Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Linke Nazis, die Uni Bochum und die ZEIT

Hadmut
17.7.2014 23:25

Über die Uni Bochum und den Begriff der Freiheit.

Die ZEIT berichtet über einen Streit an der Uni Bochum um die Frage, wie man mit Rechtsextremen umgeht. Dabei sollte man insofern Vorsicht walten lassen, als die ZEIT selbst ja schon fast linksextrem ist und sicherlich auch nicht neutral berichtet.

Grundsätzlich lässt sich die Sache auf das Toleranz-Paradox zurückführen. Es gibt keine grenzenlose Toleranz, weil Toleranz sich selbst konterkariert, wenn sie Intoleranz toleriert. Deshalb gibt es auch keine grenzenlose Freiheit. Dieses Gerede von grenzenloser Freiheit und grenzenloser Toleranz ist eigentlich nur hohles Geschwätz derer, die sich am Wohlklang und der Ideologie orientieren und nicht drüber nachdenken. Letztlich ist es dasselbe Paradoxon, das als Klassiker aus einer jiddischen Religionsschule überliefert wurde, wo der Lehrer erklärte, dass Gott allmächtig sei und ein Schüler fragte, ob Gott so mächtig sei, dass er einen Felsen erschaffen könnte, der so schwer ist, dass er ihn selbst nicht heben kann. Letztlich hat der Schüler damit nur im Sinne eines klassischen mathematischen Widerspruchs mit sich selbst bewiesen, dass es Allmacht nicht geben kann. Dasselbe gilt für diese von vielen propagierte grenzenlose Freiheit und Toleranz. Die kann es gar nicht geben. Toleranz kann nicht bedeuten, den Intoleranten zu tolerieren, weil das Ergebnis dessen eben keine tolerante Gesellschaft ist. Wer zuviel toleriert, erreicht das Gegenteil. Dasselbe gilt für Freiheit. Wer grenzenlose Freiheit will, akzeptiert auch solche, die andere versklaven oder töten. Die große Freiheit ist nichts anderes als das Recht des Stärkeren.

Das muss man den Leuten erst mal klarmachen. Freiheit und Toleranz erreicht man nicht durch Gewähren grenzenloser Freiheit und Toleranz. Es ist ein weitverbreiteter, aber dummer Glaube, dass das so ginge. Freiheit kann nicht bedeuten, jedem zu erlauben, die Freiheit anderer einzuschränken, womit Freiheit immer mit der Freiheit anderer kollidiert. Wer Freiheit schaffen will, muss ein Werteschema schaffen, das Freiheiten und deren Einschränkungen bewertet (beispielsweise das Grundgesetz, das gewissen Freiheiten hohe Priorität einräumt), und anhand dieses Wertemaßstabes ein Optimum finden.

Besonders gefährlich ist dabei der typische Gutmenschen-Denkfehler: Nämlich dass man mit Toleranz immer erst mal bei sich selbst anfangen und möglichst tolerant sein müsse, um mit gutem Beispiel voranzugehen wie ein Vegetarier. Romantisch, aber holzdoof. Der wer glaubt, dass er Toleranz und Freiheit fördert, indem er selbst tolerant und freiheitsgewährend ist, bildet sich das nur ein. Tatsächlich heißt es nur, dass er selbst nichts tut, um Freiheit und Toleranz zu schützen. Denn Freiheit und Toleranz messen sich nicht am Einzelfall und auch nicht subjektiv, sondern in der Summe und in dem Niveau, das allen zusteht. Und gerade nicht subjektiv. Eine der größten Gefahren für die Toleranz sind: Tolerante. Denn sie sind Ignorante, Wegseher, die es sich selbst bequem machen, und nicht für die Freiheit und Toleranz anderer eintreten. Subjektiv tolerant zu sein ist wie Weggucken bei Gewalt in der U-Bahn. Das ist wie Freiheit für Schläger.

Deshalb gibt es keine grenzenlose Freiheit. Freiheit setzt Grenzen voraus, die die Freiheit anderer schützt. Es gibt nur größtmögliche Freiheit, nämlich die, die allen Beteiligten innerhalb des Wertemaßstabes das Optimum gewährt.

So ist das auch an Universitäten, die ja noch dazu öffentlich-rechtliche Körperschaften und damit sogar explizit an das Grundgesetz gebunden sind. Meinungsfreiheit an der Universität kann deshalb nicht heißen, jedem alles zu erlauben, sondern allen soviel zu erlauben, dass in der Summe die höchste Freiheit erreicht wird.

Nun gibt es an den Universitäten und auch in der allgemeinen Bevölkerung Gruppen, deren vorrangiges Ziel nicht die Optimierung von Freiheit, sondern vor allem die Beschneidung der Freiheit anderer ist. Kein tauglicher Wertemaßstab kann solche Gruppen dulden, weil deren Freiheitsbetrag negativ ist.

Dazu gehören Rechtsextreme, die auf dem Campus aktiv werden. Wer andere bedroht, beschimpft, einschüchtert, und sei es nur durch einschlägige Kleidung, T-Shirts usw., kann nicht toleriert werden, weil sein Beitrag zur Freiheit negativ ist. Das ist ganz einfach: Mit Rechtsextremen und Neonazis ist die Freiheit geringer als ohne sie, also muss man sie rauswerfen, wenn man sich Werten wie der Freiheit verpflichtet fühlt, und dabei ist der Wertemaßstab sogar relativ egal.

Genauso muss man aber auch Linksextreme rauswerfen, wenn diese auf dem Campus aktiv werden. Ich habe mir das ohnehin abgewöhnt, da noch groß zwischen links- und rechtsextrem zu unterscheiden. Ich bewege mich da nicht in einem kartesischen Koordinatensystem, wo es von einer Gerade von links nach rechts geht, sondern eher in einem polaren Koordinatensystem, wo ich die Position von Leuten im Abstand von der goldenen Mitte und im Winkel messe, und der Winkel ist mir eigentlich ziemlich wurscht. Alles, was sich außerhalb eines gewissen Radius bewegt, ist eigentlich alles das gleiche Gesindel. Ich unterscheide auch nicht mehr zwischen „Faschisten” und „Antifaschisten” – eigentlich der gleiche Gesellschaftsmüll, gleiche Methoden, gleiche Denkweisen.

Wenn ich mir da etwa jene Textstelle ansehe:

Sie kamen als Weihnachtsmänner. Zwanzig Aktivisten stürmten im Dezember 2013 eine Juravorlesung an der Ruhr-Universität Bochum, zeigten mit einem roten Pfeil auf einen jungen Mann und entschleierten seine Identität. Als der Professor die Weihnachtsmänner aus dem Hörsaal werfen wollte, kam es zum Handgemenge – und in den folgenden Tagen, Wochen und Monaten zu einer Diskussion über den Umgang mit braunen Kommilitonen.

Der denunzierte Erstsemester im Hörsaal ist Michael Brück, NRW-Vizechef der Neonazi-Partei Die Rechte. Die Aktivisten forderten seine Exmatrikulation, die Hochschulleitung verurteilte das “gezielte Anprangern” und verwies auf das Hochschulgesetz: Man könne Studierende nicht wegen ihrer Ideologie vom Studium ausschließen – auch wenn sie aus politischen Gründen auf dem Campus unerwünscht seien.

Letztlich auch nichts anderes als das Auftreten des Ku-Klux-Klan, nur halt in anderer Farbe: Einschüchterung, Gewalt, militantes, uniformiertes Auftreten, Bedrohung. Es unterscheidet sich überhaupt nicht von den Berichten über Studenten im Dritten Reich, die Juden angeprangert, sie mit gelben Sternen stigmatisiert und deren Rauswurf gefordert haben. Das Auftreten unterscheidet sich nicht von dem Auftreten der SS-Truppen, die in der Nazi-Zeit durch die Straßen marodierten, Scheiben einwarfen und „Kauft nicht bei Juden” forderten. Dieselben Methoden, dasselbe Auftreten, dieselbe Denkweise. Nur war es hier eben ein roter Pfeil statt einem gelben Stern.

Wer gegen Nazis sein will, der muss auch gegen Linksextreme, Autonome, „Antifa” sein. Ist nämlich dasselbe, nur in Grün. Oder hier in Rot.

Und wer für Freiheit sein will, muss beides Gesindel rauswerfen.

Und wenn Linke da in den Hörsaal stürmen und den Professor blutig schlagen, weil er sie nicht gewähren lässt, der benimmt sich exakt so, wie damals die SS. Wer Nazis loswerden will, muss bei diesen Linken damit anfangen. Wer Freiheit schützen will, darf nicht hinnehmen, dass Leute für ihre Meinung von uniformierten Banden blutig geschlagen werden. Ich habe auch kein Verständnis dafür, dass gegen diese „Aktivisten” kein Verfahren wegen Landfriedensbruchs geführt wird. Der Rektor hätte diesen Leuten sofort Hausverbot auf dem gesamten Campus erteilen müssen.

Denn worauf läuft deren Forderung, den Rechtslastigen (ob nun Nazi, Rechtsextremen oder was auch immer kann ich hier nicht so richtig entnehmen) letztlich hinaus? Dass das Recht zu studieren von der Gesinnung abhängt. Dass sich eine aggressive und überhaupt nicht legitimierte Minderheit anmaßt, den Zugang zur Universität eigenmächtig festlegen zu können.

Das Problem daran ist nämlich, dass letztlich dieselben Gruppen, die sich hier anmaßen, gegen Rechte vorgehen zu dürfen, sich ebenfalls anmaßen festzulegen, wer Rechter ist. Ankläger, Richter und Vollstrecker in Personalunion. Und wir sehen das ja beispielsweise an der Feminismus-Diskussion und am Vorgehen von SPD und Grünen, dass die alles als rechtsradikal diffamieren, was nicht exakt ihrer Meinung ist.

Das ist die Gefahr darin: Dass man jetzt anhand echter Nazis die – besonders unter Studenten und Jüngeren hohe – Bereitschaft zu deren Ablehnung ausnutzen und es einüben, alles anzugreifen und rauszuwerfen, was sich als „rechts” absiegeln lässt. Ist ja auch so leicht, wenn die wie hier gleich in irgendso einer rechtsextremen Partei sind, in rechtstypischen Klamotten rumlaufen oder selbst Prügeleien anzetteln. Man gewöhnt sich daran, dass „Rechte” selbst rausgeprügelt werden dürfen.

Und irgendwann verwässert das. Denn ständig werden alle, die anderer Meinung als linker Einheitsideologie sind, als Rechtsradikale dargestellt. Denken wir gerade mal an diese Broschüre und die Veranstaltung aus der Friedrich-Ebert-Stiftung der SPD, wo den Leuten ja systematisch, ideologisch und dogmatisch eingehämmert wird, das alles, was nicht ihrer Meinung ist, extreme Nazis sein müssen. Wer nicht Feminist ist – ist ein ganz übler Nazi. Und da ja hier an der Uni gleich eingeübt wird, dass der Nazi gar nicht mehr also solcher aktiv werden muss, sondern dass schon der reine Vorwurf der Gesinnung (selbstverständlich ohne Anhörung und Verteidigungsmöglichkeit ad hoc überfallen und an den Pranger gestellt) genügt, um den Lynchmob losstürmen zu lassen, heißt das nichts anderes, als dass man hier vorbereitet, jeden, der anders als die Political Correctness denkt, aus den Universitäten zu prügeln. Exakt so wie seinerzeit die Nazis.

Und dass ich das nicht nur so interpretiere zeigt jener Satz der ZEIT:

Die Gefahr: Rechtsradikale, die nicht als Schläger, sondern als Intellektuelle auftreten, die gut argumentieren und mit Hochschulabschluss blenden, machen ausländerfeindliche Gedanken salonfähiger.

Das heißt, dass sogar Leute, die gar nicht körperlich aggressiv werden, sondern einen Standpunkt akademisch-intellektuell vertreten und – wie schlimm – gut argumentieren, müssten sofort aus den Universitäten geworfen werden, weil sie ja vom Mainstream abweichende Sichtweisen „salonfähig” machen könnten. Und da wir ja die linke Propaganda kennen, wissen wir ja, dass beispielsweise „ausländerfeindlich” und „frauenfeindlich” in einen Topf geworfen und das Label „frauenfeindlich” (Stichwort: Mysogynist) gleich jedem angehängt wird, der sich der Gender-Ideologie und der Frauenquote nicht sofort anschließt.

Das ist der Dosenöffner, um unter dem wohlfeilen Vorwand, Nazis zu bekämpfen, Andersdenkende aus den Universitäten zu verbannen.

Und das hat verblüffende Ähnlichkeit mit dem Vorgängen im Dritten Reich (siehe in Adele und die Fledermaus den Anhang über die Ünwürdigkeit im Promotionsverfahren). Denn damals ging das Bestreben, Leute aus den Universitäten zu drängen und ihnen die Promotion wegen „Unwürdigkeit” zu entziehen, was sogar heute bzw. bis vor kurzem noch in unseren Gesetzen stand, nicht von den Professoren, sondern von den Studentenschaften aus. Und die Aktivitäten richteten sich auch nicht gegen Juden – da brauchte man es gar nicht so formal, die hat man einfach so rausgeworfen – sondern gegen nichtjüdische Deutsche, die einfach nur anderer Meinung waren und sich am Ausland orientierten. Den Entzug der Promotion wegen Unwürdigkeit gab es zwar im Kleinen schon vorher, in der Weimarer Republik, die das gegen Mediziner eingeführt hatte, die Abtreibungen vornahmen. Aber im großen Stil wurde das damals von den nationalsozialistischen Studentenschaften durchgesetzt, um damit Leute aus den Universitäten zu drängen, die mit dem damals angesagten ideologischen Mainstream nicht konform gingen.

Die heutigen linksradikalen Studenten bilden sich ein, sie würden gegen Nazis vorgehen, dabei benehmen sie sich selbst sehr viel Nazi-hafter als Neonazis, und exakt so, wie im Dritten Reich die Studentenorganisationen der Nazis. Eine fast identische Kopie der Vorgänge im Dritten Reich, die zum Begriff der „Unwürdigkeit” im Prüfungswesen führten.

Und offenbar fehlt der ZEIT da das nötige Geschichtswissen. Es ist schon länger her, dass die ZEIT noch eine Zeitung war und für Bildung stand. Heute haben die mit Bildung nichts mehr zu tun, sondern betätigen sich nur noch als Propagandablatt und linker Zulieferungsbetrieb. Und tatsächlich unterscheidet sich die Diktion der ZEIT auch nicht so wirklich von den Zeitungsberichten aus der frühen Nazi-Zeit über Vorfälle an Universitäten oder anderen Örtlichkeiten, bei denen damals Nazis Leute als Juden „geoutet”, angeprangert und deren Rauswurf gefordert haben, während andere da skeptisch waren. Eigentlich muss man nur ein paar Worthülsen ersetzen, dann ist es das Gleiche. Selbe Denke. Wie ich neulich schon sagte: Wann gehen die endlich pleite?

47 Kommentare (RSS-Feed)

Ron
18.7.2014 0:38
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[blockquote]Die Gefahr: Rechtsradikale, die nicht als Schläger, sondern als Intellektuelle auftreten, die gut argumentieren und mit Hochschulabschluss blenden, machen ausländerfeindliche Gedanken salonfähiger.[/blockquote]

Da hat jemand die Meinungsfreiheit nicht verstanden:
“Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.”


Hadmut
18.7.2014 0:47
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> Da hat jemand die Meinungsfreiheit nicht verstanden:

Nein. Das Problem ist nicht, dass sie sie nicht verstanden haben oder hätten. Das Problem ist, dass sie keine Meinungsfreiheit haben wollen. Es geht darum, sie zu bekämpfen.


kokko
18.7.2014 2:07
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Die Zeit

An der Uni Bochum outete die Antifa einen Neonazi. Seitdem wird diskutiert: Reichen bunte Anstecker gegen Nazis oder müssen Unis Rechtsextreme outen oder exmatrikulieren?

Also als ich das las musste ich ehrlich gesagt auch gleich an gelbe Sterne auf der Kleidung und Exekutionen denken… kommen Linken solche Assoziationen nicht?

Vor allem ganz großes Kino: statt den Hort des Wissens (=Uni) für die Bekehrung durch Überzeugung mittels Bildung zu nutzen, will man Andersdenkende einfach ausschließen. Weil auch “Ausländer rein” ja die gute Meinung ist und “Ausländer raus” -man erkennt es schon allein am Klang- ganz klar die böse Meinung…

Die Gefahr: Rechtsradikale, die nicht als Schläger, sondern als Intellektuelle auftreten, die gut argumentieren und mit Hochschulabschluss blenden, machen ausländerfeindliche Gedanken salonfähiger.

Oh wow. Rechtsradikale Blender sind eine Gefahr. Und wie ist das mit anderen Leuten, die mit einem Hochschulabschluss blenden?

Leute, die gar nicht körperlich aggressiv werden, sondern einen Standpunkt akademisch-intellektuell vertreten und – wie schlimm – gut argumentieren, müssten sofort aus den Universitäten geworfen werden, weil sie ja vom Mainstream abweichende Sichtweisen „salonfähig” machen könnten.

Tja Hadmut bei einigen wichtigen Dingen gibt es eben nichts zu diskutieren sondern da gilt einzig und allein die richtige Meinung. Wer davon abweicht hat automatisch seine Menschenrechte verwirkt. Strafe: Tod durch den Strang zu vollziehen innerhalb von 7Tagen. Einspruch kann frühestens 30Tage nach Strafvollzug und nur vom Täter persönlich gestellt werden.


Peter Suxdorf
18.7.2014 6:53
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Die Nazis sind Nationalsozialisten. In diesem Begriff sind Sozialisten enthalten. Sozialisten sind traditionell links, sofern man sich nach dem Kindchenschema “links” “rechts” orientiert.
Nationalsozialisten wurden irgendwann mal “rechts” eingruppiert – ich denke, als sie anfingen die damals schwächsten Gegner zu eliminieren.

Logische Schlußfolgerung: Linksradikale bekämpfen Rechtsradikale bekämpfen sich also selbst.

Zeigt beiderseitige Hirnleistung exakt auf.

Btw. im Bundestag sind die Abgeordneten halbkreisförmig angeordnet. Von oben Blickrichtung vom Rednerpult sitzen die Linken links und die Union rechts. Vervollständigt man den Halbkreis zu einem Vollkreis, so sitzen die Linken wiederum rechts von der Union. Lustig.


Geisterkarle
18.7.2014 8:00
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[quote]Ich bewege mich da nicht in einem kartesischen Koordinatensystem, wo es von einer Gerade von links nach rechts geht, sondern eher in einem polaren Koordinatensystem, wo ich die Position von Leuten im Abstand von der goldenen Mitte und im Winkel messe, und der Winkel ist mir eigentlich ziemlich wurscht.[/quote]
So ähnlich sehe ich das auch.
Das gilt auch nicht nur für links-rechts sondern auch gerne für feministisch-antifeministisch (teilweise glaube ich, da ist kein Kreis mehr, sondern eher was Eiförmiges…) und andere Dinge!
Wie heißt es so schön: “Die Dosis macht das Gift!”


Emil
18.7.2014 8:32
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Dazu passend der oft zitierte Satz von Ignazio Silone: “Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.”


Marcionit
18.7.2014 9:06
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Die Unterscheidung zwischen links und rechts, Nazis und Sozis etc. ist reine Spiegelfechterei. Hortst Maler ist das beste Beispiel.

Beide sind eins, entstammen einem Geist:

Der Satanist Herschel Mordechai (lt. Briefen an seinen Vater, einen Rebbe), besser bekannt unter seinem Tarnnamen Karl Marx (viele Polit-Verbrecher agieren unter Tarnnamen, auch heute noch), ist der geistige Vater sowohl der nationalen wie auch der internationale Sozialisten.

Letzte haben etwa 10 mal mehr Menschen umgebracht als erstere und letztere gibt es noch heute zuhauf, sogar in unseren Parlamenten.

Es gibt massenweise Zitate führender nationaler Sozialisten, die belegen, daß auch diese sich als Sozialisten sahen, was ja schon der Name der Partei ausdrückt.

Sozialismus (beide) ist praktischer Satanismus. Ganz einfach.

“An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen!”

Was wir heute haben, ist kein “Kapitalismus”, sondern “STAMOKAP”, Staats- und Konzern Monpol-Kapitalismus, faktisch nahezu identisch mit Sozialismus. Staat und Konzerne dürfen alles, der Mensch fast nichts mehr.

Deshalb wird der Mittelstand vernichtet, der bisher fast allein die Quelle unseres Wohlstands war.

Umverteilung von fleißig nach mächtig.

Und deshalb gehen “die Linken”, Gewerkschaften etc auch nie wirklich gegen die Hochfinanz und das unternationale Großkapital. Denn man beißt nicht die Hand, die einen füttert.


flippah
18.7.2014 9:26
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Die entscheidende Frage ist doch: wo die Grenze ziehen?

Hat z.B. dieses Mitglied der “Rechten” an der Uni seinerseits agitiert? Dann hat er an der Uni nichts mehr zu suchen. Hat er aber offenbar nicht, sonst hätte man ihn ja nicht “enttarnen” müssen.

Und jemand, der eine nicht tolerierbare Meinung hat, diese aber in dem Umfeld, in dem sie nicht tolerierbar ist, für sich behält, hat in diesem Umfeld dann auch bitteschön kein Problem zu haben.

Ich bin selbst sehr liberal, versuche also, die Einschränkungen der Freiheit weit zu ziehen. Aber um so wichtiger sind klare Grenzen. Denn Liberalität funktioniert wie du ganz richtig dargelegt hast nur dann, wenn sie bei Überschreitung der Grenzen des tolerierbaren energisch einschreitet.


techniknoergler
18.7.2014 9:40
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@Danisch:

So kommt man linken mit ihren pseudointelektuellen Helfern nicht bei. In langjähriger Erfahrung, sowohl persönlich in Diskussionen mit linken – online wie offline – als auch von anderen Liberalen, aber auch Konservativen, zeigt sich die immer widerkehrende Taktik der linken einen Begriff umzuinterpretieren.

Der Begriff “Freiheit” wird dann einfach so reinterpretiert wie es linken passt. Diese neue Bedeutung wird dann über das Dauerberieselungsmedium Radio, sowie alle anderen Medien solange wiederholt, bis es sich erfolgreich verankert hat.

Und Linke kommen damit durch. Linke schaffen das. Ich weiß noch nicht wie, aber sie schaffen es. Jeder Versuch von Nicht-Linken das zu kopieren ist bisher gescheitert.

Linke scheinen ein Gespühr dafür zu haben, wie man das Sprachempfinden umprogrammiert. Das ist die Kompetenz der Linken. Leider die einzige, denn in Kombination mit Dummheit ist es gefährlich.


tom174
18.7.2014 11:05
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“Hat z.B. dieses Mitglied der “Rechten” an der Uni seinerseits agitiert? ”
“Die Rechte” ist keine verbotene Partei. Und selbst wenn er seine, vermutlich wirren, Thesen verbreitet hätte, hat er dennoch das Recht auf ein Studium.
Man kann gegen Rechte argumentieren, man kann gegen Sie demonstrieren. Was man nicht kann, ist Mitglieder legaler Parteien aufgrund der Mitgliedschaft der Uni verweisen.
Was ist eine nicht tolerierbare Meinung? Wer entscheidet das? Die Asta? Die Proffessorin? Ich glaube, mit dem Volksverhetzungsparagraphen haben wir da zumindest gegen rechts ein scharfes Schwert (da sollte noch Geschlecht mit rein..)


Christian
18.7.2014 11:05
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Ich unterscheide auch nicht mehr zwischen „Faschisten” und „Antifaschisten” – eigentlich der gleiche Gesellschaftsmüll, gleiche Methoden, gleiche Denkweisen.

Das muß man immer und immer wieder betonen, in der Hoffnung, daß die Leute es endlich mal begreifen. Bei vielen Leuten sitzt so ein [Links = Gut, Intellektuell und Rechts = Dumpf, intolerant]-Vorurteil, daß sich in der Realität nicht halten läßt und noch nie halten ließ.

Das eindrucksvollst Beispiel der jüngeren Geschichte ist die DDR, die nicht müde wurde, sich als das bessere Deutschland zu gerieren, während in der BRD die imperialistischen und revanchistischen Altnazis ihr Unwesen trieben (was die meisten 68er auch dankbar aufgesogen haben).

Aber gleichzeitig haben sie so gut wie alle Institutionen und Methoden der Nazis übernommen. Gleichschaltung der Presse und Gesellschaft hinein bis in die Betriebe, Schulen und Familien, Geheimpolizei etc. Selbst Details wie die Uniformen der Polizei oder die Stahlhelme der NVA waren bemerkenswert nah am Dritten Reich.

Franz Josef Strauß hat es mal schön zusammengefaßt

Die These: ‘Der Geist steht links‘ ist nichts anderes als die permanente Wiederholung einer Dummheit.“

http://www.youtube.com/watch?v=G7BYjpCyGQs


O.
18.7.2014 12:30
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Die Zeit linksextrem?
Aber die ist doch ein rechtes Blatt…


Johanna
18.7.2014 13:25
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Die Erde ist eben keine Scheibe. Wer ganz weit nach links geht, kommt irgendwann von rechts wieder…


Julius
18.7.2014 13:58
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@Marcionit

Sozialismus (beide) ist praktischer Satanismus. Ganz einfach.

Nein. (Echte!) Sozialisten sind Humanisten. Nur weil sich Einer “Sozialist” nennt, ist er eben noch keiner.
Exakt wie Du schriebst:

“An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen!”

(und nicht am “Namensschild”)


Knut
18.7.2014 14:07
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Das rutscht ja teilweise stark in die wir hier oben ihr da unten Ecke.

Das linke Pack soll froh sein, wenn es nicht zu hart geschlagen wird.
In der Sklaverei hatte dieses arbeitsscheue Gesindel seinen Platz gemäß der natürlichen Ordnung.

Ich hoffe mal, dass die Leute hier im Forum, die so gegen linke Ideen, wie Krankenversicherung und Wahlrecht für Leute unter 200000 Euro Jahresgage, wettern sich im Klaren sind, was das Recht des Stärkeren bedeutet. Von Fairness ist da keine Rede. Wenn sich also die Konkurrenz zusammenrottet um einen gezielt platt zu machen, dann gehört das dazu. So ein linker Scheiß, wie Chancengleichheit, hat im rechten Geschäftsleben nichts zu suchen. Warum soll übrigens im Geschäft nur das Geld und Einfluss entscheiden und nicht die Faust ? Nur weil die, die Geld und Einfluss haben, das besser finden ?

Ich bin auch nicht dafür jedem den Zucker in den Arsch zu blasen, aber eine Gesellschaft ohne jeden sozialen Ausgleich wäre mir dann doch zu stressig. Ich finde es falsch verächtlich auf Leute herabzusehen, die nicht die Fähigkeiten oder das Glück hatten aus ihrem Leben was zu machen. Die Disziplin hart an etwas zu Arbeiten ist auch eine Fähigkeit. Möglicherweise kann man die Erlernen. Aber wer lehrt so etwas ?


Fredi
18.7.2014 14:55
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@Marcionit: Heschel Mordechai war Karl Marx’ Vater, nicht Karl Marx selbst. Und Satanismus? Völlig abstrus. Aber es gibt ja auch Leute, die meinen, dass Freimaurerei gleichzeitig Atheismus und Gnostik fördere, und, dass Ayn Rand ja eigentlich christlichen Idealen folgte.


CountZero
18.7.2014 15:19
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Marcionit schrieb:

Umverteilung von fleißig nach mächtig.

Das sehe ich ähnlich. In ‘Why nations fail’ von Acemoglu und Robinson skizzieren die Autoren die Eigenschaften von ‘inclusive’ vs. ‘extractive’ societies.

In ‘inclusive societies’ wird Innovation belohnt und alle Bürger können am wirtschaftlichen Erfolg teilhaben (:)), etwa Mr. Watt im England der industriellen Revolution. In ‘extractive societies’ leben die Mächtigen von der Arbeit der Unterdrückten. Als Silberminenarbeiter in Potosí hat man schließlich überhaupt keinen Anreiz, Maschinen zu erfinden, die den Abbau von Silber wirtschaftlicher oder einfacher machen: man bekommt sowohl Silber als auch Erfindung sowieso weggenommen.

Nach meiner Einschätzung bewegen wir uns gerade von einer inklusiven Gesellschaft zu einer extraktiven (ähnlich wie die Republik Venedig als Beispiel im Buch): Mehr und härtere Arbeit oder bessere Qualifikation und bessere Ergebnisse werden immer unwichtiger im Bezug auf ihre Korrelation zu Nettogehalt, u.a. Vorstandsvorsitzende (Hr. Wiedeking bekommt mehr Bonus als alle Porsche-Mitarbeiter zusammen), Aufsichtsräte, Berufspolitiker, Gender-Professoren, Frauenbeauftragte, Hartz-IV-Empfänger und die Kinder rumänischer Wanderarbeiter werden aus den immer höher steigenden Steuern und Abgaben alimentiert.

Und das legal. Dazu erscheint mir auch beim Normalo das Unrechtsbewußtsein gegenüber egal welcher Vorteilsnahme immer weiter abzunehmen, schließlich wird es ihm von der gesellschaftlichen Elite ja genau so vorgelebt (‘Am Ende gewinnt immer der, der ein biiiisschen geschummelt hat.’ Angela Merkel).

In der Konsequenz sehen sich die immer weniger noch produktiv arbeitenden Menschen immer mehr vera….t. Und damit sinkt ihr Wille, sich in diesem System überhaupt noch einzusetzen, wenns doch viel einfacher geht mit dem Geld (s.o.). (Ich habe ernsthaft schon darüber nachgedacht, meine Arbeit niederzulegen, mein Erspartes ‘verschwinden’ zu lassen und Grundversorgung zu beantragen. ICH habe große Teile meines Lebens von VIEL WENIGER GELD gelebt als HartzIV + Wohngeld + Winterkleidung + Einrichtung + Vergünstigungen in Schwimmbad, ÖPNV, und wo sonst überall Rabatte für Arbeitslose gegeben werden).

Nicht mehr Leistung ist wichtig zum Erlangen von Ressourcen, sondern Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe(!). Nur, dass das heute nicht mehr der Adel ist, sondern Frauen, Homosexuelle, Einwanderer, Behinderte.

Das mit der Abschaffung des Leistungsgedankens (der/die Beste kriegt den Job) nicht nur die Leistung auf dieser Position sinkt, sondern auch der Wille aller anderen Leistungsträger verringert bzw. aktiv gebremst (Inklusion, geistig Behinderte aufs Gymnasium!) wird, halte ich für ein wesentliches Problem dieser Gesellschaft.


CountZero
18.7.2014 15:20
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Nur weil sich Einer “Sozialist” nennt, ist er eben noch keiner.

Das gilt dann auch für Humanisten, oder? 🙂


Marcionit
18.7.2014 15:37
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@Julius

Ok, Du hast noch Ideale! Also Illusionen. Fast immer eine Frage der Lebenserfahrung. Intelligente brauchen weniger, die meisten mehr. Kann bei Dir also noch kommen.

Nach Deiner Definition gibt es keinerlei “echte” Sozialisten (wobei “Humanismus” eh ein Gummi-Terminus ist, den jeder nach seinem Gusto auslegt).

Früchte des Sozialismus sind immer Massenmord, Versklavung und Kellektivismus und dieser bedeutet immer die Unterordnung oder gar die völlige Zerstörung jeder Individualität. In der Praxis und genauso in der Theorie.

Das ist 100% satanisch!

So wie dieser widerliche Schreiberling und Schreibtischtäter, bekannt unter dem Tarnnamen “Marx”, nach dem heute noch massenweise Plätze und Straßen benannt sind (ich muß ko…en).

Ziel ist immer die Zerstörung der Seelen zwecks Beherrschung im Kollektiv durch selbernannte “Eliten”, vulgo Funktionäre oder Kommissare (siehe Moskau, heute Brüssel).

Gegen Mißverständnisse: Was man “Kapitalismus” nennt, entstammt demselben Geist, hat identische Hintertanen, ist im Wesenskern völlig identisch.


Heinz
18.7.2014 16:09
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@O.
> Die Zeit linksextrem?
Aber die ist doch ein rechtes Blatt…

nein, die ist wirklich linksextrem.


Henriquatre
18.7.2014 16:48
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Die Argumentation der Linken besagt daß rechte und linke Ideologien nie gleichgesetzt werden dürfen, weil der linken Ideologie ein humanistisches Weltbild zugrunde liegt, d.h. Gleichheit im Sinne von Gleichwertigkeit schafft, während rechte Ideologie stets Ungleichheit impliziert und produziert. Deswegen müssen aus linker Sichtweise alle Menschen überall gleich sein, sogar zwischen den Beinen und im Kopf. Wer hingegen irgendwelche Ungleichheiten zwischen den Menschen erkennt und sogar benennt, der ist ein böser Rechter und gehört auf den Scheiterhaufen.

Mir hat mal jemand gesagt daß man immer auf der Hut sein muß, wenn die Menschen, die zu einer Ideologie passen sollen, erst noch erschaffen werden müssen.


Herbert
18.7.2014 18:33
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@Julius: Sozialisten sind KEINE Humanisten. Sozialismus hat immer zur Folge und zum Ziel, den Einzelnen zu versklaven und einzuschränken. Über den individuellen Verstand, das Recht auf den eigenen Körper inklusive dem Recht auf das, was aus disen beiden Dingen entsteht, stellt der Sozialismus “die Gemeinschaft”. Du darfst nicht besitzen, was du erarbeitest. Was du bekommst, schuldest du anderen. Jeder ist Sklave und Sklavenhalter.


Herbert
18.7.2014 18:34
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+e


Johnny
18.7.2014 21:24
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Sein wir ehrlich, die Zeit ist eine merkwürdige Zeitung. Man gibt sich linksliberal aber ehrlich, quasi Manufaktum auf dem Zeitungsmarkt, Zielgruppe sind Lehrer.
Merkwürdigerweise gibt es seit gut einer Woche islamistische Aufmärsche gegen Israel mit “Tod den Juden”-Rufen und viel “Allahu Akbar” und so weiter. Die Zeit schweigt es tot, ignoriert es komplett. Heute der erste Artikel dazu, aber nicht über Deutschland, sondern über die ungleich härtere Situation in Frankreich, wo schon Angriffe auf Synagogen geschahen. Ja, die Zeit ist da nicht allein. Der Spiegel schweigt genauso, die Welt auch. Die FAZ schwieg lange, bis sie auf Seite 437 einen Minibericht über die Vorfälle in Frankfurt brachte, wo sie nur die Polizei kritisierte. Einzig berichtend: die taz. Warum? Weil einer ihrer Fotografen von den Islamisten angegriffen wurde.

Wann immer ich lese, dass jemand von Systempresse, von gleichgeschaltet und Propagandapresse schreibt, schalte ich innerlich um und denke “VT. Sonst noch was?”. Nun erlebe ich es so offensichtlich und frage mich: wie kann das sein? Nix gewusst: unmöglich, jeder liest, was die Konkurrenz schreibt, selbst dpa gab was raus, lokale Zeitungen berichteten. Also muss da irgendwo ein “nicht bringen!”-Befehl gewesen sein. Woher kam er, dass er mehrere Zeitungen betrifft?

Ich las heute in den Kommentaren der Zeit mieste antisemitische Scheiße. Ich antwortete inhaltlich und schloß damit, dass solche komplexen Themen sicher Probleme für “Sie” (=den Poster) bereiten würden. Ja, nicht ganz die feine Art. Beitrag editiert und geleert, ich gesperrt. Der islamische Antisemit postet weiter seinen Dreck.

Was passiert dort? Und warum? Ich befinde mich in einer kleinen Krise diesbezüglich: ich will nicht an Verschwörungen glauben, ich halte sie im Allgemeinen für groben Unfug, aber die Realität scheint mich in die Richtung treiben zu wollen. Nehme ich da etwas falsch wahr? Blockt mein Adblock all die ehrlichen Artikel in den Leitmedien? Was passiert hier?

PS ja, ich bin etwas offtopic, aber hier tummeln sich so einige inklusive dir, Hadmut, die sich mit Medien und öffentlicher Meinung beschäftigen und ich hoffe auf einigermaßen unvoreingenommene Infos.


Borstie
18.7.2014 21:50
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Zitat von Countzero:
‘Das mit der Abschaffung des Leistungsgedankens (der/die Beste kriegt den Job) nicht nur die Leistung auf dieser Position sinkt, sondern auch der Wille aller anderen Leistungsträger verringert bzw. aktiv gebremst (Inklusion, geistig Behinderte aufs Gymnasium!) wird, halte ich für ein wesentliches Problem dieser Gesellschaft.’

Genau so sehe ich das auch.
Ich stamme aus der “Ehemaligen” also aus der DDR. Diese ist meines Erachtens an (unter anderem) diesem Denken kaputt gegangen. (Und glaubt mir bitte: Das tut mir nicht leid!) Alle sollen gleich gemacht werden; Leute die “benachteiligt” sind natürlich noch gleicher. Alles ein Niveau! Ratet mal welches (intellektuell wie auch wirtschaftlich)!

Zu Punkt 2 und 3 aus Deinem Text: Zur ‘Inklusion’ allgemein kann ich mich nicht äußern. Da habe ich keine Erfahrung. Zum Thema: ‘geistig Behinderte aufs Gymnasium’. Glaubt den wirklich irgendjemand, dass damit irgendjemanden geholfen wird? Insbesondere bei den Behinderten habe ich Zweifel.

Grüßle,
Borstie


Julius
18.7.2014 22:17
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@Marcionit Nach Deiner Definition gibt es keinerlei “echte” Sozialisten
Exakt. Ich erinnere leider nicht, wem das Zitat “Die Menschheit ist noch nicht reif für den Sozialismus” zugeschrieben wird, aber es ist mMn treffend. DDR, SU etc waren doch nur klägliche Versuche

@Herbert:
Das mag im “real Existierenden” so gewesen sein. Ziel des echten Sozialismus/Kommunismus ist die Befreiung des Menschen von Sklaverei und Tyrannei, seine freie Entfaltung. Ein BGE wäre z.B. ein guter Schritt dahin (i.e. arbeiten, weil man es will, nicht zum Überleben), aber auch dazu werden die Allermeisten noch nicht reif sein. Wie zur Erkenntnis, dass persönliche Freiheit da endet, wo sie Diejenige Dritter beeinträchtigt.


Julius
18.7.2014 22:17
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@Marcionit

Nach Deiner Definition gibt es keinerlei “echte” Sozialisten

Exakt. Ich erinnere leider nicht, wem das Zitat “Die Menschheit ist noch nicht reif für den Sozialismus” zugeschrieben wird, aber es ist mMn treffend. DDR, SU etc waren doch nur klägliche Versuche


Borstie
18.7.2014 22:22
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@Henriquatre: ‘Mir hat mal jemand gesagt daß man immer auf der Hut sein muß, wenn die Menschen, die zu einer Ideologie passen sollen, erst noch erschaffen werden müssen.’

Ähh, hast Du das von mir? Wie auch immer, dass ist mein Leitspruch in jeder ideologisch geprägten Debatte.

Grüße an alle Gleich- und Andersdenkenden,
Borstie


Alexander Roslin
18.7.2014 22:41
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Jau, Hadmut: KAMPF GEGEN RECHTS, KAMPF GEGEN RECHTS, KAMPF GEGEN RECHTS!

Stimmt alle mit ein: KAMPF GEGEN RECHTS!

Das wird allmählich eingeschliffen.

Und “rechts” ist alles, was der definitionsmächtigen feministischen Linken nicht passt.

Ist der Pawlowsche Reflex genügend tief eingeschliffen, genügt ein “Rechts,fasst!” und der wohl trainierte Mob stürmt los und macht alles mundtot, später dann auch tot, was die Hundehalter als Hassziel vorgeben.

Heute halt “Rechte”, egal ob die überhaupt rechst sind, es genügt, nicht links zu sein.

Auch egal, ob es nicht eine legitime Rechte geben kann oder vielleicht sogar geben muss in einer Demokratie, genauso wie es eine legitime Linke gibt und geben muss.


Hannes
18.7.2014 22:42
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Wieso soll die Allmachtsfrage mit dem unhebbaren Stein ein Paradoxon sein?

Ist das dasselbe wie:
Kann ein Admin eine Datei erzeugen, auf die er selber keinen Zugriff mehr hat?

Masse ist auch nur eine Eigenschaft innerhalb eines Systems.


Herbert
19.7.2014 1:35
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@Julius: nein, das ist nicht “nur” der “real existierende” Sozialismus, das ist Sozialismus schlechthin. Er *kann* nicht anders enden, weil es das *grundlegende* Ziel ist, die Gesellschaft über den Einzelnen zu stellen, den Einzelnen samt seines Verstandes und seines Rechtes an sich selbst sowie den Erzeugnissen aus seiner Arbeit und seines Verstandes. Es ist schlichtweg in logischer Konsequenz Versklavung, da führt einfach kein Weg daran vorbei, wenn man von Dingen wie “von jedem nach seiner Befähigung, für jeden nach seinen Bedürfnissen” ausgeht.
Es folgt schlicht, dass man nicht für sich selbst arbeiten darf, denn durch mehr Arbeit steigen nicht die Bedürfnisse. Und es folgt schlicht, dass man alles den Anderen schuldet, weil man ja nicht für sich selbst arbeiten darf.
Jeder ist dann Sklave und Sklavenhalter gleichzeitig.


Marcionit
19.7.2014 2:00
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@Fredi

Heschel Mordechai war Karl Marx’ Vater, nicht Karl Marx selbst.

Falsch!

Viele Fundstellen bezeugen: Chaim Hirschel Mordechai (5 May 1818 – 14 March 1883), better known as Karl Heinrich Marx, was a 19th century Jewish political ideologue” (hier Metapedia, denn die Lügi(Wiki)pedia lassen wir mal lieber außen vor, es gibt reichlich weitere Fundstellen).

Und Satanismus? Völlig abstrus.

Tja, typisch für Sozialisten: Keine Argumente, aber was nicht sein darf, wird als nicht seiend deklariert (“absurd”).

Gurgel mal nach “Richard Wurmbrand”. Der hat sich dazu ausführlich ausgelassen. “Marx” hat es selbst an seinen Vater geschrieben.

Der Verbrecher, der sich “Karl Marx” nannte, war eindeutig Satanist.

Freimaurerei gleichzeitig Atheismus und Gnostik

Auch Freimaurerei ist reiner Satanismus.

Nur wissen die unteren Chargen nicht, ebenso die Rotarier und Lions Leute, die dort in guter, oft christlicher Absicht mitmachen.

Freimaurer gibt es seit Herrn Woityla (war mußmaßlich selber einer) ja sogar im Vatikan.

Und um noch einen draufzusetzen:

Marcion, der noch den Apostel Johannes persönlich kennen lernte, bezeichnte JAHWE als Satan (Demiurg)

Man gurgle nach Adolf von Harnack, der über diesen bedeutenden aber als Häretiker alsbald ausgeschlossenen Marcion forschte.

Wer sich mit Marcion’s Lehre beschäftigt, dem wird klar, was warum auf diesem Irrenhaus-Planeten geschah und geschieht. Man beachte dazu die Worte des Jesus von Nazareth lt. Joh. 8:44 und ganz wichtig hierzu ist Matth 11:27 (also kann JvN nicht Jahwe gemeint haben, wenn Er von seinem “Vater” sprach).

Diese Lehre des Marcion erklärt m.E. fast alles, was in dieser Welt geschieht, vor allem durch einige eng abgeschottete Gruppen.

Und da gibt auch Lloyd Blankfeins (Goldman Sachs) Wort “Ich tue ‘Gottes’ Werk” zu 100% Sinn.

Für mich war die Lehre des Marcion der “missing link”, der mir erklärte, warum fast alles so pervers ist, wies die Dinge hier sind.

In jedem Fall gilt: “Nur die Wahrheit wird Euch befreien”.


Stefan W.
19.7.2014 5:16
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Hm.

Erst schreibst Du, die Feinde der Freiheit müssten bekämpft werden, und schilderst dann eine Gruppe die meint die Feinde der Freiheit zu bekämpfen – was die machen sei aber falsch.

Du schilderst, dass die selbsternannten Antifaschisten den Faschisten sehr ähnlich seien und zeigst Dich als besserer Antifaschist.

So wie Du auch schwere Geschütze gegen Soziologen auffährst und seit Jahren eigentlich nur noch Soziologie betreibst.

Widerprüche.


Hadmut
19.7.2014 11:23
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@Stefan W.:

> Erst schreibst Du, die Feinde der Freiheit müssten bekämpft werden, und schilderst dann eine Gruppe die meint die Feinde der Freiheit zu bekämpfen – was die machen sei aber falsch.

Weil es vor allem falsch ist, wie sie es machen, und warum sie es machen. Man bekämpft nicht Totalitarismus, indem man dessen Methoden erstens anwendet und zweitens gesellschaftlich etabliert. Außerdem geht es diesen Linken ja gar nicht um Freiheit, sondern um das Gegenteil, nämlich das Etablieren eines Macht- und Gewalt-Monopols.

Dein Denkfehler ist zu glauben, dass jeder, der einen Freiheitsgegner auch nur irgendwie bekämpft, ein Freiheitskämpfer sei. Die Bandidos werden aber auch keine Engel, nur weil sie sich Schießereien mit den Hells Angels liefern. Es adelt nicht automatisch, Hells Angels abzuknallen. Nur weil zwei sich bekämpfen, sind sie noch lange nicht diametral aufgestellt. Kämpfe können auch aus Konkurrenz unter Gleichartigen entstehen.

> Du schilderst, dass die selbsternannten Antifaschisten den Faschisten sehr ähnlich seien und zeigst Dich als besserer Antifaschist.

Quatsch. Lies mal mein Blog. Ich halte diese „Faschismus”-Selektiererei für Unfug.

Aber wenn Du es unbedingt in dieser Kategorisierung sehen willst: Ja. Wer „Antifaschist” sein will, muss gegen Linke und Rechte, gegen Nazis und „Antifa”-Faschisten sein.

> So wie Du auch schwere Geschütze gegen Soziologen auffährst und seit Jahren eigentlich nur noch Soziologie betreibst.

Wieder komplett falsch.

Ich betreibe hier keine Soziologie.

Das ist hier ein Blog. Dessen Hauptzweck nicht ist, eine „Wissenschaft” („-logie”) darzustellen, sondern journalistisch und meinungsbildend tätig zu sein. Deshalb klage ich ja auch nicht auf die Anerkennung als Wissenschaft (allerdings nehme ich Wissenschaftsfreiheit in Anspruch, um kritisieren zu können) sondern vorrangig auf Pressefreiheit.

Denn als Presse und als Journalist darf man auch politisch meinungsbildend sein (das ist sogar konstituierend). Wissenschaft hingegen hat sich vom politischen und insbesondere vom Parteipolitischen fern zu halten.

Außerdem darf ich als Blogger, der seine Meinung sagt, auch subjektiv sein und Eigeninteressen vertreten. Das darf der Wissenschaftler nicht.

Selbst wenn ich also dasselbe betriebe, wie Soziologen, wäre es trotzdem etwas anderes, weil ich als Blogger und Journalist tun darf, was der Wissenschaftler nicht darf. Wie ich schon so häufig ausgeführt habe, gibt es auch gewaltige Unterschiede zwischen Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit. Beispielsweise gelten für Meinungsäußerungen deutlich niedrigere Beleg- und Beweisanforderungen, weil die Meinungsäußerung zeitnah erfolgen können muss und nicht mit hohem Aufwand verbunden sein darf, um nicht leer zu laufen. Dagegen kann man von Wissenschaftlern verlangen, dass sie ihre Behauptungen wissenschaftlich finden und belegen.

Außerdem arbeite ich auf eigene Rechnung, ich kann damit also gar niemanden betrügen oder Gelder veruntreuen. Ich bin privat unterwegs, keine Staatsgewalt und damit nicht Grundrechtsverpflichtet.

Soziologen dagegen sind verbeamtet, Teil der Exekutive, werden aus Steuergeldern bezahlt, verwenden Drittmittel aus Steuergeldern. Die unterliegen völlig anderen Verpflichtungen als ich. Deshalb wäre es selbst dann, wenn wir das gleiche täten, noch lange nicht dasselbe. Weil ich nicht gegen Pflichten und Anforderungen verstoßen kann, die für mich gar nicht erst gelten.

Übrigens vergebe ich hier auch keine Master- oder Doktorgrade dafür, dass man meiner Meinung folgt, und ich lasse keinen durch die Prüfung fallen, der mir nicht folgt. Deshalb unterliege ich auch nicht den Anforderungen des Prüfungsrechts usw.

> Widerprüche.

Nein. Du hast bloß überhaupt nichts kapiert und willst Dinge in Widerspruch setzen, die nicht vergleichbar sind.


Gast$FF
19.7.2014 17:21
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> Die Bandidos werden aber auch keine Engel, nur weil sie sich Schießereien mit den Hells Angels liefern. Es adelt nicht automatisch, Hells Angels abzuknallen.

Ha! Super Vergleich, um das Verhältnis zwischen den Rotsozialisten und den Braunsozialisten anschaulich zu beschreiben. Muss ich mir unbedingt merken; besten Dank. 🙂


Stefan W.
20.7.2014 13:47
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Weil es vor allem falsch ist, wie sie es machen, und warum sie es machen. Man bekämpft nicht Totalitarismus, indem man dessen Methoden erstens anwendet und zweitens gesellschaftlich etabliert.

Das sehe ich genauso.

Dein Denkfehler ist zu glauben, dass jeder, der einen Freiheitsgegner auch nur irgendwie bekämpft, ein Freiheitskämpfer sei.

So, so – das soll mein Denkfehler sein? Wo soll ich den begangen haben? Ich bin mir keiner Schuld bewusst.

Ich betreibe hier keine Soziologie.

Das ist hier ein Blog. Dessen Hauptzweck nicht ist, eine „Wissenschaft” („-logie”) darzustellen, sondern journalistisch und meinungsbildend tätig zu sein. Deshalb klage ich ja auch nicht auf die Anerkennung als Wissenschaft (allerdings nehme ich Wissenschaftsfreiheit in Anspruch, um kritisieren zu können) sondern vorrangig auf Pressefreiheit.

Dass das ein Blog und kein Lehrstuhl ist habe ich auch gemerkt. Was ich sagen will, ist, dass Du Dich inhaltlich mit soziologischen Fragestellungen beschäftigst.

Das ganze Kraddaladatsch über Wissenschafts- und Meinungsfreiheit interessiert mich hier nicht, weil ich Dein Recht Dich mit den Fragen zu befassen nicht in Abrede stelle.

Denn als Presse und als Journalist darf man auch politisch meinungsbildend sein (das ist sogar konstituierend). Wissenschaft hingegen hat sich vom politischen und insbesondere vom Parteipolitischen fern zu halten.

Angenommen ein Soziologe forscht darüber, ob Lernerfolge größer sind bei Koedukation, für Jungs, für Mädchen, für beide oder für keinen. Das Ergebnis seiner Forschung könnte sein, dass sowohl Jungs als auch Mädchen mehr oder besser lernen, wenn sie in einer gemischten Klasse unterrichtet werden. Das könnte in einem Gottesstaat mit strikter Geschlechtertrennung ein unerwünschtes Ergebnis sein, und damit ist der Soziologe mit solcher Forschung unmittelbar drin, in der politischen Auseinandersetzung.

Eine ehrliche Diktatur würde sagen “Es ist uns wurscht, ob man besser lernt, wir sind so oder so gegen gemischte Klassen!” aber meistens läuft es ja nicht so.

Umgekehrt könnte eine Forschung ergeben, dass die Lernergebnisse schlechter sind. Das würde in unserer Gesellschaft ein unerwünschtes Ergebnis darstellen. Man könnte sich dann immer noch auf den Standpunkt stellen, dass das ein Preis sein könnte, den man zu zahlen bereit ist, weil es vielleicht nicht sehr stark die Lernerfolge bremst, und weil man sich andere, gesellschaftliche Vorteile davon verspricht, aber auch in unserer Gesellschaft ist die Neigung offen über Vor- und Nachteile und Interessen zu reden gering. Nachteile werden lieber verleugnet, ignoriert, tabuisiert und verdrängt.

Die meiste Forschung findet in einem von politischen Interessen besetzten Feld statt, und Forscher sind nicht unpolitisch. Solange sich die Forscher ihrer politischen Einstellungen bewusst sind und skeptisch gegenüber eigenen Vorurteilen, u.U. ihre Interessen transparent machen ist dagegen wenig zu sagen.

Wenn die Problematik unreflektierter Vorurteile aber nur Thema einer Einführungsveranstaltung im Grundstudium ist, die rasch wieder vergessen wird, und man rasch in die Interessenkonflikte der unterschiedlichen Schulen einer Fakultät hineingezogen wird und das Studium opportunistisch in Seilschaften gestaltet, dann ist das Risiko wohl groß zum Gefälligkeitswissenschaftler zu werden.

Ich habe Dich so verstanden, als ob Du einen Rechtsextremen von der Uni weisen willst, schon wegen des Tragens eines einschlägigen T-Shirts. Ich weiß nicht ob damit die einschlägigen LONSDALE oder CONSDAPLE – Klamotten gemeint sind, die, wenn man eine Jacke darüber geschickt drapiert aussehen, als ob sie für die NSDAP Werbung machten.
Von den Klamotten auf eine Gesinnung zurückzuschließen finde ich extrem heikel. Man sollte nachweisbares Verhalten sanktionieren, nicht vermutete Gesinnungen. Letztere lassen sich schlecht belegen und öffnen Spekulationen und Willkür Tor und Tür.

Ich glaube auch nicht dass man ein Recht hat sich von T-Shirts nicht bedroht zu fühlen.


Hadmut
20.7.2014 13:51
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> Ich glaube auch nicht dass man ein Recht hat sich von T-Shirts nicht bedroht zu fühlen.

Das ist eine sehr schwierige Einzelfallfrage, die man nicht so pauschal beantworten kann.

Aus genau diesem Grund hat kürzlich ein Richter verboten, dass die Hells Angels in ihren Kutten als Zuschauer zum Prozess kommen, weil sie damit den Zeugen einschüchtern würden.

Die Kutten der Hells Angels sind durchaus Drohwerkzeug.

Und die Kapuzen des Ku Klux Klan sind es auch.


Kreuzweis
20.7.2014 14:49
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“Rotfaschisten” oder “rote SA” sind beliebte Wortschöpfungen, weil die Roten die SA und den Faschismus als das ansolut Böse in den Köpfen installiert haben.

Historisch ist es jedoch so, daß die SA erst eine REAKTION auf den roten Terror war.

Der rote Terror ist so alt, wie der Sozialismus selbst und gehört zwngsläufig dazu, weil er argumantativ eigentlich nur Kretins und Gauner anspricht. Daher konnten und mußten die intelligenten Widerredner durch Gewalt eingeschüchtert werden. Interessanterweise waren und sind es regelmäßig stinkreiche “auserwählte” Kapitalisten, die rote Berufsumstürzler unterstützen aber nicht in Traum daran denken, ihren Reichtum mit den Armen zu teilen. Kaum einem Sozialisten fällt dieser Widerspruch auf …
Und die linken LehrerInnen und Guido Knopp erzählen höchst selten sowas.

Linker vs. rechter Sozialismus:
Auch hier wird gerne gleichesetzt. Doch Erkenntnis entsteht prinzipiell nicht durch Betrachtung von Gemeinsamkeiten, sondern von Unterschieden.
Ich vergleiche beide Sozialismen gerne mit einem Krebsgeschwür. Dabei wäre der linke Sozialismus ein bösartiger Tumor und der rechte ein gutartiger.
Da nicht jeder die Unterschiede kennt: ein gutartiger Tumor wächst verdrängend und metastasiert wenig, ein bösartiger wächst infiltrierend und metastasiert aggressiv. An ersterem kann man sterben, an zweitem muß man sterben. Roland Baader brachte es so auf den Punkt: “Sozialismus = Tod!”
Aber nur der rote Sozialismus will restlos die ganze Welt erobern (und MUSS es eigentlich auch), der braune interessiert sich für die Staatsform anderer Länder wenig. Der braune Sozialismus hat auch keinen Unzufriedenen am Wegzug gehindert, der rote praktisch immer.

Das Verhalten der roten Landfriedensbrecher ist auch kein Austrutscher, sondern folgerichtig.
Der rechts gesinnte Mensch steht für unbedingte Gesetzes- bzw. Regeltreue. Egal, ob jemand nüchtern oder alkoholisiert, als Mann oder Frau (etc.) einen über den Haufen fährt, die Strafe folgt nach dem Gesetz – punkt.

Der links Gesinnte bricht und beugt alle Regeln grundsätzlich so, daß sie den “Guten” nützen und den “Bösen” schaden. Dazu führt er den Kautschukbegriff der “sozialen Gerechtigkeit” bzw. “Fallgerechtigkeit” ein, die tatsächlich jedoch das Gegenteil von Gerechtigkeit sind.
Daher urteilen “moderne” Juristen heute gerne “cotra legem” mit der Begründung, im Gestetz stehe es zwar gegenteil, doch der Gesetzgeber hätte es ganz anders gemeint …


Fredi
20.7.2014 17:34
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@Marcionit: Woher haben Sie diese Angaben? Ich finde keine einzige (seriöse) Quelle, die Karl Marx’ Geburtsnamen als etwas anderes als Karl Heinrich Marx angibt.
Ansonsten bin ich mitnichten Sozialist. Ich verstehe nur den Zusammenhang zwischen Sozialismus und Satanismus nicht, insbesondere, wenn die allermeisten satanistischen Bewegungen das absolute Gegenteil von Sozialismus propagieren, nämlich extremen Individualismus und Sozialdarwinismus. Was auch Sinn ergibt, denn (die meisten Formen von) Satanismus sind eine Umkehrung christlicher Ideale, welche letztlich sehr sozial sind.
In der Hinsicht ist Freimaurerei tatsächlich den satanistischen Lehren ein wenig ähnlich, weshalb es auch so schwachsinnig ist zu behaupten, jemand könne Gnostik und Freimaurerei gleichzeitig propagieren (als Marcionist und damit Anhänger annähernd gnostischer Lehren werden Sie das ja verstehen), was mein einziges Anliegen auszudrücken in diesem Nebensatz war.


Marcionit
20.7.2014 19:29
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@Frei

Ich finde keine einzige (seriöse) Quelle

Einzig eine Frage der Definition von “seriös”. Das ist z.B. Wikipedia nun niemals und unter keinen Umstnden. Aber recherchieren müssen Sie schon selbst.

Ich verstehe nur den Zusammenhang zwischen Sozialismus und Satanismus nicht

Der Zusammenschreiber des Sozialismus war praktizierender Satanist (lt. Briefen an seinen Vater). Marx hat das ja nicht erfunden, sondern viel ältere Ideen nur zusammengetragen, die aus Freimaurer-Kreisen (= 100% satanisch) stammen. Und (nicht nur) an deren Früchten kann man sie erkennen.

Alle Sozialisten haben immer zuerst die christliche Lehre bekämpft wie es auch die Freimaurer tun.

Alles Kollektive ist gegen das Individuum, gegen die Seele, ist gegen dessen Wahlfreiheit, fordert Unterwerfung, so auch der Islam, ist also im Wesenskern satanisch.

Der Christ soll (um ein Gleichnis zu verwenden) das eine verlorene Schaf suchen – und sich in freiem Willen für einen Weg entscheiden. Schafft er das nicht, gibt es halt noch viele weitere Inkarnationsrunden.

Entscheiden (und glauben) ist ewas völlig anderes als unterwerfen.

Mir geht es dabei aber NICHT um den Gottesglauben, sondern allein um das Ethiksystem, das auch jeden Atheisten betrifft.

Scharia oder Talmud auf der einen Seite sind nun mal völlig inkompatibel zu einer christlich geprägten Gesetzgebung.

Deswegen will man ja keine christlichen Polen als Einwanderer, sondern Mohammedaner. Nur so schafft man Unfrieden.Dividere et impera.

Für mich was das Kennenlernen von Marcion so entscheidend, weil der erklärte, daß und warum dieser rassistische, rachsüchtige, launische und gar so menschliche Wüsten”gott” Jahwe niemals der sein kann, den JvN als Seinen Vater bezeichnete. Was von den Kirchen unterdrückt wird.

Marcion wird aber auch durch Matth 11:27 bestätigt, denn den Vater kannte vor JvN niemand (“Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.”)

Die Anhänger Jahwes regieren diese Welt (= der “Fürst dieser Welt”), viele davon nennen sich “Christen” (primär in den VSA), sind aber für Massenmord durch Bombenterror und Atombomben, für Todesstrafe und generell für Rache ganz im Sinne Jahwes.

Die jahweisierten “christlichen” Kirchen heute lassen sich überwiegend im Sinne dieses Satans mißbrauchen. Man gurgle mal nach Malachi Martin und höre dessen Aussagen.

Wer die Welt verstehen will, muß dem Metaphysischen Priorität geben.


Herbert
20.7.2014 21:30
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Jegliche Religion ist gegen das Individuum, nicht nur “Jahwe” sondern auch und vor allem der Jesusquatsch – wird doch “der beste Mensch jemals” für den Pöbel geopfert.


Fredi
20.7.2014 21:40
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Irgendwie haben wir beide ein völlig anderes Verständnis von Satanismus. Satanismus ist das absolute Gegenteil von Unterwerfung! Das Kernprinzip von Satanismus ist völlige Freiheit jedes einzelnen, das ist so ziemlich die einzige Gemeinsamkeit aller Richtungen des Satanismus, ob theistisch oder modern.
Und warum sind Freimaurer Satanisten? Glauben Sie etwa ‘Taxil’, alles frei erfunden hat? Freimaurer haben auch nie das Christentum bekämpft, tatsächlich waren Christen wie Juden und Moslems immer willkommen in den Logen.


Marcionit
21.7.2014 10:42
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@Herbert

Nur Politiker haben das Recht, über Dinge zu reden oder zu schreiben, von denen sie keine Ahnung haben. Sind Sie Politiker?

Und haben Sie dies – wohl absichtlich – überlesen. Eigenzitat:

Mir geht es dabei aber NICHT um den Gottesglauben, sondern allein um das Ethiksystem, das auch jeden Atheisten betrifft.

Alle, absolut alle Regeln für das menschliche Zusammenleben (vulgo: “Gesetze”) basieren auf irgend einer “Religion” und sind auch für Atheisten gültig. Wenn man diese Regeln diskutiert, kann oder sollte man den Aspekt des Gottesglaubens außen vor lassen, weil das völlig getrennt ist und eben auf “Glauben” basiert.

Da besteht bei Ihnen noch massiver Bedarf an Erkenntnis und Einsicht.

@Fredi
“Satanismus ist das absolute Gegenteil von Unterwerfung!”

Nein, es ist das Ziel des Geistes dahinter, denn dies ist der Zerstörer schlecht hin, den es allerdings auf Grund der Polarität unseres Universums zwingend geben muß. Kein Mensch ist in der Lage, etwas Absolutes (oder das einzig Absolute???) zu verstehen.

Ich empfehle Ihnen die Lektüre der Trilogie von Armin Risi, in der er die >6000 Jahre alten indischen Veden für einen Modernmenschen verständlich erklärt. Da kommt auch dies vor.


Herbert
21.7.2014 13:37
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@Marcionit: Lächerlich. Siehe Objektivismus. Bye.


Kreuzweis
21.7.2014 15:53
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Ich finde es müßig, über einen Begriff wie “Satan” zu diskutieren, ohne daß der Begriff geklärt wird.

Ein mutmaßlich Kundiger erklärte mir mal, daß im Jüdischen “Satan” recht neutral für “Widersacher” stünde, also jemanden, der der eigenen Sache schadet. Auch vor Gericht wäre die Gegenpartei der Satan der anderen. Ich habe es jedoch nicht geprüft.

Damit wäre auch im Religiösen der Satan des einen der Freund des anderen.

Letztlich machen viele “Westler” der Fehler, ihre Werte nie zu hinterfargen und zu meinen, sie wären weltweit anerkannt. Das ist natürlich Blödsinn. Selbst die ominösen “Menschenrechte” oder der “Humanismus” sind auf nichts anderes, als auf die Werte des Christentums basierend – und mit dem (verdienten) Verenden des Christentums verlieren sie ihren moralischen Sinn.

Für einen Gläubigen Juden z.B. ist nur der Mitjude ein “Mensch” und der große Rest der Menscheit sind eigentlich rechtlose Tiere (Gojim).
Das ubiquitäre Töten solcher “Tiere” wird dadurch sehr erleichtert.

Daß man mit zu großem Ernstnehmen des Neuen Testaments automatisch die Arschlochkarte gezogen hat, haben einige Christen irgendwann erkannt und sich wieder mehr dem Alten Testament zugewandt, sind also quasi wertemäßig Neujuden geworden, behielten jedoch zur Tarnung die Bezeichnung “Christ” bei. Mit dieser praktischeren Interpretation des Christentums war nun viel leichter, die Endlösung der Indianerfrage ohne allzugroße Gewissensbisse anzugehen. Man nennt diese Richtung heute pauschalisiernd die “Evangelikalen”.
Auch das Moralisieren fällt damit viel leichter, denn der alberne alteuropäische Objektivismus ist Alt- und Neujuden völlig fremd: Wir sind die Guten und damit im Recht und die anderen sind böse und somit im Unrecht – basta.

Die Satansfrage ist also eine der Zugehörigkeit zu einer Religion und ohne ein Wissen um den jeweiligen Wertekanon eine völlig fruchtlose!


verhinderter Studienrat
22.7.2014 13:40
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Mein Gott wird hier wieder Kraut und Rüben durcheinandergeworfen “DIE Linken/Rechten” gibt es nicht. Da definiert sich hier jeder was zusammen wie es ihm in den Kram passt. Dazu noch Gendersosse drüber, ist ja widerlich. Danisch, schalte die Kommentare ab, das Kommentar-Gesülze oben ist für die Tonne.


Ich Gerhard Grauel möchte die Zeit-Christ Welt zu kündiegen ich kann die Zeitung nicht Bezahlen dafür müssen sie Verständnis haben bitte geben sie mir ein Bescheid das diese Zeitung von Zeit Christ gekündigt habe und die kann ich nich mehr bezahlen,dafür müssen sie verständnis dafür aufbringen Danke: Datum:den 01.08.2014 Name: Gerhard Grauel Westring 28 in 44787 Bochum dafür werde ich ihn sehr danbar dafürDanke.