Ansichten eines Informatikers

6TB Sensible Daten aus Berlin abgeschnorchelt (?)

Hadmut
28.8.2026 22:24

Ach, hübsch.

Wenn ich daran denke, dass ich neulich noch gegenüber dem Finanzamt gerügt habe, dass sie geschützte Steuerdaten per E-Mail verlangen und die E-Mail ans Finanzamt nicht über dedizierte Mailserver, sondern über die der allgemeinen Verwaltung von Berlin läuft:

Nein! – Doch! – Oooooh!

Wegen des Hackerangriffs waren die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz am 14. August für rund eine Woche vom Landesnetz isoliert worden. Wegen der Cyberattacke konnte in der Hauptstadt unter anderem tagelang kein Wohngeld beantragt oder ausgezahlt werden.

[…]

Für den Cyberangriff soll nach “Spiegel”-Informationen die Ransomware-Gruppierung Rhysida verantwortlich sein. Das gehe aus einem aktuellen Eintrag auf der Leak-Seite der Gruppierung im Darknet hervor. In dieser Erpresserbotschaft behaupten die Hacker, bei ihrem Feldzug insgesamt knapp sechs Terabyte Daten erbeutet zu haben und fordern vom Land Berlin die Zahlung von 30 Bitcoin – sonst würden sie die Daten veröffentlichen. Daneben läuft eine Countdown-Anzeige. Demnach habe die Hauptstadt noch eine Woche Zeit, die geforderte Summe zu bezahlen. Die geforderten 30 Bitcoin haben derzeit einen Gegenwert von rund zwei Millionen Euro.

[…]

Auf “Spiegel”-Anfrage bestätigten beteiligte Sicherheitskreise, dass es sich bei den Erpressern um die Gruppe Rhysida handele. Der Darknet-Ankündigung der Hacker zufolge wären weitaus mehr Daten abgeflossen, als von Berlin in den Tagen nach Bekanntwerden des Cybervorfalls eingeräumt. Sollten sich die Behauptungen der Rhysida-Verantwortlichen bewahrheiten, wären auch äußerst sensible Daten in ihre Hände gelangt.

Demnach verfügten die Hacker nicht nur über die Daten von knapp 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren und mehr als 46.500 Verträgen, sondern auch Informationen über Einrichtungen der kritischen Infrastruktur, sensible Justizunterlagen, Notfallpläne, Passwörter und knapp 6000 Dateien mit Login-Daten.

Stimmung!

Da bleibt kein Auge trocken.

Mal sehen, was da noch rauskommt und was davon stimmt.