Ansichten eines Informatikers

Wie man das Klima erwärmt

Hadmut
1.12.2023 2:08

Langjährige Leser werden sich erinnern, dass ich mal einige Artikel über Messfehler, Ungenauigkeiten und Veränderungen der Messumstände zur Klimamessung geschrieben habe.

Und aufgezeigt habe, dass die Messungenauigkeit so groß ist, dass sie die Aussage über die Klimaerwärmung wohl nicht trägt. Ich kann mich noch erinnern, wie sie uns damals im Physik- und Chemieunterricht eingebläut haben, dass in den Arbeitsgruppen immer derselbe die Temperatur ablesen muss, weil es auf den Blickwinkel und damit auf die Körpergröße ankommt, weil die Flüssigkeit im Thermometer – ob nun Quecksilber, Alkohol oder was auch immer – durch Kapillareffekte konkav oder konvex ist, und es deshalb drauf ankommt, wie man drauf guckt.

Oder was so drumherum steht.

Und dass man die Thermometer gar nicht so genau hergestellt hat. (Neulich war ich auf Zypern in einem Billig-Laden, wo es allem möglichen Krimskrams gibt, und wo sie auch Thermometer, vier oder fünf verschiedene Sorten verschiedener Hersteller an der Wand hängen hatten und die auf den ersten Blick eine Streuung von 5°C zeigten, obwohl sie da alle direkt nebeneeinander an derselben Wand hingen.)

Damals hatte mich eine aufdringliche überhebliche nervende Tussi aus England auf Twitter dafür beschimpft, weil sie meinte, dass man damals schon auf Tausendstel Grad genau gemessen habe. Das hat einer geschafft, der mit wahnsinnigem Aufwand im Labor ein Spezialthermometer hergestellt hat, das er dann mit dem Mikroskop abgelesen hat. Was meines Erachtens aber auch nur eine relative Genauigkeit innerhalb eines und keine reproduzierbare absolute Genauigkeit ist, und auch nur zeitnah zur Kalibrierung gelten kann. Es gab damals bei denen die Überlegung, dass man darauf achten muss, dass man das Wasser, mit dem man die 0°C und 100°C bestimmt, immer an derselben Stelle aus demselben Fluss holen muss, um dieselbe Zusammensetzung zu haben. Die komische Tussi (Dr. in irgendwas von einer englischen Uni) war für mich ein Prachtbeispiel dafür, wie unsinnsgläubig manche Leute sind, wenn sie erst die Überheblichkeit haben, sich für Wissenschaftler zu halten: Da steht irgendwo, dass irgendwer im – weiß nicht mehr – 18. oder 19. Jahrhundert mit einer Genauigkeit von 1/1000 Grad oder sowas in der Art gemessen hatte (haben wollte), unter aufwendigen Laborbedingungen und kontrollierten Bedingungen, mit einem aufwendig als teures Forschungsprojekt und von oben gesponsorten im Labor hergestellten und stationierten Thermometer, nicht einmal, das irgendwo auf dem Berg rumsteht, und schon war sie felsenfest und totalignorant davon überzeugt, dass alle Messungen schon damals auf Tausendstel genau sein müssten, mit jedem Feld-, Wald- und Wiesenthermometer, das irgendwer irgendwo an einen Baum gehängt hat. So typisches „ich hab’ was gelesen“-Wissen.

Dass aber allein schon die baulichen und landschaftlichen Veränderungen der letzten 100 Jahre so groß sind, dass sie einen Vergleich der Messungen nicht mehr mit der gewünschten Genauigkeit zulassen, wird nicht betrachtet. Soweit ich weiß konnte man im 19. Jahrhundert noch nicht in nennenswertem Umfang betonieren und hatte noch keine asphaltierten Straßen. Schon die Veränderung der Windverhältnisse an den Messpunkten wäre fragwürdig.

Nun finde ich das da:

Und fertig ist die Klimaerwärmung.