Die Zerstörung des wissenschaftlichen Prozesses durch Linke
Warum wir keine Wissenschaft mehr haben.
Sehr lesenswerter langer Tweet:
Das Schlimmste, das Linke der Welt angetan haben, war der Marsch durch die Universitäten mit anschließender Zerstörung des wissenschaftlichen Prozesses.
Man hat aufgehört, die wichtigste aller Fragen zu stellen: Stimmt meine Theorie?
Weder in den Klimawissenschaften, noch… pic.twitter.com/1MjxuJmfwy
— GFrei.News (@GFreiNews) August 9, 2026
Ja.
Kann ich voll bestätigen. Habe ich zuerst in meiner Zeit an der Uni Karlsruhe und dann im Streit mit derselben immer wieder beobachtet: Es interessiert keine Sau mehr, ob das stimmt, was man behauptet. Es geht nur noch darum, ob es einem persönlich nutzt. Es wird einfach irgendetwas zusammengelogen und dann jeder attackiert, der auf Fehler hinweist.
Dazu kommt noch dieser seltsame Effekt, den ich zuerst bei Professoren beobachtet habe, dass wenn jemand irgendeinen fachlichen oder sachlichen Einwand äußert, man nicht den Einwand betrachtet, sondern den angreift, der ihn äußert, indem man ihm unlautere Absichten unterstellt: Das sagt der nur, weil …
Deshalb werden an den Universitäten auch nur Idioten oder Fachidioten eingestellt, damit die disjunkte Fachgebiete haben und sich gegenseitig nicht ins Gehege kommen können.
Mir ist nun aber eine Textstelle in diesem Tweet besonders aufgefallen:
Man hat aufgehört, die wichtigste aller Fragen zu stellen: Stimmt meine Theorie?
Genau dieser Frage ist nämlich 2011 oder 2012 der norwegische Soziologe und Komiker Harald Eia mit seiner Dokumentarserie Hjernevask (Gehirnwäsche) nachgegangen. Die löste damals in Norwegen eine riesige Diskussion über Feminismus, Gender-Quatsch und Gender-Mainstreaming aus, weil Eia detailliert aufzeigte, dass das alles nur frei erfundener Unsinn ist, der schon der leichtesten Nachprüfung nicht standhält. Die Serie gab es damals auch auf Youtube, verschwand aber sehr schnell wieder. Sie führte dazu, dass man in Norwegen den Feministine/Genderisten sofort alle Gelder gestrichten hat, weil man plötzlich merkte, dass es nichts als Schwindel ist.
Und in dieser Serie gab es eine Stelle, die mir besonders in Erinnerung gelieben ist, und die ich im Blog wiederholt aufgegriffen habe, weil sie so prägnant und treffend ist:
Eia fragte eine von dieser Gender-Professorinnen, welche wissenschaftlichen Methoden sie haben und ob sie ihre Aussagen jemals nachprüften. Deren Antwort (sinngemäß, aber ich habe es auch wörtlich so in Erinnerung): „Wir brauchen keine wissenschaftlichen Methoden, wir haben feministische Theorien!“
Ich hatte mich ja seit 2012 intensiv mit Gender Studies beschäftigt und sehr schnell gemerkt, dass das alles nur Schwindel ist und die Überprüfung ein Art Schießen auf den laufenden Keiler (oder besser gesagt die Bache) ist, weil die ihre Behauptungen und Standpunkte auch ständig ändern und jede etwas anderes behaupten. Es geht da einfach nur darum, das Lügen und sich Beklagen so zu optimieren, dass man möglichst viel Geld und Macht bekommt und möglichst hoch aufsteigt. Und merkt jemand, dass man lügt, beschimpft man ihn als frauenfeindlich, rechts oder etwas in der Art, oder hängt ihm einen Vergewaltigungsvorwurf an. Das war besonders in den USA sehr üblich, aber auch bei uns schon früh Standard. Siehe der (auch verfilmte) Roman „Der Campus“ von Dietrich Schwanitz (1995) mit der durchgeknallten Frauenbeauftragten, die sich da auch so prächtig selbst widerspricht. Im Film von Barbara Rudnik sehr realitätsnah gespielt. Irgendwo stand mal, dass der Professor, der nur einen Sekundenauftritt hat, indem er ihr bei einer Anhörung eine simple Logik-Frage stellt, an der sie scheitert, ein Cameo-Auftritt von Schwanitz selbst war.
Über die Jahre habe ich dreimal auf Webseiten und in Medien ganz am Rande und versteckt Äußerungen von Gender-Studies-Professorinnen gefunden, in denen sie – so im Nebensatz – einräumten, dass Gender Studies nur „Arbeitshypothesen“, „Unbewiesene Annahmen“ seien, und keine Grundlagen hätten. Diese Textstellen verschwanden dann aber immer sehr schnell wieder. Gender wurde einfach so postuliert.
Ich habe mich lange damit beschäftigt danach zu suchen, wie sie überhaupt darauf kommen, woraus das hergeleitet wird oder wie man es jemals geprüft hätte.
Ergebnis: Nichts. Da ist einfach gar nichts.
Sie verstehen noch nicht einmal die Frage.
Wenn man sie fragt, welche wissenschaftliche Methodik sie verwenden, gibt es eigentlich nur drei Arten von Antworten:
- Du Misogynist, verschwinde hier!
- Wir sind interdisziplinär und verwenden Methodiken aller Fächer.
- Wir verwenden eine andere Epistemologie, und unsere Forschung beruht nicht auf herkömmlichen, von und für Männer gemachten Methoden oder patriarchalen, frauenausgrenzenden Wahrheitsregimen.
Dazu auch „Quality is a Myth“, und Behauptungen wie dass es frauenausgrenzend und eine männergemachte Unterdrückungsmethode sei, von jemandem zu erwarten, sich nicht selbst zu widersprechen. Weibliche Wissenschaft umfasse eben auch das Recht, sich selbst zu widersprechen und den Standpunkt zu wechseln, weil Frauen von ihrem Geschlecht nicht abstrahieren könnten und das weibliche Geschlecht eben so sei. Die wissenschaftliche Meinung ändert sich wie der Zyklus und das Wetter.
Wohlgemerkt, das ist jetzt keine überspitzte Darstellung von mir, das meinen und beanspruchen die wirklich so.
Ich habe oft eingewandt, dass sie nicht verstanden haben, was wissenschaftliches Arbeiten ist, denn noch lange, bevor die Frage nach (oder der Streit um) Richtigkeit und „Wahrheit“ einsetzt, zunächst einmal die Dokumentation und Nachvollziehbarkeit stehe. Noch bevor man sich mit der Frage auseinandersetze, ob Gender überhaupt stimmt, müsse man doch erst einmal aufschreiben können, wie man überhaupt auf den Gedanken kommt. Aus welcher Überlegung oder Beobachtung, aus welchem Experiment oder Gedankengang man darauf kommt. Damit überhaupt erst einmal eine Substanz und der Weg zu ihr da sind, die man dann auf Richtigkeit und Schlüssigkeit prüfen könne.
Ergebnis: Einfach nichts. Außer Drohungen und Beschimpfungen.
Sie können nicht nur nicht sagen, wie man überhaupt auf Gender kommt. Sie wollen es auch gar nicht. Im Gegenteil: Sie empfinden es als Macht, als Befreiung von Männern, einfach so jeden beliebigen Blödsinn behaupten und als Wissenschaft ausgeben zu können.
Das wurde von der Politik belohnt.
Mit Geld, Ansehen, Posten, Professuren, Lehrstühlen, Aufträgen und so weiter und so fort.
Also hat man die Methode übernommen und auf alle Wissenschaftsbereiche ausgedehnt, seit Merkel/Schavan die Exzellenzuniversität eingführt haben, die dafür bezahlt wird, politisch opportune Ergebnisse zu liefern.
Ich kann mich noch erinnern, an meine Uni-Zeit. Professor Deussen, einer der besseren, der in Theorie machte, davon durchaus Ahnung hatte, und auch ansonsten ein umgänglicher und durchaus kritischer Mensch war. Damals geisterte der Begriff „Multimedia“ durch die Medien und Politik, und die wollen ja immer irgendetwas, womit sie sich profilieren können. Doch in den 90er Jahren wusste noch keiner, was „Multimedia“ so genau sein soll, weil die Rechner einfach noch nicht stark genug waren und es die Technik noch nicht gab. Damals wurde man noch dafür ausgeschimpft wenn man unnötig eine Graphik von 64×64 Pixeln in eine Webseite einband, ein Frevel waren Bilder mit 256×256 Pixeln, weil dadurch das Laden der Webseite so lange dauerte. Echte Bilder oder gar Videos noch undenkbar. Ich habe damals im Institut mit dem Transputerboard und einer angeschlossenen Videokamera noch für damalige Verhältnisse hochmoderne Bilder in 512×512 (schwarzweiß) aufgenommen, und auch davon konnte man immer nur ganz wenige speichern, weil der Speicherplatz knapp und teuer war. Viel mehr gaben die Bildschirme ja auch nicht her.
Und in dieser Zeit kam das Institut von Deussen, die bisher Theorie gemacht haben, plötzlich daher und sagte, sie seien jetzt Multimedia-Institut. Sie seien jetzt die Spitze der Multimedia-Forschung. Von jetzt auf gleich. Weil ich die Mitarbeiter gut kannte – Komilitonen aus meinem Studium – fragte ich mal, was sie da eigentlich machen und unter Multimedia verstehen, sie hätten doch eben noch Theorie gemacht. Da grinsten die breit und meinten, das wüssten sie auch noch nicht, aber es habe halt Geld vom Ministerium gegeben, das nicht vergeben werden konnte, weil keiner „Multimedia“ auf der Forschungsliste stehen gehabt habe, und sie hätten halt einfach als erste „Hier!“ gerufden. Aber ihnen würde schon irgendwas einfallen, was man mit dem vielen schönen Geld anfangen könnte.
Das ist mir so als Lacher in Erinnerung geblieben, weil wir ja auch immer das Geld wild rausgehauen haben, wenn wir auf geheimen Kanälen zum Jahresende erfuhren, dass „übermorgen“ oder „heute abend“ Kassensperre ist und die Konten eingefroren werden, und wir dann schnell los sind oder losgefaxt haben, um das Geld noch rauszuhauen. Ich bin dann immer mit dem Fahrrad und dem Rucksack losgefahren, die Computerläden der Innenstadt abzuklappern und alles aufzukaufen, was sie an SCSI-Festplatten auf Lager haben. Größe und Preis egal, ich nehme alles. Die haben immer ganz entsetzt geguckt, wenn sie gesehen haben, dass ich die hochempfindlichen Festplatten einfach in den Rucksack gesteckt habe und da schon 5 oder 10 drin waren. Und dann – Handys gab es ja noch nicht – aus der Fußgängerzone in der Telefonzelle – angerufen und durchgegeben, wieviel Geld ich ausgegeben habe, damit das Sekretariat ausrechnen konnte, ob noch etwas übrig war. „Kauf noch Platten bis 800 DM!“ Mich guckte mal jemand, der das von außen angehört hatte, an, als hätte ich „5000 im dritten Lauf auf Gänseblümchen“ reingebrüllt.
So wie man bei der Bundeswehr lernte, jede freie Minute auszunutzen um in jeder x-beliebigen und noch so unbequemen Körperhaltung mit vollem Gerödel sofort zu schlafen, um über den Tag genug Schlafminuten sammeln zu können, lernte man an der Universität, jedes Geld zu nehmen und aufzuheben, dass sich einem bot. Und so, wie das Institut Deussen damals spontan zum Multimedia-Forschungsinstitut wurde, weil es Multimedia-Geld gab, so sprossen auch die Genderstudies und die Gleichstellungen aus dem Boden, einfach weil es Geld dafür gab. Weil die Regierung dafür zahlte. So, wie mir die Humboldt-Uni in einer Auskunftsklage vor dem Verwaltungsgericht sagte, dass sie auch nicht wüssten, was Susanne Baer als Professorin eigentlich gemacht habe, sie aber auch nicht gefragt hätten, weil es dafür Geld vom Ministerium gab, und die Uni dringend Geld brauchte.
Und das hat längst überhand genommen, seit man auf die W-Professuren umgestellt hat und Professoren nur noch ein Grundgehalt bekommen und kaum Ausstattung, und sie sich alles dazuverdienen müssen, und deshalb auf dem Markt der Gefälligkeitsstudien und -gutachten anschaffen gehen. Deshalb gibt es längst einen akademischen Straßenstrich für Studien und Gutachten aller Art, und deshalb Studien und Gutachten zu Frauenquoten, Klimakatastrophen, Rechtsextremismus, wie die Regierung sie haben möchte.
Und wer dabei schön links schreibt, bekommt Folgeaufträge.
Wer nicht links schreibt, bekommt nie wieder einen Auftrag.
So läuft das.