Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Aggression gegen die, die etwas können…

Hadmut
19.2.2021 19:30

Eine Leserin schreibt mir:

Hallo,

mein Mann hat mich auf ihren Artikel aufmerksam gemacht. Das Thema beschäftigt mich schon eine Weile. Ich frage mich ob das ein psychologisches Phänomen ist und ob mir das Mal jemand erklären kann, wie das funktioniert. Ich vermute ja die Spiegelneuronen im Hirn.

Deutlich wird es bei Alkoholikern, die wenn jemand nicht trinken möchte… Aggressives Verhalten gegen diese Person entwickeln.

Ich bekomme oft Aggressionen von Eltern zu spüren, bei denen wir eine Kindeswohlgefährdung feststellen.

Überhaupt wird aggressiv gegen Menschen vorgegangen, die etwas können… Die müssen sich sprachlich nicht Mal durchsetzen, weil sie einfach Dinge können und tun… (Sprache und etwas können, sind oft sehr weit auseinander. Die Meisten quatschen sehr schlau, tun aber dann das Gegenteil.) Dieses feststellen, da ist etwas, da kann jemand mehr, oder ist anders. Dagegen wird massiv “geschossen.”… Wie Spatzen einen Wellensittich tothacken, weil er zu bunt ist.

Ich glaube, der Bezug auf die Spatzen ist der Schlüssel zum Verständnis: Herdentrieb, Rudelverhalten. Der Drang, unter Gleichen zu sein, die sich durch gleiche Merkmale identifzieren und homogene Verhaltensweisen fordern.

Typisches Verhalten Linker und archaischer Gesellschaften. Reden von Diversität und wollen völlige Gleichheit. Wirklich: Die fordern gleichzeitig „Diversität” und behaupten, wir seien alle gleich, und schimpfen auf „Privilegien” als Quelle von Ungleichheit. Wie soll eine Diversität aus Gleichen möglich sein können?

Kommt gleich in die Liste der Doppelbegriffe: Will man es, heißt es Diversität. Will man es nicht, heißt es Privilegien.

Und es deutet viel darauf hin, ich würde es sehr in die Richtung interpretieren, dass diese Leute im wahrsten Sinne des Wortes nichts oberhalb der Schwelle homo sapiens in der Birne haben, sondern da eben die alten Verhaltensweisen wie im Wolfsrudel oder der Affenhorde bestimmend sind. Oder wie man so schön sagt: Spatzenhirn.

Man könnte das so interpretieren, dass das dem Erhalt der eigenen Gene dient, weil ja eben jemand, der anderes aussieht oder schlauer ist, auf konkurrierenden Genen beruhen und deshalb als Konkurrent zu betrachten und auszuschalten ist.

Mit diesem evolutionär erworbenen Verhalten zur Erhaltung der eigenen Gene könnte auch eine Besorgnis einhergehen, als Individuum nicht mehr als rudelzugehörig erkannt zu werden (und dann als Austgestoßener sterben zu müssen), wenn das Rudel seine Erkennungszeichen verändert und dann andere als zugehörig ansieht.

Es sprechen also sowohl kurzfristige, eigennützige, als auch langfristige, genetische Interessen dafür, sich so zu verhalten.

Dafür braucht man aber nicht die Evolutionsstufe homo sapiens. Homo erectus ist schon mehr als ausreichend, wobei der Drang mancher Zeitgenossen, auf Bäumen zu hausen und mit Kot zu werfen sehr deutlich für mindestens zwei bis drei Evolutionsstufen unter homo erectus spricht. Erectus konnte den aufrechten Gang nur als Bodengänger enwickeln.