Ansichten eines Informatikers

Akustische Ökologien und die Geschichte der Medienarchäologie

Hadmut
31.3.2023 14:59

Ich komme mir von den Universitäten und Hochschulen akademisch immer verarschter vor.

Ich hatte doch gerade etwas über den Austritt des Plagiatsjägers Stefan Weber aus der Österreichischen Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft geschrieben, und dann noch über das deutsche Pendant mit seiner „Ansprechperson für antigenderistische Vorkommnisse“.

Man muss sich tatsächlich mal die Uni-Seite dieser Dr. Maren Haffke │ Akademische Rätin im Bereich Sound / Digital Sound anschauen:

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

Maren Haffke ist Medien- und Musikwissenschaftlerin und forscht derzeit zu akustischen Ökologien in Medienwissenschaft und Sound Studies. Sie ist als akademische Rätin im Bereich Sound / Digital Sound an der Universität Bayreuth tätig und unterrichtet hier unter anderem die Soundpraxis. 2019 erschien ihre Dissertation Archäologie der Tastatur. Musikalische Medien nach Friedrich Kittler und Wolfgang Scherer, Paderborn (Fink). Forschungsschwerpunkte sind u. a. Akustische Ökologien, Sound und Materialismen, die Geschichte der Medienarchäologie, die Geschichte und Ästhetik digitaler Medien und Medien der Sorge.

Wenn ich so ein Gefasel sehe und dann noch dazu nehme, dass man mit so einem Käse – als Frau – den Doktor bekommt und dann noch als akademische Rätin (sowas ist normalerweise unbefristet) zwar nicht sehr hoch bezahlt, aber doch im öffentlichen Dienst und meines Wissens verbeamtet unkündbar durchfinanziert ist bis ins Grab, und neulich gerade erst wieder festgestellt wurde, dass die Beamtenpensionen um Größenordnungen über dem liegen, was ein arbeitender Angestellter mit seiner Zwangsrente jemals erreichen kann, dann komme ich mir nicht nur akademisch tiefenverarscht vor, sondern bekomme auch so eine plastische Vorstellung davon, das Feminismus, Frauenförderung und Gender in den letzten 25 Jahren aus den Universitäten gemacht haben: Versorgungsanstalten für Nutzlose.

Medienarchäologie würde ich mir ja gerade noch gefallen lassen, alte Steinplatten und Papyrusrollen mit Inschriften ausgraben. Gerade haben französische Archäologen etwa 20.000 Jahre alte Zeichnungen von Pferden entdeckt, die auch noch anatomisch verblüffend präzise waren. Sowas würde ich unter „Medienarchäologie“ einstufen. So eine Steinzeitzeitung, wie Fred Feuerstein sie gehabt haben dürfte.

Von akustischer Archälogie wäre mir jetzt aber nicht viel bekannt, was älter als etwa 100 Jahre wäre. Die älteste bekannte Tonaufnahme stammt angeblich aus dem Jahr 1860. Und wissenschaftlich gibt das auch nicht viel her, das ist mehr so Unterhaltungs- und Ergänzungswissen. Und wenn man in die Buchbeschreibung schaut, wird da wohl auch nicht viel untersucht, sondern nach dem üblichen Geschwätzschema der Geisteswissenschaften eine Exegese des höherrangingen Geschwätzes einer Autorität betrieben.

Es ist immer absurder, was die Universitäten vorlegen. Hatte die Uni Bayreuth nicht auch irgendwann mal Ruf und Anspruch?

Und wann die Frauenfront es dann geschafft hat, mit solchem Unfug die Universitäten und die steuerfinanzierte unkündbare Vollversorgung zu übernehmen, dann ist das natürlich folgerichtig, dass man die „Ansprechperson für antigenderistische Vorkommnisse“ wird, um auf jeden loszugehen, der das noch kritisiert.

Und man bekommt das ja auch auf Jahrzehnte, womöglich Jahrhunderte nicht mehr aufgeräumt. Wir haben ja nicht mal die Entnazifizierung und die Entstasifizierung geschafft, und deren Systeme sind zusammengebrochen. Wie sollte da jemals eine Entgenderifizierung gelingen? Naja, vielleicht bricht es ja auch zusammen, aber man wir die Leute dann genauso wieder einstellen wie nach den anderen zwei Diktaturen.

Und dann wisst Ihr, warum aus den Gender Studies Sperrfeuer gegen eine gesetzliche Festlegung von Anforderungen an die Promotion erfolgte.

Insofern bleibt eigentlich nur die Hoffnung, dass uns die Grünen mit ihrer Klimawahn und der Migration so in die Pleite und Gesellschaftsunfähigkeit fahren, dass der dringend benötigte Systemzusammenbruch eintritt. Aus irgendwelchen Gründen schaffen wir es nicht, uns normal fortzuentwickeln. Wir schaffen Fortschritte immer nur über kriegsinduzierte Zusmmenbrüche:

  • Kaiserreich/Weltkrieg
  • Nazis/Weltkrieg
  • DDR/kalter Krieg

Könnte es also sein, dass der Ukraine-Krieg – oder was daraus wird – uns den Zusammenbruch des Genderreiches bringt? Gerade heißt es ja, die Regierung habe sich mit Flüssiggasterminals übernommen. Und an den Flüchtlingen scheinen wir auch gerade zusammenzubrechen.

Und vielleicht werden dann in 100 oder 200 Jahren mal „Medienarchäologen“ kommen und versuchen herauszufinden, was in unserer Zeit eigentlich los war und warum es zum großen Einsturz kam. Und da stellt sich für mich die Frage, wie ich mein Blog so verbuddeln kann, dass man es in 200 Jahren (oder 2000?) noch finden und lesen kann.

Vielleicht bietet Elon Musk das ja demnächst an, dass man Daten in einem Glaskörper mit dem Laser einbrennen und auf dem Mond einlagern lassen kann. Wobei die Frage interessant wäre, ob man in 200 Jahren noch über die Fähigkeit verfügt, auf den Mond zu fliegen. Oder weiß, was ein Laser ist. Oder Glas. Oder noch lesen kann. Vermutlich nicht in Bayreuth.