Steht ein großes Erdbeben bevor?
Eine „wackelige“ Prognose.
Ich habe zwar von Geologie überhaupt keine Ahnung, und wohne auch noch nicht lange genug auf Zypern, um das beurteilen zu können, aber einfach mal so eine Vermutung ins Blaue:
Bisher war das eher so, dass deutlich spürbare Erdbeben so ungefähr ein oder zweimal im Jahr passierten. Und bei den früheren Erdbeben, die ich hier deutlich gespürt habe, war das dann so, dass es wenige Wochen später im Bereich der griechischen Inseln, und dann wieder etwas später im Bereich Syrien-Türkei gebebt hat. Genau das war nämlich auch beim großen Erdbeben Syrien-Türkei mit den vielen Toten.
Nun gab es aber in der letzten Zeit – nach meinem Eindruck – häufiger deutlich spürbare Erdbeben auf Zypern. Vor wenigen Wochen ein relativ starkes um Paphos, bei dem ich aber nicht da war, und ungefähr letzte Woche eines in Limassol, vorhin wieder hier in Paphos. Das waren jetzt mindestens drei deutlich spürbare Beben in kurzer Zeit. Die Schreibtisch- und Videolampen haben bei mir vorhin deutlich gewackelt. Und danach habe ich noch einige Zeit so ein Schwimmen und Schaukeln gespürt, und teils auch am Getränk im Glas gesehen. Und selbst jetzt spüre ich noch so ganz winzige Minimalbewegungen am unteren Ende der Wahrnehmbarkeit. Und bei dem Beben neulich, bei dem ich nicht da war, ist etwas bei mir von einem Stapel heruntergefallen und kaputt gegangen. Vom Wert unbeachtlich, zeigt aber, dass das schon gut geschüttelt haben muss.
Das fühlt sich an, als ob da etwas in erheblicher Bewegung sei. So völlig unwissenschaftlich und unhaltbar, sagt mein Hintern so nachdem, wie sich das anfühlt. Auf Zypern fühlt sich das nicht so schlimm an, weil sich Zypern da irgendwie „locker, beweglich“ anfühlt, als gäbe Zypern da leicht nach und nähme deshalb wenig oder keinen Schaden, und ist vielleicht immer zuerst dran.
Wenn mein Hintern das richtig fühlt, müsste es in den nächsten Wochen wieder vor Griechenland ordentlich rumpeln – und dann richtig deftig wieder entlang der Kante Syrien-Türkei. Und das könnte durchaus schwerer oder größer als das damalige Beben sein.
Hat aber keinerlei wissenschaftliche Substanz, keine geologische Grundlage, sagt nur mein Hintern nach seinen direkten seismischen Erfahrungen.
Anzumerken, und das sagt Geologen vielleicht etwas, dass sich die Beben auf Zypern, die ich bisher miterlebt und per Hintern gefühlt habe, immer nach deutlichen horizontalen Bewegungen anfühlten und nicht nach vertikalen oder Schüttelbeben, was ich anderenorts auch schon anders erlebt habe. Ich hatte auf Zypern dabei immer das Gefühl, als würde ich – mitsamt Bett und Haus – für einige Zentimeter, gefühlt sogar bis zu Dezimeter, Richtung Osten verschoben würde. Früher hatte ich schon so ein Ost-Nordost-Gefühl, heute wieder. Als würde ich so Richtung Osten, so vielleicht Kurs 70 bis 80 bewegt. Was seltsam ist, denn laut geologischen Darstellungen bewegt sich hier die anatolische Platte gen Westen. Geo.de erklärt das so:

und ich sitze hier ja genau an dieser Kante, aber wohl noch auf dem afrikanischen Teil. Man sieht das auch, wenn man hier durch die Gegend fährt, dass viele der „Gebirgsformationen“ aufgefalteter ehemaliger Meeresboden mit Sedimentschichten ist, und das Troodos-Gebirge, und die ganze Insel, sich durch diese Plattenreibungen aufgetürmt haben. Könnte also sein, dass sich die Anatolische Platte gen Westen bewegt, dabei Spannung aufbaut, und die Afrikanische Platte dabei immer wieder mal „abrutscht“ und dann nach Osten „schnalzt“, was genau der Richtung entsprechen würde, die ich da immer fühle.
Jedenfalls stoßen genau hier die Afrikanische Platte und etwas östlicher die Arabische Platte gegen den „Anatolischen Block“ und die ostanatolische Verwerfung zusammen. Es gibt eine Maschine, die erklärt, wie Erdbeben entstehen:
This Japanese model shows how earthquakes are formed. pic.twitter.com/WtvcJaI8v1
— ViralRush ⚡ (@tweetciiiim) December 3, 2025
Genau so fühlt sich das hier an – nur um 90° gedreht, horizontal, Platten, die seitlich aneinander reiben, womit die „Schnalzbewegung“ horizontal verläuft. Als ob die beiden Platten aneinander reiben, aber in seitlicher Richtung und nicht übereinander.
Die Frage ist, ob der türkische Katastrophenschutz inzwischen verbessert wurde.