-Netz ist wirklich viel besser. Mit meinem UMTS-Stick fühlt es sich bei normalem Surfen fast wie eine normale, feste Anbindung an, und auch mal ein Video gucken ist kein Problem.

Aber Congstar selbst kommt mir gerade extrem unseriös vor, ich habe nur Ärger mit denen:

Volle Kostenkontrolle? Von wegen.

  • Eine Rechnung oder gar EVN gibt es überhaupt nicht. Wo das Geld hingeht, soll man sich selbst irgendwie zusammenreimen. Ob das stimmt, was die da abziehen, kann man nicht nachprüfen.
  • Den Kontostand kann man auch nicht nachprüfen oder abfragen. Die Webseite sagt dazu gar nichts. Der einzige Weg ist, per Handy *100# oder 9577 anzurufen, dann bekommt man per inband-Info eine Anzeige auf dem Display. Was aber mit einem iPad und einem UMTS-Stick nicht geht. Keine Chance, den Kontostand abzufragen. Der Congstar-Service schlug mir dazu vor, doch bei Bedarf einfach die Karte herauszunehmen und in ein Handy zu stecken. Was aber nicht nur ein elendigliches Gefummels ist (iPad hat auch noch mikro-SIM), sondern auch die Geräte kaputt macht, weil die für so häufiges Wechseln nicht ausgelegt sind (Kennt Ihr die popelige SIM-Schublade von iPads?). Und dann jedesmal extra ein separates Handy mitschleppen, nur um den Kontostand zu prüfen?

    Oh, ja, die Hotline hatte mir noch empfohlen, die Congstar-Software zu nutzen. Mit der ging’s auch. Ja, klar. Weil ich mir Windows-Software auf einem iPad und meinem WLAN-Router installieren kann. Davon abgesehen kann ich mich noch erinnern, wieviel Probleme (und Werbung) die Telekom-DSL-Software verursachte, die man damals für DSL installieren sollte. Auch nichts als Ärger. Und man konnte sie nicht mal mehr richtig deinstallieren.

Und als ob das nicht genug wäre, klappt’s mit dem Aufladen auch nicht:

  • Der einfachste Weg wäre, sich im Supermarkt oder an jedem Fahrkartenautomaten eine Aufladekarte zu kaufen. Anders als bei den anderen Anbietern kann man bei Congstar die Nummer aber nicht über die Webseite eingeben. Man kann sie nur eingeben, indem man *101*Cashcode# wählt. Kann man aber nicht, wenn man Geräte ohne Tastatur und Wählfunktion hat. Gleiches Problem wie oben bei der Abfrage, die Hotline meint, ich solle doch dafür die Karte immer in ein Handy stecken oder mir Windows-Software installieren. (Ja, ich könnte es mal versuchen, mit ATDT- usw. anzurufen, aber man sieht ja nicht, ob es geklappt hat oder nicht.
  • Dann bieten sie noch etwas an, was andere Provider nicht haben. Die Aufladung über Partnerfirmen. Das hat bisher einmal bei mir funktioniert, nämlich an einer Tankstelle in Bayern. Die hatten dort ein spezielles Gerät, an dem man die Mobilfunknummer eingibt, auf die man etwas einzahlen will. Laut der Webseite von Congstar haben sie diverse Partnerfirmen, darunter Shell, Aral und Woolworth. Hier in der Gegend, wo ich gerade bin, wissen aber weder Woolworth, noch die Shell- oder Aral-Tankstelle um die Ecke etwas davon. An den Tankstellen bekommt man nur die üblichen Aufladekarten, die Geräte haben sie nicht. Und Woolworth meint, sie hätten mit Mobilfunk gar nichts zu tun. Eine glatte Falschinformation von Congstar.
  • Bleibt als einzige gangbare Methode des Einzahlens noch, über die Webseite eine Lastschrift vom Girokonto zu beauftragen. Habe ich versucht, scheint aber nicht geklappt zu haben. Beim ersten Mal behaupten sie, dass es wegen der Verifikation 5-7 Arbeitstage dauern würde (seit wann dauert eine Lastschrift so lange und warum kann Amazon das so viel schneller?). Nur: Es passiert nichts. Scheint nicht abgebucht worden zu sein, scheint nicht angekommen zu sein, aber warum, das weiß man auch nicht. Man sieht keine Meldung, keine Mitteilung, keinen Kontostand, nichts. Nur dass die Karte irgendwann nicht mehr geht, obwohl man eingezahlt hat (oder glaubt, es getan zu haben).

Nun leuchtet mir ja ein, dass Firmen ihre Billig-Töchter (wie eben auch die Fluglinien oder die Lebensmittelhersteller) immer irgendwie schlechter halten, um die höheren Preise ihrer Hauptmarken zu „rechtfertigen”. Seh ich ja ein.

Aber Mobilfunk anzubieten und die Leute dann von der Einzahlung abzuhalten, ist ja wohl die größtmögliche Dümmlichkeit. Ich weiß nicht, wer Chef bei Congstar ist, aber er (sie?) gehört gefeuert.

Aufklärung gibt’s auch nicht, von der Hotline bekommt man – wenn überhaupt – nur blöde Antworten.

Bleibt eigentlich nur noch, Auskunft über den Umweg der Beanstandung oder über § 34 BDSG einzfordern. Oder den Provider zu wechseln. Nehme ich den mit dem schlechten Netz oder den, bei dem ich nicht einzahlen kann und nicht weiß, wo das Geld hinverschwindet?

Geht man der Sache nach bleiben als Ursache wieder mal inkompetente und lobby-korrupte Politiker übrig.

Denn ein wesentliches Problem ist, dass Congstar auf dem Standpunkt steht, für Prepaid-Kunden erst gar keine Rechnung erstellen zu müssen, und es keinen direkten Anspruch darauf gibt. Gleichzeitig aber soll man als Bürger dem Finanzamt alles durch Rechnung nachweisen können, etwa wenn man die Mehrkosten durch UMTS gegenüber dem Heim-WLAN bei beruflich bedingten Reisen nachweisen will.

Das ist mal wieder so typisch Angela Merkel/CDU/CSU: Der Bürger muss gegenüber dem Finanzamt jeden Piep durch Belege nachweisen, hat aber selbst keinen Rechtsanspruch gegenüber Firmen wie Congstar auf Rechnungslegung, weil da die Lobby dahintersteckt. Denn Rechnungen könnten ja Geld kosten und dem Kunden Klarheit bringen oder Beanstandungen begründen. Wieder mal der Bürger der Dumme.

Und es zeigt mal wieder, welche Kompetenzen der Bundesregierung eindeutig fehlen. Wäre ein schönes Thema für die Piratenpartei gewesen, denn darüber ärgern sich ja viele Bürger. Aber die Piraten wollten ja keine Technik- und Internet-orientierten Themen mehr haben.


38 Kommentare (RSS-Feed)

Jens
24.3.2013 12:30
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Siehe meine Twitter-Konversationen mit denen. Aufladungen sind nicht nachvollziehbar, Entwicklung des Kontostandes sowieso nicht. Gebuchte Flats erscheinen weiter als “aktiv”, auch wenn sie eher als “ausgesetzt” (wg. mangelndem Guthaben) zu bezeichnen wären.

Und bei deren DSL besonders nervig: Die haben keinen automatisierten Prozess zur Bearbeitung von Umzügen. Funktioniert alles irgendwie frei Schnauze …


kynik
24.3.2013 12:31
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ich nutze auch einen congstar-stick. bei mir geht als zusätzliche auflademöglichkeit noch der geldautomat bei der sparkasse. ich bin allerdings auch sparkassenkunde. hat bis jetzt immer anstandslos geklappt.


Stefan H.
24.3.2013 12:43
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Ich schätze mal das Aufladen der Karte über Bankomat geht nicht? 🙂


Hadmut
24.3.2013 12:52
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Anscheinend nur Sparkasse.

Freilich kann man bei sehr vielen Geld- und Fahrkartenautomaten die Aufladenummern kaufen, das geht schon. Aber man kann sie aus besagten Gründen nicht eingeben. Bei LIDL/O2 geht das bequem über die Webseite.


Andy
24.3.2013 12:56
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Ich bin auch bei Congstar, weil eben das Netz der Telekom wirklich gut ist. Ansonsten hat man aber den Eindruck, dass es eher das ungeliebte Kind der Telekom ist und man dem Kunden bewusst Hürden setzt.

Zum Beispiel, zur Freischaltung von Datenroaming soll man sich an den Chat wenden. Mir ist schleierhaft warum man so was nicht im Admin-Menü machen kann.


Ronald
24.3.2013 13:12
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Schonmal geschaut, ob ein Postpaid-Tarif (der dann aber dank Rechnung absetzbar ist) nur für berufliche Zwecke evtl. billiger ist als das Gehampel mit den Prepaid-Karten?


Hadmut
24.3.2013 13:20
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Kommt auf die Datenmenge an. Bei gleicher Datenmenge nicht (weil ich über meine 2-3 Prepaidkarten, für das Handy bräuchte ich ja dann auch eine) je nach Option auch insgesamt 3 oder 6 GByte pro Monat ziehen könnte, was über einen normalen Tarif viel zu teuer oder gar nicht zu haben wäre.

Außerdem brauche ich die SIM-Karten nur aktuell für ein paar Monate, während ein postpaid tarif einem automatisch 24 Monate anhängt. Und da sieht die Rechnung schon ganz anders aus.

Tatsächlich wird es teils günstiger, wenn man mit ungefähr 1 GByte auskommt, dafür einen einzelnen Telekom-Vertrag abschließt und sich per MultiSIM noch zwei Karten für Stick und iPad geben lässt und sich dazu noch ein teures Handy kauft, um die Förderung mitzunehmen. Darüber denke ich auch nach, das steht bei mir aber erst im April/Mai an. Der Wechsel von LIDL zu Congstar hatte auch damit zu tun, das Telekom-Netz mal auszuprobieren, bevor ich mich zwei Jahre an die binde. Denn bisher war ich bei E-Plus/BASE, und die sind immer schlechter geworden, aber teuer geblieben.

Zumal mir die Telekom da auch wieder Rätsel aufgibt: Ich libäugle mit einem Samsung Galaxy Note II. Obwohl das neue Galaxy S IV bei Samsung deutlich teurer als das Note II ist, will die Telekom für das Note II eine deutlich höhere Zuzahlung haben. Nicht, dass es mir da jetzt auf 50 oder 100 Euro so wirklich ankäme, aber da bekomme ich doch gleich schon wieder das Gefühl, es mit Unseriösen zu tun zu haben.


Tom
24.3.2013 13:51
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Tipp: du bekommst den gleichen 9cent-Tarif auch als Postpaid mit 0 EUR Grundgebühr, Rechnungen und dazu buchbaren Datenflats https://www.congstar.de/9cent/. Mit Gutschein NOV12NC bekommt du gleich 20 EUR Guthaben dazu.


Nathan
24.3.2013 13:54
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Beim Onlinebanking von Fiducia (Genossenschaftsbanken) gibt es die Möglichkeit, Prepaidkarten unter Angabe der Telefonnummer aufzuladen. Die Bestätigung kommt AFAIK per SMS, was für dich nutzlos wäre, aber wenigstens ist das Guthaben auf der Karte.


HR
24.3.2013 14:02
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Es ist zumeist sinnvoller das Sponsoring eines neuen Handys mit Sim-Dongle aus zu schlagen und dafür lieber ein wenig mehr zu zahlen.

Sonst sitzt man wieder zwei Jahre an einem Gerät was im schlimmsten Fall nicht das ist was man erwartet oder einfach kaputt geht.

Man kann schneller den Anbieter oder das Gerät wechseln und klebelt sich nichts ans bein.

SIM-Lock ist irendwie 00er.


Hadmut
24.3.2013 14:05
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@HR: Nein.

Denn erstens achte ich schon darauf, nur SIM-Lock-freie Handys zu kaufen, und das wäre bei den Modellen, die mir vorschweben, der Fall. SIM-Lock ist hier nicht das Thema.

Zweitens bekommt man einige Geräte (z. B. Samsung Galaxy Note II, S III und S IV) in der LTE-Version nicht auf dem freien Markt oder nur aus dunklen Quellen. Die Option, es woanders zu kaufen, hat man nicht so ohne weiteres.

Drittens macht es schon einen erheblichen Preisunterschied.


HR
24.3.2013 14:46
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Wenn der SIM-Lock fehlt, gibt es nur noch den Grund des Vertragsknebels, aber wenn der Preisnachlas so deutlich ist, kann man das ja abwiegen.


prx
24.3.2013 16:03
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Vorbildlich sind da die Schweizer. Egal welche Prepaid, man kann sie alle an den Automaten der Bahn aufladen.


matthie
24.3.2013 16:05
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congstar postpaid geht auch mit monatlicher Kündigungsfrist (dann 25 EUR Einrichtung) und max 3GB/7,2Mbit für 20EUR/Mtl nur im 9cent-Tarif.
allerdings sperrt die Telekom aktiv VoIP, nur mit VoIP-Option (10EUR/mtl)nutzbar und diese ist nur in orginal Telekom Verträgen buchbar!

Schon mal an eine MultiSIM-Lösung gedacht? Allerding ist der Trend nur im Hochpreissegment die weiteren SIM’s ohne laufende Kosten zur Verfügung zustellen, in “kleineren” Verträgen gibs garkein inkl., in den Mittleren Verträgen eine 2. SIM max 3 SIM pro Vertrag, DAten nutzung parallel abgehende Calls nur 1 SIM, SMS/MMS_Priorität einstellbar.

Vodafone ist für dich keine alternative? (3 sims, im IPad Websessions, im stick & Samrtphone standard APN, (org. VFDE aber min 50EUR/mtl und 24monate)

die Websessions gibs für alle D2-SIM’S (APN event.vodafone.de), der ZOO von InternetStick Tarifen von SAT1/Pro7/ usw sind umgelabelte DatenCALLYA’S (keine telefonieren mgl)


Hadmut
24.3.2013 16:11
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Alles schon geprüft, aber gerade aus anderen Gründen auf Sommer verschoben. MultiSIM wäre gut, aber nicht im Moment, weil ich derzeit deutlich mehr als 1GB pro Monat brauche, und das dann per Vertrag und auf Dauer zu teuer käme. Ab Sommer sieht das bei mir dann anders aus.

Und Vodafone geht mir ziemlich auf den Senkel, zumal es da wohl Problem mit LTE geben soll. Zumal mir deren notorisch-krankhaftes Branding bei den Geräten auf den Wecker geht.

Und was sollen denn „websessions” sein?

Und geh mir bloß weg mit dem Pro7-Gelumpe…


FK
24.3.2013 16:32
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um hier mal den advocatus diaboli zu spielen:
billig-resaler wie eben congstar sind so billig weil sie eben nur wenige, strenge workflows haben, das meiste autmatisch geht und sie nur einen rudimentären support bieten.
Die simkarten die man da bekommt sind eben keine datendienst-only karten sondern normale telefoniekarten mit daten-feature. Und dann geht der workflow eben davon aus, dass das gerät in dem man die karte nutzt eine wähltastatur hat und wurde unter der prämisse implementiert.

Meiner erfahrung nach sind diese billgidienste nur dann sehr gut zu gebrauchen, wenn man exakt deren use cases einhält. wenn man da abweicht gibts nur probleme und man sollte den anbieter wechseln, weil die keine extrawürste erlauben.
Telekomverträge zb sind einiges teurer, haben aber auch eine zielgruppe die das zu zahlen bereit ist, im gegenzug ist der support besser und eine gewisse flexibilität für kundenwünsche gegeben.

Zu den LTE-geräten die man nur bei den providern bekommt: Das ist wirklich mist. allerdings hat man bei Congstar z.B. sowieso kein LTE, sondern nr wenn man einen vertrag mit Telekom oder Vodafone direkt abschliesst. Denke das problem ist aktuell diese übergangszeit, wo LTE noch als premium-feature gilt. das wollten die provider eben melken indem sie sagen, seht her, bei uns gibts top-speed und die passenden endgeräte, und dafür nehmen wir auch den premium preis.
Aus Kosten/Leistungsgründen würde ich perönlich aktuell noch auf LTE verzichten. HSDPA ist fein und quasi überall verfügbar. in 2 oder 3 jahren, wenn das nächste handy fällig ist, wird LTE überall drin stecken, der ausbau wird vorangeschritten und LTE einfach im normalen traffic der verträge inclusive sein.


Hadmut
24.3.2013 16:42
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Ich will ja auch kein LTE.

Ich will ein LTE-fähiges Handy. Das ist was anderes.

Wie beschrieben habe ich seit der Anfangszeit meiner Handy-Nutzung alle 2 Jahre ein neues Handy gehabt, eben immer mit der Vertragsverlängerung. Und typischerweise immer ein Nokia, das exakt festgeschraubte Funktionen hatte. Wollte man neue Funktionen, brauchte man ein neues Handy. Das Nokia-Prinzip, an dem die festhielten und deshalb von Apple überholte wurden. Nokia hatte hunderte Modelle mit jeweils unveränderlichen Funktionen, Apple hatte ein Modell, das man sich anpassen kann.

Ich habe mir deshalb damals ein Motorola Milestone gekauft (weil ich Reisen vorhatte, und es das iPhone nur mit SIM-lock gab, das Motorola aber frei war und ich es im Ausland mit den dortigen Prepaid-Karten verwenden konnte). Das hat, weiß nicht mehr genau, sowas zwischen 400 und 500 Euro gekostet. Und dafür musste das dann eben auch länger halten. Nun ist das Ding 3 1/2 Jahre alt und immer weniger zu gebrauchen, der Hauptspeicher zu klein, das Display lässt auch nach.

Wenn ich mir jetzt ein Note II oder ein S IV kaufe, dann liegt das bezüglich des Neupreises bei um die 600 Euro. Ne Menge Holz für ein Handy, meine letzten drei Notebooks waren alle billiger. Also muss das Ding dann auch wieder einige Jahre halten.

Deshalb werde ich einen Teufel tun und jetzt ein neues Handy in dieser Preislage ohne LTE kaufen. Auch wenn ich LTE momentan gar nicht brauche.

Vermutlich werde ich LTE auf dem Handy auch in Zukunft nicht so wirklich brauchen, aber ich gehe davon aus, dass die 3G-Netze immer stärker überlastet, aber nicht mehr ausgebaut werden und im LTE-Bereich dann eher noch Kapazitäten frei sind.


matthie
24.3.2013 16:55
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Internetpakete mit Gültigkeiten zw. 9 min und 90tagen und zw 250 MB -9 GB Volumen je nach Anbieter (Achtung! was zuerst aufgebraucht ist beendet die Option, und bei den “Tagesflat” z.t.Unterschied zw 24h Laufzeit und 1 kalendertag (0000-2400), schlecht wenn 2355 gebucht wird)

bei D2 auf fast allen karten durch APN (event.vodafone.de, nur o.telo: event.otelo.de) einstellung mgl., bestimmt optionen sind an die “richtigen” karten gebunden, auf den dann meistens das telefonieren gesperrt ist. mit allen anderen SIM gibs auf den APN nur die VFDE standard Webseesions

bei d1 nur mit der voreingestellen SIM mgl (Xtra web’n’walk (Ipad) & Xtra Data Flat SIM)

org. VFDE CY (nicht Mobilcom-debitel Callya!) lassen sich angestossener EVL (USSD-code VIR-anruf) aufladen (CALLYA-irektaufladung) oder autom. Aufladung zu 15, 20, 25, oder 50 EUR, wenn 5EUR Guthaben unterschritten (CALLYA-Komfort aufladung),


Hadmut
24.3.2013 17:01
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Aha…


matthie
24.3.2013 16:59
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Gut übersicht für alleswas prepaid in DE bietet:
http://prepaid-wiki.de/index.php5/Hauptseite


Chris
24.3.2013 17:02
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Ich bin seit Dezember bei Congstar und sehr zufrieden! Ich habe da einen Zweijahresvertrag mit 1gb Volumen und wergen den zwei Jahren Laufzeit 50 Freiminuten im Monat geschenkt bekommen. So bin ich bei ca 17 Euro im Monat, was eig sehr preiswert ist, dafür das es D1 ist.

@matthie

das stimmt nicht, das die Telekom Voip blockt, zumindest bei mir nicht. Bei läuft sowohl Whatsapp als auch Skype super und ich habe keine Option gebaucht.


matthie
24.3.2013 17:11
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@Chris

him seit wann VoIP in Nutzung?

Hat noch ne teltarif.de test im kopf wo T-mobile wohl per Traffic-analyse VoIP ohne Option geblockt hat


Chris
24.3.2013 17:32
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@matthie

seit ich den Vertrag hab, also ab Dezember. Bisher hatte ich nie Probleme und ich nutze das relativ intensiv.


Lars
24.3.2013 17:52
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Was spricht gegen Alditalk? Hat hier für gute 8 Monate in (Nord-)Deutschland sehr gute Dienste geleistet. Ich hatte die Tagesflat in Benutzung, mit zwar nur 1-2 MBit/s, aber dafür ohne defacto Deckelung des Traffics und der Dienste, Voip etc alles kein Problem. Aufladung per Bon oder Konto, Eingabe des Codes auf der Website.

Wenn also nichts gegen das Netz von E-Plus an sich spricht, probier das ruhig mal aus. Zehner pro SIM an der Aldikasse.


FK
24.3.2013 18:58
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wie wäre es mit dem nexus4 als neues handy? es gibt zwar kein LTE, dafür immer die neuste androidversion over the air.

durch den preis von 310€ incl versand könnte man entsprechend früher auf ein neues modell umsteigen wenn LTE mal nötig wird. ansonsten läuft das gerät astrein, ich habs seit dezember in betrieb, auch das tethering läuft stabil und schnell.

um ehrlich zu sein, tun es die die 100€ androide ebenfalls ganz gut mittlerweile. mehrere bekannte haben das huawai 201 Pro und die geräte verrichten anstandslos ihren dienst. Da ist android 4.0.5 drauf, ich denke nicht dass was neues kommt, aber was solls. der browser geht, google maps geht, gmail geht, alle möglichen apps laufen, was will man mehr?
zum tethering kann ich allerdings nichts sagen, aber wenn man keine prioritäten in bezug auf ein möglichst gutes/großes display legt und keine high-end spiele daddeln möchte, sind die kleinen dinger richtig gut, plus es tut nicht so weh wenn sie mal kaputt gehen oder geklaut werden…


Hadmut
24.3.2013 19:02
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Nee, ich such was mit dickem Akku, großem Bildschirm und NFC. Und den Stift am Note II find ich auch ganz gut. (Das will man mehr!)


Johanna
25.3.2013 9:54
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Die “100-Euro-Androiden” sind wirklich nicht mehr so schlecht – wenn man keine umfangreichen Ansprüche stellt. Ich habe als privates Alltagshandy auch so ein Huawei 201. Wenn es geklaut wird, einfach die Karte sperren lassen und der Verlust ist zu verschmerzen. Wenn man aber gehobene Ansprüche stellt, also nicht nur E-Mails lesen, im Netz surfen und Telefonieren möchte, oder gar speicherfressende Anwendungen nutzt, gerät das 201 schon bald an seine Grenzen, ist daher nicht für Jedermann etwas. Ist irgendwie wie bei Autos, den meisten reicht ein Kleinwagen, aber eben nicht jedem.

Probleme mit Congstar kann ich aber leider nur bestätigen. Die haben mir mal eine Karte von einer Minute auf die andere stillgelegt. Ohne Kündigungsschreiben, ohne Kündigungsmail, ohne Kündigungs-SMS oder ähnliches – obwohl ich regelmäßig Guthaben aufgeladen hatte und die Karte fast täglich zum Telefonieren genutzt habe. Auf meine Rückfrage beim Kundendienst wurde dann behauptet, die Karte sei ja schon länger nicht mehr genutzt und aufgeladen worden und das sei dann eben ein Standardprozedere. Dreist gelogen! Außerdem wurde mir gesagt, die Stillegung hätte man mit einer SMS angekündigt. Auch dreist gelogen. Mein Guthaben habe ich dann zum Quartalsende (also nach mehr als zwei Monaten) immerhin anstandslos erstattet bekommen. Man könnte das jetzt als “bedauerlichen Fehler” abtun, glaube ich aber nicht. Ist mir aber auch egal, denn:

Eine alte Karte von O2/FONIC hatte ich noch in einem lange nicht genutzten Surfstick in der Schublade herumliegen. Eingesteckt, PIN eingegeben und sie funktionierte noch – obwohl seit mehr als zwei Jahren nicht mehr genutzt und nicht mehr aufgeladen. Also nutze ich jetzt im Privathandy diese Karte, auch wenn das Netz etwas schlechter ist.

Es mag ja sein, dass solche Dinge bei den Prepaid-Discountern durch starre und automatisierte Abläufe, wenig Personal etc. zu erklären sind. So ein Verhalten zeigt aber auch deutlich, wie viel der Kunde solchen Unternehmen wert ist: Gar nichts. Das muss man nicht unterstützen.


Hadmut
25.3.2013 20:12
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Leute, ist ja alles gut und schön, aber ne Handy-Beratung brauch ich jetzt eigentlich nicht…


Knut
25.3.2013 11:32
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Sehr interessant !

Ich habe einen CongStar-Telefonvertrag mit 0 Euro Grund und 9 Cent/Min und bekomme immer schön meine Rechnung auf der Webseite inklusive EVN.

Komisch, dass das bei den Datenkarten nicht auch geht. Das ist natürlich keine Echtzeitanzeige, insofern ist volle Kostenkontrolle gelogen, aber wenigstens keine Rechnungsprobleme.


Einfach
25.3.2013 11:45
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Congstar-Karte ins Handy und per Hotspot mit dem IPad verbinden. Man kann sich aber auch anstellen.


Hadmut
25.3.2013 20:18
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@Einfach:

Du Schmalspur-Witzbold! Rate mal, wie ich diesen Blog-Artikel geschrieben habe…

Zeigt aber auch, dass Du das, was Du empfiehlst, selbst noch nicht oft gemacht hast, denn das ist auch nur eine Behelfslösung. Erstens saugt das den Handy-Akku in Rekordzeit leer und ist nur praktikabel, wenn man das Handy am Netzteil hat. Und ich brauch meinen Akku zum Telefonieren. Das ist ja mit ein Grund, warum ich das iPad nehme, weil das einen viel größeren Akku hat und ich damit einen Tag lang arbeiten kann, während das Handy als Hotspot nicht mal ne halbe Stunde durchhält.

Zweitens taugt das nur für intensives Arbeiten, bei dem das Handy den Hotspot nicht wegen Nichtgebrauchs wieder abschaltet. Um aber unterwegs mal mit dem iPad nach dem Stadtplan oder Mail zu gucken, ist das unbrauchbar, weil man ständig das zweite Gerät (Handy/Hotspot) einschalten und damit herumfummeln muss.

Drittens ist das instabil, weil der WLAN-Sender des Handys nicht sehr stark ist. Je nachdem, wo man sich aufhält, ist der Empfang dabei lausig. In U-Bahnen usw. läuft das ziemlich schlecht.

Bevor Du anderen solche Ratschläge gibst, solltest Du das erst einmal selbst ausprobiert haben.


DavidXanatos
25.3.2013 12:37
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Ich kan dir ein richtig gutes 300€ handy empfehlen:
http://geizhals.at/de/lg-electronics-optimus-4x-hd-p880-weiss-a772331.html
es hat fast alles was man braucht, und ein update auf 4.1.x ist schon in der pipeline, ab dan mit offenem bootloader für nciht gebrandete modelle.
Also kann man auch bequem cyanogen mod mit noch neueren androiden drauf tun.

Das nexus4 hat, keine SD kart slot, einen festen akku und micro sim, der einzige vorteil ist der doppelte RAM.


Fritz
25.3.2013 22:54
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Lach!
Nach vergleichbaren Erfahrungen mit Congstar, habe ich nach wenigen Tagen das abgebuchte Geld zurückbuchen lassen.
Jetzt ist Ruhe und Congstar kann von mir aus Pleite gehen.


Einfach
29.3.2013 11:04
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Meine vorgeschlagene Lösung praktiziere ich ständig. Mein Smartphone (Motorola Atrix) hält dabei einige Stunden durch.
Wenn man natürlich bei Smartphones sich aus der Krappelkiste bedient und dann Dinger erwischt, die einen 1200mA Akku besiten, muß man sich nicht wundern.


Hadmut
29.3.2013 11:11
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Blödsinn.

Ich hab das Android-Handy, das damals als das beste und teuerste galt, das Motorola Milestone. 1390mA, mehr gab’s damals nicht. Und die Motorola-WLAN-App warnt sogar ausdrücklich davor, dass sie den Akku sofort aussaugt. Und deshalb schaltet sie sich bei Nichtgebrauch auch ziemlich schnell wieder ab.


Jens
30.3.2013 20:19
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Und die Tethering-App auf meinem HTC Hero unter Cyanogenmod zeigt die Temperatur an, weil das Gerät eigentlich nicht dafür vorgesehen ist und daher schnell warm wird …


Hadmut
30.3.2013 20:23
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Na, dann kann ich mir vorstellen, wie die Akkulaufzeit ist, wenn das Ding zum Heizen verwendet wird…


Harrie
16.4.2013 17:04
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Da hat sich ja aus deinem Beitrag eine hitzige Diskussion ergeben. Kann deine negative Erfahrung mit dem Handy als Hotspot nur teilen. Wollte mein Tablet übers Handy ins Internet schicken und war von den ständigen Unterbrechungen total genervt. Wichtig ist auch noch, dass man den Hotspot vor nicht autorisierten Usern schützt, das habe ich am Anfang nämlich auch nicht gemacht, einfach über die Einstellungen nur bestimmte Geräte zulassen.

Zur Kostenkontrolle nutze ich eigentlich nur noch blau.de. Dank Flatrate für alle dt. Netze inklusive Internet Flat überschreite ich mein Startpaket von 20 Euro nie und ich bin ungebunden da ohne Laufzeit. Telefoniere allerdings auch nie in ausländische Netze, das könnte dann etwas teurer werden.