Ansichten eines Informatikers

Käseplatte: Die Keilerei zwischen Thomas Gottschalk und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Hadmut
14.2.2021 18:57

Von Schlammschlachten und Untergängen.

Es gab doch neulich diese Eklat nach der Sendung „Die letzte Instanz“ und die Zigeunersauce, bei der ich der Meinung war, dass man Thomas Gottschalk und Janine Kunze in eine Falle gelockt und auf die Schlachtbank geführt hat.

Scheint, als ob das erst der Auftakt gewesen wäre – oder doch eher ein Indiktator für den Niedergang des Rundfunks.

Es muss wohl eine Diskussion in dem allseits berüchtigten Medium Clubhouse gegeben haben, in der Gottschalk dann laut turi2 ziemlich auspackte:

Gottschalk meldet sich gegen 19.10 Uhr, wird von Moderator und PR-Mann Wolfram Winter auf die Bühne geholt und legt aus dem Stand los: “Wir senden uns hier in einem Verwaltungsmoloch zugrunde, wo die Anstalten sich gegenseitig nicht das Schwarze unter den Nägeln gönnen. … Ich bin der Meinung, dass es jetzt Corona-Stäbe gibt, die schon Angst davor haben, dass die Seuche in den Griff zu kriegen ist, weil dann sämtliche Krisenstäbe eingestampft werden. Sowas können sie.”

Das entspricht ziemlich genau meiner Einschätzung.

Alle reden von Friseuren und Gastwirten, die gerade kein Geschäft haben, aber unser eigentliches Problem sind die Heerscharen von Leuten, deren Geschäft darin besteht, an Krisen, Kampf gegen Rechts, gegen Sexismus, gegen Klimaerwärmung zu verdienen. Leute, die eigentlich gar nichts produzieren, können und leisten, aber ständig an Panik, Angst und Untergang melken und diese professionell aufrechterhalten.

Die größte Krise, in die diese Gesellschaft geraten könnte, wäre die, dass ihr die Krisen ausgehen. Dann nämlich säßen die Krisenmelker auf dem Trockenen, jene Gattung von Menschen, die stets nur auf Kosten anderer lebt.

Gottschalk hält den “Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit im öffentlich-rechtlichen Fernsehen” für “einfach katastrophal”. “Sie sind ja nicht mal in der Lage ihre eigenen Programme zu promoten, ins Fenster zu stellen, weil dann der MDR sagt: Moment, wir senden gegen den SWR im Dritten. Die treten sich gegenseitig auf die Füße, da ist kein Gesamtmanagement dahinter.” Gottschalks Fazit nach knapp drei Minuten Wutrede: “Ich bin voll heiligem Zorn, was die Chancen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens betrifft und wie wenig daraus gemacht wird. Und wenn man jetzt nach 50 Jahren sagt, wir lernen ja dazu – dann muss ich sagen, das hat wirklich gedauert.”

Ja, das ist das, was ich seit Jahren beschreibe.

Der zwangsbeitragsfinanzierte Rundfunk als Futtertrog einer Versammlung von Leuten zwischen Spinner, Dünnbrettbohrer und Versager, die ihre Einbildung, eine Elite zu sein, ständig pflegen und füttern, indem sie sich gegenseitig unablässig Preise verleihen.

Und dazu ein „Verwaltungsmoloch”, der letztlich nur dazu dient, möglichst viele Leute am Beitragsaufkommen mitfressen zu lassen, ohne dass sie dafür Rundfunk machen würden.

Hat Gottschalk noch nicht gereicht, es gab in irgendeinem Interview für die Funke-Mediengruppe noch Nachschlag, wie die WELT berichtete.

Aus Sicht von Entertainer Thomas Gottschalk haben die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender den Kampf um das junge Publikum bereits verloren. „Dieser Zielgruppe nun durch digital-only-Produktionen hinterherzuhecheln, hat nichts mit dem öffentlich-rechtlichen Auftrag zu tun, sondern ist der Ausdruck der durchaus begründeten Angst, sang- und klanglos unterzugehen“, sagte der ehemalige „Wetten, dass..?“-Moderator den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

„Diese Angst hätte die Verantwortlichen schon vor 20 Jahren umtreiben müssen, als noch was zu retten war“, sagte der 70-Jährige: „Da saßen die Intendanten noch vergnügt beim Rotwein in der Runde und haben die Käseplatte kreisen lassen.“

Es ist im Prinzip genau das, was ich letzten Sommer gegenüber dem Landtag von Sachsen in der Anhörung zur Beitragserhöhung gesagt hatte. Man hatte gefragt, wie ich die Sache mit den Jugendprogrammen einschätze, und ich hatte geantwortet und erläutert, dass ich es zwar grundsätzlich für richtig und aufgabenkonform halte, dass sie sich überlegen, wie man die Jugend erreicht, wenn man merkt, dass man sie verliert. Aber die Umsetzung sei halt miserabel. Das sei alles aus einer Position der Ratlosigkeit heraus erfolgt und alles viel zu politisiert. Eine kleine Gruppe erreicht man, die Mehrheit aber schreckt man noch zusätzlich ab. Der Rundfunk ist dysfunktional, weil er nur noch eine Ansammlung der falschen Leute ist.

Und die versuchen nun, an junge Zuschauer zu kommen, indem sie einfach Youtuber aufkaufen und sich deren Follower als Zuschauer auf die Liste schreiben.

Er habe auch keine Patenrezepte parat, sagte Gottschalk, aber wenn man jetzt versuche, Netflix Konkurrenz zu machen und ins Streaming-Geschäft einsteigen wolle, könne er davor nur warnen. Anders sei die Situation beim Radio: „Die ARD-Popsender haben die kommerzielle Konkurrenz weitgehend abgehängt. Da ist noch nichts verloren, da gäbe es für die Zukunft noch einiges zu holen.“

Genau das. Die versuchen, Jugend durch irgendwelchen Firlefanz zu erreichen, beispielsweise wenn sie in der Reihe „Funk” Dildosendungen auf Youtube bringen.

Das Problem

Das ist das Problem des öffnetlich-rechtlichen Rundfunks:

Ein Futtertrog ohne Qualitätsanforderungen, in den sich eine korrupte Clique wie die Made im Speck reingebohrt hat und sich darin die Eier geschaukelt und Konto und Pensionsansprüche aufgefüllt hat. Und vor lauter Ignoranz und Dummheit übersehen hat, dass sie den Kontakt zur Zuschauerschaft immer weiter verspielt haben.

Und jetzt haben sie sich ins Abseits manövriert.

Das war eine Meldung vom 10.2.2021.

Am nächsten Tag, am 11.2.2021 kam dann die nächste Meldung: WDR richtet Arbeitsgruppe zum Thema Rassismus ein

Als wollte man Rache an Gottschalk nehmen und hätte ihn unbedacht bestätigt, denn es zeigt ja, dass die Verwaltung und Krisengedöns statt Fernsehen machen.

Die TV-Talkshow „Die letzte Instanz“ hat Konsequenzen: Der WDR richtet eine Arbeitsgruppe ein, die den Sender und seine Formate „noch diverser“ machen soll. Im Netz bot derweil Moderatorin Enissa Amani ein Alternativprogramm.

Nach der scharfen Kritik am TV-Talk „Die letzte Instanz“ hat der Westdeutsche Rundfunk eine Arbeitsgruppe zum Thema Rassismus gegründet. Das Gremium unter Leitung der WDR-Integrationsbeauftragten Iva Krtalic solle sich mit den möglichen strukturellen Folgen beschäftigen, teilte der Sender am Donnerstag in Köln mit. Dabei gehe es um die Frage, wie der WDR die laufende Diskussion und Kritik im Programm aufgreifen kann. Ziel sei es unter anderem, die Sendungen „noch diverser“ zu besetzen.

Und das ist nun wieder das, was ich von den Netzwerk-Recherche-Konferenzen berichtet hatte: Man nutzt jede Gelegenheit, um den Rundfunk zu unterwandern und mit Migranten und Linksextremisten zu durchsetzen und die bisherigen Leute vom Futtertrog und der Propagandatrompete zu verdrängen.