Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Rassisten-Newsletter

Hadmut
24.2.2021 20:59

Das Update für Rassisten, die auf dem Stand der Zeit sein wollen. Heute: Ein neuer rassistischer Erfolg ist zu verzeichnen:

Auch Fahrradhelme sind jetzt rassistisch.

Also in Seattle.

In the fall of 2019, a white man spat on Edwin Lindo while he was riding his bicycle with a friend around Mercer Island.

“It gets on my jersey and I’m like, ‘I can’t believe this is happening right now,’” he recalled.

Lindo, who identifies as Central American Indigenous from Nicaragua and El Salvador, and his friend, Aaron Bossett, who is Black, viewed the encounter as a racist attempt to exclude them from the biking community.

Der gute Mann wurde beim Radfahren 2019 von einem Weißen angespuckt. (Ich wurde schon ein paarmal von Arabern angespuckt, aber wehe dem, der daraus Rassismus folgern würde – es ist eigentlich rassistische white supremacy zu behaupten, dass nur Weiße Rassismus können?)

Was das mit Fahrradhelmen zu tun hat? Nu, so genau weiß man das nicht. Aber:

Now, Lindo has joined a chorus of individuals and organizations calling for the repeal of the King County law that requires bicyclists to wear helmets because of disproportionate enforcement, especially among Black, Native and homeless riders.

Ach, so, die Helmpflicht würde nach Hautfarben unterschiedlich stark durchgesetzt.

Ich dachte immer, man setze Fahrradhelme im eigenen Interesse auf, um sich selbst zu schützen, und nicht, weil einem die weiße Rassistenpolizei einem das anlegt wie Sklavenketten. Zumindest ich setze mir die immer auf, auch wenn ich gar nicht muss.

Zumal das auch nicht überall stimmt. In einer neuseeländischen Zeitung habe ich mal gelesen, dass die Polizei ein (weißes) Paar festgenommen hat, als sie splitternackt auf Fahrrädern durch die Stadt fuhren. Weil sie keine Helme aufhatten, denn in Neuseeland herrscht Helmpflicht.

Möglicherweise geht es eher um die Frage, wer es schafft, einen Fahrradhelm aufzusetzen, ohne sich damit selbst zu erwürgen.

Was wir aber hier sehen: Die schon von den Feministen eingeübte Rhetorik. Jahrelang hat man in den Gender-Studies geübt und zum Studienfach erklärt, zu jedem beliebigen Thema X ein Paper zu schreiben, warum X frauendiskriminierend und -benachteiligend ist. Windrad, Hochwasser, Gummistiefel, Pulverkaffee, Schnürsenkel, Telefon, völlig egal, zu allem schreiben sie ad hoc eine Jammerarie, warum es Frauen benachteiligt.

Dabei waren die Frauen offenbar nur das Übungsmuster.

Oder funktional gesprochen: Wir müssen von Parameter X auf X,Y aufbohren: Zu können zu jedem Thema X einen Essay schreiben, warum er Y benachteiligt.

Warum benachteiligen Schaukelstühle Teflonpfannen für Linkshänder? Kein Problem, schreiben die sofort, Schaukelstühle sind Rassisten und rechtsradikal.

Und so ist ein neuer überragender Sieg für die Rassisten zu verzeichnen, weil wieder mal alles rassistisch ist, also alles den Rassisten gehört.