Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

#HerToo: Wer andern eine Grube gräbt…

Hadmut
17.11.2017 17:26

Satte Schadenfreude. 😀 [Nachschlag… Nachtrag]

#MeToo habt Ihr mitbekommen, oder? (Rhetorisch, wie wäre man da dran vorbeigekommen…)

Ich hatte doch beschrieben, dass hinter #MeToo ein Zickenkrieg zwischen den beiden Charmed-Schauspielerinnen („Zauberhafte Hexen”) Rose McGowan und Alyssa Milano steckt. Rose McGowan hatte Harvey Weinstein angeprangert (ob zu Recht oder zu Unrecht ist mir noch nicht klar) und damit einen Mediencoup gelandet, die eifersüchtige Milano hat dann wie ein kleines Mädchen „Ich auch, ich auch!” getöbert.

Nun, besagte Rose McGowan hat laut Express angeblich gerade Ärger mit der Polizei:

Am Gepäck von Hollywood-Star Rose McGowan (44, bekannt u.a. aus „Charmed – Zauberhafte Hexen“ ) sollen am Flughafen in Los Angeles Spuren von Betäubungsmitteln festgestellt worden sein.

Das würde ich – wenn ich das so lese – erst mal nicht als belastend ansehen, denn weiß der Kuckuck, wo das Gepäck auf den Flughafentransportbändern entlangläuft und mit welchen fremden Gepäckstücken es in Kontakt kam. Da muss nur irgendwo was geplatzt und heruntergerieselt sein.

Die Polizei sah das aber wohl anders, es gibt angeblich einen Haftbefehl.

Die Schauspielerin behauptete bisher, dass der Haftbefehl nur eine Verschwörung sei, um sie im Weinstein-Skandal zum Schweigen zu bringen- sie war schließlich die Erste, die den Star-Produzenten der sexuellen Übergriffe beschuldigte.

Auch das könnte und würde ich noch im Bereich des Möglichen verorten, und es für bemerkenswert halten, dass sie für sich selbst die Unschuldsvermutung beansprucht. Doppelmoral ist ja für Feministinnen typisch.

Aber:

Jetzt stellte sie sich aber laut „TheBlast.com“ am Dienstag doch der Polizei in Virginia. Das Portal will auch herausgefunden haben, dass es um Kokain-Missbrauch geht.

Schauen wir mal auf „The Blast”:

Rose McGowan was arrested and released on bond after reporting to authorities in Virginia for felony possession of a controlled substance.

The Loudoun County Sheriffs Office tells The Blast McGowan showed up Tuesday to turn herself in and was placed under arrest. She was booked into the system, took a mugshot, and then was released on a $5,000 bond.

$5.000 Kaution? Das ist billig. Sehr billig. Reich scheint sie nicht zu sein. Scheint tatsächlich nichts mehr mit der Karriere los zu sein, da kann man sich schon seine Gedanken über die Vorwürfe machen.

As we previously reported, McGowan was disembarking a plane in Washington D.C. back in January when she dropped her wallet. It was later found by a cleaning crew and upon investigation, two small baggies of cocaine were found inside, along with her medical marijuana card.

Sie hat ihren Geldbeutel verloren, das Reinungspersonal hat ihn gefunden, und als man reinsah, um herauszufinden, wem er gehört, fand man darin zwei Kokain-Päckchen und ihre medizinische Marihuana-Lizenz.

Naja, was man als Hexe eben so braucht.

Das würzt.

Das heißt, dass die Initialvorwürfe gegen Weinstein von einer abgetakelten Ex-Prominenten im Frustalter, in dem im Gesicht der Spachtelbedarf aufkommt, erhoben wurden, die auf Koks und Marihuana ist und gegen die ein Haftbefehl vorliegt.

Das würzt ungemein.

Das dürfte vor Gericht ihre Glaubwürdigkeit deutlich reduzieren, und wenn sie sonst keine Beweise hat, könnte das sogar in Amerika kritisch werden. Man sollte sich jetzt überlegen

  • Was ist, wenn Weinstein aus Mangel an Beweisen freigesprochen wird?
  • Was ist, wenn herauskommt, dass McGowan das erfunden hatte?

Eine interessante Frage. Insbesondere, weil die deutschen Medien, das Fernsehen, die Presse sich ja blind drauf verlassen und hemmungslos drauflosgehetzt haben.

Sagen wir es so: Die deutschen Medien lassen sich von einer Drogenabhängigen anführen. Das könnte noch heiter werden. (Ich hätte mehr von deren Sendungen aufzeichnen sollen, für die Munitionskiste.)

Nachschlag: Ich sollte öfter mein Blog lesen.

2015 gab es in den Leser-Kommentaren zwei Hinweise zu Rose McGowan:

2014 ist sie schon mal auf die Schwulen losgegangen, weil die ihr nicht feministisch genug seien, die wären ja noch schlimmer als Heteros, meint sie.

The American actress, who claims to have lived a life “heavily entrenched” in LGBT, was discussing the protest against the hotel chain with gay author Bret Easton Ellis in his weekly podcast when she made the comments.

Und dann gibt es an anderer Stelle dazu ein Update:

UPDATE: Rose McGowan has taken to Twitter to apologize for her earlier comment that the gay community has “fought for the right to stand on top of a float wearing an orange speedo and take molly [MDMA].”

“I was pissed off when I said that, obvs a gross over generalization, for which I apologize. But my point stands,” she tweeted. “Could have articulated my frustration in a better fashion? Undoubtedly. For that I apologize, but I stand by the overall point.” […]

“[Gay misogyny] is a huge problem.”

Bisschen homophob, die Gute, und schwätzt im Suff gern dumm daher. (Ich bin mir jetzt nicht sicher, was „pissed off” in den USA heißt, in Australien heißt „pissed” so viel wie „besoffen”).

Da haben sie sich ja echt ein Herzchen als Kronzeugin ausgesucht…

Update/Korrektur: Ein Leser schreibt mir gerade, dass nur „pissed” besoffen heißt, „pissed off” aber so viel wie „angepisst”, also stinksauer/verärgert heißt.