Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Verfassung – Grundgesetz

Hadmut
22.3.2017 1:05

Mal ne Ansage auf der Meta-Tonspur.

Fast jedes Mal, wenn ich irgendwas über Verfassung und Grundgesetz schreibe, kommt irgendeiner bei mir an und will mich darüber belehren, dass das Grundgesetz keine Verfassung sei und wir nie gegründet wurden… und jedesmal geht dieselbe Diskussion von neuem los.

Deshalb mal eine Ansage: Leute, ich will Euch den Spaß daran nicht verderben. Ich bin der Meinung, dass jeder seine Meinung sagen und alle Fragen aufwerfen darf.

Aber: Genauso habe ich das Recht, mich mit etwas nicht zu befassen, und genauso habe ich das Recht der Meinung zu sein, dass das Unterfangen, Grundgesetz und Verfassung als verschiedene Dinge anzusehen, verfehlt und aussichtslos ist. Ich habe so viel (für mich) wichtige Dinge zu tun und tausende Mails im TODO-Stapel, dass ich wirklich nicht die Zeit habe, mich ständig und immer wieder mit etwas herumzuschlagen, was mich weder interessiert, noch mir irgendwie nutzt oder was ich auch nicht für richtig halte. Sucht Euch Leute, die das Thema interessiert, aber haltet mich da bitte heraus.

Nur eine Anmerkung dazu will ich machen:

Selbst wenn diese Sichtweise zutreffend und begründbar wäre, und wir wirklich nur ein Grundgesetz, aber keine gültige Verfassung hätten, dann hielte ich es für eine völlig bescheuerte Idee, das auch noch anzusprechen. Immerhin ist das Grundgesetz von seiner Struktur und seinem Inhalt gar nicht schlecht, schlecht ist nur, was viele Juristen daraus machen. Der Text als solcher ist aber (von dem Murks in Art. 3 und den anderen Rumpfuschereien mal abgesehen) gar nicht so verkehrt. Gerade auf Reisen in Länder, die anders strukturiert sind und oft gar keine Grundrechte wie Meinungsfreiheit kennen, merkt man, welchen Wert das hat.

Der Punkt ist nämlich, dass heute genau die Ideologen, Kriminellen und Idioten an der Macht sind, vor denen uns das Grundgesetz schützen soll(te).

Wer also behauptet, dass wir keine gültige Verfassung und nur ein Übergangs-Grundgesetz hätten, der beraubt uns des letzten Schutzes, denn wir gegen diese Polit-Brigaden noch haben, und des besten Argumentes, das wir noch durch Zitat anführen können, und öffent dafür die Tür, damit ausgerechnet die, gegen die wir uns schützen müssen und die hier eine totalitäre und hirnlose Verschwachsinnigungsdiktatur aufbauen wollen, dann diese Verfassung schreiben würden.

Stellt Euch mal vor, in was für einem Unterdrückungsstaat wir landen würden, wenn beispielsweise Heiko Maas eine Verfassung schreiben dürfte.

Oder in welcher Rechtlosigkeit Ihr landen würdet, wenn eine Manuela Schwesig das schreiben dürfte.

Wie Ihr Eurer gesamten Lebensleistung enteignet würde, wenn eine Andrea Nahles mitschreiben dürfte.

Oder dass das Internet abgeschaltet würde, wenn ein Martin Schulz da was zu sagen hätte.

Seid Ihr eigentlich völlig wahnsinnig geworden, in einer so heiklen und brandgefährlichen Situation, in der wir von kommunistischen Ideologen plattgewalzt werden sollen das Grundgesetz in Frage zu stellen und diese Bande auf die Idee zu bringen, eine Verfassung zu schreiben?

  1. Haltet mich da raus. Für so einen Quatsch habe ich keine Zeit.
  2. Ich kann und will es Euch nicht verbieten, aber ich empfehle Euch dringend, die Finger von dem Thema zu lassen. Das ist völlig bescheuert. (Und bisher konnte mir auch nie jemand dazu erklären, worauf man damit eigentlich hinaus will. Auch kein Fortschritt ist zu sehen, es schreiben alle immer das gleiche.)
  3. Ist eigentlich schon mal irgendjemand aufgefallen, dass ich seit 19 Jahren das Grundgesetz verwende und mich darauf berufe, um gegen Korruption, Politterrorismus, Forschungskriminalität, durchgeknallte Ideologen in der Regierung vorgehe? Was glaubt Ihr wohl, wieviel Sympathie ich gegenüber Leuten aufbringe, die behaupten, dass es das nicht gäbe, und stattdessen völlig rechtlose Anarchie vorläge?
  4. Habt Ihr nichts vernünftigeres zu tun?

Und nein, ich will keine Antworten zum diesem Blog-Artikel. Sinn und Zweck dieses Artikels war, von dem Thema verschont und nicht noch mehr dadurch belastet zu werden.