Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Angina Pectoris

Hadmut
6.4.2021 17:46

Ein Kardiologe hat gerade angerufen.

Er beschäftigt sich mit der Causa George Floyd schon länger und hat – von Berufs wegen – auch den Obduktionsbericht genau gelesen. Wir haben gerade diskutiert, ob die Angabe, die er da irgendwo im Obduktionsbericht gelesen habe, nämlich dass man George Floyd nach Ankunft im Krankenhaus ante mortem und post mortem Blut abgenommen worden sei, bedeute, dass Floyd noch lebend im Krankenhaus angekommen sei. Denn schon aus Abrechnungs- und Formalrechtsgründen stirbt niemand im Rettungswagen, und auch nicht, wenn er medizinisch stirbt, sondern erst, wenn ein Arzt den Tod feststellt, und vielleicht war im Rettungswagen kein Arzt oder man hat das eben erst dort festgestellt. Unklar.

Was er aber sagte, und er ist eben Kardiologe: Die Symptome sähen für ihn genau wie die bei einer Angina Pectoris aus, nach seiner Einschätzung hatte Floyd eine Vorstufe eines Herzinfarktes. Und zu deren Symptomen gehöre, dass man glaubt, keine Luft zu kriegen.

Und das passe genau zu den Befunden, dass er eben massive Gefäßverengungen hatte, herzkrank war und eine Drogenmenge im Blut hatte, die einen nicht drogengewöhnten Menschen in Narkose versetzen würde. Er erzählte nämlich, dass sie im OP genau solche Probleme hätten, wenn sie drogengewöhnte Patienten haben: Sie pumpen jede Menge Narkosemittel in die rein und es passiert nichts, und ihnen wird schon angst und bange, weil die Mittel einen nicht nur in Narkose versetzen (sollen), sondern auch Auswirkung auf Herz und Kreislauf haben.

Für ihn ergebe sich da ein geschlossenes Bild aus Herz- und Gefäßerkrankung, COVID-19 und Drogenkonsum, die zum Herzversagen unter Stress führten.

Er meint übrigens, er fände es seltsam, dass man da eine Menschen zum Heiligen erklärt, der selbst Schwerverbrecher war.

Das ist in der Tat seltsam, denn Floyd war ja mal in ein Haus eingebrochen und hatte eine Hochschwangere erpresst, indem er ihr die Pistole an den Bauch hielt und ihr drohte, das Baby rauszuschießen. Es ist erstaunlich, wenn man vergleicht, wie man Harvey Weinstein als den Teufel schlechthin hinstellt, weil minderbegabte Schauspielerinnen über seine Besetzungscouch rutschten, während man George Floyd zum unschuldigen Opferengel stilisiert und 27 Millionen Schmerzensgeld zahlt.

Ich würde an der Stelle hinzufügen, dass ich es nun seltsam finde, dass man gerade weltweit diskutiert, ob die Impfung mit Astra Zeneca zu Blutgerinnseln führen kann, die sich im Hirn oder anderswo festsetzen können.

Soweit ich mich erinnern kann, wurde das nämlich schon vor dem ersten Impfstoff beschrieben, dass COVID-19 eben nicht nur, wie ursprünglich angenommen, in der Lunge sitzt, sondern sich an den Innenwänden der Blutgefäße ausbreiten und zu Blutgerinnseln führen kann (also auch ohne Impfung), eben weil da irgendwie das Immunsystem gestört wird.

Kurios finde ich, dass man sich über Blutgerinnsel durch Astra Zeneca im geringen Zahlenbereich erregt, dabei aber übergeht, dass ein Drittel der COVID-19-Patienten Thrombosen entwickelt. Also allein schon die Thrombosengefahr durch COVID-19 weit höher als durch den Impfstoff ist. Und dazu gehören Lungenarterien-Thrombosen. Nur habe ich jetzt wieder keine Ahnung von der medizinischen Frage, wie sich eine Lungenarterien-Thrombose anfühlt, ob man dann auch ein „I can’t breathe”-Gefühl bekommt.

Es ist mir unklar, warum so viele Leute sich so absolut sicher sind, dass Floyd vom Polizisten am Atmen gehindert wurde und erstickt ist, während man es gleichzeitig als große Gefahr diskutiert, dass man von Astra Zeneca Thrombosen bekommt. Wenn die Autopsie keinerlei Hinweis auf ein Ersticken lieferte, aber ergab, dass der herzkrank war und stark verengte Gefäße hatte, noch dazu jede Menge Drogen im Blut, und obendrein noch thrombosengefahrsteigerndes COVID-19 hatte.

Ich rätsele ja immer noch, warum in der Anfangszeit der Pandemie Filme aus China durch die Social Media gingen, in denen Leute scheinbar aus dem Nichts heraus und ohne jede Vorwarnung einfach zusammenklappen, umfallen und liegen bleiben, während ich hier noch nicht davon gehört habe. Leser schrieben, die Filme seien alle Fake. Belege haben sie nicht. Ich bin medizinischer Laie, aber ich könnte mir vorstellen, dass so ein plötzliches Umfallen aus dem Nichts durchaus Folge einer Thrombose in Hirn oder Herz sein könnte. Und das könnte in China einfach häufiger vorgekommen sein als hier, weil es da ganz, ganz schlimme Raucher gibt. Und schlimmen Tabak.

Ist es so abwegig, dass ein herz- und gefäßkranker Drogenjunkie (ich warte noch darauf, dass das Video aus dem Laden auftaucht, laut dessen er sich sehr seltsam benommen haben soll) mit COVID-19 an einer Thrombose im Herz stirbt, wenn ein Kardiologe sagt, dass die beschriebenen Symptome genau denen einer Herzinfarkt-Vorstufe entsprechen?