Ansichten eines Informatikers

Das traurige Ende des Dieter Hallervorden als Kabarettist

Hadmut
3.8.2026 23:45

Der Mann war eine Ikone meiner Jugend.

Jetzt ist er die Peinlichkeit meines Alters.

Ach, wie gerne habe ich als Kind Nonstop Nonsense geschaut. Wobei es ja mal hieß, dass er das gar nicht gerne gemacht habe, sondern weil er Geld brauchte und das gut bezahlt wurde.

Später als ernsthafter, politischer Kabarettist war er oft auch gut, wenngleich ich das auch nicht immer richtig fand.

Aber seit der jetzt Parteipolitik macht, ist der völlig entgleist. (Ob er das wieder für Geld macht?) Der hat jetzt ein Video, indem er eine Sendung von Markus Lanz mit AfD-Politiker Ulrich Siegmund umgeschnitten hat, indem er sich selbst in die Rolle von Lanz reinschneidet und die Fragen austauscht, damit die Antworten von Siegmund möglichst blöd wirken.

Es ist aber nicht witzig. Es ist einfach falsch zusammengeschnitten, und damit letztlich schlicht Verleumdung.

Ich will aber auf etwas anderes hinaus. Schaut euch mal auf Youtube, wo Hallervorden das Video veröffentlichte, die Kommentare an, ob Ihr da einen Kommentar findet, der nicht deutlich negativ ist.

Hallervorden hat sich jahrzehntelang einen Ruf mühsam erarbeitet, stand mal so fast auf einer Ebene mit Otto und Loriot, und macht sich nun zum Deppen für die Partei.

Loriot hat nur sparsam Kritik an der Politik geübt, die hat aber voll gesessen, präzise, rasiermesserscharf – und weitgehend parteineutral. Er hat das Verhalten, das Benehmen, die Methode und nicht die Position angegriffen.

Otto war schlau genug, sich aus der Politik ganz rauszuhalten und nur den unpolitischen Blödelbarden zu machen. Und das war sehr schlau.

Aber was Hallervorden da gerade treibt, ist die Selbstzerstörung seines Lebenswerkes. Der macht zum Abschluss seinen Namen und seinen Ruf kaputt. Und das mit 90.