Ansichten eines Informatikers

Wie der „wissenschaftliche Konsens“ gemacht wird

Hadmut
12.5.2024 14:03

Ich möchte Euch nochmal einen Film ans Herz legen.

Ich bin inzwischen endlich mal dazu gekommen, den Film Climate: The Movie anzuschauen, und möchte ihn Euch nochmal wärmstens ans Herz legen (1 Stunde 20 Minuten). Zwar Englisch, aber gutes Englisch und ordentlich artikuliert, deshalb leicht zu verstehen (es gibt auch englische Untertitelung, aber automatisch erzeugt, sowas ist oft fehlerhaft).

Ich weiß, dass das einigen Leuten immer noch Probleme bereitet, aber eine deutsch synchronisierte Version habe ich nicht gefunden, es gibt aber eine mit deutschen Untertiteln:

Es geht mir dabei besonders um drei Punkte:

  • Es gibt diese Klimakatastrophe so nicht, und eine Erwärmung wäre auch kein Problem, weil die Erde fast immer wärmer war und wir gerade am Ende einer Eiszeit sind, die Erde also gerade zu ihrer Normaltemperatur zurückkehrt, das aber wesentlich langsamer und schwächer als behauptet.
  • Das ganze Ding ist ein riesiges Geschäftsmodell, weil damit Trillions of Dollars umgesetzt werden, man einen riesigen künstlichen Markt geschaffen hat – ironischerweise befeuert von linken „Antikapitalisten“.
  • Wie „Wissenschaft“ manipuliert wird und zum Sozialumfeld mit Konformitätsdruck verkommen ist.

Vor allem den letzten Teil halte ich für äußerst wichtig, denn sie beschreiben sehr deutlich, das es an den Hochschulen eine vorgegebene Linie gibt, was man zu meinen hat, und jeder, der von dieser Linie abweicht, sofort zerstört wird. Wer nicht zu dem Standpunkt kommt, den er zu haben hat, wird sofort von aller Finanzierung und Wahrnehmung abgeschnitten und ist damit dann wissenschaftlich erledigt, weil ohne Geld, Mitarbeiter und Publikationen einfach eben gar nichts mehr geht. Die nächste Stufe ist dann, die Leute auch ganz los zu werden und rauszuwerfen. Ergänzend werden die Leute auch mit Demos, Geschrei, Antifa, Angriffen drangsaliert.

Eine ganze Reihe von Leuten haben ja in den letzten Jahren aufgegeben, die Universitäten verlassen, sind in den – echten oder geistigen – Ruhestand gegangen, weil sie diese Einheitsmeinungsregime nicht mehr mitmachen wollen oder können, dagegen aber auch nicht ankommen. Dabei beruht die aufgezwungene Einheitsmeinung nicht einmal selbst auf wissenschaftlichen Erwägungen, sondern ist eine aufgezwungene politische Meinung – Klima, Gender und so weiter.

Der heutige Zustand ist, dass eine enorme Menge von Professoren und Instituten wissenschaftlich einfach gar nichts kann und auch gar nichts will, und sich allein darin eingerichtet hat, Politikern und anderen Geldgebern alles zu schreiben, was diese wollen und brauchen. Ich nenne das ja seit Jahren schon den akademischen Straßenstrich. Und deshalb suchen sich die Universitäten ihrerseits wieder nur konforme „Wissenschaftler“, weil es an den Universitäten eben nicht, oder nicht primär, um Wissenschaft geht, sondern nur darum, wer am meisten Geld hereinholt. Das habe ich ja schon von einer Rektorwahl vor 25 Jahren beschrieben, wo man auch keinen Hehl darum machte, dass es nicht um Wissenschaft und geltendes Recht geht, sondern um den, der das meiste Geld ranholt, und man das deshalb sogar so wollte, dass der es mit dem Recht nicht so genau nimmt.

Und so sind dann auch Erscheinungen wie der Feminismus und Gender möglich, denen es ja nun gar nicht mehr um Wissenschaft und Wahrheit geht, sondern nur noch um Lügenoptimierung – wer die tollkühnste und dreisteste Behauptung auftischt, die am meisten Geld und Macht reinbringt. Das nennt man dann „feministische Theorie“, und die wird in Euro gemessen. Man kriecht der Politik in den Arsch und wird dafür mit Steuergeld beregnet.

Vor 25 Jahren bin ich auf genau dieses im Film beschriebene Phänomen erstmals gestoßen. Ich hatte damals unter Informatikprofessoren um Hilfe ersucht, aber von niemandem offene Hilfe erhalten, alle stellten sich blöd oder taub, guckten weg. Von der Gesellschaft für Informatik schrieb mir einer, natürlich hätte ich fachlich recht, natürlich sei das Blödsinn, was die Universität behauptet, aber man werde sich, ganz unabhängig davon, niemals gegen Professoren stellen.

Hinter den Kulissen sah das anders aus, ich habe einige Hinweise auf vertraulichen Wegen bekommen. Mit einem Professor habe ich mich mal tief im Wald in einer abgelegenen Hütte, einem Wetterunterstand unterhalten. Mit einem anderen habe ich mich in einer mehrere hundert Kilometer entfernten Stadt am hintersten, von außen nicht einsehbaren Tisch eines Cafes getroffen. Mit einigen habe ich telefoniert.

Einer hat mir das in aller Breite auseinandergelegt und erzählt, dass das Schweigen am Fall Pfitzmann liege. Manche werden sich noch an den Dresdener Professor Andreas Pfitzmann erinnern, der auch in Karlsruhe war, dort in IT-Sicherheit promoviert hat und Ärger mit demselben Professor (Beth) bekam, mit dem auch ich dann den Ärger hatte – nur mit dem Unterschied, dass Beth an dessen Promotion gar nicht beteiligt war, weder Doktorvater, noch Betreuer oder Prüfer oder irgendwas war. Dissertationen müssen ja gewisse Zeit – ich glaube, es waren damals 2 oder 4 Wochen – im Dekanat zur Einsicht ausliegen, und die Legende besagte damals, dass da noch nie irgendwer jemals in eine ausgelegte Dissertation geschaut habe, aber Beth hatte Einspruch gegenüber Pfitzmanns Dissertation erhoben – was ich damals fast nicht mitbekommen hatte. Später (zu spät) haben mir Pfitzmann selbst und zwei andere Professoren die Vorgänge erläutert. Der Einspruch Beths sei völlig bullshit gewesen, falsch falsch, unsachlich, argumentationslos, verfehlt, offenkundiger Quatsch. Niemand habe nachvollziehen können, warum Beth das mache, was der da eigentlich treibe und warum der sich in ein fremdes Verfahren einmische, obwohl er es fachlich nicht einmal verstehe.

Weil es aber so offenkundiger und unvertretbarer Quatsch war, sind eine Reihe seriöser Professoren Pfitzmann zu Hilfe gekommen, und haben bestätigt, dass die Dissertation richtig und Beths Vorwürfe unvertretbar und falsch seien, und Pfitzmann hat damit nicht nur promoviert (obwohl es hieß, so toll sei die Dissertation eigentlich nicht gewesen, auch eher seicht und substanzarm, und es ging das Gerücht, dass eigentlich seine Frau sein Ghostwriter gewesen sei, die im Fach besser gewesen sei als er), sondern auch noch zügig eine Professur in Dresden bekommen.

Eine fachliche Rakete war Pfitzmann zwar nicht, aber durchaus ein Widerborst, denn er hat sich stark im Datenschutz engagiert und Dinge wie Vorratsdatenspeicherung kritisiert, hat sich durchaus gegen die Politik gestellt. Er war also politisch unerwünscht, und das angeblich schon während seines Karlsruher Studiums.

Wir man mir aus dem Professorenkreis berichtete, habe man – vor allem über die DFG – an ausnahmslos jedem schwere Rache genommen, der Pfitzmann zur Seite gesprungen war – Publikationen und vor allem Anträge wurden nicht mehr angenommen, die Finanzierung abgeschnitten, die Leute waren erledigt, nicht nur wissenschaftlich tot, sondern auch an der Universität in Ungnade gefallen, denn Geld und Publikationslisten sind alles.

Seit ein paar Jahren danach bin ich ja überzeugt, dass Beth ein eingeschleuster inoffizieller Mitarbeiter des BND war, auch wegen der Zusammenhänge mit der Telefonverschlüsselung. Es würde bedeuten, dass Beth im Auftrag des BND versucht hat, Pfitzmann abzusägen. Und weil das nicht funktioniert hat, man dann einfach alle terminiert hat, die sich Beth damals entgegengestellt hatten. Jedenfalls hieß es, keiner wäre so „lebensmüde“, mir noch offen zu helfen und seine eigene Hinrichtung herbeizuführen. Die Konformität werde mit allen Mittel durchgesetzt, und wer abweiche, sei erledigt und ruiniert.

Und eine Universität, der an Geld viel und an Recht wenig liegt, wird ihre Berufungen entsprechend ausrichten. Genau so wurden auch Gender und Frauenquote in die Universitäten gedrückt. Dein Projekt ist nicht frauenquotengerecht oder gendert nicht? Finanzierung gestrichen. Genau dasselbe Prinzip hatte ich übrigens in meiner Stellungnahme zu den Rundfunkbeiträgen beschrieben: Man sagt den Filmteams beim ÖRR nicht, dass sie ihre Beiträge auf links bügeln sollen. Sondern man schickt drei Teams mit demselben Thema los, und nimmt nur den linkesten Beitrag, die anderen gehen leer aus. Ruckzuck machen die alle nur noch linke Beiträge. Und meine Abenteuer vor den Karlsruher Gerichten zeigten, dass das bei Richtern exakt genauso läuft. Die wollen ja auch noch Karriere machen und nicht auf das Abstellgleis geschoben werden.

Was die da in diesem Film beschreiben, ist mir also aus eigener Erfahrung gekannt. Es mag auf manche unglaubwürdig wirken und sich nach Verschwörungstheorie anhören, aber ich kann das aus eigener Kenntnis bestätigen, dass es genau so läuft.

So wird heute „Wissenschaft“ gemacht: Man hält die finanziell kurz und wirft ihnen dann Geld dafür zu, dass sie genau das sagen, was man hören will. Wes Brot ich ess’, des Lied ich sing’. Und wenn nicht, dann singt man gar nicht mehr.

Und dann kommen sie mit „Es gibt zum Klima einen wissenschaftlichen Konsens“. Dabei ist es umgekehrt: Es gibt zum Klimakonsens keine Wissenschaft mehr.

„Follow the science“.