Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

„Viele Zuschauer” – die Medienintrige um das Zigeunersoßenkomplott

Hadmut
3.2.2021 3:06

Wie die Medien uns hinter das Licht führen.

Seit ein paar Tagen lese ich, was die Medien – Fernsehen, Presse – so zum WDR-Talk „Die letzte Instanz“ sagen und schreiben, in dem Janine Kunze und Thomas Gottschalk ihre Haltung zur Zigeunersoße zum Besten gaben. Oder zum Schlechtesten. Je nach Blickwinkel.

Was ich vom Thema Zigeunersoße halte, habe ich bereits kundgetan, die meisten Leser dürften es auch blind erraten. Ich möchte hinzufügen, dass ich Zigeunersoße sehr lecker finde und sie, ebenso wie das gleichnamige Schitzel, sehr gerne esse und es für ein positives Merkmal halte.

Ich tue mir grundsätzlich damit schwer, wenn Leute die Sendung kritisieren, denn es ist ein grundsätzlicher Fehler, Schauspieler und Entertainer für maßgeblich zu halten. Das sind generell Leute ohne nennenswerte intellektuelle Substanz. Man kann sich nicht 40 Jahre lang an Gottschalks Oberflächlichkeit ober überhaupt an der Geistlosigkeit von Schauspielern ergötzen und sich dann darüber aufregen, dass sie blöd daherredeten.

Das ganze Fernsehen, die gesamte Presse bestehen fast nur aus ungebildeten Leuten. Ich habe das schon oft beschrieben: Sie wirken sehr professionell, weil sie geübt darin sind, eloquent herüberzukommen, Phrasen mit passender Mimik herunterzuspulen und mit der Kamera umzugehen. Eine intellektuelle Komponente hat das alles nicht. Man kann deshalb nicht einerseits ein Fernsehen wie das unsere wollen und akzeptieren, und gleichzeitig darüber zetern, dass sie einem zu blöd wären. Entweder oder.

Oder anders gesagt: Bei einer Iris Berben ist es den politisch Korrekten ganz recht, dass sie eher zu den dünnen Blechen gehört, weil sie sagt, was man hören will. Man kann nicht einerseits die Oberflächlichkeit einer Iris Berben wollen, sich andererseits aber über selbige einer Janine Kunze aufregen. Das ist nunmal das Fernsehen, das man so will und dass man auch so braucht, denn nur so kann es den Futtertrog für Linke und Korrekte abgeben. Und Gottschalk redet seit 40 Jahren dummes Zeug daher, und das hat bisher nicht nur keinen gestört, deshalb hat man ihn eingestellt und seine Filme besucht. Die Supernasen.

Warum also lädt man überhaupt Berufsoberflächliche von Schauspiel und Fernsehen ein, um über die „Zigeunersoße” zu befinden?

Was qualifiziert die dazu? Oder war das eine abgekartete Falle? Alles von vorherein inszeniert?

Ich glaube aber auch nicht, dass sich wirklich eine nennenswerte Zahl von Zuschauern wirklich beschwert hat.

Ich halte die gesamte Nummer für einen Fake. (Und dass das vom linksextremistischen WDR kommt, lässt die Sache nur umsomehr stinken.)

Vor allem stört mich, dass sich zwar jede Menge Blätter das Maul zerreißen, aber überall nur von „vielen Zuschauern” die Rede ist, die sich beschwert oder auf Twitter geshitstormt hätten.

Wieviele sind „viele” ?

Drei?

Fünf?

Sieben?

Oder nur ein Einziger?

Ständig werden wir zu Themen wie Trump und den Russen damit beballert, wieviele Fake-Accounts es in den Social Media gibt. Aber wenn es gerade mal politisch passt, wird überhaupt nichts geprüft.

Wer sagt dann, dass das überhaupt verschiedene Leute waren?

Und nicht eine Medienagentur? Oder der WDR selbst?

Es geht doch schon die ganze Zeit darum, dass man Weiße nicht mehr alleine reden lassen will, dass man in jede Talkshow Quotenmigranten einpflanzt. Das war doch vor der Sendung schon so.

Und neulich bin ich ja in die letzte Online-Konferenz von Netzwerk Recherche erst gar nicht mehr reingekommen, weil es da darum ging, wie man Migranten in die Redaktionen und die Personalstruktur drückt. Wie man Weiße aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk verdrängt. Da haben die mich erst gar nicht mehr reingelassen. So geht es heute zu beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und der Presse. Das ist alles nur noch Fassade, dahinter laufen Aktionismus und Intrigenschmiede.

Und wenn ich mir die Sendung – nein, nicht die Sendung, nur die ersten Sekunden/Minuten/durchgezappt, wo sie gleich mit der Zigeunersoße und dem saublöden Witz anfangen, dass Zigeunersoße ja korrekt „Sauce ohne festen Wohnsitz” heißen müsse, und die ganze Sendung wirklich saublöd aufgezogen ist, und zwar vom WDR, dann habe ich den Eindruck, dass man die Eingeladenen da, Kunze, Gottschalk und zwei Weiß-nicht-wer-das-ist (Jürgen Milski, Schlagersänger, Micky Beisenherz, Autor und Moderator), systematisch auf die Schlachtbank geführt hat.

Man könnte sogar den Gedanken kneten, ob die zwei Kenn-ich-nichts da als Animateure da waren, denn die haben ja keinen Shitstorm abbekommen, sich aber auch gegen Sprachvorschriften geäußert, und sich die Frage stellen, ob das nicht eine inzenierte Psy-Op war. Ob man da Kunze und Gottschalk nicht eingeladen und mit den einschlägigen Psychomethoden dazu gebracht hat, sich um Kopf und Kragen zu reden und sie dann zu schlachten, auf dass nie wieder eine Talkrunde nur aus Weißen bestehen könne.

Und dann muss man sich die Frage stellen, wer sich denn da überhaupt beschwert hat. Ob das überhaupt unabhängige Leute waren, oder das nicht die einschlägigen Statisten und Akteure, ob das ganze nicht ein Medien-PR-Stunt war. Ob da überhaupt normale Leute beteiligt oder das nur eine Agentur/Aktivisten-Nummer war.

Mir kommt das komisch vor, wenn da jetzt ein „Autor und politischer Comedian” (auch ein Weiß-nicht-wer-das-ist) Gianni Jovanovic um die Ecke kommt, und sich nicht nur professionell „verletzt” fühlt, sondern überhaupt erstmal die Schwelle meiner Kenntnisnahme damit überschreitet.

Weil in der Talkshow die Perspektive von Betroffenen völlig fehlte, richtet sich der Autor nun mit einer unmißverständlichen Ansage an den Kult-Moderator und die anderen prominenten Gäste.

Hätte man jemals bei Feminismus, Genderismus, Frauenquoten, Frauenförderung, Migration die „Perspektive von Betroffenen” gehört?

Hätte es jemals irgendwen interessiert, was mich oder unzählige Leser meines Blogs so stört oder verletzt?

Warum interessiert es keine Sau, wenn sich jemand wie ich irgendwie benachteiligt oder verletzt fühlt, aber wird zum Mediendrama, wenn der es tut?

Warum braucht man die „Perspektive von Betroffenen” immer genau dann, wenn die Betroffenen im linken Interesse liegen?

Warum heißt es bei Feminismus oder Migration zu den Betroffenen, die seien nur Populisten, man dürfe ihnen „keine Plattform bieten”?

Übrigens wieder schöner Doppelbegriff:

  • Wenn’s gerade politisch passt, heißt es „Perspektive von Betroffenen” oder „sichtbar machen”.
  • Wenn es nicht passt, heißt es „Keine Plattform bieten”

Ich halte den gesamten Vorgang für faul, inszeniert, Fake, eine Medienintrige.

Und wenn es so ist, dann sind Rundfunk und Presse nur noch wertloser Müll. (Gut, wenn es nicht so ist, dann auch, weil sie das ja noch aus vielen anderen Gründen sind, aber das zeigte es dann mal wieder.)