Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Das Geschwätz der Saskia Esken

Hadmut
13.9.2021 22:17

Mir geht das alles so auf den Wecker. [Nachtrag]

Es ist eine blödsinnige Herangehensweise, Kosten auf den Vermieter abwälzen zu wollen, weil der seine Kosten immer in den Miethöhe und seine Gesamtrechnung mit einbeziehen und eine Wohnung nicht zur Vermietung anbieten wird, wenn sie seine Kosten nicht deckt. Damit zahlt sie immer der Mieter. Anscheinend aber versucht man, als „sozial“ dazustehen, indem man den Mietern, gerade im Wahlkampf, vorgaukelt, sie müssten ja nur die Hälfte, nur „gerecht“ zahlen. Letztlich wird man wohl wissen, dass es nicht stimmt und man den Leuten nur einen vom Pferd erzählt.

Ich habe auch nicht verstanden, wie man sich das vorstellt, bei Vermietern die Einnahmen durch Mietendeckel zu kappen und die Ausgaben durch solche Maßnahmen zu erhöhen. Was soll nach Vorstellung der SPD ein Vermieter machen, dessen Einnahmen seine Kosten nicht mehr decken? Geht es darum, die Bereitschaft zum Verkauf an den Staat zu fördern und den Wert künstlich zu drücken? So eine Art kalte Enteignung?

Was mich aber am meisten stört:

Ständig schwätzen sie von „Gerechtigkeit“, von „gerecht“. Mir konnte bis heute noch niemand von diesen linken Schwätzern erklären, was sie unter „gerecht“ verstehen, was das sein soll.

Reine Rhetorik, reine Rabulistik.

Es geht immer nur um „Wir sind gerecht, die anderen sind ungerecht“, die typische Propaganda, weil man den Begriff positiv besetzt hat, und sich mit diesem positiven Wert assoziiert, ohne jemals zu sagen, was das sein soll.

Wer fällt eigentlich auf dieses Propagandageschwätz herein?

Wer ist so dumm, dass man nur „gerecht“ schreien muss, um ihn zu steuern, zu manpulieren, zu dirigieren?

Die Antwort ist: Geisteswissenschaftler. Und ihre Anhänger.

Weil die Leute nicht denken, nicht analysieren, sonder nur kategorisieren. Ein Effekt, den ich immer wieder beobachtet habe, warum es eigentlich unmöglich ist, mit solchen Leuten auf inhaltlicher Ebene zu reden. Sie können (oder wollen) nicht verarbeiten, was man sagt, sondern begeben sich immer auf so eine eingebildete Metaebene, um den anderen quasi von oben herab zu diagnostizieren, zu sagen, warum der andere das will, nicht, wie er es begründet. Die teilen Leute nach ihrer (vermeintlichen oder zugewiesenen) Gesinnung ein, nicht nach dem, was sie sagen. Sagt man zu einem dieser Geisteswissenschaftler „renn raus, das Haus brennt“, dann kapiert der das nicht, hält aber einen Vortrag darüber, warum und aus welcher Gesinnung heraus man so etwas sagt. Das hängt damit zusammen, dass die nie irgenden Problem lösen, eine Augabe erfüllen, sondern zu allen nur immer irgendwas schwätzen, Papier mit irgendwas füllen. Das muss keinen Sinn ergeben, es muss nur irgendein Blabla über irgendwas sein.

Hier: Es geht nicht um Logik und wer was gesagt hat, sondern nur darum, auf dieser Geisteswissenschaftler-Meta-Ebene anzukommen: Das sagen die nur, weil die ungerecht sind.

Wie gesagt, ich glaube nicht, dass es „Gerechtigkeit“ überhaupt gibt, abgesehen davon, wenn man es mit einem Objekt angibt (anforderungsgerecht), um zu sagen, wem oder was man es als gerecht betrachtet. Oder zugibt, dass es höchstens die Abwesenheit eines Ungerechtigkeitsgefühls bezeichnet. Denn das wird, so vermute ich, im Gehirn erzeugt, wenn das Unterbewusstsein Handlungsweisen mit evolutionär erworbenen und genetisch codierten Verhaltensmustern vergleicht und dann Belohnungs- oder Bestrafungsstoffe (=schlechtes Gewissen) ausschüttet. Großraum Rudelverhalten, wie verhält man sich im Rudel, um die Überlebenswahrscheinlichkeit zu erhöhen. Nur ist das in der Regel nicht absolut, sondern meist abhängig von den Umweltbedingungen. Das heißt, dass jeder ein anderes Gerechtigkeitsempfinden gibt. Ich zum Beispiel, empfinde fast alles, was SPD oder Feinistinnen als „gerecht“ anpreisen als durch und durch ungerecht.

Mir geht dieses Kategorisierungsgequatsche so auf den Wecker.

Nachtrag: Eigentlich ging mir vorhin noch ein Gedanke durch den Kopf. Dann ist er mir beim Schreiben doch wieder irgendwohin entschwunden, ein Leser hat es aber gemerkt und daran erinnert:

Bei den Kankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträgen spielen sie dasselbe Spiel und erzählen uns, wir würden nur die Hälfte zahlen, die andere Hälfte zahlten aber die Arbeitgeber. Was natürlich Quatsch ist, denn erarbeiten muss es ja trotzdem der Arbeitnehmer. Dessen Leistung muss höher als die Kosten sein, denn der Arbeitgeber schüttelt das Geld ja nun auch nicht vom Baum. Wenn ich mich recht erinnere, war das aber auch so ein Ding, was die SPD den Arbeitern als Errungenschaft angedreht hat, obwohl es nur ein Verrechnungstrick ist.