Die absurde Weltsicht der Milliardärsfamilie Reimann und ihres Managers Peter Harf
Über HateAid, die Alfred Landecker Foundation und viele Milliarden Euro.
Ich hatte doch neulich einige Artikel über HateAid, die Landecker Foundation und die Milliardärsfamilie Reimann geschrieben. Über das seltsame, fragwürdige Gebaren der Familie Reimann. Und deren äußerst selbstwidersprüchliche Stiftung Alfred Landecker Foundation, die sich nach außen hin gegen Antisemitismus positioniert, hinter den Kulissen aber die linke antisemitische Organisation HateAid finanziert, also genau das Gegenteil von dem tut, was sie behauptet.
Dieser Drang, sich nach außen als anti-antisemitisch darzustellen, hängt sicherlich damit zusammen, dass die Familie Reimann die Erben der Chemiefabrik Benckiser sind, die wesentlich auch im und vom dritten Reich profitiert haben, unter anderem, weil man damals Zwangsarbeiter einsetzte. Das will man freilich zumindest publizistisch ausbügeln.
Kennt Ihr Peter Harf?
Vermutlich nicht. Es gab vor einiger Zeit mal irgendwo im ÖRR eine Reportage über die Familie Reimann und ihre Manager, und der wesentliche Aspekt darin war, dass man sie nicht sieht, nicht hört, sie nicht vor die Kamera treten, da alles sehr sehr diskret und zurückgezogen passiert. Dennoch – oder gerade deshalb – gehören sie zu den reichsten Deutschen und haben ein Firmenimperium aus den unterschiedlichsten Marken, besonders stark in Haushaltsbedarf wie Spülmaschinenreiniger und so weiter. Chemie halt, die sich unauffällig, aber massenhaft verkauft. Waschmaschinen leben länger mit Calgon.
Einer dieser Manager, laut Wikipedia seit 1981, ist Peter Harf. Er steht in dem Ruf, aus dem Erbe ein modernes Markenimperium geschaffen zu haben, und dabei auch selbst steinreich geworden zu sein. Das ganze Geflecht wird heute als „JAB-Holding“ bezeichnet. Wikipedia: „Seit 2015 ist die JAB Holding der größte Kaffeekonzern der Welt.“ Jacobs Krönung und so.
Eben dieser Peter Harf wird nun gerade in der WELT interviewt: „Deutschland hat kein Geschäftsmodell mehr, wir haben uns selbst ins Knie geschossen“
Da hat er recht.
Der Mann hat ja auch unbestreitbar große Ahnung vom Geschäft.
Peter Harf war einer der erfolgreichsten Manager und Investoren des Landes. Für die Familie Reimann schuf er aus ihrer Chemiefirma den milliardenschweren Konsumgüterkonzern JAB. Heute, kurz vor seinem 80. Geburtstag, blickt er pessimistisch auf Deutschland.
Der langjährige Chef des Konsumgüterkonzerns JAB Holding, Peter Harf, blickt pessimistisch auf die Entwicklung seines Heimatlandes. „Deutschland hat kein funktionierendes Geschäftsmodell mehr, wir haben uns selbst ins Knie geschossen“, sagte Harf im Gespräch mit WELT AM SONNTAG. „Wir waren die Experten für den Verbrennungsmotor. Und dann sagen wir plötzlich: Nein, machen wir nicht mehr, wir schaffen den Verbrenner ab!“
In anderen Branchen habe man den Anschluss verpasst. „In Deutschland hat der Zug den Bahnhof verlassen, wir liegen zurück bei allen neuen Technologien“, sagte Harf. Deutschland fehle die Mentalität des Silicon Valley. „Es ist ganz simpel: Wir sind Meister im Verhindern.“
Auch politisch habe sich das Land in eine schwierige Lage manövriert. „Die selbsternannte demokratische Mitte hat sich in eine Sackgasse geführt und viel Vertrauen verspielt. Menschen fühlen sich durch die Meinungsverengung bevormundet“, sagte Harf. „Einfache Fragen werden nicht gestellt: Wie sieht unsere Verteidigungsstrategie aus? Braucht Deutschland Atomwaffen? Wer trifft im Ernstfall die Entscheidungen?“ Deutschland habe über Jahrzehnte zentrale Politikfelder ausgelagert: „Verteidigung an die USA, Außenpolitik an Frankreich, Energieversorgung an Russland. Wir brauchen eine Strategie.“
Wenn man das so isoliert liest, ohne Kontext, würde man sagen – würde zumindest ich sagen – dass er die Lage genau richtig erkannt hat und richtig beschreibt.
Mit Kontext sieht das aber ganz anders aus. Denn Peter Harf war nicht nur Manager bei Reimann, sondern er ist auch Vorstand der Stiftung und des Stiftungsrats eben jener Alfred Laundauer Foundation der Familie Reimann, die eben HateAid finanziert.
Und dann hat man eben nicht nur den einen Widerspruch, dass sie nach außen auf anti-antisemitisch machen, aber die antisemitismus- und islamisierungsfördernde HateAid finanzieren, sondern sich auch hier widersprechen. Nochmal dieser Satz von ihm aus der WELT:
Menschen fühlen sich durch die Meinungsverengung bevormundet“, sagte Harf.
Und gleichzeitig finanziert er als Stiftungsvorsitzender der Reimannstiftung genau die Organisation, die diese Meinungsverengung im Kern betreibt, finanziert deren Klagen- und Anzeigenlawine.
Wie passt das zusammen?
Welches Spiel spielen Harf und die Reimanns hier?
Warum widersprechen sich deren Außendarstellung und deren Handlungen diametral?
Anders gefragt: Was davon, die Außendarstellung oder die Handlungen, entsprechen deren Weltbild und Denkweise? Ist die Außendarstellung gelogen? Oder ist es vielleicht andersherum, sind die vielleicht sogar seriös, ehrlich und nett, aber die Zahlungen an HateAid erfolgen nicht freiwillig oder zumindest nicht aus positivem Finanzierungswillen? Stecken da irgendeine Geldwäsche oder irgendein politischer Druck dahinter? Ist das vielleicht so eine Art Schutzgeldzahlung, die sie nicht freiwillig machen?
Oder wollen die das so, und heucheln öffentlich?
Oder ist das als Meinungsänderung aufzufassen? So im Sinne von eingesehen, einen Fehler gemacht zu haben?
Oder merken die vielleicht selbst gar nicht, dass sie sich widersprechen? Wissen die vielleicht gar nicht, was HateAid treibt? Ist das vielleicht so ein Gutmenschentum, dass die von irgendwem eine Liste von potentiellen Geldempfängern bekommen haben, „das sind die Guten!“, und meinen, wenn sie da jedes Jahr ein paar Millionen an die „Guten“ überweisen, sind sie selbst auch die Guten?
Ist das vielleicht so eine Art Ablasshandel?
Sagen da vielleicht die Parteien oder irgendwelche Linken, „Hört mal zu, wir wissen, dass Ihr Dreck am Stecken und Nazigeld auf dem Konto habt, aber wir lassen Euch in Ruhe, wenn Ihr regelmäßig … hier ist die Liste der Kontonummern …“?
Das wäre zu erforschen. Sind die Familie Reimann die Bösen, die sich hinter anti-antisemitischen (=unangreifbaren) Stiftungen verbergen, nach außen auf Gutmensch machen und HateAid die kriminelle Drecksarbeit für sich machen lassen?
Oder ist es umgekehrt, werden die von Linken unter Druck gesetzt und ausgeplündert und zahlen sie eine Art Schutzgeld oder Ablasshandel?
Oder sind die so naiv, dass die das alles für gut und konsistent halten und meinen, das passt alles prima zusammen?
Ich will es mal so sagen: Ich habe ja in den Steuersachen Strafanzeige erstattet, und das ausdrücklich, aber ohne namentliche Nennung, auch gegen die Spender an HateAid, weil die auf gemeinnützig machen, es aber nicht sind. Geschäfte treiben, die sie nicht dürfen und die nicht in der Satzung stehen. Meiner Vermutung nach auch die Versicherungssteuer nicht abführen. Da kommt was zusammen.
Vielleicht kommt dabei ja noch etwas heraus.