Ansichten eines Informatikers

Ende der Demokratie – das war’s.

Hadmut
20.2.2009 0:13

Wenn ich mir anschaue, wie sehr beispielsweise die Amerikaner – und die behaupten ja nun wirklich, die Oberdemokraten, Erfinder der Demokratie und Heilsbringer zu sein – inzwischen bei der Einreise in die USA Leute und insbesondere jeden Datenträger im weitesten Sinne filzen, dann kann man das nicht mehr Demokratie nennen. Wenn man es überhaupt je Demokratie nennen konnte, die Wahl nur aus zwei fast gleichen Parteien zu haben.

Auch an anderer Stelle beobachte ich gerade Vorgänge, über die ich hier – vielleicht nur vorrübergehend – nicht schreiben kann und darf, die aber meinem Verständnis einer Demokratie und unserer Grundrechte zuwiderlaufen.

Ich komme immer mehr zu der Auffassung, daß “Demokratie” eine Episode der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war und sich inzwischen erledigt hat (oder erledigt wurde).

In gewisser Weise habe ich sogar das Gefühl, daß Demokratie in gewisser Weise mit dem Kapitalismus verbunden war, und die fast gleichen Mechanismen, die gerade den Kapitalismus ins Schwanken gebracht haben, auch die Demokratie zerlegen. Es gibt gerade deutliche Tendenzen, die Globalisierung rückgängig zu machen und wieder Binnenmärkte aufzubauen, Firmen zu verstaatlichen. Das ist nicht immer falsch, manche Einrichtung hätte nie privatisiert werden dürfen.

Ich habe aber den Eindruck, daß viele – vor allem westlich orientierte – Länder sich gerade in einer Veränderung ihrer Staatsform befinden. Ich weiß nicht, worauf es hinausläuft, es riecht so nach Industrie-, Interessen- und Lobbydiktatur, mit Wiedereinführung mittelalterlicher Gesellschaftsformen wie Lehnswesen, Adel usw.