Ansichten eines Informatikers

Dürfen Queere noch aus dem Haus?

Hadmut
24.8.2026 17:37

Wenn der Wahlkampf immer grotesker und absurder wird.

Oder: Warum Arthur ein Idiot ist. Falls es ihn überhaupt gibt.

Leser meines Blogs wissen, dass DIE ZEIT in meiner Achtung sehr, sehr weit unten steht. Trotzdem schaffen die es immer wieder, sich selbst noch zu unterbieten.

Queere Jugend in Sachsen-Anhalt: »Ich befürchte, es wird so schlimm, dass ich nicht mehr rauskann«

Arthur hebt jedes Mal den Blick, bevor die Gruppe um eine Ecke geht. Einer der Jugendlichen liest die nächste Aufgabe der Stadtrallye durch Wernigerode vor, zwei andere diskutieren über die richtige Antwort. Ein Mädchen trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift »FCK NZS«, ein anderes mit zwei bunten Strähnen im Haar fotografiert eine Fachwerkfassade.

[…]

Arthur ist 20 Jahre alt, trans und einer von 15 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die an einem Sommerwochenende am Queer*Camp vom Jugendnetzwerk Lambda Mitteldeutschland teilnehmen. Das ist ein Verein, der junge Menschen in Sachsen-Anhalt und Thüringen vernetzen will. Lambda betreibt Jugendtreffs und besucht Schulen, um über queeres Leben aufzuklären.

[…]

Die AfD Sachsen-Anhalt fordert in ihrem Regierungsprogramm, den Zugang zu Pubertätsblockern und Hormontherapien für Kinder und Jugendliche einzuschränken. Auf Bundesebene geht die Fraktion noch weiter: Sie will »jegliche medizinische Transition bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen« verbieten, heißt es in einer Mitteilung der AfD-Fraktion im Bundestag.

»Ich werde das nie verstehen«, sagt Arthur. »Queere Menschen tun doch niemandem was.«

Arthur ist ein Idiot. Falls es ihn überhaupt gibt und er nicht von der ZEIT frei erfunden wurde.

Denn Queere Menschen tun durchaus anderen etwas.

  • Sie gehen anderen permanent und unfassbar auf die Nerven und lassen niemanden mit ihren Privatangelegenheiten in Ruhe.
  • Das ist nicht so, dass die tagsüber arbeiten und dann abends „Queer“ sind, sondern die sind tagsüber schon zu nichts zu gebrauchen und stänkern enorm. Ich hatte mal je so einen Kollegen damals an der Uni und und neulich in der Firma. Und habe viele in diesem politischen Umfeld betrachtet. Sobald die auf diesem Queer-Trip sind, sind die mit nichts anderem mehr beschäftigt. Sie sind aber nicht nur ein Totalausfall, sondern halten die anderen noch vom Arbeiten ab, weil es um nichts anderes mehr als ihre Pronomen, ihre Anerkennung und so weiter geht.

    Dazu kommen noch optische Zumutungen, etwa wenn sich ein Kerl in rosa Leggins quetscht und Zöpfe wie ein 14-jähriges Mädchen trägt.

  • Sie plündern Steuergelder und Krankenkassen für ihre Genitalumbauten und alles mögliche Politgehampel.
  • Sie machen ständig anderen dämliche Sprachvorschriften, die sich auch noch ständig ändern.
  • Überall hängen diese Scheiß-Regenbogenflaggen herum.
  • Viele sind massiv verleumderisch, denunziativ, intrigant.
  • „FCK NZS“ und „FCK AFD“ ist auch nicht gerade „tun doch niemandem was“.
  • Damit eine völlig kaputte Selbstwahrnehmung.
  • Sie beeinflussen Lehrpläne und reden Kindern Unfug ein.

Arthur, 20, möchte so bald wie möglich aus seiner Heimatstadt Halle wegziehen. »Ich will nur glücklich werden, das Leben genießen wie andere auch«, sagt er.

Von Beruf und Arbeiten steht nichts da.

Im Seminarraum ist mit Kreppband eine Prideflagge an die Wand beklebt. Auf den Tischen liegen vegane Snacks und Bücher wie Heartstopper und tin*stories, ein Sammelband über trans, inter und nicht binäre Menschen in Deutschland.
Die junge Frau mit den zwei bunten Strähnen heißt Sanja. Sie ist 22 und arbeitet in einer Mittelstadt in Sachsen-Anhalt als Erzieherin in einer Kita, erzählt sie auf einer Bank im Grünen hinter der Herberge. Sanja ist stolz darauf, einen Job zu haben, der sie erfüllt. »Und auf die vielen Pflanzen in meiner Wohnung, um die ich mich gut kümmere.« Es ist Sanjas drittes Queer*Camp. »Es ist schön, sich hier mit queeren Menschen auszutauschen. Wie es ihnen geht. Welche Sorgen und Ängste sie haben«, sagt sie.

Unter den Menschen im Camp fühle sie sich stark. Doch im vergangenen Jahr hat es eine heikle Situation gegeben. Bei einem Gruppenausflug zum Geiseltalsee wurden sie von jungen Männern angepöbelt, erinnert sich Sanja. Anzügliche Witze. Sexistische Sprüche. Dann seien Steine geflogen. Die Gruppe hatte Angst vor einer Eskalation und suchte sich eine andere Bucht. Dort hatten sie dann Ruhe.

Und waren die von der AfD? Woher kamen die? An der entscheidenden Stelle fehlt was.

Im Regierungsprogramm bezeichnet die AfD queere Lebensweisen als »sexuelle Abweichungen und nicht-reproduktive Lebensweisen«. Sie will Regenbogenflaggen an Schulen verbieten und Vereinen, die sich an queerer oder feministischer »Agitation« beteiligen, öffentliche Förderung entziehen. Ein Verein wie Lambda Mitteldeutschland könnte davon betroffen sein.

Das ist vielleicht nicht schön formuliert, aber in der Sache zutreffend.

Und warum sollten die „öffentliche Förderung“ bekommen? Wenn sie in Wirklichkeit nur eine Marxisten-Sekte sind (und es vielleicht nicht einmal selbst wissen?).

Warum eigentlich soll man diesen Marxismus-Quatsch an Schulen zulassen und mit Steuergeldern fördern? Steht da nicht.

Geht es vielleicht einfach darum, nichts zu lernen, nichts zu arbeiten und dafür bezahlt zu werden, vor Schülern mit dem Geschlecht herumzuwedeln? Ist vielleicht das Kernproblem, dass die Leute sich dann einen Job suchen müssten?

Max

Max leidet unter wiederkehrenden Depressionen. Seit November stecke er in einer depressiven Episode. »Mit der Reise möchte ich wieder näher zu mir finden und Kraft für die nächsten Monate sammeln«, sagt er.

[…]

Seit er Teenager ist, weiß Max, dass er trans ist. Lange hielt er es geheim. Irgendwann habe ihm das so zugesetzt, dass er auf einer geschlossenen Station landete. Dort fragte ihn ein Pfleger, ob er nicht vielleicht ein Junge sei. Max durfte sich ausprobieren, männliche Pronomen nutzen, sich einen männlichen Namen zulegen.

[…]

Sein Vater würde die Queerfeindlichkeit der AfD immer relativieren und sagen, die Partei könne ohnehin nicht alles durchsetzen, was sie vorhabe. Max glaubt, so tun es viele AfD-Wählende: sich das Parteiprogramm schönreden, über die Dinge hinwegsehen, denen sie nicht zustimmen. Dass die AfD in vielen Bundesländern so stark ist, macht ihm Angst. »Ich befürchte, dass es irgendwann so schlimm wird, dass ich gar nicht mehr rauskann. Dass ich Angst haben muss, auf der Straße umgebracht zu werden.«

Macht Euch mal klar, was für ein Klapsmühlartikel das ist: Die suchen sich einen, der mit Depressionen in die Geschlossene kam. Und der soll vor der AfD solche Angst haben, dass er fürchtet, er können dann nicht mehr raus.

Ist das nicht irre?

Und ein Pfleger in der Klapse missbraucht Patienten, um ihnen einzureden, dass sie trans seien. Und damit wird dann Politik gemacht. Die rekrutieren ihre Leute aus psychisch Labilen in der Geschlossenen.

Wird aber noch besser:

Ein paar Tage nach dem Camp, davon wissen die Jugendlichen im Wald noch nichts, wird auf dem CSD in Berlin eine Frau sterben. Max wird erst alles und dann nichts mehr dazu lesen. Sanja wird denken: Schon wieder. Arthur hat über Social Media davon erfahren. Ihm fehlen die Worte für das, was dort passiert ist. »Dass ein Mensch auf einer friedlichen Demo gestorben ist – das geht nicht in meinen Kopf rein«, sagt er.

Dass der Fahrer, der die Frau auf dem CSD totgefahren hat, aber ein Islamist und kein AfD-Politiker war, steht nicht da. Es wird so getan, als hätte die AfD da die Frau umgebracht und als würden im Falle eines AfD-Sieges AfD-Mitglieder wie die Bekloppten durch die Straßen fahren um alle Queere zu überfahren.

Und dass die AfD die einzige (große, in den Parlamenten vertretene) Partei ist, die gegen Migration und gegen Islamisten ist, also die einzige, die sich gegen solche Terroranschläge stellt, wird auch nicht betrachtet.

Es wird einfach komplett umgedreht und so getan, als sei allein die AfD dafür verantwortlich, dass einer beim CSD die Frau überfahren hat.

Und das hält man dann bei der ZEIT und allgemein in der Presse für Journalismus.

Es ist schier unfassbar, was für ein verlogener Mist da aufgetischt wird. Das hat überhaupt nichts mehr mit einer Berichterstattung zu tun, sondern da wird nur noch willkürlich zusammengepappt, was man gerade braucht. Und die insunieren hier jetzt, die AfD sei dafür verantwortlich, dass die Frau beim CSD überfahren worden ist, und wenn die AfD gewinne, könne sich kein Queerer mehr auf die Straße trauen.

Die Frage ist, ob es die Personen überhaupt gibt, oder ob die genauso frei erfunden sind.

Autor: Christopher Ferner. Freiberuflicher Journalist u.a. für ZEIT ONLINE, SZ-Magazin, Tagesspiegel, Fluter, ARTE-Magazin, IPPEN.MEDIA