Hadmut Danisch

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Vom Zerbrechen der Demokratie

Hadmut
14.12.2014 14:54

Was ich diese Woche in den Medien gefunden und von der Politik gehört habe, bereitet mir Sorgen.

Ich habe den starken Eindruck, dass die Demokratie gerade zerbricht oder zerbrochen wird. Medien, genauer gesagt Journalismus, und Politik bewegen sich immer stärker in einer ideologisch-utopischen Scheinwelt und verlieren immer stärker den Kontakt zur Realität und zum Volk. Sie betreiben eine immer stärkere Abkapselung, aus der heraus sie nur noch verkünden, dass sich Volk und Realität gefälligst nach ihrer Phantasiewelt zu richten haben.

Die Politik weiß nicht mehr, dass der Souverän das Volk ist, sie einer demokratischen Legitimation bedarf und das Volk zu vertreten und nicht zu erziehen hat. Leute ohne Berufs- und Lebenserfahrung, mit einem Lebenslauf aus Vollversorgung und ohne Erwerbstätigkeit, deren einzige Ausbildung aus Ideologisierung besteht, maßen sich an, andere erziehen zu wollen, die doppelt so alt sind, wie sie. Die Politik hört nicht mehr, sie verkündet nur noch. Die Sonnenkönigin Merkel kümmert sich um nichts mehr als ihren Machterhalt. Die CDU kümmert sich um nichts mehr als Merkel zu huldigen. Und die SPD kümmert sich um nichts mehr als ihre Ideologie und darum, die CDU über den Tisch zu ziehen.

Journalisten wissen nicht mehr, dass ihre erste Aufgabe objektives und neutrales Informieren ist. Stattdessen erzeugen sie ganze Lawinen aus political correctness, Desinformation, Propaganda, Verfälschung und Unterdrückung unliebsamer Informationen.

Die Konsequenzen sind grotesk: Viele Bürger hören der Politik erst gar nicht mehr zu, weil die Politik ihnen nicht mehr zuhört. Die demokratische Verbindung zwischen Souverän und Legitimierten reißt ab. Und auch die Verbindung zur Presse ist zerbrochen. Die Leute kaufen und lesen die Presse nicht nur nicht mehr, sie reden auch nicht mehr mit der Presse. Die heute-show hat das diese Woche auf die Schippe genommen, als sie mit Demonstranten nur noch reden konnte, indem sie sich als Russia Today ausgab. Das Misstrauen ist irreparabel groß geworden.

Diese Effekte kochen nicht nur bei Themen wie Feminismus schon lange vor sich hin.

Sehr stark aufgefallen ist mir das diese Woche bei der Berichterstattung um „Pegida“ und die Demonstrationen gegen die Zuwanderungspolitik.

Um das gleich klarzustellen: Ich möchte mich hier keiner Seite anschließen und weder eine zuwanderungsfeindliche noch -freundliche Position einnehmen und werde auch keine Kommentar in diese Richtung hier dulden. Ich weiß, dass beide Seiten hier an hirnlosem Sprechdurchfall leiden und es auf der einen Seite Leute gibt, die bei jeder Gelegenheit gegen Ausländer wettern, und es auf der anderen Seite genausolche Idioten gibt, die alles als rechtsradikal diffamieren, was nicht ihrer Einheitsmeinung entspricht. Beides will ich hier nicht haben. Dies ist kein Blog-Artikel über Ausländer oder Zuwanderung. Dies ist ein Artikel darüber, wie Politik und Presse mit Demokratie umgehen und wie sie kommunizieren. Auf den konkreten Einzel-Anlass kommt es dabei nicht ernstlich an.

In diesem Blog-Artikel geht es nicht um Ausländer und nicht um Einwanderung, sondern darum, dass Politik und Journalismus von demokratiefeindlichen Idioten durchsetzt sind, die den Staat zerstören.

Angefangen hat es mit einem Bericht darüber, dass Nahles nicht zu stoppen sei. Zwar sei ihre Rentenpolitik Schwachsinn, der das Land zerstört, aber man habe es halt in den Koalitionsvertrag geschrieben. Merkels Machterhalt um jeden Preis macht sie erpressbar. Und die SPD ist erpresserisch. Viele fühlen sich davon verarscht, aber wen interessiert das schon? Merkel nicht, und Nahles nicht. Und Schwesig auch nicht. Wen interessiert noch Wähler’s Meinung, wenn es im Koalitionsvertrag steht? Ein sexistischer Schelm, wer sich darüber wundert, dass sich vor allem Frauen über ihre Wähler hinwegsetzen und ihr Amt als Machtposition missbrauchen, um ihre eigenen Interessen zu verfolgen. Äh, Moment mal. Habe ich ein Deja Vu? Hatte ich das nicht gerade schon mal geschrieben? Ach ja, stimmt ja, bei der von SPD und Grünen durchgedrückten Verfassungsrichterin Susanne Baer. Die glaubt auch nicht, dass Verfassungsrichterin ein Auftrag ist, das Grundgesetz zu vertreten, sondern eine Machtposition, ihre eigenen Interessen gegen die Verfassung durchzudrücken. Beachtliche Korrelation. Oder doch Kausalität? Sind Frauen korrupter oder ziehen korruptionsgefährdete Machtpositionen mehr Frauen an?

Die WELT berichtete darüber, wie die GroKo die Freiheiten einschränkt und so etwas wie eine Planwirtschaft einführt, die keiner haben will. Gemeinhin heißt es immer, die Grünen wären die Verbotspartei, die die Bürger mit Vorschriften zupflastert. Das sind sie auch. Schwarz-Rot steht dem aber in nichts nach. Sie haben eine ideologische Utopie, und wollen die Realität dazu zwingen, dieser zu folgen – egal, ob sie funktioniert oder nicht.

Dann kamen die Pegida-Demonstrationen. Man kann dazu nun stehen, wie man will, aber: Demokratie heißt nun mal, dass es verschiedene Meinungen gibt. Meinungen müssen auch nicht vollständig rational sein. Das Wesen der Meinung ist die Meinungsfreiheit. Aber plötzlich versuchen alle die, die eben noch so für Vielfalt und eine bunte Republik getrommelt haben, die linke Einheitsmeinung durchzuprügeln. Vielfalt ja, aber nur bezüglich Sexualpraktiken und Hautfarben. Meinungsvielfalt ist nicht geduldet. Man darf’s im Bett auf 64 Arten treiben und 64 separate Toiletten fordern, aber wehe dem, der nur eine zweite Meinung aufmacht. Ausgerechnet die einzige Vielfalt, die wirklich staatskonstituierend ist, nämlich die Meinungsvielfalt, ist die einzige Vielfalt, die nicht geduldet wird. Und auch die Medien sind auf dieser Linie. Ständig wird Toleranz getrommelt. Gerade erst hatten wir so eine ganze Toleranzwoche, in der die uns von morgens bis abends zugelabert haben, wie tolerant man zu sein hat. Aber wehe, es ist mal einer anderer Meinung als die Medien. Geht gar nicht. Es wird eine Einheitsmeinung vorgegeben, und an die hat man sich exakt zu halten.

Innenminister Thomas de Maizière meinte dazu zwar noch rhetorisch, man müsse die Leute ernst nehmen. Fakt sei aber, dass keine Islamisierung drohe. Was lächerlich ist. Denn schon die Wortwahl, etwa auch die des da zitierten SPD-Innenministers Jäger zeigt, wie sehr da unerwünschte Meinungen blockiert werden: „erschreckend“, „Rechtsextreme“, „problematisch“, und so weiter. Man könnte durchaus den Standpunkt einnehmen, und ich hielte den zumindest für vertretbar und wohlbegründet, dass bereits in dieser Wortwahl und Brandmarkung von den Islam kritisierenden Meinungen eine Islamisierung steckt. Denn eine inhaltliche Kritik an den Demonstrationen habe ich weder von Politik, noch von der Presse gehört. Da ist lediglich hohle Abwertungsrhetorik zu finden. Wenn aber Meinungen, die durchaus innerhalb eines demokratischen Meinungsspektrums liegen, ohne inhaltliche Begründung einfach als geringwertig oder negativ abgestuft werden, dann liegt darin eine Ideologisierung, hier in Form einer Islamisierung. Ich betone noch einmal, dass ich hier keine Partei für Pegida ergreifen oder mich in irgendeine Richtung politisch äußern will. Leser meines Blogs wissen, dass ich gerne missbräuchliche Kommunikation analysiere, und nur um das geht es hier: Analyse der Kommunikationsformen von Politik und Presse. Es ist völlig wurscht, wofür oder wogegen die da demonstriert haben. Könnte genauso gut um Atomkraft, Gentechnik oder irgendetwas anderes gehen.

Man muss sich mal Sprüche wie den Jägers anschauen:

Jäger: Die Parolen der Rechtsextremisten erreichen nicht den Kopf, sondern nur den Bauch. Bauchgefühl und Unwissen bilden einen Nährboden für eine fremdenfeindliche Haltung. Die Rechten machen sich das geschickt zunutze.

Fiese Rhetorik. Es wird gar nicht mehr die Möglichkeit offengelassen, einer anderen Meinung zu sein, weil das sofort mit Emotionalität, Dummheit und Rechtsradikal gleichgesetzt wird. Jeder halbwegs anständige Mensch muss derselben Meinung wie die SPD sein – und das, obwohl sie sie nirgends begründet. Es wird den Bürgern nicht mal erklärt, warum sie der Einheitsmeinung zu sein haben. Es wäre alles deutlich einfacher, wenn die SPD einfach mal eine Dokumentation darüber herausgäbe und begründete, warum sie eine bestimmte Politik favorisiert. Welche Überlegungen dazu geführt haben. Warum sie der Meinung ist, dass dies besser als die Alternativen ist. Ob nun bei Frauenförderung oder Immigration. Das machen sie aber nicht. Sie begründen nie etwas, sondern postulieren die einzig richtige, einzig zulässige Meinung und beschimpfen dann rundherum jeden, der anderer Meinung ist.

Und nach den Innenministerin ließ auch Merkel und Gauck nicht auf sich warten und „verurteilten“ die Bewegung. Merkel:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht die Demonstrationen der Anti-Islam-Bewegung Pegida kritisch. Mit Blick auf die jüngsten Proteste des Bündnisses sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz in Berlin, es gebe in Deutschland keinen Platz für Hetze gegen Gläubige, für Islamophobie oder Fremdenfeindlichkeit. Merkel verurteile solche Tendenzen auf das Schärfste.

Wieder die Wortwahl: Hetze, Phobie, Feindlichkeit. Man fragt sich unwillkürlich, in welcher Weise und Form Leute eigentlich eine abweichende Meinung äußern könnten, ohne dass sie als Hass, Hetze, Phobie, Feindlichkeit pathologisiert wird. Es ist ein hundsmiserabler Stil, der sich in der Politik breit gemacht hat, jede andere als die eigene Meinung zum pathologischen Befund zu machen und ihr den Status der zulässigen Meinung zu entziehen. Oder um es in Merkels Duktus zu sagen: Die Meinung bin ich, und diese Meinung ist alternativlos. L’Etat c’est moi – Beim absolutistischen Sonnenkönig Ludwig XIV. streitet man sich, ob er das wirklich gesagt hat. Bei Merkel bin ich mir dagegen sicher. Alternativlos heißt, es gibt keine Meinung außer der ihren. Immerhin ließ sie anfügen, der Staat müsse die Sorgen der Bürger ernstnehmen. Was so viel bedeutet wie, er müsse es ernst nehmen, sie plattzuwalzen. So, wie man eine Gefahr ernst nimmt.

Auch Bundespräsident Gauck stimmte in den Kanon ein, das seien alles Chaoten. Normalerweise sagen Präsidenten bei ihrer Ernennung so etwas wie dass sie Präsident aller Bürgerinnen und Bürger sein soll. Von Gauck habe ich sowas jetzt gerade nicht gefunden. Scheint er auch nicht zu wollen. Mit Meinungsfreiheit scheint er es nicht so zu haben.

Auch Bundesjustizminister Maas (ich mache keinen Hehl daraus, dass ich ihn für einen enormen Deppen halte) machte auch keinen Hehl daraus, wie er es selbst mit der Meinungsfreiheit so hält:

“Auch im politischen Meinungskampf gibt es Grenzen. Alle politischen Parteien sollten sich klar von diesen Protesten distanzieren”, sagte Maas SPIEGEL ONLINE. […] “Wir müssen klarmachen: Diese Demonstranten sind nicht in der Mehrheit. Viele Menschen in Deutschland beteiligen sich an Hilfsaktionen für Flüchtlinge. Sie alle können sich vorstellen, welches Leid die Flucht ausgelöst hat.”

Wer keine Mehrheit ist, hat keine zulässige politische Meinung, wenn es nach Maas geht. (vielleicht sollte ihm mal jemand stecken, dass die SPD auch keine Mehrheit hat und eigentlich sogar mehr Leute diesen Protesten zustimmen als der SPD.) Dummerweise hat ihm ausnahmsweise und unerwartet doch mal jemand zugehört, weshalb er sich damit einen Shitstorm eingehandelt hat.

Dann gab es die Talk-Show Maybrit Illners und Berichte darüber. Talk Show eben, dumme Leute reden dummes Zeug durcheinander, und die Moderatorin und Produzentin verdient sich damit dumm und dämlich. Ein Gast, der in Sachen politische Bildung unterwegs ist, kam da – natürlich – nur kurz zu Wort und sagte

„Wir reden nicht mehr mit der Politik und den Medien“, so schilderte er die Überzeugung der Dresdner Demonstranten, „ihr hört uns doch sowieso nicht zu.“ Damit sei der „Tiefpunkt für unser politisches System erreicht“, so Richter, und das müsse „man erst einmal sacken lassen.“

Nicht die Immigranten an sich waren der Grund für die Demonstrationen, sondern dass man sich anders nicht mehr Gehör verschaffen kann. Das aber wird von Politik und Medien fast vollständig unterdrückt. Es geht eigentlich gar nicht um irgendein Asylbewerberheim, sondern darum, dass eine völlig abgehobene Politik gerade macht, was sie will, ohne noch irgendwie auf Bürger zu hören. Kaum verwunderlich, dass kurz darauf ein gerade frisch renoviertes Flüchtlingsheim in Bayern brannte. Man stellt es als rechtsradikal hin, man könnte es aber auch in die Kategorie Selbsthilfe derer packen, denen keiner mehr zuhört.

Kurios auch das Selbstverständnis des Grünen Cem Özdemir, der die Demonstranten alle als „Mischpoke“ (jiddisch abwertend für Sippe) bezeichnete, während die Grünen dabei abwertende Haltungen gegen Menschengruppen anprangern. Man stelle sich vor, wie die Grünen reagieren würden, wenn irgendein Politiker Flüchtlinge als „Mischpoke“ tituliert hätte. So gesehen ist Özdemir ein rechtsradikaler Rassist – und zwar ein deutschenfeindlicher. Man muss die Grünen nur mal mit ihren eigenen Maßstäben und Werturteilen messen. So wie man generell Politiker alle mal mit ihren eigenen Maßstäben messen sollte, um zu sehen, ob sie taugen. Özdemir taug nichts. Ich erinnere aber an meine alte Regel, sich nicht über die Dummköpfe unter den Politikern aufzuregen, sondern über die Dummköpfe unter den Wählern, die sie wählen.

Die Folgen sind beträchtlich. Focus etwa berichtete darüber, Warum keinen Menschen mehr interessiert, was in der Politik passiert. Die Bertelsmann-Stiftung – selbst einer der Treiber hinter politischer Ideologie und der Abtrennung der Regierung vom Volk – will herausgefunden haben, dass sich die Mehrheit des Volkes überhaupt nicht mehr dafür interessiert, was die in der Politik da eigentlich noch machen. Und das Interesse sinkt mit jedem Jahr.

Zwar trifft es zu, dass manche Streitthemen heute eher in die Talkshows abgewandert sind. Doch die festgestellte Ignoranz einer Bevölkerungsmehrheit reiht sich ein in eine Fülle weiterer Anzeichen eines wachsenden Bedeutungsverlusts der Politik: stark gesunkene Mitgliederzahlen besonders in den Volksparteien, Überalterung des verbliebenen Personals, rückläufige Wahlbeteiligung, Ansehensverlust von Politik und Politikern in der Gesellschaft, Zweifel an der Problemlösungskompetenz jeder Politik. So gut wie alles spricht dafür, in den Zahlen der Bertelsmann-Studie nur den besonders zugespitzten Ausdruck einer generellen Abstinenz von Politik jedenfalls im Rahmen des repräsentativen Systems zu sehen.

Scheint, als würde die Umerziehungsstrategie der Politik nicht funktionieren, weil ihnen keiner mehr zuhört.

Und natürlich kommt von denen, die sich als Wissenschaftler für das Fach ausgeben und den Alleininterpretationsanspruch erheben, gar nichts:

Trotz empirisch eindeutiger Anzeichen wachsender Partizipationsmüdigkeit und politischer Apathie gibt es bis heute nicht einmal in der Politikwissenschaft einen analytischen Grundkonsens zu diesen Entwicklungen. Im angloamerikanischen Raum diagnostizieren theoretisch orientierte Autoren längst das Ende der repräsentativen Demokratie. Politikwissenschaftler Colin Crouch spricht gar von einer „Postdemokratie“. In ihr funktionierten zwar noch die demokratischen Institutionen formal. In Wahrheit seien sie aber längst ausgehöhlt, weil echte Richtungsentscheidungen durch die Wählerschaft gar nicht mehr stattfänden.

Hierzulande finden sich dagegen noch immer Koryphäen der Fachdisziplin, die dementieren, dass von Krise überhaupt zu sprechen sei. Da wird dann Kritikern eine unziemliche Fixierung an die „Überpolitisierung“ früherer Jahrzehnte vorgehalten, der gegenüber die vielen Anzeichen von Desinteresse und Beteiligungsmüdigkeit nur die „Rückkehr zur Normalität“ darstellten. Mitunter wird Wahlabstinenz gar als Anzeichen von Zufriedenheit bewertet. Nicht wirklich besorgniserregend – so fällt dann die Mehrzahl der Befunde der Kollegen aus.

Man ist versucht, vom Versagen einer Wissenschaftsdisziplin zu sprechen. Denn während seit den 1990er-Jahren viele Millionen an Forschungsgeldern in hochartifizielle und immer verstiegenere Modelle zur Analyse von Wählerverhalten ausgegeben worden sind, haben viele empirisch ausgerichtete Politikwissenschaftler nicht einmal wahrgenommen, wie sehr sich der Gegenstand ihrer Untersuchungen seither gewandelt hat.

Bis heute liegt keine empirisch gehaltvolle Studie vor, die den Abstieg der Politik in der Gesellschaft jenseits von Hypothesen überzeugend zu erklären vermag.

Klar. Denn deren linke Ausrichtung macht ja heute Presse und Politik aus. Fast alle Journalisten sind ja heute stark von dem geisteswissenschaftlichen Schwachsinn geprägt, der da in den einschlägigen Fächern stattfindet. Und die Politikwissenschaftler werden sich ja nicht selbst für ihren eigenen Mist kritisieren. Die Politikwissenschaft ist komplett unfähig und inkompetent. Aber deren Frauenquote ist hoch und deren Finanzierungsquote ebenfalls.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Rolle der Verblödung. Focus dazu in einem seltenen Anfall von Erleuchtung:

Mit dem Siegeszug des Privatfernsehens und der privaten Radiosender war die bald immer weiterreichende Dominanz der unterhaltenden gegenüber den informierenden Programmbestandteilen verbunden. Das hat zur Herrschaft der Quote auch in den öffentlich-rechtlichen Medien, zur quantitativen Ausdünnung der informierenden Programmbestandteile und in der Folge auch zu qualitativen Veränderungen in den verbleibenden Informationssendungen geführt. Jene werden seither schriller und unterhaltender präsentiert.

und

Sicher leistet hier auch die Strategie der Union und namentlich der Kanzlerin, mit einer Art „Entpolitisierung des Politischen“ durch eine Mischung aus Umarmungsstrategie der politischen Konkurrenz in der Sache und Inszenierung eines bescheidenen, gleichwohl hochgradig personalisierten Politikstils die eigene Machtabsicherung zu betreiben, ihren Beitrag. Aber dass all die strukturellen Ursachen für den Bedeutungsverlust der Politik über viele Jahre so wenig in den Blick genommen worden sind, verwundert schon.

Die Merkel-Republik. Inhalte sind wurscht, haben wir auch nicht. Die Person zählt. Vor allem, wenn sie Frau ist. Da braucht man sonst dann gar nichts mehr.

Was so nebenbei die Frage aufwirft, wobei man einer Politik eigentlich noch zuhören sollte, wenn sie inhaltlich gar nichts mehr sagt.

Das Ergebnis ist: Deutsche fühlen sich von Regierung übergangen (Äh, sorry, wenn ich das mal so sage, aber: Sie fühlen sich nicht nur übergangen, sie sind übergangen, aber das passt ja schon wieder nicht in das linke political correctness-Schema des SPIEGEL, wonach jeder selbst dran schuld ist, wenn er nicht mainstream meint.):

Die Deutschen fühlen sich in Sachen Flüchtlingspolitik und Zuwanderung übergangen. In einer Umfrage von TNS Forschung für den SPIEGEL sagten 65 Prozent, die Regierungsparteien der Großen Koalition gingen nicht ausreichend auf ihre Sorgen zu diesem Thema ein. Nur 28 Prozent sehen kein solches Defizit. (Lesen Sie die ganze Geschichte hier im aktuellen SPIEGEL.)

Zudem sind 34 Prozent der Befragten wie das Bündnis Pegida der Ansicht, dass in Deutschland zunehmend eine Islamisierung stattfinde.

(Die ZEIT schreibt ähnliches.) Zwar schieben Regierungspolitiker die Schuld an den Demonstrationen immer auf die AfD. Daran habe ich aber Zweifel, denn es gibt ja weitaus mehr Unzufriedene, als AfD-Wähler. Nach den Zahlen müsste man eher unterstellen, dass die notorische Taubheit und Ignoranz der Regierung die Demonstrationen befeuert, nicht die AfD.

Naja. Ich hatte über die Woche einige dieser Links notiert, und als es sich verdichtete, gestern die Links zusammengestellt und heute morgen überlegt, ob und wie ich einen Artikel darüber schreibe. Wie ich gerade so nachdenke, schickt mir ein Leser noch diesen Link auf einen Artikel von Roland Tichy. Jemand anderes hat bereits einen ähnlichen Artikel geschrieben. Gleiche Schwerpunkte, teils sogar gleiche Zitate. Verblüffende Ähnlichkeit mit dem Artikel, wie ich ihn mir schon überlegt hatte.

Was macht man da? Bleiben lassen? Trotzdem schreiben? Ich habe mich entschieden, den Artikel von Tichy nach den ersten Absätzen, als klar, war, worum es geht, wegzulegen, meinen Artikel zu schreiben, und den Artikel von Tichy erst hinterher zu lesen um zu sehen, ob er zu denselben Ergebnissen kommt. Ja, kommt er. Und ich setze mich nicht dem Verdacht aus, bei ihm abzuschreiben, weil ich das meiste, was er schreibt, nahezu deckungsgleich schon in vielen früheren Blog-Artikeln geschrieben habe, ob nun der Fall Tugce oder die Medienkritik. Sogar auf den Gedanken, wie die Grünen reagiert hätten, wenn jemand anders „Mischpoke“ gesagt hätte, ist er gekommen. Zitat Tichy:

Die Wahrheit steht nirgends mehr, denn sie wird als rassistisch und ausländerfeindlich interpretiert. Aber wenn die Welt der Medien nun nicht mehr mit der Lebenswirklichkeit der Menschen übereinstimmt – so wie die Funktionärswelt der DDR-Medien nicht mehr mit der der eingesperrten und drangsalierten Menschen harmonierte? Denn die Menschen wissen, dass sie keine Nazis sind, und sehen bei ihren Nachbarn, dass diese auch keine Ausländerfeinde sind. Wenn aber erlebte Wirklichkeit und die fiktionale Wirklichkeit der Medien nicht mehr zueinanderpassen, und zwar für jeden erkennbar und nachprüfbar, dann führt dies zu einem krachenden Glaubwürdigkeitsverlust der Medien. Was in der Causa Wulff noch ein Unbehagen an den Jagdszenen war, die da täglich geboten wurde, entwickelt sich zur Gewissheit: die Medien lügen und die Journalisten sind Erfüllungsgehilfen der fernen Eliten in Berlin, die ja doch machen was sie wollen. Aber lesen – lesen muss man das dann nicht mehr.

Sag ich ja schon lange.

Oder den:

Und es ist bezeichnend, dass die Dresdner Oberbürgermeisterin zum Protest gegen den Protest aufruft. Hat sie wirklich vor, die Stadt zu spalten? Wollen wir das wirklich, dass die Demo-Züge aufeinanderprallen wie einst in der Weimarer Republik die Schläger der braunen Nazis auf die Rotfront-Kämpfer der rotlackierten Nazis trafen? Können wir es wirklich zulassen, dass immer mehr Menschen mit ihren Sorgen und Nöten als Nazis diskreditiert werden, bis der braune Rand allmählich zur Mitte wird?

Wer alle als Nazis beschimpft, der bekämpft Nazis nicht, sondern der macht sie. Weil er damit einen evolutionären Selektionsdruck zugunsten derer aufbaut, die der Vorwurf nicht mehr stört, weil er dem Selbstverständnis entspricht. Das entstehen des braunen rechten Randes ist vergleichbar mit dem Entstehen multiresistenter Keime. Weil man den Nazi-Vorwurf in gleicher Weise einsetzte wie Antibiotika in der Schweinezucht: Einfach mal vorsorglich alle beschimpfen. Die normalen Bakterien hat man abgetötet, und die resistenten haben sich vermehrt.

Oder auch das habe ich schon oft beschrieben:

Kontrolle durch eine kritische Öffentlichkeit findet nicht mehr statt. Vom „ungeheuren Konformitätsdruck“, der in den Redaktionen herrscht, berichtet selbst Frank-Walter Steinmeier, als SPD-Politiker eigentlich über Zweifel erhaben, die ja nur den „Rechten“ zu gelten haben.

Denn offenkundig haben sich viele Journalisten vor den Stürmen der Medienkrise in ihre sicheren Redaktionsstuben hinter die fahl flimmernden Bildschirme zurückgezogen; und von dort aus berichten sie konform das, was sie meinen, dass irgendwelche Role-Models oder Alpha-Journalisten von ihnen verlangen. Jede Abweichung wird als Gefahr abgelehnt; im Rudel jagen sie und hoffen, als Einzelne nicht identifizierbar zu sein. Zum Ausbruch aus dem Rudel fehlt der Mut und so paddeln sie in der lauen Brühe des Gender-Mainstreaming dem eigenen Abgrund entgegen. Denn während ARD und ZDF ja noch rechtzeitig ihre Einnahmen durch die Wohnungs-Rundfunkssteuer gesichert haben – für Zeitungen und Zeitschriften gilt das nicht. Aus den Anstalten senden Rundfunk-Beamte, was von ihnen erwartet wird: erwartbare Staatsnähe, rundfunkratskonform und unbeirrt von der Realität auf der Straße.

Verblüffende Parallelen.

Ich wage mal eine Prognose:

Es ist zwar sehr schwer, bei solchen Protesten vorherzusehen, ob die zunehmen oder sich totlaufen. Das hängt sicherlich auch vom Wetter ab. Bei +10 Grad werden die sicherlich mehr Zulauf haben als bei -10 Grad und viel Schnee. Aber es wird zu mehr Gewalt kommen, ob nun da oder woanders, ob nun aus diesem oder anderem Grund. Die Politik überspannt den Bogen nämlich gerade enorm. Frauenquote, Rente, Maut, Steuereerhöhung, dazu die ständige Ignoranz und notorische moralische Belehrung. Und als ob das noch nicht reicht, dazu noch so unerträgliche Trullas und Tanten wie die fette Andrea Nahles oder die fette Sigmar Gabriel, die man nicht nur nicht mehr sehen kann, sondern sie schon mit Gestik, Mimik, Duktus hochprovozierend wirken, noch bevor sie irgendetwas gesagt haben. Auch die Merkel kann ich nicht mehr hören, die CSU geht mir sowieso auf den Senkel.

Es wird sich hochschaukeln. Vielleicht noch nicht hier und jetzt. Aber der Prozess der Entfremdung von Politik und Volk wird weitergehen, und schon jetzt sagen ja viele, dass sie sich wie Fremde im eigenen Land vorkommen. Beim Umgang mit diesen Leuten könnte man der Politik sozusagen selektive Fremdenfeindlichkeit vorwerfen. Und wenn schon ein türkischstämmiger Politiker Einheimische als „Mischpoke“ beschimpft, dann ist das sicherlich alles mögliche, nur eines garantiert nicht: geeignet, die Lage zu befrieden. Wahrscheinlich wollte der das auch gar nicht. Das war eher der Versuch, Öl ins Feuer zu gießen, auf dass wieder mehr Asylantenwohnheime brennen, so ne Art Hoyerswerda 2.0. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, sowas wird absichtlich provoziert, um die Realität der Traumwelt näher anzupassen. Was würde etwa den Grünen und der SPD besser in den Kram passen als ein brennendes Asylantenwohnheim mit vielen Toten und vielen Hakenkreuzen?

Ich fürchte, es wird nicht mehr lange dauern, bis deren Saat aufgeht und es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommt. Gewisse Ähnlichkeiten zur Lage in der Weimarer Republik gibt es bereits.

Wenn jetzt noch andere Auslöser hinzukommen, dann könnte es zum Bürgerkrieg oder dem Zerbrechen des Staates kommen. Drastisch erhöhte Steuern. Der Absturz des Euro. Geld- und Guthabenentwertung. Oder Staatspleite, weil plötzlich wieder die Zinsen steigen. Vielleicht mit Aufdeckung dessen, dass uns die Hilfen für Griechenland & Co. in den Staatsbankrott treiben. Platzen der Rente oder des Gesundheitssystems. Aufdeckung irgendeiner Korruptionssoße. Merkel hat der Überwachung aller Bundesbürger durch die NSA zugestimmt oder sowas. Noch ne Frauenquote. Die Energiewende war ein großer Schwindel und wir sitzen alle im Dunkeln und frieren.

Es fehlt nicht mehr viel. Noch irgendein Vertrauensbruch, und es kommt zum Erdbeben.


135 Kommentare (RSS-Feed)

Michael
14.12.2014 15:21
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Bei Pegida auch auffallend war die komplette Abschirmung von SPON gegenueber jeglichem Echo. Da erscheinen tagelang Leitartikel in Stuermerjargon, ohne auch nur einmal Kommentare zuzulassen.
Jetzt auf einmal geht es gelegentlich, und der Querschnitt spricht wieder fuer sich. Die zu kommentierenden Artikel haben auch meist einen moderateren Ton. Nicht unbedingt besser, aber zumindest ohne sofortigen Beissreflex zu erzeugen der im Fall der zuerst genannten Artikel absolut unterbunden wird.

Was mir dabei auch auffaellt ist, wie diese Begriffe in die Welt gestellt werden, das war bei IS auch so. Die sind irgendwie entwicklungslos sofort und fertig emotional bewertet da. Keine kleinen Artikel, die dann ueber die Zeit Groessere werden. So waechst eigentlich ein Thema in natuerlicher Form – wenn es nicht manipuliert wird. Ich hatte weder von Pegida als auch der IS vorher jemals etwas gehoert. Und das scheint nicht an voelligere Abschottung meinerseits zu Themen der Welt zu liegen. Das wird mir von vielen Leuten bestaetigt.


klaus
14.12.2014 15:40
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Na das ist ja auch klar, die Politik kann dazu ja auch nichts sagen, Antworten auf die Probleme würden die Politik hinwegfegen.

Nur mal folgendes:
2012 1 Mio Einwanderer

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/statistisches-bundesamt-einwanderung-in-deutschland-2012-auf-rekordniveau-12175314.html

Schon in der Überschrift wird “gemogelt”:
765.000 Zuwanderer kamen aus europäischen Ländern

Klingt weniger “schlimm” als 1 Mio (pro Jahr!).

Gleichzeitig muss für diese Personen u.a. Wohnraum geschaffen werden. Gleichzeitig wird gegen steigende Mietpreise lamentiert.

Eine naheliegende Frage an die Politik wäre:
Wie soll das weitergehen, bei 1 Mio pro Jahr?
Gibt es eine Grenze? Wenn ja wo, usw.

Nur mal so als Beispiel.
Genau diese Fragen will die Politik nicht beantworten.

Genau dasselbe bei der NSA Affäre:

Frage: Wie hoch ist der Schaden für:
– die Deutsche Wirtschaft
– die Deutsche Politik
durch Ausspähen und Industriespionage

von den Privatleuten gar nicht zu reden.

Beispiel:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/NSA-Skandal-Wie-der-GCHQ-Belgacom-hackte-2489400.html

Mag jetzt jemand einwenden das sind doch die Briten, Briten und USA gehen aber (nicht nur) da, Hand in Hand.

Man stelle sich vor, die Russen hätten At&T so gehackt…..

Reaktion der Politik?

Keine?, Fehlanzeige, sondern:
https://netzpolitik.org/2014/interne-e-mails-csc-freut-sich-ueber-neue-vertraege-mit-behoerden-trotz-no-spy-erlass-und-medialen-anschuldigungen/

Usw. usw.

Tja was soll die Politik da machen?
Die Wahrheit sagen? Stecken doch alle unter einer Decke, egal welche Partei.

cu, Klaus


Emil
14.12.2014 16:17
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@Hadmut
> Nach den Zahlen müsste man eher unterstellen, dass die notorische Taubheit
> und Ignoranz der Regierung die Demonstrationen befeuert, nicht die AfD.

Pegida und AfD sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Viele eher konservative Bürger sehen sich von den bürgerlichen Parteien, speziell der nach links gerutschten CDU, nicht mehr repräsentiert und suchen deshalb eine Alternative oder gehen gegen diese Politik auf die Straße.

Du hattest ja selbst schon mal einen Artikel von Klaus Kelle im Focus erwähnt, der die Problematik anspricht:

Der Erfolg der AfD ist das Versagen der Union

http://www.focus.de/politik/experten/kelle/denkzettel-fuer-cdu-und-csu-erfolg-der-afd-ist-ein-ergebnis-des-versagens-der-union_id_3874791.html

Der Grundstein für diese Entwicklung wurde bereits vor zehn Jahren gelegt, als sich die CDU entschloss, fortan „moderne Großstadtpartei“ zu sein.

Ich durfte live dabei sein, als Prof. Nolte von der Universität Bremen in Düsseldorf sein Papier vorstellte, das eine deutliche Öffnung der Union für die „urbanen Millieus“ empfahl. Fortan war alles möglich, zumindest bei der CDU. Frauenquoten und Gender-Quatsch, die weitgehende Verstaatlichung der Kindererziehung, öffentliche Papst-Schelte, Alice Schwarzer als CDU-Wahlfrau bei der Bundespräsidentenwahl, von oben organisiertes Freiräumen von Wahlkreisen für muslimische Kandidaten und vieles andere. Fragte man bei Politikern und PR-Profis der Union, was denn mit den eher konservativen Stammwählern sei, die sonntags in die Kirche gehen, die ihre Kinder selbst erziehen wollen, die als Landwirte, Handwerker, Vertriebene stets und jahrzehntelang treu zu ihrer Partei gestanden hatten, so erhielt man den lakonischen Hinweis: „Die können ja nichts anderes wählen als uns.“

Dass sich daran nichts geändert hat, war ja gerade wieder auf dem CDU-Parteitag zu zehen, als ein männlicher CDU-Minister seinen Platz im CDU-Präsidium für eine türkische Quotenfrau räumen musste.


wups
14.12.2014 16:23
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Es gibt da unter

http://www.heise.de/tp/autor/wolfgangjkoschnick/default.html

ein etwas langezogenes Geschreibe unter dem Titel “Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr” das zumindest soweit ich es gelesen habe eine ganz brauchbare Analyse der Ursachen für die ungute Situation liefert.


maddes8cht
14.12.2014 16:36
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Bereits der erste Satz, den ich in einer Zeitung über das Phänomen Pegida gelesen habe, hat mich misstrauisch gemacht.
Der ging etwas so:

“Pegida richtet sich gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes”

Das ist von Anfang an alles andere als eine neutrale Formulierung.
Von Anfang an stößt man mit einer solchen Formulierung die Teilnehmer von Pegida vor den Kopf.

Man braucht sich der Meinung von Pegida nicht anschließen, aber bei einer Demonstartionsbewegung solcher Breite könnte man zumindest formulieren:

“Pegida richtet sich gegen eine von ihr so empfundene Islamisierung”
oder
“Pegida behauptet eine zunehmende Islamisierung des Abendlandes”

Das wären allesamt Aussagen, bei denen zumindest offen bleibt, die Behauptung zu prüfen.

Die “angebliche” Islamisierung ist ein wertender Begriff, der von Anfang an den Unwillen zweigt, eine solche Behauptung zuzulassen.


maddes8cht
14.12.2014 16:42
Kommentarlink

“Eine naheliegende Frage an die Politik wäre:
Wie soll das weitergehen, bei 1 Mio pro Jahr?
Gibt es eine Grenze? Wenn ja wo, usw.”

1 Million pro Jahr
bedeutet bei einem Volk von 80 Millionen Einwohnern
in 80 Jahren, also einer durchschnittlichen Lebensspanne in Deutschland so viele Einwanderer wie gegenwärtig Einwohner

oder
innerhalb eines Menschenlebens könnte man einen Komplettaustausch der Bevölkerung erreichen.


Hadmut
14.12.2014 16:48
Kommentarlink

Das hast Du noch viel früher.

Bei 80 Millionen Menschen hast Du in Deutschland 61 Millionen Wahlberechtigte. Bei Wahlbeteiligungen meist so zwischen 30 und 80 % sind das so zwischen 20 und 50 Millionen aktive Wähler.

Da man Einwanderer bzw. deren Nachkommen ja auch irgendwann einbürgert hat man damit schon nach wenigen Jahren einen ganz erheblichen Wähleranteil, der über Mehrheiten entscheiden kann.


Geier
14.12.2014 17:13
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Medien, genauer gesagt Journalismus, und Politik bewegen sich immer stärker in einer ideologisch-utopischen Scheinwelt und verlieren immer stärker den Kontakt zur Realität und zum Volk. Sie betreiben eine immer stärkere Abkapselung, aus der heraus sie nur noch verkünden, dass sich Volk und Realität gefälligst nach ihrer Phantasiewelt zu richten haben.

Das ist eine schöne Zusammenfassung der fortschreitenden DDRisierung.

Die glaubt auch nicht, dass Verfassungsrichterin ein Auftrag ist, das Grundgesetz zu vertreten, sondern eine Machtposition, ihre eigenen Interessen gegen die Verfassung durchzudrücken. Beachtliche Korrelation. Oder doch Kausalität? Sind Frauen korrupter oder ziehen korruptionsgefährdete Machtpositionen mehr Frauen an?

Sie sind weniger einfach dogmatisch. Der Gedanke, einer Sache um ihrer selbst willen zu dienen — zum Beispiel der »Sache« Rechtsordnung — um sie klar und sauber an die nächste Generation übergeben zu können, kommt ihnen eher nicht in den Sinn. Kannst Du auf den ersten Seiten der Bibel nachlesen. Die Schlange wußte genau, warum sie sich an das Weib gewandt hat. Das fragt nämlich nicht nach richtig oder falsch, sondern nach nützlich oder unnütz. Das charakterisiert ja auch den vielgelobten pragmatistischen Regierungsstil der Genossin Merkel.


theodor
14.12.2014 17:26
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Ist euch schon mal aufgefallen, dass es eine neue Sprachregelung bezüglich der IS & Boko Haram gibt? Früher war da immer von _islamistischen_ Terrororganisation die Rede … und plötzlich ist in ZO, SPON, et all. nur noch von Terroristen bzw. Terrororganisationen die Rede. Dass die Jungs sich selber expliziet auf den Islam beziehen … weg, kein Wort mehr dazu! Und das von heute auf morgen … plotz .. plötzlich schreiben alle in dem gleichen Jargon.

Ich frage mich immer, wie so etwas geht? Gibt’s da zentrale Rundschreiben in den Redaktionen, wo die Sprachregelung zu diesem oder jenem Thema fest gelegt wird? Oder ist das informell, das läuft alles über Twitter und Alpha Journalisten, die sagen, dieses oder jenes Wort ist voll fies ausgrenzend und rassistisch und das sollte man nicht mehr verwenden?

Keine Ahnung wie das geht, aber als Phänomen finde ich das faszinierend. Selbst mit einem zentralen Wahrheitsministerium könnte das nicht so gut gesteuert werden. Wobei ich nicht glaube, dass das zentral gemacht wird … das ist einfach ein Massenphänomen, Journalisten wollen alle ein Teil der Herde sein und auf keinen Fall ausscheren.


Jörg
14.12.2014 17:32
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Hadmut, wohlfeile Worte! Ein Mann, ein Wort!
Ich mache mir darüber so meine Gedanken, wie lange noch das offene Wort gestattet ist …
Auch wenn es OffTopic ist, hier der Link:
http://www.heise.de/tp/artikel/38/38368/1.html

Die SPD ist gestorben! Sie wurde begraben und anständig verabschiedet.
Nun ist sie verblichen!
Es gibt keine “SPD” mehr!


Hadmut
14.12.2014 17:52
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> Hadmut, wohlfeile Worte! Ein Mann, ein Wort!

Das widerspricht sich. »wohlfeil« heißt nicht gut, sondern billig, leichtverkäuflich, populistisch. Kein Lob.

> Es gibt keine “SPD” mehr!

Schön wär’s. Aber sie kann nicht tot sein. Dafür richtet sie noch viel zuviel Schaden an.


derdiebuchstabenzählt
14.12.2014 17:43
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Ich habe für mich deshalb entschieden NICHT mehr wählen zu gegen. Ist mir meine Zeit zu schade für, denn es ist doch eh wurst wer die Ämter besetzt und dort Politik spielt … 🙁


Horsti
14.12.2014 17:51
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Du hast recht, Hadmut. Da liegt etwas in der Luft. Ich würde es nicht gerade ein zartes Revolutions-Pflänzchen nennen, aber was in diesen Tagen passiert, ist höchst bemerkenswert: Der Bürger muckt auf. Er glaubt den Medien nicht mehr, der Politk erst recht nicht.
Ob Pegida nun recht hat, oder nicht, ist mir relativ wurscht. Viel interessanter ist das, was in Medien und Politik derzeit abläuft. Bürger müssen sich für ihre Meinung von deren (angeblichen) Repräsentanten beschimpfen lassen, die Mainstreammedien zensieren massiv ungebührlich abweichende Meinungen, GEZ-finanzierte Sender fälschen Bilder und kommentieren völlig voreingenommen im Sinne der Politik. Mich erinnert das an die DDR, kurz vor dem Ende.


Kurt Kurz-Furz
14.12.2014 18:12
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Hadmut, wirst Du als Selbst-Denkender (egal über was) als Rechter angegriffen?


Hadmut
14.12.2014 18:25
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> wirst Du als Selbst-Denkender (egal über was) als Rechter angegriffen?

Selbst-Denken ist gar nicht zulässig. Das ist eine Abweichung von der per mainstream und political correctness vorgegeben Einheitsmeinung, und jede Abweichung gilt heute als rechtsradikal. Schon die Frechheit, selbst denken zu wollen und sich nicht linken Vorgaben unterordnen zu wollen. Merkt man gerade am Feminismus sehr stark. Der wurde nie begründet, aber jeder, der auch nur Fragen stellt, gilt sofort als rechts-radikal.


Emil
14.12.2014 18:21
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@Geier – Frauen
> Der Gedanke, einer Sache um ihrer selbst willen zu dienen — zum Beispiel
> der »Sache« Rechtsordnung — um sie klar und sauber an die nächste Generation
> übergeben zu können, kommt ihnen eher nicht in den Sinn.

Zu diesem Thema sei die Lektüre von Arthur Schopenhauer empfohlen, der treffend bemerkte: “Der Gedanke, Weiber das Richteramt verwalten zu sehen, erregt Lachen.”

Und noch ein paar Weisheiten aus seiner Abhandlung “Über die Weiber”:

Demgemäß wird man als den Grundfehler des weiblichen Charakters Ungerechtigkeit finden. Er entsteht zunächst aus dem dargelegten Mangel an Vernünftigkeit und Ueberlegung, wird zudem aber noch dadurch unterstützt, daß sie, als die schwächeren, von der Natur nicht auf die Kraft, sondern auf die List angewiesen sind: daher ihre instinktartige Verschlagenheit und ihr unvertilgbarer Hang zum Lügen. Denn, wie den Löwen mit Klauen und Gebiß, den Elephanten mit Stoßzähnen, den Eber mit Hauern, den Stier mit Hörnern und die Sepia mit der wassertrübenden Tinte, so hat die Natur das Weib mit Verstellungskraft ausgerüstet, zu seinem Schutz und Wehr, und hat alle die Kraft, die sie dem Manne als körperliche Stärke und Vernunft verlieh, dem Weibe in Gestalt jener Gabe zugewendet.

Die Verstellung ist ihm demnach angeboren, deshalb auch fast so sehr dem dummen, wie dem klugen Weibe eigen. Von derselben bei jeder Gelegenheit Gebrauch zu machen ist ihm daher so natürlich, wie jenen Thieren, bei Angriff, sogleich ihre Waffen anzuwenden, und empfindet es sich dabei gewissermaßen als seine Rechte gebrauchend. Darum ist ein ganz wahrhaftes, unverstelltes Weib vielleicht unmöglich. Eben deshalb durchschauen sie fremde Verstellung so leicht, daß es nicht rathsam ist, ihnen gegenüber, es damit zu versuchen. – Aus dem aufgestellten Grundfehler und seinen Beigaben entspringt aber Falschheit, Treulosigkeit, Verrath, Undank u.s.w. Der gerichtlichen Meineide machen Weiber sich viel öfter schuldig, als Männer. Es ließe sich überhaupt in Frage stellen, ob sie zum Eide zuzulassen sind.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/-4995/1


Jörg
14.12.2014 18:21
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Upps, das hatte ich jetzt anders in Erinnerung!
Natürlich hast Du recht, wenn Du das auf http://www.duden.de/rechtschreibung/wohlfeil beziehst!
Nun, ich hatte etwas anderes in Erinnerung. Wohlfeile Ausgaben von spezieller Literatur waren eben “wohlfeil”!
Ich hatte das als Kompliment gemeint!
Habe ich mich wohl geirrt! Sry!


runkelrübenmann
14.12.2014 18:21
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geschätzter herr danisch, es gibt ein datum, an dem die deutsche demokratie aufgegeben wurde, der 9. september 1949.


Gerd
14.12.2014 18:26
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Die handeln doch alle nach ihrer Ikone Rosa Luxemburg: „Freiheit ist immer Freiheit des Andersdenkenden.“

Wobei der Satz nur innerhalb der Partei galt, nicht für den Klassenfeind.

Wir werden von der extremen Linken regiert, und das geht bis in Teile der CDU. Die leben im letzten Jahrhundert, in Dutschkes Niederbrüll-Welt, Markuse, und dem irren Wilhelm Reich, auf den die Frühsexualisierung in den Schulen zurückzuführen ist.

Pegida ist die Antwort, dass sich CDU und die sterbende FDP von diesen “Fortschrittlichen” hat unterwandern lassen.


waldi
14.12.2014 19:18
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Die Steuerung der Presse funktioniert vermutlich über die DPA-Presseagentur,deren Meldungen in verschiedenen Zeitungen mehr oder weniger übereinstimmend gleichzeitig abgedruckt werden. Damit wird die Wortwahl und die Stossrichtung vorgegeben, die nur am Rande von einigen Kolumnisten mal in Frage gestellt werden kann. Das benötigte Vokabular wird gleich mitgeliefert: Auf der einen Seite Aktivisten,Demonstranten mit Pöstchen aus dem “Kampf gegen Rechts”, die auch gerne mal zu Wort kommen, ohne dass man auf ihre Parteilichkeit hinweist. Auf der anderen Seite “angebliche” , Ausländerhasser, Islamhasser, Islamfeinde, -phobiker(Kranke!), Rechte (Linke sind OK) die aufmarschieren (Linke deminstrieren!), Nazis ist schon fast ausgelutscht.

Aber der nicht existierende tiefe Staat geht noch weiter, die Presse ist nur ein Aspekt der gleichen Seite der Medaille. Diese Woche im Angstschweiß der Pegida hat sich das gezeigt: Ständige Interviews über die schlimmen Demonstranten in allen Zeitungen, ok, Diffamierungen kennt man aus dem Kampf gegen Piraten, Afd usw.

Nun erscheint aber ein Artikel in der Welt, in dem über Todesdrohungen gegen Frau Pau (Linke) in Zusammenhang mit Asylbewerberheimen berichtet wird. Liest man aber die Kommentare in der Welt, die normalerweise nahe flächendeckend von AfD-Anhängern beherrscht werden, tauchen nun viele auf, die möglichst oft AfD, NPD und Pro Parteien in einem Satz darstellen. Argumente haben sie keine, aber Gegenreden und NPD und AfD zusammenbringen. Gleiches tut der heutige Leitartikel der Welt am Sonntag.

Und es wird noch schlimmer: Offtopic der angebliche Nazi-Anschlag (malen die immer ihre Hakenkreuze am Tatort hin?)auf das Asylbewerberheim kommt zur passenden Zeit. Gut, das sie sich auch eins ausgesucht haben, das unbewohnt war. Angesichts der NSU-Leaks: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Das sollte man dringend untersuchen, der Staatsschutz wird überaschenderweise nichts finden.

Und dann heute im SPON ein großer Aufmacher über 4 Anschläge (= 4 Molotovcocktails) in Berlin im Regierungsviertel. Seit Jahren terrorsisieren Linke mit Autos anzünden, S-Bahn-Anschlägen und Angriffen auf Parteibüros und andere missliebige Einrichtungen Berlin, ohne das da viel oder im Zusammenhang berichtet wird. Getreu dem DDR-Motto: Alles viele Einzelfälle. Aber das ist jetzt und einen Tag vor der nächsten Pegida Demonstration solche Aufmacher. Ob das auch von DPA kommt? Und die anderen (Springer) ziehen nicht mit?


petpanther
14.12.2014 19:21
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Schaue gerade Berlin direkt auf dem ZDF.

Läuft genau in dem beschrieben Schema. Zu Wort kamen Jäger und Co. und u.a. dieser unsägliche linke Ideologe und selbsternannte Rechtsextremismus Experte Olaf Sundermeyer.

Arrogant, despektierlich und bevormundend im Ton. Gegenüber dem Bürger.

Das ZDF ist mir in letzter Zeit schon häufiger als ideologisch aufgefallen (u.a. auch im Hinblick auf feministische Lügen). Aber das hier ist weiter.


derdiebuchstabenzählt
14.12.2014 19:23
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> Selbst-Denken ist gar nicht zulässig.

Wo wir gerade den Schopenhauer hatten, manchmal lag er doch ganz richtig!

“Kurzum, Denken können sehr Wenige, aber Meinungen wollen alle haben: was bleibt da anderes übrig, als daß sie solche, statt sie sich selber zu machen, ganz fertig von Andern aufnehmen?
Da es so zugeht, was gilt da noch die Stimme von hundert Millionen Menschen? – So viel wie etwa ein historisches Faktum, das man in hundert Geschichtsschreibern findet, dann aber nachweist, daß sie alle, einer dem andern ausgeschrieben haben, wodurch zuletzt alles auf die Aussage eines Einzigen zurückläuft.”

Überhaupt lesenswert … http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/kunstgriff/index.html

Zitat aus Kunstgriff 30.


Firefly
14.12.2014 19:34
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Gut, Hadmut. Ich habe schon auf diesen Beitrag gewartet, der sich mit meinen eigenen Wahrnehmungen weitgehend deckt. Allerdings denke ich nicht, dass Leute Flüchtlingsheime anzünden, nur weil man ihnen nicht zuhört (Vorfall bei Nürnberg). Hier hat man es mit echtem Rechtsradikalismus zu tun, der nicht akzeptabel ist.


Hadmut
14.12.2014 19:39
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> Allerdings denke ich nicht, dass Leute Flüchtlingsheime anzünden, nur weil man ihnen nicht zuhört (Vorfall bei Nürnberg).

Das sehe ich etwas anders. Das ist so ein Durchrück-Effekt. Dadurch gibt es eine breitere Basis von Unzufriedenen, die wiederum die nächste Etage durch mehr Zuspruch stützt usw. Wahrscheinlich sind die, die Brandstiften, nicht diese Politik-Enttäuschten. Aber vielleicht geben die dann hinter vorgehaltener Hand Zustimmung, gucken vielleicht auch mal weg, und so pflanzt sich das eben fort. So bekommst Du einen Pool von Leuten, die von der Politik komplett verlassen sind, und von der Presse ebenso. Und dann bleibt dann eben sowas übrig.


wahrheitsliebender
14.12.2014 19:39
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Mir fällt da gerade folgendes Zitat ein:

“Wenn ein Volk gottlos wird, dann sind…

Regierungen ratlos
Politiker charakterlos
Beratungen ergebnislos
Schulden zahllos
Lügen grenzenlos
Sitten zügellos
Ehen bindungslos
Mode schamlos
Aussichten hoffnungslos

Antoine de Saint-Exupéry

Gruß!


Joe
14.12.2014 19:57
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Ich halte diesen unsäglichen Brandanschlag für einen Inside Job. Dazu paßte es terminlich einfach zu perfekt zur Innenminsterkonferenz, wo man solche Aufreger immer gut gebrauchen kann. Davon abgesehen glaube ich nicht, daß sich in einem Vollüberwachungsstaat wie dem unsrigen überhaupt noch jemand derartiges traut, es muß also mit Wissen und Billigung der Behörden passiert sein.


waldi
14.12.2014 19:57
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Sorry, hatte Deinen langen Artikel nicht bis zu Ende gelesen, ich bin also nicht der Einzige, der Zweifel an dem Brand des Asylbewerberheims hat.


Collin
14.12.2014 19:59
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Link zur Heute Show vom 12.12.2014 (Passage mit RT Deutsch):
https://www.youtube.com/watch?v=WfBNdMCshQM#t=23m16s


Emil
14.12.2014 20:01
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@Firefly, Hadmut – Brandstiftung auf Flüchtlingsheim
Wie waldi oben andeutet, traue ich dem Verfassungsschutz inzwischen durchaus eine solche Aktion zu, um Pegida & Co zu diskreditieren und die aufmüpfigen bürgerlichen Schafe aus Angst vor dem bösen rechten Wolf wieder zur Herde zurückzuführen.


derdiebuchstabenzählt
14.12.2014 20:06
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@ Firefly

Woher weißt Du denn wer die Buden angezündet hat? Hat man schon Täter ermittelt und verurteilt?

Ich wäre nicht verwundert, wenn es ein paar halbstarke “Spaßvögel”, ohne Politik aber mit Alkohol in der Birne waren.


toff
14.12.2014 20:27
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Nun, werter Hadmut, die Verständnis-und Akzeptanz treten vielleicht auf, weil du abnorm bist.

Wirklich.
Ich übrigens auch, wie vermutlich ein überproportionaler Anteil der Leser dieses Blogs, verglichen mit dem Bevölkerungsdurchschnitt.

Spätestens seit Edward Bernays “Propaganda” werden Demokratien – und viele andere Regierungsformen, aber eben vor allem Demokratien – nicht über rationale Argumente und echte Meinungsfreiheit geführt, sondern über “gelenkte Demokratie” – mit PR-Methoden, unterstützt von psychologischer und neurologischer Forschung, werden die Massen durch Techniken gelenkt, bzw. dies (sehr erfolgreich) versucht, die letztlich nichts anderes als Marketingmethoden sind.

Z.B. bekannt sind “Spin-Doktoren”, die ein Problem oder einen Skandal im öffentlichen Bewusstsein oft ins Gegenteil verkehren können.

Es gibt einen ganzen Sack voll Techniken und psychologischer Effekte, die man einsetzen kann und dies auch tut, um Handeln, ja das Denken und Meinen der Menschen zu beeinflussen, zu verändern. Das funktioniert nicht bei allen, aber bei den meisten; und da es ein solcher Effekt ist, daß die Masse – aus Angst, Sicherheitsbedürfnis usw. das tut – und oft auch jene Meinungen übernimmt – von der sie glaubt, daß die anderen das ebenso sehen und meinen, kommt man damit in Sachen sozialer Steuerung schon sehr weit:
Konkretes Beispiel:
Wenn die Presse gleichgeschaltet ist, gibt es keine/kaum abweichende Meinungsbilder. Einige bemerken dies, viele nicht.
Die meisten Menschen passen daraufhin ihre Meinung an, um nicht aufzufallen, keine Probleme zu bekommen, um sich einzufügen.
Ich betone: Sie schweigen nicht nur, nein, sie passen ihr Denken an. Das ist wichtig, denn jene wenigen, denen das nicht so geht, können dies oft nicht nachvollziehen.
Wenn also Politik den medialen Eindruck erzeugen kann, daß es breiter Konsens ist, X zu meinen, dann passen sich die meisten Menschen daran an und meinen auch X, besonders unterstützt wenn andere Meinungen unterdrückt, weniger präsentiert, als böse, lächerlich usw. vermittelt werden.

Simples Beispiel:
Bei Frauen ist dieses Verhalten extrem. Diese haben tatsächlich oft kaum eine eigene Meinung, kein wirklich eigenes Denken – Evolutionsbiologen vermtuen, das läge daran, daß Frauen sich an die gesell. Verhältnisse anpassen mussten, um nicht gefährdet zu werden – und ja, Frauen waren nie auffällige Revolutionäre. Sie waren evolutionär stets besser bedient, sich anzupassen, keine Abweichler zu sein usw. – denn sie konnten sich ja sicher fortpflanzen und Abweichlerei gefährdete sie nur (körperlich schwächer) und ihr empfindliches Kind.
Aktuelles Beispiel ist Mode; dies ist nichts anderes, als gedankenloses und bereitwilliges Nachmachen, was andere vorgeben, um sozial akzeptiert zu sein. Der Anpassungseffekt ist bei Frauen unglaublich stark. Und er wirkt nicht nur bei Kleidung, er wirkt auch bei Verhalten, bei Meinungen, bei Politik!

Und nun zur hadmutschen Abnormalität:

Ich denke, daß die meisten Menschen von gefühlen gelenkt werden, nicht von rationaler Überlegung.
Auch gibt es da wohl u.a. auch einen deutlichen Unterschied Mann/Frau, MINT/Andere.
Denken dauert lange, es ist anstrengend, man muß es auch können (überhaupt die Anlagen haben UND es dann trainieren) – es ist ziemlich offensichtlich, daß rationales Denken nicht der vorherrschende Weltbildvermittler und Meinungsbildner bei den meisten Menschen ist.
Also Gefühle. Und die – man lese nur ein Martketingjournal, z.B. http://www.ejcr.org/ – sind ERSCHRECKEND manipulierbar, bis dahin, daß man aus Menschen, ohne daß diese es bemerken, Marionetten macht. Ist man selbst nicht so beschaffen, ist dies schwer vorstellbar, da es unintuitiv ist – oft nimmt man nämlich fälschlicherweise an, daß die anderen Menschen, vom Denken und fühlen her, ähnlich wie man selbstbeschaffen seien. Die Wissenschaft findet da etwas anderes, und nicht nur in der Wirtschaft nutzt man dies konsumentensteuernd maximal aus, sondern natürlich auch in der Politik, beim Militär (“Menschenführung”, “Leadership skills”) oder bei Unternehmungsführung (“Gruppendynamik-Training” u.vm.)

Beispiel:
Die Frau eines Bekannten wollte unbedingt ein Ipad. OK, kann man ja wollen. Ich fragte also, warum sie es wollte, warum sie es brauchte, was sie denn damit machen wollt. Mich überraschte, daß sie da GAR NICHTS sagen konnte, nichtmal Internet surfen oder Ebooks lesen oder Filme schauen – sie WUSSTE gar nicht so genau, was man damit machen konnte, aber sie hatte die Werbungs gesehen, sie wusste, die Frau ihres Chefs hatte eines in der Firma dabei, und alles was sie wollte, war auch so ein Ding zu haben. Es war ihr dann nach einigen Sekunden sogar sichtlich peinlich, daß sie nicht angeben konnte, was sie damit eigentlich anfangen wollte.
Daraus schließe ich, daß es eine rein emotioanle Reaktion, ein irrationaler, von Gefühlen geleiteter Wunsch war.

Möglicherweise ist dies politisch auch so notwendig.
“Echte Demokratie” war wohl in kleineren Verbänden von Menschen, vielleicht 100, effektiv.
Ob es da auch überhaupt echte Meinungsfreiheit gab ist evtl. auch zweifelhaft – denn es gibt stets starke Tendenzen, mit seiner Meinung hinter dem Berg zu halten, wenn man sich damit unbeliebt macht oder gar schlimmere Konsequenzen provoziert – das dürfte sowohl logisch als auch instinktiv verankert sein – jene, die freimütig ihre Gedanken und Meinungen kundtaten, verloren vermutlich eher in der Geschichte ihren Kopf oder riskierten soziale Ausgrenzung (damals: quasi Todesurteil) als jene, die “diplomatischer” waren – und damit war die Eigenschaft, sich sozialdynamikmäßig anzupassen und eher passiver Mitläufer und damit in “Sicherheit” zu sein, reproduktiv erfolgreicher – was mind. viele heutige Menschen diese Eigenschaften erben ließ – vor allem vielleicht Frauen, denn diese waren, verglichen mit Männern, nochmals empfindlicher für sozialen Ausschluß oder Verfolgung.

Vielliecht ist eine Millionen-, ja Milliardengesellschaft mit all ihren vielfältigen Unterschieden an Interessen, Ideoloigien, Lebensentwürfen usw. ohne effektive Propaganda- und Kontrolltechniken (Geheimdienste) ja gar nicht wirklich regierbar – vielleicht braucht man Lenkungs- und Führungsmittel, Täuschungsmittel und Manipulation auf Regierungsseite, um ein allzu großes Chaos zu vermeiden. Die “Gleichschaltung” der Frauen in der Modewelt verdeutlicht ja, was so alles möglich ist.

Ich bin, was echte Demokratie, echte “Volksherrschaft” angeht, nämlich sehr zweifelnd – ja, ich lehne sie ab, das geht so weit, daß ich eher Antidemokrat bin, denn man kann in der Geschichte ein Füllhorn an großen und kleinen Beispielen finden, die das wahre Wesen der “Volksherrschaft” zeigen – Ochlokratie – getragen von kurzfristig aufwallenden Gefühlen und Massenpsychologie (s. la Bon, “Psychologie der Massen” (1895) – u.a. Hitler/Göbbels haben dort viel für später gelernt) ist es nämlich die Volksmasse, die zu schlimmsten Ausschweifungen, Gewaltakten, Hass und Massentötungen usw. fähig ist.
Es erscheint mir auch unlogisch, daß das Volk – per Definition von durchschnittlichem IQ und in keinem Wissenfelde von Kompetenz – echte Entscheidungen treffen kann und soll – Wer würde das Volk über die optimale Behandlungsstrategie einer Erkrankung oder die optimale Bauweise eines Supercomputers abstimmen lassen und sich dann an dieses Ergebnis halten?
Ebenso absurd ist es, daß Volk die Ziele und Methoden der Politik entscheiden zu lassen.

Churchill:
“The best argument against democracy is a five-minute conversation with the average voter.”

Nur weiß ich auch nichts besseres als die großen zivilisatorischen Leistungen – Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit usw.
Die sind so schon ideal – aber eben auch idealistisch, in vielerlei Hinsicht wohl utopistisch.

Ein Beispiel wäre, was geschähe, wenn man das Volk über die Todesstrafe abstimmen ließe:
-Einmal nach Jahrzehnten der Kriminalitätslosigkeit
-Einmal nach der medialen Aufbereitung eines besonders abscheulichen Verbrechens, sagen wir an einem niedlichen Mädchen
Abhängig von den Gefühlen der Masse wäre das Ergebnis und damit das staatliche Handeln ein völlig anderes.

“Gelenkte Demokratie”, und damit Manipulation von Meinungen und Denkweise der Menschen, kurz Propagandatechniken, sind wohl in der Realität unabdingbar.
Und damit eben auch – vielleicht zeitweise – abstriche an echter Rechtsstaatlichkeit und echter Meinungsfreiheit.

Beispiel:
Ein Mensch wird aus irgendeinem Grunde, völlig rechtsstaatlich konform, Massenunruhen mit vielen Verletzten und Toten sowie Massensachbeschädigung auslösen.
Eigentlich ist es ja verboten, ihn umzubringen, besonders ohne rechtsstaatliches Verfahren usw.
Aber ich halte es für legitim, ihn in diesem Falle mit Geheimdsienstmitteln “verunfallen” oder “erkranken” zu lassen.
Vergleichbar halte ich es mit Folter.

Zwischen utopischen Idealen und der Wirklichkeit gibt es eben große Unterschiede; die Ideale sind nicht schlecht, sie sollten gewiss Vorbildcharakter haben – aber sie sollten ausnahmesweise ausgesetzt werden, wenn dies zur Abwehr eines größeren Übels nötig ist.
Erfahrungsgemäß handeln Staaten tatsächlich so – was gleich wieder die Gefahr der Übertreibung in der Anwendung solcher “heimlichen Ausnahmen” auftut. Dennoch ist es logisch, daß es diese heimlichen Ausnahmen gibt, und geben muß, denn spätestens wenn es auf den Widerspruch “Überleben der Menscheit” “Aufrechterhalten unserer Ideale” herausläuft, müssen die Ideale weichen – niemandem ist genützt, wenn die Menscheit “edel” ausstirbt.

Das Recht des Stärkeren ist das höchste bekannte Prinzip, diesem müssen sich alle unterordnen, selbst das Konstrukt “Gott” basiert darauf. Wenn Ideale dem Überleben im Weg sind müssen sie ausgesetzt werden. Es sei denn, man will lieber sterben, als seine Ideale zu verraten. Und ich bevorzuge es, zu überleben, persönlich und bezogen auf meine Spezies – Opportunismus ist letztlich anpassungsfähiger als Idealismus, als jede Ideologie.


waldi
14.12.2014 20:31
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zuviel?nachdenker
14.12.2014 20:37
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Guter Beitrag,schön dargelegt,den gleichen Eindruck habe ich auch.
Danke fürs schreiben,erspart mir einiges.
Nur noch etwas zum dem ständigen nervenden Vergleich mit der DDR:
Was die Propaganda,die Verdummung,die Verarsche,die Verdrehung von Tatsachen und Argumenten angeht,war die DDR verglichen mit dem heutigen Regime gerade zu dilettantisch.
Hier und heute sind richtige Profis am Werk,das ist teilweise gar nicht mehr richtig zu durchschauen.
Die Faasden sind perfekt,die Masken auch.


zuviel?nachdenker
14.12.2014 20:38
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Soll Fassaden heissen.


Brak
14.12.2014 20:45
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Ja, das sind die ersten Vorboten eines als Bürgerkrieg getarnten Rassenkrieges. Damit dieses Wort niemand weitersagt, hat man Rasse schonmal in die Ecke gestellt. Und all das ist installiert, wird propagiert, umgesetzt, und niemand wehrt sich, wobei die eine Partei hofft, weil sie die Tore aufgemacht hat, geschont zu werden. Merkt Euch, in Troja ist auch niemand geschont worden, von denen, die die Tore aufgemacht haben.


vortex
14.12.2014 21:09
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@Hadmut

“Ich erinnere aber an meine alte Regel, sich nicht über die Dummköpfe unter den Politikern aufzuregen, sondern über die Dummköpfe unter den Wählern, die sie wählen.”

Listenwahlsysteme machen es praktisch unmöglich denjenigen zu wählen den man möchte. Und die NSA hat nach internen Arbeitspapieren Bürgerkrieg in großen europäischen Städten “vorausgesagt” ( um 2015-2020 ). Hoffen wir mal das dem nicht so sein wird, aber zwei große Säcke Reis und Bohnen sollte sich jeder schon mal in die trockene Ecke stellen. Tabak, Schokolade und Schnaps sollten sich wunderbar als Währung eignen und ein “Attitüdenjustierer” für die unfreundliche Begegnungen wäre auch nicht zu verachten.


Heinz
14.12.2014 21:36
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> Mit dem Siegeszug des Privatfernsehens und der privaten Radiosender war die bald immer weiterreichende Dominanz der unterhaltenden gegenüber den informierenden Programmbestandteilen verbunden.

Wir wollen die ÖR-Medien aber trozdem nicht aus der Medienkritik ausnehmen.
Viel “informativer” als die Privaten sind die auch, aus eigenem Antrieb nicht.
Ich denke auch nicht, dass der Verfall durch die Privaten iniziiert wurde.
Die ÖR waren von Anfang an dabei.


Rechnungsprüfer
14.12.2014 22:06
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Danke für den Blog. Ich bin auch einer, der sich nicht für und nicht gegen pegida entscheiden möchte. Was ich aber schlimm finde, dass inzwischen selbst die Piraten übereifrig Gegendemos organisieren, statt nach Lösungen zu suchen.


EinInformatiker
14.12.2014 22:14
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Ich habe es noch nicht ganz gelesen. Die Analyse ist formal sicher völlig korrekt. Die Meinungsäußerung von (z. B. PEGIDA) die in einem demokratischen Rechtsstaat´garantiert, wird aber nicht inhaltlich kritisiert sondern durch hohle Phraseologie (Rassismus, Nazis in Nadelstreifen, Rechtsextremismus, es sei Hetze (Merkel) usw. frontal diffamiert Kritik wird in phrasenhafte Begriffe wie Weltoffenheit und Willkommenskultur gepackt. Gleichzeitig werden Blockaden durch die “Gegen””Demonstranten”” nicht geräumt. Sämtliche gesellschaftlichen Gruppen machen für die Gegendemonstration mobil und grenzen sich dabei nicht von kriminellen Antifanten ab. Heute fand in Köln eine Demonstration gegen Rassismus und so weiter statt (mit Künstlern usw, 15000 sollen es gewesen sein), die ich sicher den ganzen Tag im WDR hätte verfolgen können, wenn ich nicht was Besseres zu tun gehabt hätte. Insofern ist der Beitrag völlig OK, aber was folgt nun? Zwar folgt daraus nicht, dass PEGIDA recht hat. Aber es folgt, dass PEGIDA von allen etablierten gesellschaftlichen Gruppen propagandistisch diffamiert (nicht kritisiert) wird und die Gegenposition prpagandistisch verbreitet wird. Ich verstehe zwar, dass hier nicht Partei ergriffen werden soll , aber es ist offensichtlich, dass man die totalitären antidemokratischen Tendenzen nicht vom Inhalt des Protestes trennen kann.
Nochmal was folgt aus der korrekten Analyse des Beitrags. Ich weiß es nicht so recht. Eine Möglichkeit wäre, dass man formal nicht für politische Inhalte demonstriert, sondern gegen die antidemokratischen Tendenzen von Politik und gesellschaftlichen Gruppen. Hab ich woanders schon mal in einem anderen Zusammenhang mal vorgeschlagen. Aber wie gesagt, es wird ja nicht wahllos diffamiert; sondern nur bestimmte Meinungen.
Was ist positiv an den totalitären Tendenzen die da sichtbar werden? Es scheint sich eine Entscheidung anzubahnen. Der Protest ist mit rechtsstaatlichen Mitteln nicht zu unterbinden. Hält der Protest an, so muß also der Rechtsstaat außer Kraft gesetzt werden oder die Pplitik usw. muß inhaltlich auf den Protest zugehen. Wir stehen sicher am Scheideweg. Ich weiß nicht ob der Protest durchhält und wie lange sich der Kampf hinzieht. Aber es geht in der Tat um wohlo und Wehe der letzten Reste von Demokratie, die noch vorhanden sind.


quer
14.12.2014 22:26
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Also, um es vorweg zu sagen: Der Aufsatz deckt sich zu 100% mit meinen Auffassungen bzw. Erkenntnissen. Eigentlich ein Wunder von selten gelesener Klarheit.

Als jemand, der sich seit seiner frühen Jugend, ab dem 14./15. Lebensjahr bis heute mit dem Faszinosum europäischer/deutscher Geschichte (nicht beruflich) auseinandersetzt und auch publiziert hat, sehe ich endlich klar. Ich habe mich in den 50’er Jahren immer gefragt, wie ein demokratisches System in eine menschenverachtende Diktatur abgleiten konnte. Auch, ohne äußere Einflüsse geltend zu machen. Einfach aus sich selbst heraus. Heute, in der Neigung der Jahre weiß ich es. Ich hätte mir nie erträumt, einmal selbst Zeitzeuge einer solchen Entwicklung zu sein. Mir bleiben nach genetischer Disposition noch ca. 17 Jahre, um meine Prognose überprüfen zu können.

Ich habe mir (ab 1995) angewöhnt, alle Jahre einmal die Lektüre von „1984“ zu wiederholen. Immer Anfang eines Jahres. Es ist erschreckend und teils auch abgeklärt erheiternd, die Zahl der Déjà-vu-Erlebnisse zu zählen. Dabei habe ich als Angehöriger der Kriegs-Erlebnis-Generation wenigstens eine Vorstellung von dem, was kommt. Zudem habe ich als (eingebürgerter) Schweizer einen Rückzugsort, den andere in diesem Land nicht haben. Gleichzeitig hatte ich an einer bestimmten Stelle, in einer bestimmten Funktion Gelegenheit, während der Kubakrise in die Abgründe eines Infernos blicken zu können/müssen. Mich erschreckt also nicht mehr allzuviel.

Als ein seinerzeit freiwillig (zum Zwecke der Kenntnis des Feindes) von Jesuiten mit Förderung des BMI ausgebildeter kommunistischer Funktionär/Agitator ist mir der Sozialismus fast vertrauter, als meine eigene Mutter. Einer meiner Lehrer war z.B. Wolfgang Leonhard. In späteren Zeiten habe ich mich intensiv mit dem Wesen des Islam auseinandergesetzt; zumal er in der europäischen Geschichte ausreichend unheilvoll gewirkt hat. Ich mußte nicht erst bei J. Monnerot (z.B. 1949) nachlesen, um zu erkennen, daß Sozialismus (egal welcher Farbe) und Islam in weiten Bereichen deckungsgleich sind. Das wußten auch schon Hitler und Konsorten; die Komintern sowieso.

Heute stelle ich fest, daß quasi in einer Zangenbewegung Sozialismus (den viele ab 1990 für tot erklärten) und Islam (der bis heute willentlich verharmlost wird) in der Zerstörung all dessen, was wir als unsere Zivilisation und Werte verstehen, Hand in Hand zusammenwirkt. Paradox nur, daß die Apologeten der Zerstörung von Volk und Familie die nächsten/ersten Opfer ihres Verbündeten und Partners werden: Also Feministen, Homos und Genderfuzzis.

Es deuten sich aber Veränderungen in der Wahrnehmung an. Gleich einer tektonischen Bewegung. Erste Vulkanausbrüche sind zu registrieren: Z.B: Sarazin und Pirincci. Die vermeintlich Doofen gehen auf die Straße. Die Reaktionen der Politiker und „Journalisten“ gleichen verdächtig jenen, die auch schon ein gewisser Ceausesku auf dem Balkon 1989 zeigte. Die Vorgänge zeigen an, daß wir uns vor einem Erdbeben befinden. Es ist nur noch die Frage, was, wer, wann und wie hinweggespült und in einer Erdspalte verschwinden wird. Ich hoffe, mir bleibt die Zeit, auch dieses miterleben zu dürfen.


Flash Gordon
14.12.2014 22:33
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Mit etwas Abstand betrachtet geht es glaube ich um viel mehr als “nur” um das Zerbrechen der Demokratie (glaube nicht das es in D eine Demokratie im wirklichen Sinne je gab; aber das ist eine persönliche Meinung von mir aus der Schweiz aus betrachtet; eine Meinung welche möglichwerweise nicht fundiert ist).

Die jetzige Zeitqualität welche sich in jedem Bereich (technologisch,meinungstechnisch,soziologisch,wirtschaftlich etc.) dadurch auszeichnet das sich alles permanent und rapide und sich immer schneller verändert wird unweigerlich alle alten Institutionen, Systeme und Techniken/Methoden unter sich begraben welche unfähig sind sich dieser Zeitqualität anzupassen. Was diese neue Zeitqualität ausgelöst hat ist schwer zu sagen. Hat die technische Revolution im Bereich des Internets/Wissensgesellschaft zu dieser Entwicklung geführt oder ist sie ihrerseits nur ein Ausdruck einer tieferlegenden Ursache? Also Verwechselung von Ursache und Wirkung. In anderen Bereichen z.B wirtschaftlich/politisch und geostrategisch haben Ereignisse wie 9/11 oder das wirtschaftliche Aufsteigen Asiens zu massiven Beschleunigung von Veränderungsprozessen beigetragen.

Mir kommt es vor als ob die Bevölkerungen in unseren Breitengraden (oder weltweit?) irgendwie “entmagnetisiert” wird. Nach Dekadenlangen verweilen in einem System (wenngleich auch mit Nuancen und kleinen Verschiebungen und Polarisierungen, z.b 60-er Jahre) war das Machtsystem doch immer irgendwie…satttelfest.

Die zwei wichtigsten Fragen für die nächsten Jahrzehnte werden evtl sein

1) brechen nebst den alten Insitutitionen/Taktiken etc. auch die alten Machtgefüge zusammen und werden wir eine *echte Demokratie* erleben oder gibt es irgendwelche blutigen Umwälzungen welche dann einfach irgendein neues, dem normalen Menschen wiederum nur vordergründig positiv gesinntes System vorgaukeln, während hintenrum dieselben alten Machtfäden gezogen werden?

2) ist dies etwas das weltweit geschieht oder ist dies etwas das vorallem den Westen betrifft weil sich dessen Position in der Welt verändert

Die Frage bleibt: was geschieht eigentlich momentan wirklich in der Gesellschaft resp. im kollektiven Unbewussten der Menschen? Es ist greifbar das etwas sehr tiefgehendes abläuft; etwas das aber irgendwie nicht greifbar ist.


Svenska
14.12.2014 22:55
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Ich bezweifle, dass die Parteien wie die AfD Lösungen haben. Aber sie stellen wenigstens noch Fragen, die kein anderer mehr fragt oder fragen will, europaweit.

Beispiel Schweden: Die Sverigedemokraten SD haben extremen Wählerzulauf bekommen (die Feministische Initiative FI ist knapp nicht ins Parlament gekommen), und die bekannten Politiker sind aus allen Wolken gefallen. Damit konnte ja schließlich keiner rechnen, dass eine rechtspopulistische Partei in Schweden ins Parlament kommt.

Da es aber hauptsächlich um den Kampf der Regierungsparteien gegen die Oppositionsparteien geht, und der Mainstream niemals an einem Strang ziehen kann, hat die SD den (angeblich nicht besonders sinnvollen) Haushaltsplan platzen lassen können. Ergebnis: Nächsten Frühling gibt’s Neuwahlen. Die ersten seit 1958.


Mikel
14.12.2014 23:40
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Es geht um Mind Control.
Egal, wer da ins Horn tutet, der Abbau der persönlichen und öffentlichen Freiheiten ist im vollen Gange, die kapitalistische Einheitspartei und ihre übergeordnete! gleichgeschaltete Presse kommen mit ihrer denunziativen Haltung diesem Ziel Tag für Tag näher. Und die Geschwindigkeit, mit der die Denk- und Sprechverbote ausgesprochen werden nimmt zu.
Die Farce, die sich “Demokratie” nennt, ist seit langem schon demaskiert. Nun merken es langsam mehr und mehr. Allerdings ist die Mehrheit der manipulierten Blödmichels noch weit weg von fundamentalen Erkenntnissen, das kann man an der Farce der sog. Wahlen feststellen, zu der immer noch eine Mehrheit geht. Tief schläft der “Bürger”, wenn er erwacht, wird es zu spät sein, eingemauert von Neusprechblasen wird es dann keine Freiheiten mehr geben.


Stefan S
14.12.2014 23:44
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In dem Kontext finde ich auch folgendes interessant: Dieses Wochenende war in Berlin vor dem Schloß Bellevue eine Demonstration von Leuten, die sich vermutlich selbst als Friedensbewegung o.ä. bezeichnen würden und vermutlich aus allen möglichen politischen Spektren bunt gemischt sind.

Vorab war in der Online-Ausgabe des Tagesspiegel eine Art Vorankündigung (Artikel ist nicht mehr in der Originalform online), daß Eugen Drewermann dort auftreten wird. Überschrift in der Art “Drewermann spricht auf der Demo der Verschwörungstheoretiker”. Im (kurzen) Text sechs Mal das Wort “Verschwörungstheoretiker” und ein Mal das Wort “Spinner”, um die Teilnehmer zu bezeichnen. Kein Wort dazu, daß welchen Verschwörungstheorien dort gehuldigt würde. Kein Wort zum offiziellen Thema der Demo. Kein Wort dazu, weshalb diese Demo vor Bellevue stattfindet.

Ich mag diese Szene zwar auch nicht, aber das fand ich schon eine krasse Dämonisierung von Andersdenkenden.


derdiebuchstabenzählt
14.12.2014 23:53
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@ Svenska

Was sind eigentlich Rechtspopulisten? Sind nicht ALLE Parteien Populisten? Wollen doch ALLE dem Wähler Honig um’s Maul pappen um an dessen Stimme zu kommen …


toff
14.12.2014 23:55
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Nachtrag:

Vielleicht sind einige echte Erkenntnisse aus Soziologie und ähnlichen Wissenschaften ja politisch so gefährlich, daß sie “beseitig” werden mussten.

Beispiel:
Zusammenhang zwischen IQ und Vererbung, Zusammenhang von Sozialer Schicht und (genetisch weitgehend bestimmten) Charaktereigenschaften wie Belohnungsaufschub, Impulskontrolle, “Marshmellow-Experiment”, usw.).

Es wurde vor Jahrzehnten klar nachgewiesen, daß es deutliche Unterschiede in den durchschnittlichen psychometrisch bestimmbaren Eigenschaften zwischen Rassen und sozialen Klassen gibt.

Ließe man das in der Öffentlichkeit so stehen, dann wäre allen klar, daß Lebenserfolg u.a. sehr wesentlich von Genen, und damit familiärer Herkunft, abhängt; es also quasi soetwas wie eine auf Genqualität basierende Feudalgesellschaft in der Realität gibt.

Das passt überhaupt nicht zu den modernen Mythen wie Chancengerechtigkeit oder “Vom Tellerwäscher zum Millionär” – Leitbildern, von “Wer hart arbeitet, wird auch erfolgreich sein” – Erzählungen.
Man darf ja nichteinmal erwähnen, daß Schwarze durchschnittlich deutlich intellektuell unterlegen sind, und dies sich ja auch offen im erreichten Zivilisationsniveau zeigt.
Würde man das zu offizieller Politik machen – um es euphemistisch zu sagen – die Schwarzen wären “demotiviert”. Sie würden Groll hegen, frustriert sein, nicht mehr hart arbeiten.
Mit sozialer Schichtung als Folge intellektuell-genetischer Unterschiede ebenso:
Wenn die Unterklassen wüssten, daß sie sowieso keine Chance haben, im Wettbewerb erfolgreich zu sein – wieso dann daran teilnehmen?
Die Oberschicht braucht aber motivierte untere Schichten, denn diese machen die Arbeit und sind Quelle der Gewinne.

Ebenso mit Frauen:
Hypergamie ist eine abgesicherte Tatsache. Ebenso, daß Frauen im Durchschnitt durchschnittlicher sind als Männer, weniger oft Idioten-IQs, aber eben auch viel seltener Begabten-IQs vorweisen können.
Was mit der Kombination aus zwei X-Chromosomen zusammenhängen könnte, wird vermutet, da diese, z.B. bei Farbenblindheit, das auf einem X defekte Gen ignorieren und die “Sicherungskopie” auf dem anderen, gesunden X-Chrmosom benutzen – deswegen tritt Farbenblindheit bei Frauen fast überhaupt nicht auf, bei Männern aber häufig (8%), denn diese haben ein Y-Chr., keine 2. Sicherungskopie des X, und sind so “mutationsanfälliger” – im Guten wie im Schlechten – was man z.B. auch an der Kindssterblichkeit sieht, männl. Babies werden mit leichtem Überschuss (ca. 5%) gegenüber weiblichen geboren, und es gleicht sich durch die höhere Sterblichkeit der männlichen schnell aus;
die männl. Gene scheinen für evolut. Anpassung mehr vorgesehen zu sein, als die weiblichen;
bei den Frauen macht die Natur keine/viel weniger Experimente, bei den Männern dagegen umso mehr.

Solche Erkenntnisse, daß man selbst Sklave seiner Gene ist, daß der eigene Charakter, die Motivationen usw. fremdbestimmt sind, dürfte wenig überraschend so bekämpft werden von den meisten wie damals die Abschaffung des heliozentrischen Weltbildes oder der Nachweis, daß wir quasi Affen sind, nichts göttlich-besonderes, Affenvorfahren und Affengene und Affenkörper besitzen.

Ich denke, man KANN gar nicht ehrlich in der Politik sein – Politik wäre unmöglich.
Man schaue doch nur, wieviel Streit und Blut allein Religionen, Abschaffung der Sklaverei, Vermittlung des Darwinismus und der Evolution usw. gekostet haben – was für endlose Reibereien und Kampf! Es gibt soviele verschiedene Interessen in der Gesellschaft – sehr viele nicht “vernünftig”, sondern aus Eitelkeit und anderen starken Emotionen – daß man da vermutlich anders vorgehen muß – man stelle sich vor, man müsste mit jedem der versch. Menschen da draußen einzeln diskutieren, und ihn von einer best. Politik überzeugen – die Menschen können sich ja nicht mal über Einfachstes einigen, geraten schon wegen Maschendrahtzäunen in blutigen Streit!

Daher ist der Feminismus, die Antirationalität, die Antiwissenschaftlichkeit usw. evtl. nur ein Mittel, die soziale Kohäsion und Regierbarkeit sicherzustellen – Lügen, ja, aber nötige Lügen, denn wissenschaftliche Erkenntnisse, die das Funktionieren der Gesellschaft sabotieren, müssen unterdrückt, wenigstens “ausgeblendet” werden.

Beispiel:
Kuckuckskinder;
Wiss. Stand ist, daß in Oberschicht ca. 1%, und in Unterschicht bis zu 30% der Kinder nicht von den Vätern biologisch sind, die das von sich glauben. Mit Genanalyse wird das sofort deutlich; daher muß diese verboten, unterbunden werden, denn sonst würden Millionen von Familien zerstört und viele Männer würden weniger hart arbeiten (weil keine Familie mehr zu versorgen wäre).

Zu PEGIDA usw.:
Derzeit verlieren wir jährlich in D 500.000 Menschen mehr durch absterben, als geboren werden.
Dies führt zu Vernichtung von Ortschaften, Umsätzen, Gewinnen; es bedroht/zerstört Kreditketten; es verringert den Absatz von Shampoo, Autos und Versicherungen; es bedroht so die Unternehmenswerte, die Vermögenswerte, die Sicherheit des Sozialsystems, der Renten, der Verteidigungsfähigkeit, der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit usw.

Da man sich entschied, mit dem Propagandawerkzeug Feminismus Frauen beruflich arbeiten zu lassen, um KOnkurrenz für Männer zu schaffen, die Löhne durch ein mehr an Arbeitnehmerangebot zu drücken, die Steueraufkommen und den KOnsum zu steigern – für all dies war der Feminismus kurzfristig gut.
Aber leider -langfristig bedeutsam- bedeutet arbeitstätiges Frauenmaterial, daß Kinder und Beruf um die gleiche Ressource – Zeit – wetteifern; und wenig überraschend entschieden sich die meisten Frauen für mehr Beruf, mehr Arbeit, mehr Geld, und weniger Kinder.
Den Schlamassel haben wir heute. Industrie und Eliten und Politk scheint es (abgesehen von Sarrazzin, der mehr deutsche Kinder fordert, als Heilmittel für die meisten deutschen Krisen) egal zu sein; Immigration soll das drohende Bevölkerungslloch schließen; Gauk war sogar in Indien, und hat um Immigranten dort gebettelt; nur die wollen alle nach CAN/USA/GB statt nach GER, weil man dort mehr verdienen kann (primär weil es weniger Sozialabgaben gibt) und weil man als Fachkraft Englisch sowieso schon beherrscht, Deutsch aber erst noch lernen müsste.
Also bleibt den Eliten nur noch der “miese Rest” an Immigranten – Afrikaner, Moslems usw. – und plötzlich ist es innigstes Anliegen der Politik, den armen, armen “Flüchtlingen” zu helfen und sie millionenhaft hier anzusiedeln:
zur Not auch in das Sozialsystem und nicht in Arbeit, weil sie auch durch bloße Sozialleistungen Mietwohnungsfläche, Produkte usw. nachfragen und damit drohende Umsatzverluste in der Wirtschaft aufhalten können – freilich auf Kosten der arbeitenden Deutschen, denn diese finanzieren mit ihren Abgaben ja den Spaß.

Daß man nicht öffenltich sagen kann “Wir siedeln jetzt Millionen von Negern und Moslems in den nächsten Jahren unter euch Volk an, damit unsere Vermögenswerte (Unternehmenswerte) und Pansionen sicher sind, und das ist uns viel wichtiger, als was ihr darüber denkt” dürfte klar sein – also muß man in die politische Trickkiste greifen, und Kritik daran unterbinden und all jenen Schuldgefühle vermitteln, die dagegen sind (schließlich muß man MEnschen in Not ja helfen, und wer da anders darüber denkt, der ist ein “Schwein”.).

Daß die Politik linke Ideologie fördert, liegt vielleicht daran, daß diese, verglichen mit rechter, konservativer usw. Einstellung verglichen, so leicht harmlos und unwirksam gemacht werden kann: Linke Ideen funktionieren nachweislich nicht, weil sie sich gegen die Grundinstinkte der Menschen (Eigennutz z.B.) richten; aber mit linkem Gedankengut und Worthülsen wie “Solidarität”, “Gewaltlosigkeit” usw. kann jede echte Wirksamkeit verhindert werden, weil nur um Worte und Symbole und Symbolhandlungen gestritten wird – linke Ideen, “Moralität” und Selbstaufgabe in das Massenbewusstsein zu bringen, macht die Massen harmlos, unwirksam. All das Linke – Feminismus, Genderkram, Utopien, Kapitalismuskritik, Kommunismus, Gewaltlosigkeit, antibiologische Einstellungen (alles ist “sozialer Konstrukt”, sogar Geschlechter) – dies und viel mehr davon hat eine eine Gemeinsamkeit: es ist Quatsch, es ist rational/wissenschaftlich begründbar falsch, es kann unmöglich funktionieren – und somit ist es vielleicht ein Neutralisierungsmittel für jedwede politische Regungen, von aufbegehrenden Jugendlichen bis hin zu schimpfenden Rentnern – diese haben ein moralisch-linkes Weltbild vermittelt bekommen, ein Gedankensystem, ein Welterklärungssystem, das den Vorteil hat, daß es jene, die es angenommen haben, ihre überschüssigen Kräfte und Lebenszeit vergeuden lässt (wer kennt sie nicht, die tausendfach ideologisch gespaltenen und ewig untereinander diskutierenden, nie zu einem gemeinsamen kommenden Linken) – rechtes Gedankengut ist da für die Politk viel gefährlicher, weil es auf tatsächlich existierenden Grundlagen argumentiert und damit – zumindest für Eliten – gefährliche Veränderungen tatsächlich bewirken könnte.
Nutzlose und impotente linke Symbolpolitik wie vegatarisches Kantinenessen, Peta, etc., sind ja billig, schön empörungsinduzierend und ablenkend, und eben – harmlos für die Chefetagen. Solange die Massen, linksindoktriniert, nur “Gutmenschen” sein wollen, sind sie neutralisiert.
Rechte, ja nur echte konservative Politik, wäre da viel gefährlicher – die Massen könnten plötzlich mit guten Argumenten Dinge einfordern, die tatsächlich teuer kommen.


Nonkonformer
14.12.2014 23:55
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hervorragend, allen Journalisten ins Stammbuch!
Mit den Politikern braucht man nicht mehr zu reden, die hören uns 0ppositionellen nicht mehr zu.
Zur Vorra-Brandsache: wie schon der Oktoberfestanschlag durch Gladio u. einen frz. oder elsässischen VS-Spitzel dem armen Studenten der Sprengstoff übergeben wurde, wahrscheinlich mit falscher Information damit er gleich mit draufgeht, wie schon bei NSU, der durch den thüringischen VS regelrecht geführt wurde, kann auch der Brand – noch dazu mit Hakenkreuzen – sehr gut durch den VS ausgelöst worden sein, um den zunehmenden bürgerlichen Widerstand gegen die Politik zu schwächen!
Wenn es wirklich rechtsestreme Täter waren, dann sind die so blöd, daß es einem erbarmt, nehme eher den gesteuerten Anschlag an!


User
15.12.2014 0:55
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interessant ist aber dass die sog. Rechten wenigstens gleich wahrgenommen werden. Die Linken werden gleich ignoriert.

@Hadmut bei deine Aufzählung all der Schrecken am Ende des Posts hast Du wie ich finde eines der größten Gefahren gar nicht erst genannt, nämlich die Ukrainekrise. Finanziell hat diese Krise die Maßstäbe von Griechenland erreicht und dazu kommen aber noch die Fragen der Sicherheit bzw. Krieg und Frieden von globalen Maßstäben. Außerdem läuft das schon seit fast einem Jahr auf Hochtouren und hat all die Merkmale von Manipulation durch die Medien und Inkompetenz auf Seiten der Politik, die Du bei dieser Gelegenheit also PEDIGA, beschreibst.

Ich fand das beim Lesen etwas seltsam – wie kommst?


Hadmut
15.12.2014 1:04
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@User:

> Ich fand das beim Lesen etwas seltsam – wie kommst?

An die Ukraine-Krise habe ich beim Schreiben überhaupt nicht gedacht. Aber selbst wenn, hätte ich sie nicht erwähnt. Denn bei der Ukraine-Krise weiß ich überhaupt nicht, woran ich bin. Andere Themen wie Gender oder Immigration kann ich hinreichend weit aus eigener Kenntnis beurteilen oder mir Fakten verschaffen, Akteneinsicht nehmen usw. Die Möglichkeit fehlt mir bei der Ukraine völlig. Da weiß ich überhaupt nicht, nicht mal im Ansatz, was da nun eigentlich genau passiert ist, warum, und wie ich das bewerten soll. Ich halte beide Seiten für verlogen, und habe keinerlei Möglichkeit, mir irgendwelche Informationen zu beschaffen, irgendetwas zu überprüfen. Man kann da einfach gar nichts mehr glauben.

Aus dieser Position heraus ist es schwer, überhaupt etwas dazu zu schreiben.


Bärle
15.12.2014 1:06
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Bismarck, ein imperialistischer Preußenknochen, hatte die Weitsicht, den Reichstagsabgeordneten keine Diäten zu genehmigen. Das Mandat war ein Ehrenamt. Dementsprechend kurz waren die Legislaturperioden und dementsprechend überschaubar die auf den Weg gebrachten Gesetze. ( http://www.welt.de/geschichte/article130383650/Als-Volksvertreter-noch-ohne-Diaeten-auskamen.html )

Wer heute als Elektriker seinen eigenen Laden aufmachen möchte, muss vier Meter Vorschriften in sein Büro packen, damit er den Buchstaben des Gesetzes folgen kann.

Ach ja, und Özdemir, hatte er sich 1999 nicht als ein Korrupti herausgestellt, als er von Hunzinger ein besonders günstiges Privatdarlehen angenommen hatte. Gelernt hat er daraus nichts, denn 2012 ließ er sich vom Veranstalter Manfred Schmidt eine Fußballkarte für lau geben: http://www.derwesten.de/politik/cem-oezdemir-unter-verdacht-der-korruption-id6309326.html

Özdemir gehört eben zur Mischpoke.


Ron
15.12.2014 1:10
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Ich fands die Tage so richtig witzig bei SPON:

Artikel darüber, dass Pegida ja nur Fremdenfeindlichkeit in neuem Gewand sei. Und darüber ein Foto, bei dem ein augenscheinlich mit schwarzafrikanischem Hintergrund versehener Mitbürger mit anderen Leuten das Plakat von Pegida hochhält. Realsatire in Reinform. Denn es kann nicht sein, was nicht sein darf.


MichaelB
15.12.2014 1:27
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Dass sich die Gesellschaft in Umbruch befindet ist nichts Neues auf diesen Planeten: http://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungskreislauf

Die Frage ist nur, was nach dieser Scheindemokratie kommen wird?

Fakt bleibt, dass wir gerade dabei sind, einer feministischen Aristokratie den Weg zu ebnen.

Dass mit dem Feminismus das Grundprinzip eines demokratischen Systems aufgegeben wird, scheint weder den Politikern noch den Wählern klar zu sein.

Feminismus geht mit der Abschaffung des aktiven und passiven Wahlrechts für den Mann einher: http://mann-om-man.blogspot.de/2014/12/die-kulturrevolution-ist-ausgebrochen.html

Der Niedergang dieser Gesellschaft lässt sich auch daran erkennen, dass “Künstler” sich für die neue Aristokratie prostituieren:
http://mann-om-man.blogspot.de/2014/12/geschafft-wir-haben-endlich-auch.html


Hosea
15.12.2014 2:16
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Kann dem Artikel in allen Teilen zustimmen, meine aber, es ist eigentlich noch viel schlimmer: 1984 ist vollzogene Tatsache.

Gespenstisch ist vor allem das perfekte Zusammenspiel von Justiz, Medien und Politik, alles wie aus einem Guss. Just in time wird das Oktoberfestattentat wieder aufgerollt und es erfolgen seltsame Anschläge mit Hakenkreuzschmierereien, die den ‘Kampf gegen Rechts’ neu beflügeln sollen.

http://die-anmerkung.blogspot.de/2014/12/verfassungsschutzer-mit.html

Man wird morgen (heute abend) in Dresden sehen, wie die Schlägertruppen der Antifa losgelassen werden, um PEgIdA zu zerschlagen.

Fürwahr, wir leben in interessanten Zeiten.


Frauenhaus - Von Frauen. Für Frauen.
15.12.2014 2:30
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Political Correctness, Zerfall des Journalismus und unfähige Politiker.

Symptome, Symptome, Symptome. All diese Symptome, ich kann sie gar nicht halten.

1. Frauen meiden rechte Parteien. Deshalb werden Parteien immer linker und rechte Parteien immer kleiner. http://ccis.ucsd.edu/wp-content/uploads/2012/08/wrkg6.pdf Frauen lieben Politische Korrektheit, Schmuselösungen, ja keine Lösungen, die weh tun.

2. Selbst wenn Frauen mit Aussagen übereinstimmen, z.B. “Der Staatshaushalt muss saniert werden”, dann ist die Priorität bei Frauen ganz anders gesetzt. http://someimage.com/Gx25

3. Frauen wissen durchschnittlicher weniger als Männer, haben einen geringeren Durchschnitts-IQ und(!) interessieren sich weniger für Politik: http://www.theguardian.com/news/datablog/2013/jul/11/women-know-less-politics-than-men-worldwide

Alle Phänomene, die hier im Artikel beschrieben werden sind Konsequenzen des Frauenwahlrechts, und genau dieselben Phänomene hätte man, würde man das Kinderwahlrecht einführen. Da würden die Politiker auch verstärkt über Bonbons und Partys quasseln, so wie jetzt über Frauenquoten und Rape Epidemic reden. Und auch da würden sich erwachsene Männer von Politikern übergangen fühlen.

Die Politik ist also nicht schlechter geworden, sondern besser. Sie hat sich einfach bloß an die Demokratie mit Frauenwahlrecht angepasst. Bei einer Demokratie ohne Frauen- und Kinderwahlrecht sähe die Politik völlig anders aus.


ST_T
15.12.2014 2:45
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Vollkommen richtig!

Ich muss aber noch was ergänzen.
Was mir aufgefallen ist ist vor allem der übermäßige Gebrauch des Wortes “Islamophobie”. Ich bin, was das betrifft, sehr viel empfindlicher, da die Familie meines besten Freundes aus dem Iran fliehen musste. Der Vater ist im Iran aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber dem Regime zum Tode verurteilt worden. Er ist geflohen, darf aber nie mehr zurückkehren.

Als Khomeini 1979 durch die “islamische Revolution” die Macht übernahm hat er erstmal so ziemlich alle politischen Gegner beseitigen lassen. Besonders präsent war dabei der Vorwurf der “Islamophobie”, einer Pathologisierung politischer Gefangener zum Zweck der Delegitimierung anderer Meinungen als derer des staatlichen Islams.
Viele Iraner wurden aufgrund dessen eingewiesen, gefoltert und hingerichtet.

Heute benutzen deutsche Journalisten diesen Begriff. Selbst die amerikanische AP als eine der größten Nachrichtenagenturen hat in ihrem Leitfaden 2012 den Begriff gestrichen.


Gast
15.12.2014 4:03
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Wir lieben Ueberwachung

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=qGvZveB1osw

Gekaufte Journalisten – Ken Jebsen & Udo Ulfkotte

https://www.youtube.com/watch?v=bm_hWenGJKg


WikiMANNia
15.12.2014 4:16
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Geschätzter runkelrübenmann, da Sie irren sehr.

Das Datum, an dem die deutsche demokratie aufgegeben wurde, ist der 23. März 1933.


Volker
15.12.2014 7:36
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Morgen Hadmut,

feiner Artikel – Nagel auf den Kopf getroffen.

Brennend heißes Thema.

Warum Linke auf ihrem Weg zur Durchideologisierung unseres Landes über Leichen gehen, beschreibt sehr gut Kleine-Hartlage in seinem Büchlein “Warum ich kein Linker mehr bin”:
Linke setzen ihre Ziele nicht nach einem Realitätscheck, sondern nach ihrer Ideologie. Was nicht zu dieser passt, wird aus dem Weg geräumt.

Und zu den abgefackelten Flüchtlingsheimen in Bayern:
In der derzeitigen Stimmung kann doch JEDER durchs Aufmalen von Hakenkreuzen und anschließende Anzünden einen ‘rechtsradikalen’ Anschlag durchführen.
(Rechtsextreme halte ich für blöd genug, dies AUCH zu tun).

Und zum angehenden Umschwung/Chaos:
Ich glaube, das System ist noch viel belastbarer; die Leute lassen sich noch viel mehr gefallen – wissen sich nicht zu organisieren.

Gruß V


quer
15.12.2014 8:39
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Nun liest man auf verschiedenen Netzseiten (mit Foto aus dem Fratzenbuch), daß die “Gegendemonstranten” zu PEGIDA von der sächsischen Landesregierung via Promotor eingekauft wurden. Lohn p. Stunde von 10 €. Aus Steuermitteln. Damit erreicht die Farce von “Demokratie” einen weiteren Höhepunkt. Für die Richtigkeit der Info spricht, daß bislang noch kein “Qualitätsmedium” dies “investigativ” untersucht hat. Also Nachrichtenunterdrückung in einem sehr sensiblen Bereich.

Das Niederbrennen der Unterkunft bei Nürnberg paßt ausgezeichnet in das Schema der NSU-Saga. Ich glaube schon, daß der sog. Verfassungsschutz immer noch sehr aktiv im Sinne seiner Auftraggeber ist. Allerdings mit zunehmender Plumpheit.

Mich interessiert nur noch, wie es heute Abend weitergeht.


Joachim
15.12.2014 8:53
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Ich habe gesern abend ausnahmsweise den Anfang der Tagesthemen gesehen.
Es wurde über eine gegen Pegida gerichtet Großveranstaltung in köln berichtet.
Das wäre in Ordnung, wenn die ARD denn berichtet hätte, stattdessen wurde ohne jede Distanz von Zeichen gegen Rechts und Nazis schwadroniert.
Ich konnte fast den Eindruck gewinnen, daß der Staatsrundfunk bewusst die Gräben in der Gesellschaft vertiefen will.

Zum Glück kam später noch eine Kultursendung, laut Programmankündigung ging es um die weltweite Ächtung von Gewalt, natürlich nur der gegen Frauen gerichteten Gewalt, versteht sich.

In einer Beziehung versteh ich Pegida sehr gut, mit der “vierten Gewalt” zu reden ist derzeit sinnlos, besser man sucht sich ne verständige Straßenlaterne.


quer
15.12.2014 8:57
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Noch einige Fakten, welche den meisten heute lebenden Deutschen nicht mehr geläufig sind:

Das Land, welches heute den Deutschen (noch) zur Verfügung steht, ist eines der dichtbesiedeltsten Teile Europas.

Auf dieser verbliebenen Fläche leben 80 Mio., von denen ca. 62 Mio. Deutsche sind.

Die gleiche Anzahl Deutsche gab es vor hundert Jahren auch schon. Allerdings auf einer Fläche, die um ca. 40% größer war als heute. In den Grenzen von 1914.

Man vergleiche die seinerzeitigen Leistungen, Innovationen und Erfolge auf allen wichtigen Gebieten mit heute. Unter Berücksichtigung einer weiträumigen Beseitigung eines einstmals weltberühmten Bildungssystems, dessen Außerachtlassen sich kein ernsthafter Student leisten konnte. Niemand kam um Studienaufenthalte an einer der renommierten deutschen Universitäten herum. Deutsch war bis 1945 DIE Wissenschaftssprache. Geblieben ist das nur noch im Fach Geschichte.

Fürwahr, die Sozialisten haben ganze Arbeit geleistet und glauben, damit immer noch nicht fertig zu sein.


basti
15.12.2014 9:06
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@ Ron

Ja das Bild mit dem Schwarzen fand ich auch genial 🙂

Die Unverschämtheiten gegenüber friedlichen Demonstranten ist schon krass.

Genauso wie das Russland-Bashing.

Was die Grünen dazu abgesondert haben passt auf keine Kuhhaut. Die können es einfach nur nicht ab das Putin der EU, Homo, Femi und Genderfraktion eine Absage erteilt hat uns sich von denen nicht auf der Nase rumtanzen lässt.

Die verstehen nur die harte Hand. Vernünftig diskutieren ist mit denen gar nicht mehr möglich.


xxHyFoxx
15.12.2014 9:16
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toff
14.12.2014 23:55
“…es bedroht/zerstört Kreditketten…”

Dies, ist der beste Punkt Ihres sehr umfangreichen Beitrages. Denn hier tritt die Triebfeder der derzeitigen Entwicklung zu Tage.

Es geht einzig und allein um die Bedienung der Kreditketten. Die oekonmisch kurzsichtige Behauptung ist, um die derzeitigen Schulden zu bedienen, brauchen wir eine Bevoelkerung von 80 Millionen. Wir koennen diese zwar nicht vom deutschen Boden ernaehren, wir muessen Lebensmittel importieren, aber 80 Millionen Hamster, die im Laufrad ihre Runden drehen, erhalten das Vertrauen der Investoren in unsere Schulden aufrecht.
Zu Ende denken darf man die Sache nicht, denn auch hier kommt der Punkt an dem man merkt: “Es funktioniert nicht!”.
Aber wer will das schon? Wer will schon merken das wir in einer großen Illusion leben? Wer will schon bemerken, dass man in der Oekonomie den Faktor Zeit vergessen hat? Wer will schon zugeben, dass er sich hat blenden lassen?

Dieser Erkenntnisprozess dauert. Hat er bei mir auch. Aber so sicher wie 2+2=4 ist, so sicher wird auch die große Illusion irgendwann verschwinden und platz fuer eine Neue machen. Damit geht es dann wieder ein paar Jahre.
Ich frage mich nur, wie die Welt außerhalb der großen Illusion aussieht. Meine Befuerchtung geht dahin, dass die Konflikte in Afrika und Syrien und da ein anschauliches Bild liefern. Sie stellen sozusagen die Overtuere dar.

Ist gespannt auf das was kommt,
xxHyFoxx


basti
15.12.2014 9:23
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@ quer

“Ich habe mich in den 50’er Jahren immer gefragt, wie ein demokratisches System in eine menschenverachtende Diktatur abgleiten konnte”

Meinst du damit Weimar zum NS?


der eine Andreas
15.12.2014 9:25
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Islamkritik kommt momentan nicht gut an, auch nicht bei Malte:
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43619/1.html

VORSICHT! Das Lesen des Artikels kann zu unkontrollierten Würgereizen oder Lachkrämpfen führen!


CountZero
15.12.2014 9:25
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Hadmuts Sorge bewegt mich schon seit Jahren.

Ich finde allerdings Colin Crouchs Diagnose der ‘Postdemokratie’ weitgehend zutreffend. Vieles, wenn nicht alles von dem, was dieser Blogeintrag als problematisch benennt, wird von Crouch ebenfalls diskutiert.

Besonders erhellend fand ich Crouchs Darstellung, dass politische Grundüberzeugungen oder gar konkrete politische Programme, die dieser Grundüberzeugung entspringen, als ‘Markenkern’ einer Partei abgeschafft werden. Eine Partei dient damit nicht mehr der Artikulation politischer Überzeugungen ihrer Mitglieder und Wähler, sondern ausschließlich als Identifikationsgruppe (dann freilich ohne Inhalt, dh. ohne sich auf etwas beziehen zu können, was einen Grund für die Identifikation liefern könnte. Urban Priol in ‘Neues aus der Anstalt’ hatte mal einen Einspieler, wo drei eisessende ältere Damen gefragt wurden, warum sie Merkel wiedergewählt hätten. Antwort: ‘Ich findse gut!’ Sonst nix.).

Sicher leistet hier auch die Strategie der Union und namentlich der Kanzlerin, mit einer Art „Entpolitisierung des Politischen“ (…)

Crouch beschreibt das mit “Die Parteien stoßen ihren Markenkern ab.” NmA war das unter Kohl schon bemerkbar, Merkel hat es vollendet (Atomausstieg, Wählerbetrug bei Euro-Stabilität/EU-Schuldenmanagement, Entwertung des traditionellen Familienbildes uam.). Von den Werten der CDU ist nichts mehr zu finden. Es ist überhaupt kein politisches Programm mehr zu finden, bei keiner SPD und keiner Union. Ich sage das als Ex-SPD-Sympathisant. Das war aber zu einer Zeit, als es noch Arbeiter mit einer Arbeiterkultur und einem Arbeitsethos gab. Das ist seit ca. 20 Jahren vorbei, deshalb haben die Spezialdemokraten sich auch überlebt.

Im Idealbild einer Demokratie existiert eine informierte und politisch interessierte Bevölkerung, die Vertreter wählt, welche ihre Interessen strategisch vertreten soll. In der Postdemokratie machen politische Führungskräfte die Politik und erwarten dafür, am Wahltag durch möglichst hohe Beteiligung legitimiert zu werden. Dafür müssen sie dem ‘Wähler unsere Politik besser erklären’, müssen ‘den Bürger mitnehmen‘ (resultierend im Spin der Mainstream-Medien).

Die Frage von Volker Pispers liegt nahe: ‘Was, wenn der Bürger überhaupt nicht mit will?’


Klaus
15.12.2014 9:27
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Jedesmal, wenn in einer Diskussion jemand die Auffassung vertritt, wir leben in einer Demokratie, frage ich Ihn: Wie lautet § 57 des Grundgesetzes? Weißt Du nicht? § 124? Auch nicht? Dann nenne mir nur 10% deiner AGB’s, oder willst du mir sagen, du als Souverän, als Chef deiner Demokratie kennst deine eigenen Gesetze nicht? Kein Wunder, daß hier alles den Bach runter geht, bei derart auswuchernder Ignoranz.


Loge
15.12.2014 9:43
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Hallo Hadmut,

“Es fehlt nicht mehr viel. Noch irgendein Vertrauensbruch, und es kommt zum Erdbeben.” – Bei fast allem kann ich Dir zustimmen, nicht aber beim Einschätzen des Timings. Solange es wirtschaftlich gut geht, wollen die meisten, dass es so weitergeht. Allerdings denke ich, dass es bei den Demos erstmal mehr Teilnehmer gibt, wegen der Diffamierungskampagnen in den Zwangsmedien.


Joe
15.12.2014 9:53
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Im (kurzen) Text sechs Mal das Wort “Verschwörungstheoretiker” und ein Mal das Wort “Spinner”, um die Teilnehmer zu bezeichnen. Kein Wort dazu, daß welchen Verschwörungstheorien dort gehuldigt würde. Kein Wort zum offiziellen Thema der Demo. Kein Wort dazu, weshalb diese Demo vor Bellevue stattfindet.

Der CIA-Begriff “Verschwörungtheorie” ergibt außerhalb des Kennedy-Kontextes überhaupt keinen inhaltlichen Sinn. Tagesspiegel-Schreiberlinge wissen nicht, wo er herkommt und zeigen damit, daß sie ihr Werkzeug (die deutsche Sprache) nicht beherrschen.


Katastrophe Flüchtlingzahlen und Elendszuwanderung
15.12.2014 10:29
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Ein wohltuender Bericht der endlich Tacheles spricht!

Man ballt nur noch die Faust über diese fatale Politik dieser in weiten Teilen der USA gesteuerten Politik dieser sogenannten Regierung.

Jede Kritik an Zuwanderung und Strömen von Flüchtlingen wird sofort abgewürgt, eine Kritik die sich nicht gegen Menschen richtet sondern sich mit Kosten und Sinnhaftigkeit richtet!

Keine Politiker kann sagen wie lange noch Deutschland diesen noch nie dagewesenen Zuzug aushalten kann.
Ein Zuzug der gerne mit der Sicherung von Renten argumentiert wird, dies können aber nur noch sehr naive Menschen glauben.

Die Kosten für Flüchlinge und Zuzug was faktisch das gleiche ist wirkt sich auf die Moral der Bürger katastophal aus, wenn die Bertelmann Stiftung die der CDU nahe steht das Gegenteil berichtet, dann unterschägt Sie einfach Teile dieser Wahrheit.

Kommunen erhöhen immer mehr die komunale Steuern um diesem Ansturm finanziell gewachsen zu sein.

Wo soll denn die Grenze dieses Irrsinnszuzug sein, wie sehen die Zeithorizonte für Flüchtlinge aus wenn Rückführungen wieder möglich sind?
Nachdem was alles gebaut wird mit unsren Steuern habe ich erhebliche Zweifel dass jemals eine Rückführung angestebt wird, wir werden in aller Frechheit angelogen!

Selbst die Flüchtlinge aus Serbien sind fast alle noch bei uns, die Politik entpuppt sich immer mehr als Fanal gegen die Bürger!

Die derzeitige Politik die größter Feind?

Aäßert man Kritik dann ist die rechte Ecke nicht mehr fern, dies ist politisch gewollter Meinungsterror.
Die geführte Kampagne der gelenkten Medien und dem Staatsfersehnen mit der Zwangsalimentierung durch die Bürger. erledigt den Rest.

Wir leben in einem Zeitalter der medialen Massenverblödung – so der geschätzte Peter Scholl Latour – dem ist nichts hinzuzufügen.

Man will Deutschland mit ungehemmten Zuzug zerstören um ein Zentralstaat EU Vorschub zu leisten, dafür muss man uns das politische Genick brechen bis wir fremdbestimmt werden!


wolfi
15.12.2014 10:41
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Ja, danke für diesen Kommentar. Er ist das Beste, was ich je zusammenhängend gelesen habe. Ihn zu kommentieren ist, Entschuldigung, nur noch verwässernd. Nur noch eins: Das Allerbeste war aber der Kommentar zu Nahles, Gabriel und Merkel!!!


Zaphod B.
15.12.2014 10:53
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Ich sehe auch das wir hier ganz gewaltig auf politische Verhältnisse wie in Italien zusteuern.
Die derzeitige Politikerkaste zeichnet sich inzwischen quer durch alle Parteien durch ein ähnlich hohes Maß an Arroganz, Wählerverachtung und Selbstbedienungsmentalität aus. Man muss sich dazu doch nur mal die Lebensläufe der U 50 Jährigen der derzeitig aktiven Abgeordneten und einiger Minister ansehen:
Vor 30-40 Jahren gingen die meisten Leute noch aus eher idealistischen Motiven in die Politik. Heute hat man es offenbar ausschließlich nur noch mit Juristen, Soziologen und Politik-“wissenschaftlern” zu tun, die ihr Amt / Mandat in erster Linie als Karrieresprungbrett sehen und dementsprechend als Marionetten von Lobbygruppen agieren.

Ein großer Skandal / Krise, der die Dauerregierungspartei CDU hinwegfegt – oder Merkel wirft plötzlich das Handtuch – und wir haben hier unseren Allemannen-Berlusconi. Die Frage ist dann nur noch ob dieser dann von der Ost- (Russen) oder West- (US-Investoren) Mafia finanziert wird.


quer
15.12.2014 11:33
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@basti,
ja, das meinte ich – unter anderen.


CountZero
15.12.2014 11:56
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> [P]lötzlich versuchen alle die, die eben noch so für Vielfalt und eine bunte Republik getrommelt haben, die linke Einheitsmeinung durchzuprügeln.

Typisches Doublethink der Antifa: Bei uns darf jeder seine Meinung sagen! Wir tolerieren alle! Außer Nazis!

Vor einigen Jahren waren ‘Nazis’ oder ‘Rechte’ im Sprachgebrauch außerhalb der Antifa solche Menschen, die offen (echt) ausländerfeindlich, antisemitisch oder als glatzen-, bomberjacken- und springerstiefeltragende Fackel- und Fahnenmarschierer auftraten. Bei den Antifanten waren auch von 20 Jahren schon alle diejenigen ‘Nazis’, die nicht der antifantischen Utopie verschrieben waren.

Die damalige Antifantendefinition hat nun die deutsche Diskurshoheit erlangt. Abweichende Meinungen werden nicht gedulded, alle politischen Entscheidungen sind ‘alternativlos’, alle, die Alternativen diskutieren wollen sind ‘Rechtspopulisten’, ‘Ewiggestrige’ und schlimmeres. Standpunkten, die nicht dem Mainstream entsprechen, wird nicht nur die Legitimation, sondern auch die Prüfung verweigert, ob der alternative Standpunkt nicht doch legitim sein könnte.

Huxley und Orwell haben recht behalten. Dabei galten beide Dystopien eigentlich als disjunkte Alternativen…


JochenH
15.12.2014 12:07
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Vielleicht der wichtigste und beste Kommentar von H. Danisch seit langer Zeit. Ich bin selber eher ein Normalbürger, aber fühle mich komplett entmündigt von der Politik und auch den Journalisten.

Es gibt eigentlich zu jedem Thema eine vorkonfektionierte Einheitsmeinung, deren Akzeptanz unbestreitbar ist und fertig. Das vereinfacht natürlich die Lage für unsere Politiker und festigt deren Position.

Beispiel “Sexuelle Vielfalt”: diese wird keineswegs propagiert, sondern auf die Praktiken männlicher Schwuler reduziert. Beziehungen mit mehr als 2 Personen bzw. Varianten käuflicher Liebe bleiben stigmatisiert wie eh und je.

Beispiel “Ausländer”: Jedes Nachdenken über die Sinnhaftigkeit, Menschen in unser Land zu holen, die unsere Kultur nicht teilen wollen, stellt den Fragesteller in die rechte Ecke. Ich zB bin mit einer Chinesin verheiratet, finde es aber durchaus diskutabel, wie mit hier überwinternden nicht sesshaften Menschen umzugehen wäre.

Nicht dass ich zu den genannten Themen gleich die passende Antwort hätte, nur die Diskussion darüber sollte möglich sein.


quer
15.12.2014 12:38
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“….glaube nicht das es in D eine Demokratie im wirklichen Sinne je gab; aber das ist eine persönliche Meinung von mir aus der Schweiz aus betrachtet; eine Meinung welche möglichwerweise nicht fundiert ist)”

@Flash Gordon,
tatsächlich sind berechtigte Zweifel angebracht, ob D. jemals eine Demokratie war. Es sollte höchstens eine werden. Hier ein kleines, aber schlagendes Beispiel dafür:

Art. 38, Abs. 1, GG bestimm unmißverständlich:
Zitat 1. Satz:
“Die Abgeordneten des deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt”

Dies bedeutet unter Berücksichtigung des Attributs “unmittelbar” ein klares Mehrheitswahlrecht, wie z.B. in GB. Durch fragwürdige juristische Manipulation hat man dieses Attribut von vor der ersten Bundestagswahl 1949 uminterpretiert, obwohl es an der klaren Wortwahl nicht fehlte. Gegen diese Bestimmung führte man stattdessen einen Mix aus Verhältniswahlrecht und Mehrheitswahlrecht ein. So, daß nur maximal 50% der Abgeordneten legal nach GG gewählt werden konnten.

Das gelang auch nur deshalb, weil ein Grundgesetz keine Verfassung ist. In einer Verfassung ist an Worten und Begriffen nicht herumzudeuten.

Wenn ein Parlament in seiner Gänze nicht legal ist, kann von einer Demokratie nie gesprochen werden. Es könnten noch weitere Beispiele angeführt werden die dies belegen.


Action Jackson
15.12.2014 12:58
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Wie unsäglich tief die Medien gesunken sind, sieht man an diesem Beispiel:

http://www.taz.de/Positionspapier-der-Pegida/!151129/

Oder um es mit Stefanie Tückings Worten zu sagen: “War doch gar nicht so gemeint wie es geschrieben steht. Ihr habt wohl keinen Humor mehr im Leib”


Ulli
15.12.2014 13:16
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“Die Wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an seinen Profiten interessiert oder so abhängig sein von der Gunst des Systems, dass aus deren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird. Die grosse Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmassen, dass das System ihren Interessen feindlich ist”
Zitat Rotschid

Wenn der Staat Pleite macht, dann geht natürlich nicht der Staat Pleite, sondern seine Bürger.”

„Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer dessen Gesetze macht.”
„Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder.”

Auf jedenfall wiederholt sich die Geschichte immer wieder.
Mann wird auch dieses mal einen schuldigen finden. u.s.w.


alma5
15.12.2014 13:54
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Ich lese gerade auf Grund des hundertsten Jahrestags der Schüsse von Sarajevo das Buch „Verborgene Geschichte: Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Weltkrieg stürzte“ von Gerry Docherty und Jim Macgregor, wonach ab Februar 1891 eine kleine Clique von einflußreichen Persönlichkeiten (Ceci1 Rhodes; Wi11iam Stead; Lord Esther; A1fred Mi1ner und Lord Nathanie1 Rothschi1d) im Verborgenen die Politik und Medien des UKs so lenkten, daß die dauerhafte Hegemonie des britischen Empires gesichert ist. Ihnen störte vor Allem der wirtschaftliche Erfolg und der zunehmende politische Einfluß des Deutschen Reiches, weswegen, wie der Parteivorsitzende der Konservativen, Lord Arthur Ba1four, 1910 gegenüber dem US-Botschafter in London, Henry White, zum Ausdruck brachte, daß ein Krieg gegen Berlin zu führen sei, um die gottgegebene Vorherrschaft zu erhalten. Deswegen verwundert es auch nicht mehr, daß ab dem 24. August 1894 in der einflußreichen Wochenzeitung Saturday Review eine Artikelserie erschien, die den Tenor hatte, daß das UK in einem Krieg mit Deutschland viel zu gewinnen und nichts zu verlieren hätte. Am 1.2.1896 und am 11.9.1897 folgten die weiteren Artikel, die alle mit den Worten endeten »Germaniam esse delendam« (Latein: Deutschland muß zerstört werden.) Natürlich folgten auch andere Zeitungen in dieser Hetze, weswegen deutschfeindliche Autoren, wie Wi11iam Le Queux, mit seinen Spionageromanen lauter Bestzeller schreiben konnte. Nun, nach mehreren Fehlversuchen gelang es dieser Clique endlich den Mittelmächten die Falle aufzustellen, die es ihnen ermöglichte in den Krieg zu ziehen, ohne selbst als Aggressor darzustehen.

Warum schreibe ich das Alles? Nun, einerseits erinnert mich das Ganze an die aktuelle mediale Hetze gegen Rußland und gegen die »Putin-Versteher«. Andererseits erinnere ich mich daran, daß der zweite Weltkrieg mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht endete – und ein Friedensvertrag nach wie vor aus steht. Unsere sogenannte „Verfassung“ zeigt schon im Titel, daß sie von Fremden stammt: »Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland«. Und so wundert es mich nicht, daß jemand wie der Grüne Özdemir die deutsche Bevölkerung als Mischpoke bezeichnen kann, es aber umgekehrt ein Sturm der Entrüstung toben würde, wenn kriminelle Personen nicht deutscher Abstammung mit diesem Wort betitel werden würde. Denn nach wie vor scheint das »Germaniam esse delendam« zu den Zielen der Round Table zu gehören, die die Politik und Medien beherrschen, wie Udo Ulfkotte in seinem Bestzeller »Gekaufte Journalisten« nachgewiesen hat.


Thomas Hensel
15.12.2014 14:04
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Auffällig erscheint mir, dass Politiker unangemessenes Verhalten aufzeigen und dieses so qualifizieren, allerdings im Regelfall ex post.
In den meisten Fällen ist die Bewertung und Verurteilung keine Kunst, da die ostentativ herangezogenen Sachverhalte auch selten eine andere Bewertung zulassen.

Aber braucht die Gesellschaft eine Elite, die Selbstverständliches präsentiert wie das Ei des Kolumbus?
Sofern man auch schwierigere Themen adäquat löst, gestehe ich den gewählten Treuhändern des Allgemeinwohls diese Erholung von den Anstrengungen zu.

In jeder kleinen Klitsche wird vom Management erwartet, dass :

eine Problembeschreibung der aktuellen Lage

Zielstellung der zu erreichenden Lage

zugehöriges Massnahmenpaket

benannt werden kann.

Zu den Themen :

effiziente Bildung

Energie

wirtschaftliche Prosperität

gesellschaftliche Stabilität ( Rente – Chancengleichheit etc.)

Merkwürdigkeiten im Euro Thema ( bail out versus Maastricht – Risiken beim Scheitern etc. )

gibt es für mich weder eine (öffentliche ) Analyse noch eine an erreichten Zielen überprüfbare Tauglichkeit der von den Politikern ausgewählten Massnahmen.

Es steht zu befürchten, dass die Schlechterfüllung der am Gemeinwohl orientierten Ziele nach dem Katzenjammer wieder mit – Wir müssen jetzt nach vorne schauen und die Ärmel hochkrempeln – beantwortet wird und das Versagen vor der Aufgabe und der Verantwortung ohne Konsequenzen bleibt.

Vorwerfen darf man das den Politikern nicht, immerhin haben diese für die gezeigte Performance Zustimmung per Wählervotum erhalten und verhalten sich nach dem ökonomischen Rationalprinzip :

Ein Ziel mit möglichst niedrigem Einsatz erreichen

Solange das erreichte Ziel gesamtgesellschaftlich als befriedigend erreicht gilt, ist eine verbesserte Lösungskompetenz unnötig – unwirtschaftlich.

In der Veränderung der politischen Parteienlandschaft ( Piraten / AFD / FDP ) wird fast ausschließlich das Links / Rechts – Liberal – Radikal Schema herangezogen.

Könnte es sein, dass der Wähler an solchen Typisierungen den Geschmack verloren hat und auf der Suche nach Problemlösern ist- und sei es nur deshalb, weil die gegenwärtigen Manager nur die rethorischen Fragen knacken nicht aber ein Ei eindrücken können?

Kommentare erwünscht


Ron
15.12.2014 14:04
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@Action Jackson

Aus dem taz-Artikel:
“18. Pegida ist gegen Radikalismus egal ob religiös oder politisch motiviert!

Wenn wir an der Macht sind, gilt alles andere als radikal und wird mit den Mitteln des Polizeistaats (siehe 7.) und des Amtsgerichts Dresden (siehe 16.) verfolgt.”

Hammerhart! Das ist doch genau das, was der Schreiberling selber fordert und tut! Bigotterie, lauthals schreiend! Einfach unglaublich…


Dirk S.
15.12.2014 14:10
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WikiMANNia

> Das Datum, an dem die deutsche demokratie aufgegeben wurde, ist der 23. März 1933.

Wann hatten wir denn das letzte mal Demokratie in DE? Denn wenn Sie die Nachkriegs-Demokratie in DE als nichtdemokratisch ansehen (so verstehe ich das Datum), dann war es die Weimarer Republik auch nicht. Das Kaiserreich hatte da auch so seine Defizite. Und das heilige römische Reich deutscher Nationen auch. Also wann gab es Ihrer Ansicht nach das letzte Mal Demokratie in DE. Bei Arminius? Und mich interessiert das echt.

Fragende Grüße,

Euer Dirk


Freier Frank
15.12.2014 14:22
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Wer ein Flüchtlingsheim anzündet hat sich selbst das Rederecht in einem zivilisierten, demokratischen Diskurs weggeschossen.


Hadmut
15.12.2014 16:20
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@Freier Frank:

> Wer ein Flüchtlingsheim anzündet hat sich selbst das Rederecht in einem zivilisierten, demokratischen Diskurs weggeschossen.

Weißt Du, der Witz am Rederecht ist ja der, dass nicht einfach irgendein anderer daherkommen und es einem nehmen kann, nur weil der gerade nach seinen eigenen moralischen Maßstäben verfährt und darüber bestimmt, wer reden darf.

Oder anders gesagt: Wenn Du entscheiden darfst, wer reden darf, dann war es nie ein Rederecht.

Es gibt übrigens irgendwo im Grundgesetz oder so Vorschriften über den Verfahrensablauf bei der Aberkennung von Grundrechten.


CountZero
15.12.2014 14:47
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@Action Jackson:

Danke für den Link. Sehr freundlich von der taz, mir die Interpretation der Pegida-Thesen gleich mitzuliefern. Schließlich bin ich ja viel zu blöd, um selber zu denken. Zum Glück gibts ja die nölige Alleschecker von der taz…


Dirk S.
15.12.2014 16:16
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@ Freier Frank

> Wer ein Flüchtlingsheim anzündet hat sich selbst das Rederecht in einem zivilisierten, demokratischen Diskurs weggeschossen.

Noch weiß man nicht, wer das war. Mein persönlicher Favorit sind Anwohner, die um den Wert ihre Häuser fürchten…

Verschwörungsfreie Grüße,

Euer Dirk


Claus Thaler
15.12.2014 17:03
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@Hadmut
Das ist die klassische Antifanten-Argumentation:
“Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!”

Und was alles Faschismus ist, bestimmen natürlich die Antifanten.


WikiMANNia
15.12.2014 17:29
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@Dirk S

Die Weimarer Republik mag ihre Defizite gehabt haben. Ihre Probleme lagen möglicherweise auch an den Unzulänglichkeiten des demokratischen Modells. Deswegen war die Weimarer Republik allerdings nicht undemokratisch.

Am 23. März 1933 hat man dem demokratischen “Experiment” in Deutschland ein Ende gesetzt. Möglicherweise in der Hoffnung, dass es besser würde. Aber Hoffnungen sind oftmals trügerisch. Anstattt es besser wurde, kam es ganz dicke…

http://de.wikimannia.org/Demokratie


WikiMANNia
15.12.2014 17:32
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@Volker

Den Anarchisten und Kommunisten war zuzutrauen, dass sie den Reichstag anzündeten. Aber möglicherweise waren es doch die Nationalsozialisten selbst, um das zur Abstimmung anstehende Ermächtigungsgesetz im Reichstag durchzubekommen…


WikiMANNia
15.12.2014 17:38
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@der eine Andreas

Islamkritik ist das Abarbeiten an Sekundär- und Tertiärproblemen…

“Kampf gegen rechts”, Islamkritik, Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus, all das sind dankbare Möglichkeiten von den eigentlichen Problemen abzulenken:

1. Das Geldsystem bringt die Wirtschaft um.
2. Einwanderung löst das Demographie-Problem nicht.
3. BRD ist eine Kolonie der USA und US-Basis für weltweiten Staatsterrorismus.
4. Peak-Oil lässt sich nicht wegdiskutieren und leider sitzen auf den weltweit größen Ölerserven Moslems (schon allein das rechtfertigt es, sie als Terroristen zu diffamieren)


WikiMANNia
15.12.2014 17:42
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@Loge

Stimmt, ein voller Magen macht keinen Aufstand…


WikiMANNia
15.12.2014 17:46
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Ich habe eine interessante Artikel-Reihe von Wolfgang Koschnick auf Heise gefunden:

Eine Demokratie haben wir schon lange nicht mehr

http://www.wgvdl.com/forum3/index.php?id=48658
http://de.wikimannia.org/Wolfgang_Koschnick
http://www.heise.de/tp/autor/wolfgangjkoschnick/


WikiMANNia
15.12.2014 17:47
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@Freier Frank

Was, wenn der Staat das als “False Flag”-Operation getan hat?!??

Den Staat ausschließen?!??


Brecht sagte:
15.12.2014 18:04
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»Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe

Und es nur durch verdoppelte Arbeit
Zurückerobern könne.
Wäre es da nicht doch einfacher,
Die Regierung löste das Volk auf
Und wählte ein anderes?
« (Bertold Brecht)


tuka
15.12.2014 18:17
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@Dirk S

Zitat “Denn wenn Sie die Nachkriegs-Demokratie in DE als nichtdemokratisch ansehen (so verstehe ich das Datum), dann war es die Weimarer Republik auch nicht. Das Kaiserreich hatte da auch so seine Defizite. ”

In wie weit war das Kaiserreich _keine_ Demokratie? Es gab eine Verfassung, die sich das Volk gegeben hat. Es gab ein Parlament welches die Regierungsmacht innehatte und es gab weit mehr bürgerliche Freiheiten als heute.

In meinen Augen ist es durchaus diskutierbar, ob wir überhaupt einen Staat haben. Da es zwar ein Grundgesetz gibt, dieses jedoch eigentlich nur temporär war/ist, bis zur Wiedervereinigung und bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich das Deutsche Volk eine Verfassung gibt.


Gedöns
15.12.2014 18:49
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Es ist sinnlos – die selbst erklärten Jahresendflügelfiguren werden es aber nie begreifen. Dabei gibt es genügend historische Parallelen, z.B.: weil ein Kommunist den Reichstag angezündet hat … Und links-grün bewegt sich genauso: weil es einen Breivik gab … usw. usf. – und jetzt dieser Kommentar von „Freier Frank“.
Sinnvoller als die Gleichung: konservativ = rechts = Nazi wäre wohl die Gleichung: links-grün = stalinistisch/ maoistisch, wie auch wieder dieser Kommentar von „Freier Frank“ aufzeigt. Mundtot machen, Person weg = Problem weg, das ist die SED, wie sie leibt und lebt.
Wir sollten uns also hinsichtlich der links-grünen Stalinisten/ Maoisten nicht auf dasselbe Niveau begeben. Die erste Konsequenz wäre nämlich: weil IS wöchentlich hunderte ermordet – ach so, das gehört ja nicht zum Islam. Aber Andersdenkende sind alles potentielle Feuerteufel.
Nichts ist gegenwärtig aggressiver pauschalisierend, als links-grün! Wehret den Anfängen!


Gedöns
15.12.2014 18:58
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@Brecht sagte:
>>Wäre es da nicht doch einfacher,
Die Regierung löste das Volk auf
Und wählte ein anderes?« (Bertold Brecht)<<
Sie meinen, die europäischen Völker durch Zuwanderung (also aus ganz anderen Kulturkreisen) „ausdünnen“? Ja, das ist die selbst erklärte Absicht von links-grün. Es gibt dafür schon längst den Begriff des „Autorassismus“. Und ein solcher hat streng genommen einen landesverräterischen Aspekt.
Übrigens: Neulich sah ich doch in den Medien das Schild eines indoktrinierten Kindes auf einer Gegendemo: „Bunt ist besser!“ – Ja, das haben sich die Sieger des 1.WK bei der Grenzziehung im arabischen Raum (nach links-grün Ursache für alle Konflikte dort heutzutage) nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches wohl auch gedacht … Und dabei sind die da nicht einmal bunt, haben meist die selbe Religion oder sind ethnisch manchmal sogar alles Semiten (Araber, Babylonier, Hebräer, …)
Was links-grün wohl mit der unkontrollierten Zuwanderung wohl wollen mag?!


Henson
15.12.2014 19:08
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Toller Artikel, volle Deckungsgleichheit mit meinen Ansichten in dieser Sache; das mußte ich jetzt einfach mal loswerden.


Gedöns
15.12.2014 19:11
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Hier meine Vorschläge für Demonstrationen zur Rettung der Demokratie (wie vor Jahrzehnten angekündigt dominieren schon längst – unabhängig von Regierungen – ganz andere Kräfte die Institutionen, Behörden und Medien Europas) – Demonstrationen gegen:
– Rassismus (d.h. Autorassimus: der „böse weiße Mann“)
– Religionsfeindlichkeit (d.h. Christenphobie)
– Die Errichtung eines ES (Esoterischer Staat) in Deutschland und Europa (Genderismus)


[…] Die Politik weiß nicht mehr, dass der Souverän das Volk ist, sie einer demokratischen Legitimation bedarf und das Volk zu vertreten und nicht zu erziehen hat. Leute ohne Berufs- und Lebenserfahrung, mit einem Lebenslauf aus Vollversorgung und ohne Erwerbstätigkeit, deren einzige Ausbildung aus Ideologisierung besteht, maßen sich an, andere erziehen zu wollen, die doppelt so alt sind, wie sie. Die Politik hört nicht mehr, sie verkündet nur noch. Die Sonnenkönigin Merkel kümmert sich um nichts mehr als ihren Machterhalt. Die CDU kümmert sich um nichts mehr als Merkel zu huldigen. Und die SPD kümmert sich um nichts mehr als ihre Ideologie und darum, die CDU über den Tisch zu ziehen. Zum Rest des Beitrags […]


Adept
15.12.2014 20:44
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In vielen Ländern der Welt ist es Ehrensache, national eingestellt zu sein.
Niemand dort würde die Liebe zur eigenen Kultur verwerflich sehen.
In diesem unseren Land bekommt man aber das zweifelhafte Prädikat
NAZI umgehängt.
Zweifellos bin ich ein Nationaler, weil national eingestellt: ich stehe zu meinen Wurzeln.
Was ich aber nicht bin : ein Sozialist.
Ich bin also keinesfalls ein Nationalsozialist (!) – und außerdem war Hitler für mich ein ferngesteuerter Verbrecher.

Wenn ich nun auf der Straße am Montagabend gehe, dann glaubt Frau Merkel tatsächlich, dass sie, diese Politikerin ohne Anstand, mich als radikales Element darstellen kann.
Radikal undemokratisch ist die Berliner Polittruppe samt den Enklaven in den Ländern unter Vorsitz des Bundespräsidenten – nur legitimiert durch die Politschranzen, keinesfalls durch das Volk.

Die unausgesprochene Drohung eines Demonstrationsverbotes durch die
sogenannte Bundeskanzlerin heute zeigt den Zustand hierzulande:
Krieg der da Oben mit uns da unten.


Thomas M.
15.12.2014 20:50
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Wir sollten wissen, wo wir stehen: mit dem Zuammenbruch des Ostblocks und der Wiedervereinigung Deutschlands war der kalte Krieg beendet und Deutschland wurde als Bollwerk gen Osten und Gegenmodell der ach so tollen vermeintlichen “Freiheit” des Westens nicht mehr gebraucht. Seit dem läuft die Dekonstruktion Deutschlands als Nation, Volk, Wirtschaftseinheit, Kultur etc.pp. Die Siegermächte kassieren per Geldmärkte und “Bankenrettungen” faktisch Reparationen ohne Ende, noch schamloser als nach dem ersten Weltkrieg und hinterlassen zusätzlich nur Tote und verbrannte Erde. Die lernen es nie und sie werden ernten, was sie säen….


EinInformatiker
15.12.2014 21:06
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Fast alle Journalisten sind ja heute stark von dem geisteswissenschaftlichen Schwachsinn geprägt, der da in den einschlägigen Fächern stattfindet.

Es fehlt nicht mehr viel …. und es kommt zum Erdbeben.

Zwar sind die Journalisten sicher von den Ideologien der Geisteswissenschaften geprägt, gravierender für deren (Fehl)Verhalten dürfte aber der ideologische Meinungsdruck sein. Das ehemals irgendwie demokratische System (50-er und 60er Jahre) hat sich mittlerweile streng ideologisch ausgerichtet. Warum weiß ich nicht. Vielleicht ist es unvermeidlich, dass sich auch Demokratien im Laufe der Zeit eine Ideologie suchen an der sich die überwiegende Zahl der Menschen orientieren kann. Vielleicht ist das im Wesen des Liberalismus und der Demokratie begründet. Man glaubte mit der französischen Revolution der Ideologie der Religion zu entkommen, ist aber neuen Ideologien verfallen. Die Basisideologie des aktuellen Systems ist “Multi-Kulti”. Wer nicht im Sinne von Multi-Kulti innerhalb des System funktioniert, ist draußen, insbesondere im Journalismus. Ob Journalisten noch wissen was ihre eigentliche Aufgabe ist oder nicht ist da m. E. unerheblich.

Der eine Grund warum Journalisten nur noch eine politische Ideologie transportieren ist also der existentielle ideologische Druck (kann ich zwar innerlich nicht nachvollziehen, erkläre ich mir aber so) der auf ihnen lastet. Nun kenne ich nicht den Grund (für mich gibt es drei oder vier Erklärungen, die aber alle nicht beweisbar sind) für die ideologische Darstellung der Realität (die Ideologisierung des Staates.) Ein Grund könnte sein, dass die Politik bestimmte Probleme nicht mehr lediglich verdrängt, sondern nicht mehr lösen kann. Und das wiederum könnte auch der Grund sein, warum Journalisten diese Probleme nicht mehr ansprechen. Warum sollte man z. B. zum Euro schreiben, dass er nicht mehr zu retten ist; wenn dass ja bedeuten würde, dass ein Erdbeben kommen wird. Diese Lähmung könnte sich auch auf andere Themen übertragen.
Ich halte es für unvermeidbar, dass die aktuelle Politik zu einem “Erdbeben” führen wird. Ich denke, dass es durch den Protest sogar noch eher ausgelöst werden kann als durch die Fortführung der aktuellen ideologischen Politik. Aber der Protest ist Teil dieser Entwicklung und wird sich daran nicht stören.


Barbie aus Berlin
15.12.2014 21:09
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Ganz großes Kino

Danke


EinInformatiker
15.12.2014 21:10
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So sollte das sein (müßte jetzt richtig formatieret sein):

Fast alle Journalisten sind ja heute stark von dem geisteswissenschaftlichen Schwachsinn geprägt, der da in den einschlägigen Fächern stattfindet.

Es fehlt nicht mehr viel …. und es kommt zum Erdbeben.

Zwar sind die Journalisten sicher von den Ideologien der Geisteswissenschaften geprägt, gravierender für deren (Fehl)Verhalten dürfte aber der ideologische Meinungsdruck sein. Das ehemals irgendwie demokratische System (50-er und 60er Jahre) hat sich mittlerweile streng ideologisch ausgerichtet. Warum weiß ich nicht. Vielleicht ist es unvermeidlich, dass sich auch Demokratien im Laufe der Zeit eine Ideologie suchen an der sich die überwiegende Zahl der Menschen orientieren kann. Vielleicht ist das im Wesen des Liberalismus und der Demokratie begründet. Man glaubte mit der französischen Revolution der Ideologie der Religion zu entkommen, ist aber neuen Ideologien verfallen. Die Basisideologie des aktuellen Systems ist “Multi-Kulti”. Wer nicht im Sinne von Multi-Kulti innerhalb des System funktioniert, ist draußen, insbesondere im Journalismus. Ob Journalisten noch wissen was ihre eigentliche Aufgabe ist oder nicht ist da m. E. unerheblich.

Der eine Grund warum Journalisten nur noch eine politische Ideologie transportieren ist also der existentielle ideologische Druck (kann ich zwar innerlich nicht nachvollziehen, erkläre ich mir aber so) der auf ihnen lastet. Nun kenne ich nicht den Grund (für mich gibt es drei oder vier Erklärungen, die aber alle nicht beweisbar sind) für die ideologische Darstellung der Realität (die Ideologisierung des Staates.) Ein Grund könnte sein, dass die Politik bestimmte Probleme nicht mehr lediglich verdrängt, sondern nicht mehr lösen kann. Und das wiederum könnte auch der Grund sein, warum Journalisten diese Probleme nicht mehr ansprechen. Warum sollte man z. B. zum Euro schreiben, dass er nicht mehr zu retten ist; wenn dass ja bedeuten würde, dass ein Erdbeben kommen wird. Diese Lähmung könnte sich auch auf andere Themen übertragen.
Ich halte es für unvermeidbar, dass die aktuelle Politik zu einem “Erdbeben” führen wird. Ich denke, dass es durch den Protest sogar noch eher ausgelöst werden kann als durch die Fortführung der aktuellen ideologischen Politik. Aber der Protest ist Teil dieser Entwicklung und wird sich daran nicht stören.


Mischpoke
15.12.2014 21:56
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Zitat aus dem Beitrag: “… Wenn jetzt noch andere Auslöser hinzukommen, dann könnte es zum Bürgerkrieg oder dem Zerbrechen des Staates kommen. Drastisch erhöhte Steuern. Der Absturz des Euro. Geld- und Guthabenentwertung. Oder Staatspleite, weil plötzlich wieder die Zinsen steigen. …”

Der Sozialstaat wird platzen. (Wahrscheinlich soll er das auch.) Daran wirken mehrere Mechanismen mit, u. a., daß ein Staat nur eines kann: Wachsen. [Das Wachsen des Staates erkennt man ganz einfach: An der kontinuierlich steigenden Steuer- u. Abgabenlast.] Der unproduktive Teil bläht sich auf, die Blase platzt. Die Masseneinwanderung besorgt den Rest. Ich tippe auf Bürgerkrieg und Polizeistaat, im späteren Stadium dann theokratischer Polizeistaat, allerdings kein christlicher.

Die Demokratie zerbricht nicht. Sie wird planmäßig demontiert. Man beachte Schäubles diesjährige Ausführungen zur “Modernisierung der Demokratie”. Eine den nationalen Parlamenten übergeordnete Bürokratie solle alle wichtigen Entscheidungen für Europa treffen. Wohlgemerkt, eine nicht wählbare Bürokratie. Wer das nicht akzeptiere, sei ein Modernisierungsverweigerer.

Schäuble spricht ohnehin oft Klartext. Mein Lieblingspolitiker, so eine ehrliche Haut. Später kann keiner sagen, er habe es nicht gewußt.


unwichtig
15.12.2014 22:58
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@ Hadmut:
“Medien […] in einer ideologisch-utopischen Scheinwelt” &
& Stefan S:
“Dämonisierung von Andersdenkenden”

Ähnlich lautende Berichte über die Berliner Demo in der
taz, ZEIT, SPON, bz, tagesspiegel, n-tv

http://www.nachdenkseiten.de/?p=24298


Mme. Haram
15.12.2014 23:25
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@Wikimannia

1,3 u. 4 sind Unsinn.
z.b. ad 4.)
Peak Oil ist abgesagt.
http://www.science-skeptical.de/energieerzeugung/peak-oil-ist-geschichte/009305/

Ressourcen gehen nicht aus, sie werden überflüssig.
http://www.science-skeptical.de/artikel/von-ressourcen-und-rohstoffen-eine-zeitreise/009443/


Reconquistador
15.12.2014 23:39
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@klaus
14.12.2014 15:40
http://www.danisch.de/blog/2014/12/14/vom-zerbrechen-der-demokratie/#comment-61100

Nur mal folgendes:
2012 1 Mio Einwanderer

Darf ich mal die Zahlen des statistischen Bundesamtes (www.destatis.de) für 2013 zufügen?

Im Jahr 2103 führt das BA für Statistik 1,25 Millionen Migranten, welche über unsere Grenzen kamen. Hinzu kamen über 250.000 Migrantengeburten, also total 1,5 Millionen Zuwanderer in einem Jahr. Abgewanderzt sind lediglich rund 700.000.
Im selben Jahr 2013 sind aber über 800.000 Deutsche verstorben und 100.000 netto ausgewandert, während nur rund 450.000 deutsche Kinder ohne sog Migrationshintergrund geboren wurden.

Netto fehlen also Jahr für Jahr über eine halbe Million Deutsche, also rund ein Deutscher verschwindet PRO MINUTE und wird durch rund 1,4 Migranten pro Minute ersetzt.

Das macht einen Netto-Bevölkerungsaustausch von derzeit rund 1% der restdeutschen Bevölkerung von offiziell 64 Millionen. (destatis.de weist 20% Migranten aus, also 16 von 80 Millionen. Vermnutlich liegen die echten Zahlen jedoch höher)

Status Quo und demografischer Befund im Jahre 2014:

Es sind bereits (offiziell) 20% des deutschen Volkes gegen Migranten ausgetauscht. Pro Jahr wird derzeit 1% zusätzlich ausgetauscht, während die BRD-Funktionselite immer noch weiter verstärkte Zuwanderung fordert.

Zuwanderung in einem Land mit Geburtendefizit (unter Selbsterhalt von 2,1 Kindern pro Frau) ist aber IMMER gleichzusetzen mit Bevölkerungsaustausch:


Geburtendefizit OHNE Zuwanderung = Bevölkerungsrückgang
Geburtendefizit PLUS Zuwanderung = BevölkerungsAUSTAUSCH

Das Migrationskartell im Parlament der BRD fordert also einen beschleunigten Austausch des deutschen Volkes gegen Migranten.

Es muss die Frage erlaubt sein, wieviel Prozent des deutschen Volkes ausgetauscht werden müssen, bis die von den Volkszertetern selbst erzeugten Probleme endlich gelöst sein werden.

Die Antwort liegt auf der Hand:
Erst wenn der Bevölkergunsaustausch allumfassend ist und KEIN DEUTSCHER mehr ohne Migrationshintergrund im ehemaligen Land der deutschen siedelt, ist das Ziel der BRD erreicht.
Die BRD ist eine Morgenthau-Republik.


Reconquistador
15.12.2014 23:48
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Gedöns
15.12.2014 18:58

Was links-grün wohl mit der unkontrollierten Zuwanderung wohl wollen mag?!

warum links-grün???
Den weitaus größten Schub des Bevölkerungsaustausches erzeugte doch die CDU!
Es gibt bei der Agenda des Bevölkerugnsaustausches doch gar keine Alternative im Kartell der Blockparteien.
Im Reichstag regiert ein Zuwanderungskartell, welches nichts und niemanden akzeptiert, der die Doktrin des erforderlichen Bevölkerungsaustausches, also Völkermord per UN-Definition, infragestellt:

Völkermord
Gekennzeichnet ist er durch die spezielle Absicht, auf direkte oder indirekte Weise „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“
http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord

Mit eben diesem Bevölkerungsaustausch wurden die Indianer Nord- und Mittelamerikas, die Aborigines in Australien und andere Völker ausgelöscht.

Der Multikult ist Völkermord – überall.


Michael
16.12.2014 1:35
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Hansel: Dilbert und sein Boss lehren uns, dass nur konkrete Ziele eingefordert werden können….


jd.
16.12.2014 2:01
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Zu Pegida/Hogesa etc. die Aufmacherplakate des Kölner Express an den Verkaufsautomaten:

Köln ist stolz
16000 gegen Hogesa-Horror

Und dann noch irgendwas mit “Menschenhassern”, von wegen keine Zugeständnisse machen oder was für ein Zeichen man gesetzt wieder hätte. Da fühle ich doch sogleich eine warme Sympathie mit den Diskriminierten. Interessant auch, daß man als Kölner offenbar stolz sein darf, als Deutscher aber nicht.

Auf der anderen Seite möchte der/die/das Conchita Wurst nicht nur toleriert, sondern akzeptiert werden, so wurde verbreitet. Wenn ich mir nun vorstelle, wie die liebe Conchita sich auf der Suche nach Akzeptanz (schwere Kindheit, zu früh in die Krippe, daher zuwenig Mutterliebe und dann noch kein männliches Vorbild und so, ich weiß…) an mich herandrängt, triggert das durchaus einen Fluchtreflex.


Markus
16.12.2014 3:54
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Ich kann dieses goennerhafte Geschwaetz von “Sorgen und Noeten” niucht mehr hoeren; es ist herablassend, ganz als ob die Journaille und die Politbonzen der Systemparteien Therapeuten waeren, die das erkrankte Volk auf den Pfad der politischen Tugend zurueckfuehren muessten. Waere jedoch die BRD eine wirkliche, nicht bloss eine vorgebliche Demokratie, dann ginge es darum, was das Volk, der Souverraen, von dem angeblich alle Staatsgewalt ausgeht, w i l l; der Souverraen muss sich vor der salonbolschewistischen, antideutschen, noch den Ton angebenden Intellektuellenkaste weder erklaeren, noch rechtfertigen! Politbonzen werden fuerstlich dafuer bezahlt, diesen Willen auszufuehren und nicht, den Souverraen zu beleidigen oder ihm mit Verfolgung, gerne beschoenigend “Beobachtung” genannt, durch den Inlandsgeheimdienst alias Verfassungsschutz zu drohen. Vergeblich warte ich bisher darauf, dass die sogenannte patriotische Opposition, diejenigen also, die das Deutsche Volk, seine Sprache, seine Kultur etc. fuer etwas Erhaltenswertes halten, endlich ihr strategisches Hauptdefizit angeht: die linksradikale Interpretationshoheit ueber die sogenannte “Vergangenheit”, ueber den den Ueberlebenswillen des Deutschen Volkes laehmenden, laengst das Christentum verdraengenden Todeskult der 6 Millionen, den BRD-Staatskult, ohne welchen dieses Staatssurrogat zur Abwicklung eines Kulturvolkes nicht gedacht werden kann. Die patriotische Opposition muss endlich aus der strategischen Defensive heraus, endlich aus der ihr von den linksradikalen Antideutschen aufgezwungenen Diskursstruktur ausbrechen, die etwa verlangt, dass man sich von “Nazis” distanzieren muesse… Niemand braucht Hitler so sehr wie die antideutschen Systemparteien; warum muessen sich die Salonbolschewiken eigentlich nie von Lenin und Stalin, ihren Henkern und Massenmoerdern distanzieren? Die Opposition muss sich zum voelligen Bruch mit der politischen Nachkriegsordnung aufraffen oder sie wird sich verlaufen oder vom System eingefangen wie die sogenannte AfD. Die Frage ist allerdings, ob die Opposition sich selbst so ernst nimmt!


Dirk S.
16.12.2014 9:22
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@ WikiMANNia

> Die Weimarer Republik mag ihre Defizite gehabt haben. Ihre Probleme lagen möglicherweise auch an den Unzulänglichkeiten des demokratischen Modells. Deswegen war die Weimarer Republik allerdings nicht undemokratisch.

Hatte die Bonner Republik auch. Nur basiert das GG auf der Weimarer Verfassung, hat also im Prinzip sehr ähnliche Defizite. Demnach müste die BRD auch demokratisch sein.

> Am 23. März 1933 hat man dem demokratischen “Experiment” in Deutschland ein Ende gesetzt.

Dem der Weimarer Republik. Ja. Korrekt.

> Anstattt es besser wurde, kam es ganz dicke…

Zwischen ’33 und ’45. Richtig, da herrscht allgemeine Einigkeit. Meine Frage ist aber, wie sehen Sie die nachfolgende Bonner (1949 bis 1990) und die Berliner Republik (ab 1990)? Sind die demokratisch oder nicht?

@ tuka

> In wie weit war das Kaiserreich _keine_ Demokratie?

Ich habe von Demokratischen Defiziten geschrieben. Wobei, das Kaiserreich war eine konstitutionelle Monarchie mit sehr viel Einfluss des Kaisers.

> Es gab eine Verfassung, die sich das Volk gegeben hat.

Nö. Es gab zwar eine Verfassung, aber das Volk oder eigentlich die deutschen Völker wurden 1871 nicht gefragt. Die Verfassung wurde von den deutschen Königen und Fürsten abgesegnet und das wars. Nix mit Untertanenbefragung (http://de.wikipedia.org/wiki/Bismarcksche_Reichsverfassung).

> Es gab ein Parlament welches die Regierungsmacht innehatte

Nö. Die Regierungsmacht hatte der Reichkanzler, der vom Kaiser ernennt wurde.

> und es gab weit mehr bürgerliche Freiheiten als heute.

Man hatte damals weniger gesetzlich zu regeln, weil die Bevölkerung noch die ungeschriebenen Regeln von Sitte und Anstand befolgte. Ob man damals freier war, ich weiß nicht, bei einigen Sachen schon, bei anderen nicht. Aber das war vor meiner Zeit, das kann ich nicht beurteilen.

> In meinen Augen ist es durchaus diskutierbar, ob wir überhaupt einen Staat haben.

Nö ist es nicht. Wir haben eine Staatsorganisation und ein Regelwerk, dem wir uns unterwerfen. Also haben wir einen Staat. Ob der so toll ist, sei einmal dahin gestellt, aber diese Diskussion setzt einen (real vorhandenen) Staat voraus.

> Da es zwar ein Grundgesetz gibt, dieses jedoch eigentlich nur temporär war/ist, bis zur Wiedervereinigung und

Das GG hat Verfassungsrang. Die Sache mit der Widervereinigung ist von Kohl geschickt umgangen worden: Da sich die DDR auflöste und sich neue Bundesländer der BRD angeschlossen haben, gab es keine Wiedervereinigung, sondern einen Anschluss von neuen Ländern. Damit war die Forderung des GG nach einer verfassungsgebenden Versammlung nach der Wiedervereinigung umgangen. Die Präambel wurde aus dem GG entfernt und Ende. Damals hat man noch versucht, das GG auszutrickesen, heute ist man weiter: Man ignoriert das GG einfach.

> bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich das Deutsche Volk eine Verfassung gibt.

Was glaubst du wohl, warum in DE bei der EU-Verfassung immer vom “Verfassungsvertrag” gesprochen wurde? Weil einem Vertrag nur Bundestag und Bundesrat zustimmen müssen, einer Verfassung hingegen das Volk. Und das hätte ablehnen können, also griff man zu diesem sprachlich-juristischen Trick. Das Volk ist eben viel zu unzuverlässig für solch wichtige Entscheidungen.

Und nun stell dir mal vor, du möchtest zusammen mit anderen “Gesinnungsgenossen” eine neue, aus deiner Sicht demokrtatischere, Verfassung zur Abstimmung stellen. Selbst wenn du die Schweiz oder die USA als Vorbild nehmen würdest, du würdest sofort als Verfassungsfeind bezeichnet und als solcher verfolgt werden. Das sich das deutsche Volk selbst eine neue Verfassung geben könnte, ist realitätsferner Humbug, schon allein weil sämtliche Vorbereitungen staatlicherseits verfolgt und kriminalisiert werden würden. Also bleibt nur die erfolgreiche Revolution. Und dann ist es egal, was im GG steht, denn dann sagt der Sieger, wo es langt geht. Also, es steht viel symbolisches im GG, vermutlich, weil man ’49 dachte, dass es den West-Allierten gefällt. Was aber nicht unbeding mit einer Demokratie im Widerspruch stehen muss.

Verfassungsfreundliche Grüße,

Euer Dirk


Dr. Angelika Ott
16.12.2014 9:29
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Empfehle hierzu auch das Buch des Wiener Philosophen Robert Praller: Wofür es sich zu
leben lohnt. Eigentlich ist das alles für einen mitdenkenden Menschen längst klar.


[…] […]


Flash
16.12.2014 11:00
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Allergrößte Anerkennung für diesen mutigen, 100% ims Schwarze treffenden Artikel. Erstaunlich auch, welch massenhafte Zustimmung er erfährt (genau wie der von R. Tichy).

Nur in einem kann ich nicht zustimmen: der breiten Masse geht es wirtschaftlich so extrem gut, daß sie noch lange überhaupt keine Lust auf Revolution oder auch nur kritisches Wahlverhalten haben wird. Auserdem sind die allermeisten Menschen derart intensiv mit Beruf, Geldverdienen und Konsum beschäftigt, daß sie weder Zeit für ausreichende Informationsbeschaffung noch für Widerstandsmaßnahmen oder Vernetzung haben.

Passiver Widerstand sollte in allererster Lonie im Boykott aller Propagandamedien und in der Verweigerung der GEZ Abgabe bestehen. Es zahlen übrigens eine erkleckliche Menge von Leuten die Verblödungsabgabe nicht, wie ich als Zusteller der Mahnbriefe genauestens weiß. Auch ich werde nicht zahlen, sondern im Zwwifelsfalle in den Knast einrücken. Kann sich sicher nicht jeder leisten, ich weiß.


isaan
16.12.2014 14:36
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Ein sehr umfangreicher und wohldurchdachter Artikel, danke.Wenn es moeglich waere wuerde ich diese Arbeit fuer irgendeinen allerdings wuerdigen Journalistenpreis vorschlagen.

Was mich in der Sache noch bewegt ist-Durch die gegenwaertigen Argumentationen und Hilflosigkeiten unserer Politik werden die notwendige humanitaere Hilfe fuer Fluechtlinge, sowie der Zuzug dringend notwendigen Fachpotenzials fuer Jahre unmoeglich gemacht. Ein Verschulden, was man nicht dem deutschen Volk anrechnen kann.


EinInformatiker
16.12.2014 17:06
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Ich möchte vielleicht noch einmal Ansichten entgegentreten, die Haltung der Medien entspringe einem negativen Einfluß des Zustandes der Geisteswissenshaften oder der Dummheit der Akteure. Natürlich mag beides Einfluß haben. Aber der entscheidende Einfluß kann das m. E. nicht sein.
Politik und Medien betreiben ja eine gezielte Propagandaschlacht gegen den Protest. Und dazu lassen sie sich immer wieder “Argumente” einfallen auf die ich nicht kommen würde (außer ich würde mich bewußt in diese Lügner und Diffamierer hineinversetzen, aber auch dann würde mir (obwohl Ideologen weitgehend berechenbar sind) sicher nicht alles einfallen, was der Propagandaapparat so abläßt).

Nehmen wir z. B. den “Einwand”, dass der Protest gegen Islamisierung und Überfremdung deshalb diskreditiert sei, weil er ausgerechnet dort stattfinde, wo es kaum Fremde gäbe. Das ist zwar eine hanebüchene, aber grundsätzlich doch raffinierte propagandistische “Argumentation”. Wenn man bedenkt wie rar die “Argumente” gegen die Realität sind, kann man das daher nicht als dumm bezeichnen. Nein das sieht (betrachtet man Deutschland als Ganzes) danach aus, dass die Realität gezielt verleugnet oder belogen werden soll.

Ich habe mich zeitlebens gefragt, wie Ideologen auf ihre Lügen und “Argumente” kommen; denn mir fallen diese ja spontan nicht unbedingt ein (ich muß mich dazu gegen die Realität auf den Standpunkt des Ideologen stellen). Ich meine Ideologen müssen sich ihre Lügen und ihre Propaganda oft (wie im Beispiel) gezielt ausdenken. Damit wären aber mangelnde Bildung und Dummheit als Ursache für die Lüge weitgehend ausgeschlossen.


basti
16.12.2014 17:46
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“Nehmen wir z. B. den “Einwand”, dass der Protest gegen Islamisierung und Überfremdung deshalb diskreditiert sei, weil er ausgerechnet dort stattfinde, wo es kaum Fremde gäbe. Das ist zwar eine hanebüchene, aber grundsätzlich doch raffinierte propagandistische “Argumentation”..”

@ EinInformatiker

Finde ich ich nicht raffiniert. Und kaum jemand fällt darauf rein.

Beliebte Gegenantwort:

Genau, wir wollen dass das auch so bleibt. Zustände wie in den westlichen Grosstädten wollen wir hier nicht.

Leicht zu kontern.


basti
16.12.2014 18:18
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Einige Kommentare haben es ja schon angesprochen:

Wir sind ein besetze Kolonie.

Und die sog. Weimarer Republik war auch keine Demokratie sondern ein Modell zur Ausplüderung des deutschen Volkes.

Kein Wunder das die Leute dann Addi gewählt haben der das Versailler Diktat zerissen hat.

Hat selbst Putin neulich sinngemäss gesagt.

Da ging es nur von einer Diktatur in die nächste. Von wegen Demokratie.

Die Story mit dem 1. und 2. Weltkrieg stimmt doch hinten und vorne nicht.

Jegliche Anwürfe in der Hinsicht betrachte ich so wie die Brutkästenlüge und Massenvernichtungswaffenlüge und das sag ich den Leuten auch direkt ins Gesicht.

Und wenn es eine israelische Austauschstudentin ist 🙂

Hatte ich erst vor 2 Wochen, da gabs Geschrei.

Saddam war zwar auch kein Menschenfreund aber so ungefähr war es mit Deutschland auch.

Und wenn die dem Putin weiter auf den Sack gehen dann gibts bald Pearl Habour 2.0.


Reconquistador
16.12.2014 23:23
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@basti
16.12.2014 18:18

Saddam war zwar auch kein Menschenfreund aber so ungefähr war es mit Deutschland auch.

Und wenn die dem Putin weiter auf den Sack gehen dann gibts bald Pearl Habour 2.0.


EXAKT!

Churchill kündigte 1936 an, er werde Hitler diesen Krieg auzwingen, ob dieser ihn wolle oder nicht (Zitat ist vielfach belegt, einfach googeln)). Darauf hin antwortete Hitler in einer Rede, dass er es im Gegensatz zu den Herren Roosevelt und Churchill nicht nötig habe, durch einen großen Krieg in die Geschichte einzugehen. (Ist im Original auf youtube anzusehen).

England stellte nun in seiner üblichen Perfidie die Schachfiguren auf dem Brett so auf, dass man Hitler nach 18-monatigen vergeblichen Friedensverhandlungen mit Polen zum ersehnten Grenzübertritt bewegte. Die englische Friedensfale war zugeschnappt.
Der angebliche Beistand Englands gegen jeden Angreifer Polens war schon zwei Wochen später beim Angriff Stalins auif Polen null und nichtig. Am Ende des Kriegs verschacherte man gar Polen am grünen Tisch gleich gänzlich an Stalin.
Wer solche Freunde hart, braucht wahrlich keine Feinde mehr.

Aber England hatte das lange angekündigte Ziel, Deutschland zu zerstören, erreicht.

Schon als junger Mann verkündigte der spätere Flotillenadmiral Churchill, er werde Deutschland vernichten.
Auch Roosevelt hatte ja im Wahlkampf 1932 angekündigt, Deutschland zu zermalmen (“I will smash Germany”). Das war noch vor Hitlers Machtübernahme.

Beide, UK und VSA waren also zufrieden, dass der ausgelegte Köder Polen, der Deutschland so unnachgiebig reizte (seit 1920 wurden Deutsche in Deutschland und in Polen von Polen ermordet, deutsches Staatsgebiet wurde einfach annektiert, jeder Friedensvorschlag Hitlers wurde auf Geheiss Washingtons und Londons abgelehnt) so gut funktioniert hatte.

Also wendet man dise exakt selbe Methode des unnnachgiebigen Wadenbeissers später wieder an.
Man verkaufte Kuweit einfach ein paar Cross-drilling-Horizontalbohrmaschinen, um es damit irakisches Öl unter Grenze hinweg stehlen zu lassen und zu allem Überfluß das gstohlene Öl auch noch unter OPEC-Preis verkaufen zu lassen.
(kam alles damals schon in den MSM!)

Wie einst Hitler die Brutalität der Polen durch Friedensverhandlungen einzudämmen gedachte, versuchte Saddam monatelang, Kuweit zum Einlenken zu bewegen.
Aber auch Saddam ahnte nicht, dass das Szenario ihn nur veranlassen sollte, militärisch die Grenze nach Kuweit zu überschreiten.
Wieder schnappte die ausgelegte Falle der Angelsachsen zu

Dasselbe versucht man nun erneut mit Schachmeister Putin.
Man reizt den russichen Bären immer, immer mehr, um ihn zum militärischen Grenzübertritt zu bewegen und dann einen großen Krieg gegen Russland anzuzetteln.

Putin ist jedoch ein Schlaufuchs und zehnmal klüger als alle Yankees und Limeys zusammen.
Er kennt die Geschichte der angelsächsischen Kriegstreiber und wird ihnen alle Gefallen tun, aber niemals die Chance geben, Russland als Kriegsauslöser zu instrumentalisieren.

MH17 war ein fehlgeschlagener Versuch, der vermutlich sogar die Maschine Putins treffen sollte, welche wohl nicht zufällig am selben Tag den Kurs der MH17 kreuzte.

Jeder, der sich die von einer Maschinenkanone regelgerecht perforierten Wrackteile des MH17-Cockpits ansieht und auf youtube den RT-Film des SU25-Bordkannonenbeschusses eines Flugzeugrumpfes ansieht, weiss, was hier passiert ist.

Man will partout Russland als Angreifer präsentieren und Schlaufuchs Putin spielt nicht mit.
Da wird das Todesdreieck UK/USrael wohl sehr bald eine größere False Flag auflegen.

Gemeldet wurde ja kürzlich von einem Hacker eine für 2015 geplante atomare Explosion an der US-Ostküste.

Spannende Zeiten.


basti
17.12.2014 0:42
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@ reconquistator

Die Sache ist doch Sonnenklar das die Weltkriege aus antideutschen Motiven geführt wurden.

Gutes Beispiel:

Polen überfällt SU und deutsche Gebiete: Kein Angriffskrieg (Steht nicht im Geschibuch)

Deutschland überfällt Polen: Pöser Angriffskrieg

Sowjetunion überfällt Polen: Kein Angriffskrieg

Deutschland überfällt SU: Pöser Angriffskrieg

Das kann man doch keinem normalen Menschen mehr erzählen. Ausser Antifaaffen :).

Beispiel Irak:

Irak überfällt Iran : Kein Angriffskrieg

Irak überfällt Kuwait : Pöser Angriffskrieg

USA überfällt Irak: Kein Angriffskrieg bzw interessiert es keinen.

Das soll mir mal jemand erklären ohne dabei schizophren rüberzukommen.

Die USA haben tatsächlich die Frechheit besessen zu überlegen die Olympischen Spiele 36 zu boycottieren weil wir Rasse – Gesetze hatten.

Warum? Weil die ihre eigenen Rassegesetze hatten und die Letzen waren die deswegen das Maul aufzumachen hatten.

Ohne die Russen bekommen wir dieses verlogene, falsche, lügnerische und heuchlerische Besatzerpack nie wieder raus.


Gedöns
17.12.2014 8:41
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@insbesondere basti und Reconquistador:
Ich glaube, daß es Leute wie Sie sind, die es ermöglichen, PEGIDA als rechtsextrem zu denunzieren. Sie erledigen also das Geschäft von links-grün, genauso, wie man Hitler in seinem Größenwahn als den im Wirken erfolgreichsten Handlanger der Kommunisten betrachten sollte.
Neben den (linken und rechten) Sozialisten haben wir es heutzutage mit den Islamisten zu tun, zwischen denen die Demokratie zerrieben wird und natürlich wieder mal mit volkswirtschaftlich unterbelichteten, aber selbst erklärten „Masters of the Universe“, welche sich anschicken, die Prophezeiungen des Friedensforschers Carl Friedrich von Weizsäcker von 1983 zu verwirklichen:
http://www.flegel-g.de/weizsaecker.html
Alle diese vier Kräfte haben auf diesem Wege einen letzten verbliebenen gemeinsamen, abgrundtief gehassten Hauptfeind – raten Sie mal, wer das ist …


EinInformatiker
17.12.2014 10:24
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Nochmal zum Einfluß des Bildungsystems und der Dummheit auf die fehlerhafte Beschreibung der Realität (die wird ja neben dem direkten Angriff auf die Person (usw.) benutzt, um den der die Welt so beschreibt wie sie ist, zu diffamieren). Ich denke dass solche Faktoren weitgehend unwirksam sind. Es müßte doch einfacher sein die Realität so zu beschreiben wie sie ist. Das ist ein einstufiger Vorgang. Wer über die Realität Lügen verbreitet muß hingegen (wenn es sich um spezielle Behauptungen handelt zweistufig vorgehen. Er muß zunächst die Realität kennen, um dann eine möglichst wirksame (egal wie leicht sie für den Informierten widerlegbar sein mag) Lüge darüber zu erfinden.

Will man hingegen das spezifische Erkennen der Realität dem Lügen über die Realität formal gleichstellen (der Erkenntnisprozess also in beiden Fällen einstufig wäre), müßte man voraussetzen, dass zwei gleichwertige grundlegende Schemata für die spezifische Erfassung der Realität zugrunde liegen. Wäre natürlich möglich (wenn auch fatal), hätte aber jedenfalls auch nichts mit Dummheit zu tun wenn auch nicht unbedingt mit Intelligenz.
Aber es erstaunt mich immer wieder wie Ideologen ihre absurden Theorien stützen. Ich will ein OT-Beispiel aus dem Gender-Bereich bringen was mich wegen der Unverfrorenheit verblüfft hat. Um Frauen ja nicht auf spezifische weibliche Eigenschaften festzulegen spricht man ihnen sogar die Gebärfähigkeit als Charakteristikum ab. Es gäbe Frauen die nicht gebären könnten. Da muß man erstmal drauf kommen. Ich wär ich nie drauf gekommen.


basti
17.12.2014 11:35
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@ Gedöns

“Ich glaube, daß es Leute wie Sie sind, die es ermöglichen, PEGIDA als rechtsextrem zu denunzieren”

Aha, gibts auch Argumente? PEGIDA bekämpft auch nur die Symptome, nicht die Ursache.

Ich halte von denen nichts.

Schonmal was von dem Morgentau und Kaufmannplan gehöhrt um uns abzuschaffen?

“Alle diese vier Kräfte haben auf diesem Wege einen letzten verbliebenen gemeinsamen, abgrundtief gehassten Hauptfeind – raten Sie mal, wer das ist …”

Wir sind hier nicht bei wer wird Millionär. Wer ist es denn nun?

Kommen sie zur Sache.


Gedöns
17.12.2014 13:54
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@basti
Hmm, der Morgenthau-Plan, den Hitler propagandistisch ausgeschlachtet hat, um noch ein paar Wochen länger leben zu können …
Was würden Sie eigentlich mit einem Staat/ Personen machen, die Deutschland versklaven/ dezimieren wollen? Manch andere könnten da wohl auch gleich bei Morgenthau abschreiben. Dummheit steckt eben nach Brecht an und ist für mich die infektiöseste Seuche überhaupt – erst recht, wenn man sowieso strunzdumm ist wie Kaufman:
http://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_Newman_Kaufman
Aber zum Glück wurde letztlich der Marshall-Plan, benannt nach dem US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger des Jahres 1953 George C. Marshall, umgesetzt.
Übrigens – was ja auch hier eigentlich Hauptthema des Blogs ist: die Frauen haben auch Jahrtausende gelitten – ich sage nur: Pariser Leidensjahre …


Gedöns
17.12.2014 21:11
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Gehört auch hierher (Zerfall von Demokratie bzw. des Westens – früher: „Abendland“)
EU hat Palästina anerkannt und die Hamas (“Juden ins Gas”) ist keine Terrororganisation mehr:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/ar
Jetzt möchte ich bitte anerkanntes Palästinensisches Staatsfernsehen mit Untertiteln sehen! Das palästinensische Staatsfernsehen soll ja ziemlich mit Zoologie (“Affe, Schwein & Co“) überladen sein …
Da wird Israel beim nächsten mal umso verbissener kämpfen: es geht wieder mal um alles und das wieder mal völlig verlassen von Europa.
Fällt Israel – fällt der Westen!


WikiMANNia
17.12.2014 23:00
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@Mme. Haram
Wenn Sie es sagen…

Wenn Peak Oil Geschichte ist, dann erklären Sie mir bitte die Verteilungskämpfe um Erdöl.
Daniele Ganser verbreitet gewiss auch nur Unsinn.

Und warum da täglich von der Airbase Ramstein amerikanische Flugzeuge Richtung Irak und Afghanistan abheben, erklären Sie mir bitte auch.

Ich bin ja nur ein Unwissender, der Unsinn verbreitet.

In Erwartung einer substantiierten Antwort.


petpanther
18.12.2014 2:50
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@Mme. Haram

Kreationistischer Schwachsinn. Leider glauben manche Menschen solchen Unsinn. Ressourcen werden überflüssig und wir gehen übers Wasser.

Die USA behandeln alle westlichen Staaten wie Kolonien. Nennt sich Imperialismus. Das Geldsystem ist ein kreditbasiertes Ponzischema. Das ist bekannt nur nicht jedem gegenwärtig.


Kaladhor
18.12.2014 10:05
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Hallo, sehr gut geschriebener Text.

Diese Verdrehungen bei den Medien sieht man mittlerweile überall. Ich denke da besonders an die Streiks der GdL. Was wurde da in den Medien gegen diese Gewerkschaft gewettert, die im Grunde nur ihre verfassungsmäßig zustehenden Rechte genutzt haben. Da wurde von der “armen Deutschen Bahn AG” geschrieben, und das ein “machthungriger Gewerkschaftsboss” für den “Ausbau von Machtund Einfluß” ganz Deutschland in “Geiselhaft” nimmt. Wenn man noch halbwegs klar im Kopf ist und dan solchen Mist liest, fragt man sich, in was für einem schlechten Film man da gerade sitzt.

Den Vergleich mit früheren Zeiten in der DDR finde ich mehr als passend. Die in den Medien konstruierte Realität hat schon seit einiger Zeit so rein gar nichts mehr mit der tatsächlichen Realität zu tun.
Bestes Beispiel dafür war der vergangene CDU-Parteitag, wo das Merkel mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt wurde. Ich fühlte mich bei den Bildern an alte Aufnahmen aus der DDR erinnert, wo auch alle wie die Affen der Nomenklatura applaudiert haben, selbst die Gesichtsmimik der Teilnehmenden war nahezu identisch.

Ich denke, PEGIDA und Co werden weiterhin Zulauf erhalten und ich vermute auch, dass es irgendwann zu erheblichen Ausschreitungen kommen wird zwischen den PEGIDA-Teilnehmern und den dann noch Medienhörigen. Allein ich kann nicht mal abschätzen, wann unsere Journallie endlich aufwacht und ihrer ureigensten Bestimmung, nämlich unvoreingenommene und objektive Berichterstattung(!) zu liefern, nachkommen wird. Ich bin es jedenfalls langsam leid, bei jeder Meldung erstmal aufwändig im Internet zu recherchieren, was tatsächlich Fakt ist.

Schöne Grüße


basti
18.12.2014 12:49
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@ Gedöns

“Fällt Israel – fällt der Westen!”

Na hoffentlich.

“Aber zum Glück wurde letztlich der Marshall-Plan, benannt nach dem US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger des Jahres 1953 George C. Marshall, umgesetzt”

Glück?

Nachdem die Amis hier alles geplündert haben haben sie uns ein paar Brocken hingeworfen.


basti
18.12.2014 12:51
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@ Gedöns

ps:

Ich lass mich von euch Antideutschen nicht mehr für dumm verkaufen.


Salem
18.12.2014 17:15
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Quod erat demostrandum : https://www.facebook.com/browse/friended_fans_of/?page_id=790669100971515&pnref=story

Es wird nun auch in den Social Medias ein Spaltkeil in die Gesellschaft getrieben, Motto: “Willst Du hier im Kreise meiner Freunde sein, so fordere ich den Persilschein ein!” Nun soll man sich gegenseitig versichern, einer bestimmten Meinung zu folgen, diesmal gegen Pegida, da nächste mal gegen … was oder wen? Um es mit den bekämpften Jargon zu sagen: Im Meinungsgleichschritt – Marsch! Es geht dabei nicht um etwa strittige Ansichten, die Methode des Diskurs bereitet mir Sorgen …


CountZero
19.12.2014 9:14
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@kaladhor:
> Ich denke, PEGIDA und Co werden weiterhin Zulauf erhalten und ich vermute auch, dass es irgendwann zu erheblichen Ausschreitungen kommen wird (…)

Ja, das glaube ich auch. Realitätsverweigerung der herrschenden Eliten geht wohl (hoffentlich) nur über eine begrenzte Zeit. Im ‘Wilmott’-Magazin, Zentralorgan der mathelastigen Quant Finance Community schrieb Chefredakteur Satyajit Das unter der Überschrift ‘The Euro-Zone Debt Crisis: Germany’s Götterdämmerung`?’ (http://politicsinthepub.org.au/downloads/talks/wilmott_europes_otterdammerung_jan2013.pdf) vor zwei Jahren schon folgendes:


(…)voters will discover they were betrayed by Germany’s pro-European political elite. There will be an electoral revolt and, as in the rest of Europe, a strong challenge from radical political forces, with unpredictable consequences.

Wir werden es noch erleben.