Ansichten eines Informatikers

Milli-Vanilli der Wissenschaft aufgeflogen

Hadmut
6.8.2026 21:22

Die Universitäten wurden zu Irrenhäusern und haben die „juristische Alchemie“ hervorgebracht.

Point Park University scheint eine Universität in der Innenstadt von Pittsburg zu sein. Es wird überhaupt keine Wissenschaft mehr verlangt, sondern „Autoethnographie“ über sich selbst, über „A Brief History of My Gendered Body: An Autoethnographic Exploration of Trans, Queer, and Cuban Embodiment“ soll reichen. Es wird berichtet, dass die Dissertion mit „Hello, darling. Welcome.“ anfange, aber sofort von der Publikation gesperrt wurde, man kann sie nicht einsehen. War wohl gar zu lächerlich und peinlich. Zumindest die ersten 24 der 99 Seiten sind wohl hier zu finden.

Oder wie man in den Gender Studies sagt „Quality is a myth“.

Sie gehört wohl zu diesem „Social Justice Psychology Research Team“.

Das liest man dann besser im Browser mit automatischer Übersetzung: Urgenda und der Shell-Fall: Salon-Populismus plus juristische Alchemie

Wie ist es möglich, dass es so wenig Widerstand gibt, wenn die Demokratie vom niederländischen Richter unter kurateliert gestellt wird, wie im Urgenda-Verfahren gegen den Staat und im Klimafall Milieudefensie gegen Shell?

Warum gibt es keinen Aufstand, wenn einige Personen im Namen der Bürger der Niederlande vor Gerichten vorgehen, ohne dass diese Bürger dem zugestimmt haben? Und warum akzeptieren wir die „Rechtsalchemie“, die vom Richter nicht obligatorische UN-Übereinkommen mit dem Menschenrecht aufbringt und sie daher verpflichtend vorschreibt?

Jos Teunissen, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht, füllt sowohl den „Salon-Populismus“ als auch die „legale Alchemie“ aus.

von Jos Teunissen

Mitte 1994 wurde eine zivilrechtliche Fassung in Form eines neuen Artikels 3:30a des Bürgerlichen Gesetzbuches für das Berufsrecht eingeführt, das bereits kollektiven und allgemeinen Organisationen im Verwaltungsrecht gewährt wurde. Der erste Absatz enthält:

„Eine Stiftung oder eine Vereinigung mit voller Rechtsfähigkeit kann eine Klage einleiten, die dazu bestimmt ist, die ähnlichen Interessen anderer Personen zu schützen, soweit sie diese Interessen im Rahmen ihrer Satzung vertritt.“

Bei der Gestaltung dieses neuen Rechts auf Handeln wurde der Gesetzgeber von der amerikanischen „Samsenaktion“ inspiriert, die jedoch eindeutig zum Schutz der kollektiven Interessen (von Menschen in der Eigenschaft von Verbrauchern, Arbeitnehmern usw.) und nicht auch für Rechtsstreitigkeiten über allgemeine Interessen bestimmt ist.

Dieses niederländische Klagerecht geht erheblich weiter als die Verwaltungsbeschwerde. Darüber hinaus kann eine solche Klage nicht nur gegen die Regierung, sondern auch gegen eine private Organisation erhoben werden, wie das jüngste Shell-Urteil zeigt.

Zuvor gab es das Urgenda-Urteil vom 20. Dezember 2019, das jeden niederländischen Einwohner betrifft. Dieses Urteil, in dem das Versäumnis des Staates, die CO2-Emissionen stärker zu reduzieren, unrechtmäßig entschieden wurde und der Staat verpflichtet war, eine gewisse CO2-Reduktion im Jahr 2020 sicherzustellen, war nur durch die Anwendung von zwei Kunstgriffen möglich.

Und der nimmt das nun auseinander:

Urgenda repräsentiert das gesamte niederländische Volk

Der erste Kunstgriff besteht darin, zu akzeptieren, dass die Stiftung „Urgenda“ im Namen aller Bewohner prozessieren durfte und dass dies nicht ihre Zustimmung und sogar ihre Vertrautheit mit dem Verfahren erfordert, eine Kunstfertigkeit, die der Gesetzgeber ermöglichte. Denn eine Stiftung – eine juristische Person ohne Mitglieder – selbst hat keine Folgen von steigenden CO2-Konzentrationen in der Luft.

Rechtsalchemie mit Menschenrechten

Der zweite Kunstgriff, der notwendig war, um das angebliche Staatsversagen als rechtswidrig zu qualifizieren, war eine Form der „Rechtsalchemie“. Ein alchemistischer Transformationsprozess besteht aus drei Phasen, so auch hier.

Obwohl die Bestimmungen des UN-Klimavertrags, die eine Emissionsreduktion von mindestens 25 Prozent im Jahr 2020 beinhalten, nur auf die teilnehmenden Staaten abzielen und nach Angaben der Haager Richter keine direkte Wirkung haben, sollte dies immer noch als rechtlich durchsetzbare Verpflichtung zur Folge angesehen werden. Im Falle des Nichterreichens dieses Ergebnisses würden Bestimmungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (Art. 2 und 8: kurz: das Recht auf Leben und das Recht auf ein Privatleben) verletzt, die „jeder verbindlich“ sind.

Dies ist die erste Phase im alchemistischen Prozess: Ein Ziel in einem nicht durchsetzbaren Vertrag wird „jeder verbindlich“ gemacht, indem es erlaubt wird, es in vertragliche Bestimmungen zu absorbieren.

Dann folgt die zweite Phase: Obwohl diese Menschenrechte als Enthaltungsrechte formuliert sind und Artikel 94 der Verfassung – der vorsieht, dass die gesetzlichen Bestimmungen „ausgeschlossen“ werden müssen, wenn diese Anwendung nicht mit verbindlichen Vertragsbestimmungen vereinbar ist – bedeutet dies, dass sich die Regierung in einem solchen Fall der Intervention der Haager Richter enthalten muss, muss davon ausgegangen werden, dass eine positive Verpflichtung besteht, ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen, d.h. eine positive Leistung, die vom Gericht vollstreckbar ist

Schließlich die dritte und letzte Phase im alchemistischen Transformationsprozess. Die Tatsache, dass die Menschenrechte auf einer positiven Verpflichtung des Staates beruhen, ist bereits außergewöhnlich.

Die Dokumente beziehen sich auf vier Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Obwohl sich diese Urteile grundlegend vom Urgenda-Fall unterschieden, erweitern die Haager Richter dies auf eine positive Ergebnisverpflichtung für den Staat, ein Ziel mit einem allgemeinen Zweck für das gesamte niederländische Gebiet zu erreichen, an dem alle Einwohner beteiligt sind.

Es ist beunruhigend, dass so viele in den Niederlanden gerichtliche Entscheidungen begrüßen, mit denen die Demokratie unter Kuratele gestellt wird – obwohl sie oft Regime (wie Ungarn und Polen) gleichzeitig kritisieren, wenn Demokratie gefährdet wäre – und anscheinend keine Schwierigkeiten haben, sicherzustellen, dass im Namen der Bürger vor Gericht Verfahren durchgeführt werden können, ohne ihnen zugestimmt zu haben.

Die Rechtsprechung folgt den Universitäten.

Aktueller Skandal

Heute ploppte gerade ein Skandal in England hoch. Cambridge-University. Inzwischen schreibt sogar das Fachblatt für Wissenschaft und Universitäten, die BILD, darüber: Cambridge-Professor hatte Lebenslauf erlogen: Hochstapler-Skandal erschüttert Elite-Uni Lustig, weil ich gerade dabei war, diese Informationen aus Youtube-Videos zusammenzupflücken, als mir ein Leser den Link auf den BILD-Artikel schickt, die das schon getan haben:

Er wurde als Vorzeigebeispiel für Aufstieg durch Bildung gefeiert und war der jüngste schwarze Professor in der über 800 Jahre alten Geschichte der altehrwürdigen britischen Uni Cambridge. Doch offenbar war der Lebenslauf von Soziologie-Professor Jason Arday komplett erlogen!

Seine Lügen-Liste ist lang – allein schon seine behaupteten Leistungen außerhalb der Wissenschaft hätten aufhorchen lassen müssen:

  • So behauptete er, in 35 Tagen 30 Marathon-Strecken gelaufen zu sein – neun davon trotz eines Risses im Oberschenkel. Ein anderes Mal sei er in sechs Tagen 600 Meilen (965,6 km) quer durch Großbritannien gelaufen, nur 50 Meilen (80,47 km) weniger als der bisherige Weltrekordhalter.
  • Mit den Läufen habe er 5,5 Millionen Pfund für wohltätige Zwecke eingesammelt, behauptete er. Nun korrigierte er sich: Er habe nicht 6, sondern 12 Tage für den Lauf gebraucht, und das Geld habe er nicht allein, sondern mit 100 weiteren Spendern eingesammelt – von denen er aus Datenschutzgründen keinen einzigen nennen könne.
  • Arday behauptete jahrelang, das Buch „Being Young, Black and Male“ (dt. „Jung, schwarz und männlich sein“) veröffentlicht zu haben. Bis jemandem auffiel, dass es nicht existiert – kein Verlag, kein Manuskript, nichts. Ein zweites Werk führte er auf seiner Homepage als „veröffentlicht“ auf, obwohl es nie fertiggestellt wurde, korrigierte die Angabe später mal in „erscheint bald“, mal in „geplant für 2030“.
  • Einen Master-Abschluss in „psychodynamischer Beratung“ von der Uni Birkbeck will er erworben haben – frei erfunden.
  • Er schmückte sich mit dem Titel „Honorarprofessor“ der englischen Uni Durham – die Hochschule dementierte.
  • Gastprofessuren an der Uni Glasgow, der Ohio State University und der Nelson Mandela University in Südafrika will er bekleidet haben – alle drei Institutionen widersprechen ihm öffentlich.
  • Und dann ist da noch der schwerste Vorwurf, über den er letztlich stürzte: In seiner Doktorarbeit sollen mehr als 180 Passagen nahezu wortgleich aus der Arbeit einer anderen Studentin übernommen worden sein.

Wie konnte ein Mann mit einem derart löchrigen Lebenslauf an eine der begehrtesten Professuren der Welt kommen? Offenbar zählte für viele seiner Unterstützer Ideologie mehr als Leistung. Die Dekanin seiner Fakultät, Prof. Hilary Cremin, erklärte in einem Interview 2023 freimütig, man habe bei der Berufung Ardays „auf die Stimmen unserer schwarzen Gelehrten und Studierenden gehört“ und ihn darum eingestellt.

Als vor zwei Wochen die Plagiatsvorwürfe auftauchten, stellte sich die Uni zunächst hinter ihren Professor und behauptete, seinen Lebenslauf geprüft zu haben. Etwaige Fehler in seiner Dissertation seien mit seiner Biografie zu erklären: Arday sei Autist, habe erst mit elf sprechen und mit 18 lesen und schreiben gelernt.

Selbst die Polizei wollte Fragen unterbinden

Die Vorwürfe wurden als rechte Kampagne gebrandmarkt, 17.000 Akademiker-Kollegen aus den Geisteswissenschaften unterschrieben eine Petition zu seiner Unterstützung. Erst als auch der „Guardian“ über ihn recherchierte und die Uni Cambridge doch Ermittlungen aufnahm, trat Arday zurück – aufgrund des „unerträglichen öffentlichen Drucks“, ohne Schuldeingeständnis.

Doch auch die Polizei spielte eine unrühmliche Rolle: Ein Journalist der Zeitschrift „Times Higher Education“ (THE), der die Vorwürfe akribisch recherchierte, wurde wegen einer Beschwerde Ardays von Scotland Yard kontaktiert. Die Polizei forderte ihn auf, den Professor nicht mehr zu kontaktieren, da dies dessen „psychische Gesundheit“ gefährde. Dabei hatte Grove lediglich sachlich nachgefragt, gestützt auf einen 63-seitigen Plagiatsbericht.

Das liefert mir noch einiges zum Verständnis, was ich noch nicht wusste. Ich war nämlich gerade dabei, Informationen zu den beiden Punkten zu sammeln, dass er behauptete, er sei Autist und habe erst mit elf sprechen und erst mit 18 lesen und schreiben gelernt. Dafür spricht er nicht nur viel zu gut und zu flüssig, Kommentatoren zweifelten das auch an, weil er ebenfalls behauptete, als Jugendlicher in einem Fußballverein professionell gespielt zu haben. Man könne schlicht nicht in einer Fußballmannschaft spielen, wenn man nicht sprechen kann. Das gehe einfach nicht.

Ach ja: Als die ersten Dubiositäten seiner Doktorarbeit auffielen, behauptete er, beim Schreiben der Doktorarbeit einen Hirntumor gehabt zu haben.

Es gibt da nämlich noch einen Jubelartikel der BBC von 2023 über ihn:

Mich würde interessieren, wo sie den Typen her haben, der behauptet, ihm mit 11 das Sprechen und später das Lesen beigebracht zu haben.

Neuere Videos befassen sich nämlich damit, wie der Skandal platzt.

Vor 5 Tagen: Cambridges Diversity-Vorzeigeprofessor Jason Arday und der Rassismus der niedrigen Erwartungen Der konnte schwindeln, weil man einfach gar nichts mehr von Schwarzen (und Frauen, Anmerkung von mir, „Quality is a myth“) erwartet:

Und gestern Megyn Kelly: Plagiats-Skandal EXPLODIERT: Professor beruft sich auf Rassismus

Megyn Kelly spricht mit Matt Taibbi, dem Herausgeber von Racket News, über die schockierenden neuen Entwicklungen im Plagiatsskandal um den Cambridge-Professor. Dabei geht es unter anderem um die Versuche der Linken, die Kontroverse auf Rassismus zurückzuführen, während immer mehr Fragen nach Lügen in der Vergangenheit des Professors auftauchen.

Ursache Verblödung durch Feminisierung

Gut auch die Frage: „Sind woke Frauen in akademischen Positionen besonders anfällig dafür, auf Scharlatane hereinzufallen, die ihnen genau die Erzählungen liefern, nach denen es sie dürstet?“

Nicht nur die Woken. Frauen sind Sozial- und Sympathiemaschinen, und sehr viele von denen hat man im Sack, wenn man ihnen schön daherkommt (der Typ sieht ja gut aus und lächelt stets süß) und ihnen die zu ihrem Weltbild passende Story auftischt, egal wie absurd und offensichtlich erfunden. Prinzip Heiratsschwindler.

Viele Frauen glauben alles.

Warum? Es gibt – ich hatte den vor Jahren schon mal im Blog, werde ihn aber in den nächsten Tagen nochmal erwähnen – einen wissenschaftlichen Artikel darüber, dass manche Leute krankhafte Optimisten sind, und den „präfontalen Cortex“ (der Teil des Gehirns, bei dem mir auf feministischen Veranstaltungen so oft auffiel, dass genau der zu fehlen scheint), dann, wenn der Verstand warnen müsste, zugunsten der Hoffnung und des schönen Gedankens, einem krankhaften Optimismus, abgeschaltet wird.

Bei vielen Menschen fällt die Kritikfähigkeit völlig aus, wenn sie die Hoffnung auf etwas Schönes bekommen. Weil die Kritikfähigkeit im präfrontalen Cortex sitzt, und sie genau den abschalten. Und Frauen sind, als aus biologischen Gründen zwingende Rudeltiere, dafür besonders anfällig, während Männer als potentielle Einzelgänger, die den Cortex einschalten können, weit weniger anfällig sind.

Deshalb taugen die meisten Frauen auch nicht als (Verfassungs-)Richter: Grundrechte sind Individualrechte. Und sie wurden nicht umsonst von „Rechten“, von Individualisten, vor allem den Burschenschaften erfunden (Paulskirchenversammlung). Frauen im Zustand des Kollektivismus mit abgeschaltetem PFC können Grundrechte gar nicht begreifen, weil der dazu nötige Teil des Gehirns abgeschaltet wird. Und als Wissenschaftler braucht man nun einmal den Verstand, eben den Präfrontalen Cortex. Ohne geht’s nicht. Deshalb können Linke, Feministinnen keine Wissenschaftler sein. Man muss sich entscheiden: Entweder man schaltet den Teil des Gehirns ein und kann Wissenschaftler werden, oder man schaltet ihn ab und kann links werden. Beides geht nicht.

Und die Folge sieht man in diesem Fall, in dem Frauen auch noch auf den beklopptesten Hochstapler mit den absurdesten Märchen hereinfallen. Aber er sieht gut aus, lächelt, ist schwarz, behindert und hat eine Story, die perfekt in das woke Weltbild passt.

Das ganze

Und genau da kommen wir dann bei der Gender-Professorin Susanne Baer und meiner Verfassungsbeschwerde wieder raus. Denn der zentrale Gegenstand war ja, diese völlige Willkür bei der Promotion anzugreifen und gesetzliche Kriterien zu erzwingen.

Zählt man das alles – mit „Quality is a myth“ – zusammen, dann liegt hier ein koordinierter, flächendeckender Angriff auf die Universitäten vor, die systematisch auf dumm, willkürlich, feministisch gezogen wurden.

Und das poppt jetzt hoch.

Und so, wie es damals bei zu Guttenberg eines Initialskandals bedurfte, um die Kettenreaktion auszulösen, wird das hier ähnlich laufen. Da werden in nächster Zeit noch mehr Schwindler und Scharlatane auffliegen. Sind ja genug da, die Geistes- und Sozialwissenschaften sind ja voll davon.

Und der wesentliche Unterschied zwischen Milli Vanilli und solchen Professoren ist eben, dass Milli Vanilli zwar nicht selbst gesungen hat, es aber trotzdem zwei Sänger gab, die singen konnten. Die meisten Professoren sind nur Schwindler, ohne Sänger.