Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die komische Erpressungsmentalität der Generation Z

Hadmut
11.9.2021 20:59

Ich lese das und frage mich: Könnten sie überhaupt jemals einen Verstand gehabt haben, bevor man zur volkstümlichen Frage kommt, ob sie denselben völlig verloren haben.

Leute, die keine Position haben, von einem Kanzlerkandidaten etwas zu fordern (sie haben sie meines Erachtens nicht mal gegenüber einem Kanzler, denn wo kämen wir hin, wenn so 80 oder auch 800 Millionen Leute jeder den Kanzler zwingen könnte, irgendwas zu tun. Und jeder meint, sein Wille sei wichtiger als der aller anderen.

Wir haben in ein paar Tagen Wahl. Da kann jeder sein Kreuzchen machen, wo er meint, dass es hingehört. Und vielleicht ist das einer der seltenen Fälle, in denen es wirklich darauf ankommt. Dann mit sowas daherzukommen ist wie Vordrängeln in der Kassenschlange. Und bei mir schlägt die Mustererkennung voll an. Wisst Ihr welche? Quengelndes Kind in der Kassenschlage vor mir, dass so lange rumschreit und sich auf den Borden wirft, bis Mutti endlich kauft, was es will, weil Mutti das Geschrei so peinlich ist. Das sind meistens von Müttern erzogene Kinder, die keinen Vater hatten. Ich hatte vor Jahren mal so ein Erlebnis, da saß ich im Flieger am Gang und auf der anderen Seite so ein rotziges Kind, das nur rumgschrien und seine Mutter tyrannisiert hat, endlos. Die konnte sich gegen den Teufelsbraten nicht mehr durchsetzen. Da habe ich mein allergrimmigstes Gesicht aufgesetzt (und eine liebliche Erscheinung bin ich ja ohnehin nicht), hab den direkt angeguckt, als würde ich ihn gleich fressen, und hab ihn so von ganz tief unten „Halt’s Maul!“ angeknurrt. Nur einmal. Ab da war Ruhe. Dankbare Blicke on allen Seiten, von Passagieren, Mutti und Stewardessen. Ich muss aber zugeben, dass ich das auch nur plagiiert habe, das Original stammte von Schwarzenegger im Film Kindergarten Cop. Die Szene mit dem Bleistift. Dem Kind hat offenkundig der Vater gefehlt.

Und wenn die dann groß sind, kommt sowas dabei heraus.

Die Hellsten sind sie allerdings gwisslich nicht.

  • Wie stellen die sich das vor, dass der künftige Kanzler Privatpersonen verbindliche Versprechen darüber abgibt, wie er regieren werde?
  • Einen „Bürger*innenrat einzuberufen“ – was soll der Blödsinn? Wir sind keine Räterepublik und kein Bürger müsste sich von irgendwelchen Leuten einfach so verterten lassen, schon gar nicht von von der Regierung einberufenen. Einberufungsbescheide stellt die Bundeswehr aus.
  • Was soll das sein? „Besprochen werden“? Bundeskanzler palavert mit Tante Erna, wie der Staat weitergeht?

Es ist ja nicht nur die Art, wei sie es durchsetzen wollen, es ist ja schon beknackt was sie wollen. Die haben ja nicht mal drüber nachgedacht.

Komische Erpressung.

Erst treten sie als Forderer auf und wollen ihren persönlichen Willen einem ganzen Staat aufzwingen, und dann „Bitte lassen Sie uns nicht verhungern“. Weil sie sich selbst in eine Sackgasse gefahren haben, aus der sie ohne Gesichts- oder Lebensverlust nicht mehr rauskommen.

Das Probblem ist leicht lösbar: Schickt ihnen eine Familienpizza, die gut riecht. Und wenn’s gemein und Strafe sein soll und die Veganer sind: Schickt Ihnen einen Döner.

Was mich jetzt an James Bond erinnert, Quantum of Solace. Den fand ich zwar schlecht und die Story misslungen, aber da gibt es die Story von Leuten, die man zur Strafe ohne Wasser in der Wüste aussetzt (= Hinrichtung), die aber verschärft, in dem man jedem eine Dose Motoröl mitgibt, und dazu sagt, dass man die nicht trinken kann und darf. Jede Leiche habe bisher das Öl im Magen gehabt. In diesem Fall wäre es dann wohl ein Döner, und der würde das Leben wohl retten.

Die haben beste Chancen, Feministin zu werden. Ihre Forderungen sind unsinnig, sie halten sich für wichtiger als alle anderen, und an dem Mist, den sie bauen, ist jemand anders schuld.

Sowieso ein seltsamer Hungerstreik:

Morgens, nach dem Aufstehen, nähmen sie Elektrolyte zu sich, Vitamintabletten, 300 Milliliter Saft und ein Medikament, das verhindern solle, dass sie aufgrund des Nahrungsentzugs Hirnschäden entwickelten. Bevor sie losgelegt hätten, hätten sie sich bei Ärzten durchchecken lassen, Gewicht, Blutwerte. Hier, im Camp, kämen außerdem regelmäßig Sanitäterinnen und Psychologinnen vorbei, die bei den Streikenden Blutdruck messen und fragen, wie es ihnen geht. Gut geht es nicht.

Wenn man sich wenig bewegt und nur liegt, könnte ein Glas Fruchtsaft reichen, um den Bedarf zu decken. Orangensaft zum Beispiel oder auch Bananensaft enthalten ziemlich viele Kalorien. Viele halten Orangensaft für so gesund, ahnen aber nicht, dass er dick macht, weil eben sehr viele Kohlenhydrate drin sind.

Die verhungern also sowieso nicht.

Vielleicht sollte man ihnen mal einen Auffrischungskurs Kindergarten spendieren. Wäre überhaupt ein Geschäftsmodell für Kindergärten, ihre Inhalte auch als Auffrischungs- oder Nachschulung für (körperlich) Erwachsene anzubieten, denn viele machen heute den Eindruck, als ob es schon daran fehlte.