Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Minirock und Minusgrade

Hadmut
13.1.2013 16:57

Kann mir irgendwer nachvollziehbar erklären, warum eigentlich auch bei Minusgraden in den Städten so verblüffend viele Mädchen und junge Frauen in Minirock oder Hotpants und mit hauchdünnen Strumpfhosen oder Leggins drunter herumlaufen und dann ganz bitterlich frieren?

Und selbst von denen, die wenigstens ne gewöhnliche Jeans anhaben, laufen erstaunlich viele in irgendwelchen Pumps oder Balerinas herum. Oder irgendwelchem hochhackigen Zeugs aus dünnstem Leder. Genial bei Eis und Schneematsch. Frauen mit ordentlichem, der Jahreszeit angepasstem Schuhwerk sind echt ne Seltenheit.

Warum ist das so?

32 Kommentare (RSS-Feed)

Stefan H.
13.1.2013 17:05
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“DSDS” 🙂 – und weil der Kommentar zu kurz war schreib ich noch das hier


jaysson
13.1.2013 17:21
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“Das ist eine Thermostrumpfhose!”


Paul
13.1.2013 17:22
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Weil sie hübsch aussehen wollen.


Lochkartenstanzer
13.1.2013 17:25
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Ich vermute, die sind auf Männerfang aus. 🙂


Steffen
13.1.2013 17:27
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In den Städten allgemein, oder speziell München?

Ich beobachte das Phänomen zumindest auch hier in Frankfurt, aber während meiner Zeit in Berlin war es die Regel, daß die Frauen sich im Berliner Winter vernünftig (warm, aber unsexy) angezogen haben.

Als ersten Ansatz eines Erklärungsversuches vermute ich demnach: Sozialer ‘Schicki-Micki’ Druck, der in München bzw. Frankfurt aufgrund des Geldes in diesen Städten erheblich stärker ausgeprägt ist als in Berlin. Dafür hat Berlin mit seiner Verklärung der Schmuddeligkeit das andere Extrem; da läuft man Gefahr gemobbt zu werden wenn man sich mal etwas schicker anziehen möchte.


Hadmut
13.1.2013 17:30
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@Steffen: ist mir schon in vielen Städten aufgefallen. Besonders in München, da ist das ganz enorm.

Dieser Blog-Artikel beruht aber auf dem Anlass der Beobachtungen, die ich heute gemacht habe. Und heute war ich in Berlin.


Asd
13.1.2013 17:34
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Genau; sie möchten hübsch aussehen. Du magst dich nicht in sie hineinversetzen können, aber tatsächlich gibt es Frauen, die lieber frierend vor die Tür gehen, wenn sie nur wissen, dass sie gut dabei aussehen. Das wundert mich auch gar nicht: Schau dir Werbung an, überall sind leicht bekleidete Frauen zu sehen. Wenn man seit der Kindheit immer wieder sieht, wie wichtig das zu sein scheint, kann sich das nur so äußern.

Bei Männern ist das Problem eigentlich auch nicht anders, da gibt es auch genug Models in der Werbung zu sehen. Allerdings müssen Männern glaube ich generell weniger Haut zeigen und der Druck ist wohl nicht ganz so extrem wie bei Frauen. Muskeln kann man außerdem durch die Jacke und an der Statur erkennen, daher müssen Männern nicht nackte Beine zeigen oder nackte Arme.


Hadmut
13.1.2013 17:44
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Ich will’s mal so sagen:

Bei allem Verständnis, aber ein frierendes, bibberndes, zitterndes Etwas, dass sich vor lauter Kälte zusammenkauert und herumhüpft, und sich vielleicht noch ne Unterleibsentzündung, Landkartenvenen und Inkontinenz einhandelt, ist für mich nicht „hübsch”.

Eine Frau mit guter Figur sieht in einer Jeans, ordentlichen Outdoor-Stiefeln und ner schicken Winterjacke, die sich dafür normal bewegen und noch lächeln kann, zumindest für meine Begriffe allemal schöner aus als so ein zitterndes Häufchen Elend, das dasteht wie ein Rehpinscher.

Das ist mir heute so in einer Gruppe zusammengewürfelter Leute aufgefallen. Je weniger die anhatten und je kürzer der Rock war, desto bescheuerter hüpften die da rum. Die einzige Frau, die wirklich attraktiv aussah, hatte kanadische Winterstiefel an, wie sie dort die Jäger tragen, dicke Jeans und ne gepflegte Daunenjacke mit nem modischen breiten Elastikgürtel um die Hüfte. Weil die sich normal bewegen und einen gesunden Eindruck vermitteln konnte.


Hadmut
13.1.2013 17:45
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@Steffen: In Mitte.


Steffen
13.1.2013 17:39
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@Hadmut: Hmmmm…. dann muss sich in Berlin ganz schwer was geändert haben die letzten Jahre, ich war jetzt schon einige Jahre nicht mehr dort. Wo warst du denn genau? Speziell bei Berlin muss man noch dazu sagen, daß Berlin eigentlich keine Großstadt ist, sondern zwei dutzend de-facto Dörfer, die zufälligerweise zusammen eine größere Siedlung bilden, und jedes Dorf hat seine eigene Charakteristik. Vielleicht gibts im Prenzlauer Berg inzwischen ja wirklich erste Schicki-Micki Ansätze.


Skeptiker
13.1.2013 17:51
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Dass du kurze Röcke magst, konnte man hier schon verschiedentlich vermuten. Also vielleicht ein Auswahleffekt? Wahrnehmungsfilter? Wär im vorliegenden Kontext ja nicht unstatthaft.


Hadmut
13.1.2013 18:35
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> Dass du kurze Röcke magst, …

Lass es mich so formulieren: Kommt drauf an.


Claudia
13.1.2013 18:35
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das sind Schlampen. Ich habe immer mehr Mühe Prostituierte und Frauen im Ausgang zu unterscheiden. So an einem Freitag-Abend, verwandelt sich die Stadt in ein grosses Bordell. Ich finde das nur billig.


Hadmut
13.1.2013 18:56
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@Claudia: Das ist eigentlich ganz einfach: Die Prostituierten sagen vorher, wieviel einen der Spaß kostet.


Herrmann
13.1.2013 19:37
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“mit Penetrationshintergrund” heisst das.
Schlampe ist doch sowas von vorgestern.


Herbert
13.1.2013 19:52
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aber Leute, ich bitte euch, die machen das doch nur für sich selbst, auch das Schminken *rolleyes*


jugendarbeit
13.1.2013 21:18
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Viele Frauen haben es schon mit 12 gelernt, dass witterungswidrige Kleidung bestimmte Beschwerden nach sich ziehen kann.
Aber es gibt wie überall – belehrbare und unbelehrbare…


by33kn
13.1.2013 21:44
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Es gibt da den alten Spruch: Wer schön sein will muss leiden. Und “Frieren” ist auch eine Form von “leiden”.


Hadmut
13.1.2013 21:46
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Daraus zu folgern, dass Leiden schön machte, ist jedoch ein Trugschluss.


Hanz Moser
13.1.2013 22:10
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“Bei allem Verständnis, aber ein frierendes, bibberndes, zitterndes Etwas, […] ist für mich nicht „hübsch”.”

Tja. Nach dir sind die nicht aus. Die suchen einen, bei dem das den Beschützerinstinkt weckt.


hackdraft
13.1.2013 23:53
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Zu deiner Beruhigung, kleiner Taliban. 😉 In Berlin laufen auf der Straße zugleich voll verschleierte Frauen herum.


Hadmut
13.1.2013 23:59
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Es wird dich verwundern, aber von den vollverschleierten habe ich in München viel mehr gesehen als in Berlin.

Was auch daran liegt, dass die Arabischen Touristen jetzt alle nach München zum Einkaufen kommen. Da gibt’s nämlich nicht nur tolle Läden und (vergleichsweise) saubere Fußgängerzonen, sondern auch einen prima Flughafen. Har Har.


euchrid eucrow
14.1.2013 0:24
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Bei allem Verständnis, aber ein frierendes, bibberndes, zitterndes Etwas, dass sich vor lauter Kälte zusammenkauert und herumhüpft […]

naja, wenn sich unter dem dünnen jäckchen die nippel abzeichnen und man durch die leggings von den lippen ablesen kann, ist doch alles in butter. 😉


Hadmut
14.1.2013 0:30
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@euchrid: Nein, nicht wenn ich selbst klamme Finger habe.

Was mich übrigens an Weng Zeng erinnert.

Weng Zeng war eine Informatik-Kommilitonin mit ausgeprägtem erotischem Selbstverständnis und sehr extrovertiertem Bewegungsschema, die immer sehr (zu?) eng anliegende Klamotten trug und deren Gemütszustand durch ihren extrem auffälligen Nippel-Hub meilenweit sichtbar war. Mal ganz weg, mal riesig.

Wegen ihrer Kleidungswahl nannten wir sie eben Weng Zeng. (Verballhornung für schwäbisch „A weng zueng” = Ein wenig zu eng)

solcherlei Hosen heißen bei uns übrigens Taubstummenhosen (man hört nichts, obwohl sich die Lippen bewegen), während sie im Englischen Camel Toes heißen. Wer den Begriff noch nicht kennt, dem überlasse ich es als Übung herauszufinden warum.


euchrid eucrow
14.1.2013 1:15
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die steigerung von cameltoes ist übrigens frontbutt.


Oppi
14.1.2013 11:12
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Also ich höre von meinen Kommilitoninnen nur immer, ihnen wäre in den Dingern nicht kalt. Wenn die das sagen, muss ich das so hinnehmen (und wer weiss was Kunstfasern heute so können …). Und um mich über Frauen in zu kurzen Röcken zu beschweren bin ich ein paar Jahrzehnte zu jung glaube ich 😉


Skeptiker
14.1.2013 12:24
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Reicht es nicht anzunehmen dass die sich wegen irgendeiner Mode so anziehen? Zugehörigkeitsbedürfnis, Gruppensog? Ohne gleich irgendwelche Absichten oder “Verkommenheit” zu unterstellen? mit Logik oder ” ist praktisch” hat weibliche Mode doch eh nichts zu tun.


markenware
14.1.2013 22:29
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In Schottland gehen die Mädels im Winter ohne Socken in Sandalen – zumindest am Wochenende abends in die Disko.
Ich war mal auf einem Valentinstag in einem Restaurant auf der Insel Skye. Die jungen Damen trugen so luftige Klamotten wie Kontinentaleuropäerinnen sonst nur bei üblen Hitzewellen am Mittelmeer im Juli. Die dazu gehörigen Jacken und Mäntel schützen auch höchstens vor Staub, aber nicht vor Kälte.

Meine deutsche Gastgeberin erklärte, diese stoffsparende Mode sei zumindest auch in Glasgow allgemeiner Trend.
Vielleicht Gewohnheit: ich erinnere mich auch an schottische Kinder, die im August bei 11 Grad Lufttemperatur mit Anorak hüfthoch im Meer standen und dort spielten.


ein anderer Stefan
14.1.2013 23:06
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“Mode ist so unerträglich häßlich, dass wir sie alle Halbjahre ändern muss” Oscar Wilde
Es ist sicher eine Modeerscheinung. Ich habe das schon vor Jahrzehnten in England beobachten dürfen, wo die Mädels auch im Winter mit Minirock und Sommerklamotten rumliefen.


nadar
15.1.2013 16:40
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@Hadmut: Warum fragst du statt wildfremder Leute in deinem Blog nicht die entsprechend Angezogenen selbst?

@markenware: Da schaudert es einen genauso wie die Südeuropäer, die einen Deutschen Anfang November in der Adria schwimmen sehen. 🙂
(btdt)


Hadmut
15.1.2013 18:58
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@nadar: Weil das oft nicht geht (kann ja nicht aus dem fahrenden Bus springen oder mit dem Auto mitten im Hauptverkehr stehen bleiben) oder ich es eilig habe. Und es nicht mag, wildfremde Leute mit solchen Fragen anzusprechen, weil die Leute sich stets angegriffen fühlen, wenn man sie etwas fragt, was sie als persönliche Kritik auffassen können. Heute wird einem sowas dann sogar als sexuelle Belästigung ausgelegt.


oreally
15.1.2013 23:13
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“Bei allem Verständnis, aber ein frierendes, bibberndes, zitterndes Etwas, dass sich vor lauter Kälte zusammenkauert und herumhüpft, und sich vielleicht noch ne Unterleibsentzündung, Landkartenvenen und Inkontinenz einhandelt, ist für mich nicht „hübsch”. ”

Ist das so schwer? Erstens härtet man durch Dauer davon ab und kann deswegen ohne wirklichen Schaden, sondern nur mit dessen Anschein ertragen, zweitens so ein bibberndes, zitterndes Ding zu sein, welches offensichtlich des Schutzes und der Fürsorge aus Schwäche bedürftig ist. Und welchem der beiden Geschlechter wird nun der Schutz- und Fürsorgereflex für Schwache, ausgelöst aus libidonösem (!) Grund zugeschrieben…? Und warum wir der diesem Teil der Menschheit zugeschrieben…? Auf was deutet dieser Reflex nämlich…?

“Willst Du meine Jacke haben?”. “Oh, jaaa…! *schmacht*”

Das ist ein so ureinfacher Trick…! Es gibt ganze Diebesbanden, die so zu ihren kurzzeitig unaufmerksamen Opfern kommen… jede gute Intrige kann man so starten…