Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Geigerzähler-App

Hadmut
10.5.2011 22:40

Nachdem ich ja vor ein paar Tagen schon festgestellt habe, daß Geigerzähler seit Fukushima auf Monate hinaus ausverkauft sind, hab ich ernsthaft schon drüber nachgedacht, mal so eine Verarschungs-App zu schreiben, die den Leuten weismacht, sie könnte ein iPhone in einen Geigerzähler verwandeln (gibt ja sonst auch alles, Wasserwaage, Klingel usw.), und dann mal zu sehen, wieviele Leute dafür Geld ausgeben. Nun find ich gerade, daß da tatsächlich Leute eine echte App anbieten, die ein iPhone zum Geigerzähler macht – aber mit externer Hardware. Siehe www.igeigie.com bzw. dieses Foto vom Aufbau.


4 Kommentare (RSS-Feed)

Stefan W.
11.5.2011 3:18
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2 Doofe, ein Gedanke. Wobei mein Gedanke weniger eine App wäre, um Applekunden zu täuschen, sondern eine, mit der Applekunden andere täuschen können – die die Knattergeräusche abgibt, und die man unauffällig mit einem Finger steuern kann, und wo man dann in den Supermarkt geht, und am Basmatireis vorbeizieht, und die App macht trak – – trak – – trak – trak – traktak – trakakakakak- taka – raka – tak – tak – – tak, als sei an einer bestimmten Stelle eine erhöhte Dosis.


Hadmut
11.5.2011 10:49
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Hihi, dazu fällt mir noch einer ein.

Ich hab mich kürzlich mal drüber geärgert, daß das Neubaugebiet hier in Openstreetmap und Google Maps noch nicht gut bzw. veraltet eingezeichnet ist und ich Leuten, die mich besuchen wollten, nicht anhand der Karten erklären kann, wie sie das Haus hier finden, das nicht an der Straße liegt.

Also bin ich mit dem GPS los und hab die Wege vermessen, damit ich sie in Openstreetmap einzeichnen kann. Ich hab einen Garmin eTrex, und den ausgerechnet in der signalgelben Version, so wie die fies-gefährlichen Meßgeräte, Geigerzähler und sowas. Hier hat es zwischen den Häusern solche kleinen Fußwege und Gassen, an denen es auch Spielplätze für Kinder und Parkbänke für die Mütter dazu gibt.

Als ich da nun vorbeimarschierte, so in einer Goretex-Jacke, in der einen Hand ein Schreibbrett, in der anderen das fies-gelbe Meßgerät, und da langsam und mit starr auf die Anzeige gerichtetem Blick bedächtig an den Spielplätzen vorbeiging, ohne meine Umgebung irgendeines Blickes zu würdigen, ab und zu Notizen machte, haben es einige der Mütter mit der Angst bekommen und haben sich schleunigst mit ihren Kindern in die Häuser verzogen.

Und das war vor Fukushima. Hätt ich das danach gemacht, wäre wohl noch viel mehr Hektik ausgebrochen.


Stefan W.
11.5.2011 23:11
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Tja, der schlimmste Trickbetrüger ist doch die eigene Phantasie. 😉


Horstkevin
12.5.2011 12:39
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Die App gabs genau seitdem Tag, als das Unglueck geschah. Jenachdem, wie man das iPhone gehalten hat, hat der Geigerzaehler was angezeigt. Du konntest also das jemanden vor die Nase halten, leicht schief stellen, und dann hats halt gepiepst. Dann hast Du es bei jemand nebendran gerade hingehalten, wo es halt nicht gepiepst hat. Glaubst garnicht, wieviel sich danach sicher waren, verstrahl gewesen zu sein! 😉