Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Diverse Korrosionseffekte

Hadmut
11.11.2017 17:33

Nein – Doch – Oooohhh!

Ein Leser weist mich – unter dem Slogan „geliefert wie bestellt” 🙂 – auf einen Artikel der Financial Times hin.

Robert Putnam von der Harvard University, angeblich einer der renommiertesten Politikwissenschaftler der Welt, will herausgefunden haben, dass Diversität eben doch nicht, wie von den Gender-Knallern ständig behauptet, nur gut sei.

His research shows that the more diverse a community is, the less likely its inhabitants are to trust anyone – from their next-door neighbour to the mayor.

Diversität führe zu latentem Misstrauen.

Ach.

Hätt ich denen gleich sagen können. Das kann man nicht nur empirisch beobachten, das liegt auf psychlogisch und evolutionär auf der Hand, weil man damit erstens den Tribalismus im Hirn ständig blockiert, und weil damit zweitens unterschiedliche Verhaltensweisen aufeinanderprallen, man sich also nie sicher sein kann, dass die anderen so handeln und reagieren, wie man es selbst gewohnt ist.

Das ist halt dieser große idiotische Schwachsinn, den sich da die Soziologen und Philosophen aus den Fingern gesogen haben, und beim sie auf Foucault und Butler und andere Schwätzer abfahren, dass der Mensch beliebig erziehbar sei und das alles nur gesellschaftlich antrainiert und entsprechend wieder abtrainierbar sei. Biologie gäb’s nicht.

Wie man aber leicht sehen kann (wenn man mal hinschaut), ist der Mensch wie jedes andere Tier evolutionär mit Verhaltensweisen ausgestattet, die auf Herdentrieb und damit eng verbunden auf Kooperation hinauslaufen. Und wenn man die systematisch stört, indem man sie konterkariert, dann geht das einfach schief. Aber versucht mal, das Geisteswissenschaftlern zu erklären. Die sind in ihrem Luftschloss gefangen und kapieren nichts mehr außerhalb. Also prügelt man deren linke Parolen vom Poststrukturalismus einfach durch.

This is a contentious finding in the current climate of concern about the benefits of immigration. Professor Putnam told the Financial Times he had delayed publishing his research until he could develop proposals to compensate for the negative effects of diversity, saying it “would have been irresponsible to publish without that”.

Er weiß das also schon länger, aber hat es aus politischen Gründen zurückgehalten, bis er eine Empfehlung zum Ausgleich parat hat. Es wäre unverantwortlich gewesen, diese Information alleine herauszugeben. Ich sehe das anders. Ich halte es für unseriös und wissenschaftlich unvertretbar, solche Erkenntnisse aus politischen Erwägungen zurückzuhalten.

The core message of the research was that, “in the presence of diversity, we hunker down”, he said. “We act like turtles. The effect of diversity is worse than had been imagined. And it’s not just that we don’t trust people who are not like us. In diverse communities, we don’t trust people who do look like us.”

Der Effekt sei schlimmer als gedacht. Jeder zieht sich in eine Verteidigungsposition zurück (kann man ja an Universitäten und in der Politik und eigentlich überall sehen) und die Leute trauen nicht mal mehr den ihren über den Weg. Niemand traut mehr niemandem.

Prof Putnam found trust was lowest in Los Angeles, “the most diverse human habitation in human history”, but his findings also held for rural South Dakota, where “diversity means inviting Swedes to a Norwegians’ picnic”.

Naja, Politikwissenschaftler, da geht dann gerne mal eine Korrelation als Kausalität durch. Aber schon die Korrelation widerlegt die Kausalitätsbehauptung der Soziologen und Politiker.

When the data were adjusted for class, income and other factors, they showed that the more people of different races lived in the same community, the greater the loss of trust. “They don’t trust the local mayor, they don’t trust the local paper, they don’t trust other people and they don’t trust institutions,” said Prof Putnam. “The only thing there’s more of is protest marches and TV watching.”

Das einzige, was es bringt, sind mehr Protestmärsche und mehr Fernsehglotzen. 😀

British Home Office research has pointed in the same direction and Prof Putnam, now working with social scientists at Manchester University, said other European countries would be likely to have similar trends.

Ach, die Briten wissen’s auch schon?

Prof Putnam stressed, however, that immigration materially benefited both the “importing” and “exporting” societies, and that trends “have been socially constructed, and can be socially reconstructed”.

Ach so. Dann behauptet er, das sei ja alles nur sozial konstruiert und deshalb zu ändern. Musste er das sagen, um es überhaupt veröffentlichen zu können?

n an oblique criticism of Jack Straw, leader of the House of Commons, who revealed last week he prefers Muslim women not to wear a full veil, Prof Putnam said: “What we shouldn’t do is to say that they [immigrants] should be more like us. We should construct a new us.”

Die Eingesessenen sollen sich den Immigranten anpassen?

Welcher Logik entspricht das? Würde das nicht zwangsläufig oszillieren?