Ansichten eines Informatikers

„Wenn ich nicht so weiß wär…“

Hadmut
13.8.2026 15:19

Wär doch mal was für einen Satire-Song.

Ich kann keine Lieder machen, schon lange kein Instrument mehr brauchbar spielen. Singen konnte ich mal, die Stimme ist aber auch hinüber, und meine Musikalität bewegt sich im unteren Amateurbereich.

Es gibt aber Leute, die in so etwas gut sind. Und es gibt Leute, die sich damit auskennen, wie (und welche) KI man dazu bringt, Lieder zu schreiben.

Gerade las ich auf FOCUS, dass die – mir bisher völlig unbekannte – Sportlerin Smilla Kolbe bei der Leichtathletik-EM in Birmingham zwar den Einzug ins Finale über 800 Meter „hauchzart“ verpasst habe (knapp vorbei ist auch daneben), sich statt mit sportlichem Erfolg aber mit politischem Woke-Gequatsche in die Medien spielt: „Wenn ich nicht so weiß wäre” – Im ZDF hält Lauf-Ass Kolbe Plädoyer gegen Rassismus

(Wenn man es nicht ins Finale schafft, ist man kein Ass, sondern höchstens Pik-9, für manche vielleicht auch Herz-Dame, aber kein Ass.)

Wie ich den Senf so lese, nein, schon bei der Überschrift „Wenn ich nicht so weiß wäre” dudelt mir die Musikdrüse im Hirn sofort das Halbplayback zu „Wenn ich einmal reich wär…“ (If I were a rich man aus dem Musical Fiddler on the roof/Anatevka):

Habe ich übrigens mal in London für teuer Geld gesehen. Das Lied ist das Highlight des Musicals und sehr bekannt, aber der Rest ist stinklangweilig und zieht sich ewig.

Aber die Melodie, das Lied ist mir sofort zu der Schlagzeile „Wenn ich nicht so weiß wär…“ eingefallen.

Schreit das nicht geradezu nach einem Woke-Satire-Song?

Der Milchmann Tevje singt ja davon, dass er hart arbeiten muss und auf keinen grünen Zweig kommt, nicht weiß, wie es weitergehen soll, also wie ein Bundesbürger.

[…]

If I were a biddy biddy rich yidle-diddle-didle-didle man
I’d build a big, tall house with rooms by the dozen
Right in the middle of the town
A fine tin roof with real wooden floors below
There would be one long staircase just going up
And one even longer coming down
And one more leading nowhere, just for show

[…]

I see my wife, my Goldie, looking like a rich man’s wife
With a proper double-chin
Supervising meals to her heart’s delight
I see her putting on airs and strutting like a peacock
Oy, what a happy mood she’s in
Screaming at the servants, day and night
The most important men in town would come to fawn on me
They would ask me to advise them like a Solomon the Wise
“If you please, Reb Tevye”
“Pardon me, Reb Tevye”
Posing problems that would cross a rabbi’s eyes
And it won’t make one bit of difference if I answer right or wrong
When you’re rich, they think you really know
If I were rich, I’d have the time that I lack to sit in the synagogue and pray
And maybe have a seat by the Eastern wall
And I’d discuss the holy books with the learned men, several hours every day
And that would be the sweetest thing of all
Ah

If I were a rich man
Ya ba dibba dibba dibba dibba dibba dibba dum
All day long, I’d biddy biddy bum
If I were a wealthy man
I wouldn’t have to work hard
Ya ba dibba dibba dibba dibba dibba dibba dum
Lord, who made the lion and the lamb
You decreed I should be what I am
Would it spoil some vast eternal plan
If I were a wealthy man?

In der deutschen Version von Ivan Rebroff heißt es

Mein Weib stolziert herum, beladen mit Geschmeide
Und aufgedonnert wie ein Pfau
Sie zu sehen, das ist eine wahre Pracht, ja

Da sollte sich doch eine Parodie oder Satire auf das aktuelle Deutschland draus machen lassen, ob nun KI oder echter Liedermacher. Irgendwas mit dicker Karre rumfahren und nichts arbeiten, faule Frau mit Doppelkinn. Reichlich Zeit um in die … zum Beten zu gehen.