Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Witz

Hadmut
20.2.2021 15:00

Muss auch mal sein.

Geklaut aus einem Forum von 2010:

Ein Afrikaner, ganz frisch als Asylant anerkannt, geht fröhlich durch seine neue Stadt.

Er spricht die erste Person an, die er auf der Straße trifft und sagt: „Danke, liebe Deutsche, dafür, dass Sie mich in ihrem Land aufnehmen und mir Unterstützung, Unterkunft, Krankenversicherung bieten.”

Die Angesprochene antwortet: „Sie irren sich, ich bin Albaner.”

Der Mann geht weiter, spricht die nächste an: „Danke dafür, dass Sie so ein schönes Land haben hier in Deutschland!”

Die Angesprochene sagt: „Ich bin keine Deutsche, ich bin Rumänin.”

Der Mann geht weiter, spricht eine andere Person an, schüttelt ihm die Hand und sagt: „Danke für ihr schönes Deutschland!”

Der Angesprochene hebt seine Hände und sagt: „Ich bin Ägypter, kein Deutscher.”

Dann sieht er eine nette ältere Dame und fragt: „Sind Sie Deutsche?”

Sie sagt: „Nein, ich bin Türkin.”

Voller Rätsel fragt er sie: „Wo sind denn die Deutschen?”

Die Dame schaut auf ihre Uhr und sagt: „Wahrscheinlich auf Arbeit…”

Was bei mir gleich mehrere Assoziationen weckt.

Eine ist die, dass wenn ich am anderen Ende der Welt, in Australien oder Neuseeland bin, zumindest so prinzipiell jeden verstehen und mit jedem reden kann. Ich höre und verstehe, was die Leute sagen. In Berlin verstehe ich mindestens 80% des auf der Straße, in den Supermärkten und in den Verkehrsmitteln Gesprochenen nicht mehr, kann meist nicht mal die Sprache näher als nach dem Kontinent einordnen. Und schon einige Male wurde ich von Leuten, die nach dem Weg fragen wollten, zuerst gefragt, ob ich Deutsch spräche. Ich kann in fremden Ländern am anderen Ende der Welt besser andere Leute verstehen als in dem Land, in dem ich geboren und und seit 55 Jahren wohne.

Eine andere ist die, dass wenn ich mal während der Arbeitszeit in Berlin unterwegs war, oder mir mal einen Tag Urlaub genommen hatte, um mich mal einen Tag an den Wannsee zu legen, immer staune (vor Corona), wie voll die Straßencafes, Strandbäder und so weiter von Leuten sind, die nicht arbeiten.

Eine dritte ist die, wie man mir in Namibia die Kriminalität bezüglich Raub und Diebstahl erklärt hat. Die Leute seien meist nicht kriminell im eigentlichen Sinne. Sie sehen, dass wir Touristen mit guten Klamotten, schönen Koffern, dicken Kameras und gefüllten Geldbeuteln unterwegs sind und uns da in den Lodges vornehm bekochen lassen und Safari machen, und dass sie das alles nicht haben, was sie einfach als Ungerechtigkeit empfinden. Sie sehen aber nicht, dass wir 6 Wochen Urlaub im Jahr haben und ansonsten 40 Stunden die Woche intensiv arbeiten, während sie höchstens 4 Stunden pro Woche etwas täten, was bei uns niemand „arbeiten” nennen würde.

Und dann habe ich noch so entfernt in Erinnerung, dass irgendein arabischer Politiker mal stinksauer in einer Rede die Frage gestellt hatte, warum wir hier so tolle Autofabriken und Automarken hinbekommen und sie nicht. Er habe sich das mal aus der Nähe angeschaut, um den Grund dafür herauszufinden, und als Ursache dafür festgestellt, dass wir hier den ganzen Tag arbeiten und sie dort eben nicht. Ich glaube, das war das und das. Masters of the world, nicht zum Arbeiten geschaffen.

Wir befinden uns gerade in einem Zustand der Versklavung.

Eigentlich ist es wie ein Heuschreckenschwarm oder Hedgefund. Wir werden abgefressen.