Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

COVID-19: Die Verlogenheit der ARD im Allgemeinen und des Georg Restle im Besonderen

Hadmut
24.12.2020 15:39

Man muss sich das wirklich mal als Jahresrückblick anschauen, was für einen Schund die senden, wie ölig die ihren Standpunkt wechseln und wofür die auch noch eine Beitragserhöhung wollen.

Über die brachiale Verlogenheit öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

Ich hatte es doch schon einige Male davon, wie der Bayerische Rundfunk, namentlich deren Sendung „Quer” mit Christoph Süß, Anfang 2020 noch behauptete, Corona (ich glaube, den Namen COVID-19 gab es damals noch nicht) sei harmlos und alles nur rechte Spinner, die da Panik machen und – lächerlich! – mit Schutzmasken in der Öffentlichket rumlaufen, weil sie die Grenzen schließen und reisen verhindern wollen, das fremdenfeindliche Pack.

Monate später ist es genau umgekehrt. jetzt soll es plötzlich rechter Populismus und Verschwörungstheorie sein, die Gefährlichkeit von Corona zu unterschätzen oder gegen Lockdown und Maskenpflicht zu demonstrieren.

Und dann kommen die mit „Der BR begleitet Sie durch die Corona-Krise” und Public Value – Unser Wert in Zeiten von Corona

Covid-19 hat das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben in Deutschland, Europa und der Welt beinahe zum Stillstand gebracht. Gerade in Krisenzeiten, wenn die Verunsicherung der Bevölkerung groß ist, sind verlässliche Informationen von besonderer Bedeutung.

Nachfolgend bieten wir aktuelle Beispiele, wie der Bayerische Rundfunk und andere öffentlich-rechtliche Medien in Europa ihren Auftrag als Rundfunk der Gesellschaft erfüllen und wie BR-Mitarbeitende ihren Arbeitsalltag in der Corona-Krise bewältigen.

So, so. „Verlässliche Informationen sind von besonderer Bedeutung”.

Ein Leser hat mich auf die Monitor-Sendung des WDR vom Januar hingewiesen, in der Georg Restle das Corona-Virus noch runtermacht. Zeit also, sich die die Entwicklung mal näher anzuschauen und sie einigen Sendungen gegenüberzustellen:

Georg Restle, WDR, Monitor vom 30.1.2020

Siehe Beitrag Corona-Virus: Übertriebener Hype?, Kurzbeschreibung:

Seit Wochen beherrscht das sogenannte “Corona-Virus” die Schlagzeilen. Die Angst geht um vor einer weltweiten Pandemie. Doch wie gefährlich ist das Virus tatsächlich – und warum schaffen es andere tödliche Epidemien so selten in die Schlagzeilen, obwohl weit mehr Menschen daran sterben?

Schussrichtung: Alles übertrieben und hochgehypet, alles politische Propaganda, wir sollten uns viel lieber um die medizinische Versorgung im Kongo kümmern, die haben viel wichtigere Krankheiten. Corona würde überbewertet, kein Mensch interessiere sich dafür, dass 2018 400.000 Menschen an Malaria starben, in Ländern weit weg wie Madagaskar, Malavi oder Mosambique. [Anmerkung: An Covid-19 sind nun, Stand 23.12.2020, 1,7 Millionen gestorben, obwohl das Ding erst noch in der Ausbreitung ist.]

Nein, man wolle Krankheiten nicht gegeneinander ausspielen, es gehe um das richte Maß an Aufmerksamkeit.

Und sie fragen: „Ist diese Dauererregung wirklich angemessen?”

Und es sei absehbar, dass die Gefährlichkeit des Virus deutlich geringer sei als angenommen.

Und: Man vergebe millionenschwere Aufträge zur Erforschung und Bekämpfung des Corona-Virus.

Es werde über die falschen Krankheiten berichtet. Die Masern seien viel tödlicher, 140.000 Tote pro Jahr. Allein im Kongo 6.000 Tote an Masern. [Anmerkung: Masern-Impfung gibt es doch schon lange]

Tuberkulose: 1,5 Millionen Tote pro Jahr. [Anmerkung: Aber dass Migranten die Tuberkulose bei uns wieder einschleppen, interessiert nicht, und wenn man es sagt, ist man „rechtspopulistisch”.]

Abschlusssatz des Beitrags vom Januar 2020:

„Das Corona-Virus löst zur Zeit Panik aus. Noch wissen wir nicht, wieviele Tote es fordern wird. Aber einiges spricht dafür, dass wir es in einem Jahr schon wieder fast vergessen haben.”

Jo.

Der gezielte Versuch, die Aufmerksamkeit von Corona abzulenken und Geld und Aufmerksamkeit nach Afrika zu schaffen.

Angegeben wird, dass der Bericht von Golineh Atai und Frank Konopatzki gemacht wurde, aber Auswahl und Präsentation stammt von Georg Restle. Und dass der WDR eine Art Zensurbehörde ist, bei der geknechtete Externe die Beiträge machen müssen und dann die Internen sie nur annehmen, wenn sie weit genug links sind, hatte ich neulich in der Stellungnahme für den Landtag schon ausgeführt. Atai ist laut Wikipedia seit 2018 wieder in der Tagesschau-Redaktion des WDR.

Im Oktober (siehe unten) wird er das Gegenteil beklagen.

Georg Restle, WDR, Monitor/Studio M vom 21.5.2020

Beitrag: Corona-Demos: Alles Verschwörung?, Kurzbeschreibungstext:

Corona-Proteste in Deutschland: Die einen rufen auf zum Widerstand gegen eine Corona-Verschwörung von Bill Gates und der WHO, andere demonstrieren einfach für die Grundrechte und gegen aktuelle Maßnahmen der Politik. Auf den Straßen demonstrieren BürgerrechtlerInnen neben GegnerInnen der Impfpflicht und EsoterikerInnen. Vor allem im Osten, aber nicht nur dort, versuchen AfD-Politiker und andere RechtsextremistInnen den Protest für sich zu gewinnen. Monitor-Chef Georg Restle diskutiert in studioM mit der Publizistin Katharina Nocun über den Reiz von Verschwörungsmythen in Zeiten der Pandemie, mit dem Corona-Demonstranten Steffen Golembiewski über Abgrenzungen des Protests nach rechts außen und mit dem Journalisten Martin Kaul über die Vielfalt eines Protests, den man nicht vorschnell in eine Schublade stecken sollte.

Georg Restle, WDR, Monitor/Studio M vom 7.9.2020

Beitrag: Corona-Demos: Wie rechts tickt Querdenken? , Kurzbeschreibungstext:

Corona-Demos für Freiheit und Demokratie, gemeinsam mit Rechtsextremisten – wie passt das zusammen? In Berlin sind zahlreiche Rechtsextreme gemeinsam mit Impfgegnern, Esoterikern, Corona-Leugnern und auch besorgten Bürgern gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Mit dabei auch zahlreiche Politiker der AfD. MONITOR-Chef Georg Restle interviewt dazu bei studioM den “Querdenken”-Initiator Michael Ballweg, die Rechtsextremismus-Expertin Judith Rahner, die Verfassungsrechtlerin Prof. Anna Katharina Mangold und die MONITOR-Autorin Julia Regis. Hier die ganze Ausgabe von studioM #10.

Georg Restle, WDR, Monitor vom 22.10.2020

Beitrag Impfstoffe ausverkauft: Was bleibt für die ärmeren Staaten?, Kurztext:

Während in den Laboren unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen COVID-19 geforscht wird, haben sich die wohlhabenderen Staaten schon jetzt fast die Hälfte aller Impfstoffe gesichert. Ärmere Länder werden bei der Verteilung das Nachsehen haben. Dabei leiden diese besonders unter der Pandemie.

Hier schimpft er nun, dass die ganze Welt auf einen Impfstoff gegen Corona hoffe, sich das aber nicht für alle erfüllen werde, weil man sich ein Wettrennen um den Impfstoff liefere:

„Dabei steht jetzt schon fest: Die ärmeren Länder werden die großen Verlierer in diesem Rennen sein. Den größten Teil des Kuchens haben sich die reichen Industrienationen längst schon gesichert. Und das lange bevor überhaupt feststeht, ob und wann ein solcher Impfstoff überhaupt auf den Markt kommt.”

Das widerspricht sich schon selbst, weil er gleichzeitig bemängelt, dass alle dran forschen (Rennen), und trotzdem nicht genug für alle da sei. Dabei wäre es doch gerade umso wichtiger, dass möglichst viele daran forschen und mitmachen, wenn man Angst hat, dass der Impfstoff zu knapp ist?

Und hat er nicht im Januar noch darüber geschimpft, dass man überhaupt am Corona-Virus und seiner Bekämpfung forscht, es sei doch viel wichtiger, sich um Masern, Malaria und Tuberkulose zu kümmern, weil die ganzen armen Länder ja darunter litten und das bräuchten? Und jetzt plötzlich hat er Masern und Malaria vergessen und schimpft, dass die armen Länder beim Corona-Impstoff zu kurz kämen, weil sie am meisten unter Corona litten?

Jetzt muss dann nämlich auch Peru statt Madagaskar herhalten, weil die armen Leute in Peru jetzt große Angst haben, keinen Corona-Impfstoff abzubekommen. Malaria und Tuberkulose interessieren Monitor nicht mehr.

Dafür sieht man jetzt die Gefahr, dass „viele, viele Menschen in den Entwicklungsländern sterben”, weil die reichen Länder Corona-Impfstoff horten.

Im Januar sagt er noch, sie stürben an Masern, Malaria und Tuberkulose, und die Forschung an einem Corona-Impfstoff sei ein Aufmerksamkeitsfehler, weil wir Corona in einem Jahr (also bis Januar 2021) fast ganz vergessen haben werden.

Georg Restle, WDR, nochmal Monitor vom 22.10.2020

Beitrag Corona: Falsche Strategie zur Eindämmung?, Kurztext:

Die Corona-Zahlen steigen – und mit ihnen die Überlastung der Gesundheitsämter. Viele schaffen es nicht mehr, alle Kontakte von Infizierten nachzuvollziehen. Betroffene werden nicht oder zu spät informiert. Trotzdem wird dafür ein enormer Aufwand betrieben. Experten fordern einen Strategiewechsel.

Daraus muss ich jetzt einfach mal einen Ausschnitt zeigen:

denn das kommt noch knüppeldick im Dezember, siehe unten.

Georg Restle, WDR, Monitor vom 3.12.2020

Siehe Beitrag „Corona-Hotspot Bautzen: Hochburg der Verschwörungsmythen”, aus dem Kurzbeschreibungstext/Transkript:

Georg Restle: „Ein Spielzeugladen in der Innenstadt von Bautzen. Mit einem Schild, das einen in diesen Tagen fassungslos macht: „Ohne Maske willkommen“ steht da, als gäbe es keine Infektionsgefahr, als gäbe es keine Pandemie. Und es gibt einige solcher Schilder und Aufrufe in Bautzen.

Guten Abend und willkommen bei MONITOR. Ausgerechnet Bautzen im Bundesland Sachsen, wo die Infektionszahlen zuletzt in die Höhe geschnellt sind wie nirgendwo sonst in Deutschland. Ein Corona-Hotspot, aber eben auch ein Hotspot der Corona-Leugner, der Verschwörungsideologen und Rechtsextremisten. Über 30 Prozent erzielt die AfD hier bei Landtags- und Bundestagswahlen. Eine gefährliche Mischung ist das, in Zeiten der Pandemie erst recht. Mittlerweile hat der Kreis Bautzen eine der höchsten Corona-Infektionsraten der gesamten Republik – dunkelrot eingefärbt. Heute lag die so genannte Sieben-Tage-Inzidenz hier bei 457 Fällen pro Hunderttausend Einwohnern. Eigentlich ein Grund zur Sorge. Aber trotzdem wird in Bautzen nach wie vor besonders lautstark bestritten, dass es überhaupt eine Pandemie gibt. Schwer zu begreifen das alles. Julia Regis und Aiko Kempen haben Bautzen besucht.“ […]

Jede Woche stehen sie hier. Letzten Sonntag waren es erneut Hunderte. Und es werden wieder mehr, seit die Region zum Corona-Hotspot geworden ist. Bundesweit ist Bautzen einer der am schlimmsten betroffenen Landkreise. […]

Von den Corona-Skeptikern fühlt sie sich geradezu verhöhnt. Besondere Rücksicht auf Risikogruppen? Immer wieder musste sie sich mit Besuchern auseinandersetzen, die selbst hier Schutzmaßnahmen ablehnten.

Christina Steinke, Leiterin „Betreutes Wohnen“ Marthastift: „Die Konflikte mit den Besuchern zum einen, sich in das Besucherprotokoll einzuschreiben, sich anzumelden, auch den Mund-Nasen-Schutz richtig zu tragen. Also das waren so Konflikte, die man … also viel hatte im … im Alltag.“

Wir wollen mit Menschen sprechen, die von den hohen Infektionszahlen hier direkt betroffen sind. Und mit denen, die die Gefahr der Pandemie immer noch bestreiten. […]

Misstrauen gegenüber den Corona-Schutzmaßnahmen und der Glaube an eine große Verschwörung. Birgit Kieschnick lebt seit über 20 Jahren in der Stadt. Sie organisiert Veranstaltungen für politische Bildung und beobachtet schon lange, wie sich Verschwörungsideologien mitten in der Gesellschaft breit machen.

Birgit Kieschnick, Stadtfamilienrat Bautzen e.V.: „Bautzen ist ein Hotspot der Corona-Leugner. Es ist eben schade, dass man, weil man eigentlich schon vor dieser Gefahr so lange warnt, was es mit Menschen macht, wenn man an krude Feindbilder sozusagen glaubt und damit genau das Falsche tut, nämlich der Medizin, die da helfen könnte, misstraut oder das Virus gar völlig leugnet.“

Viele Teilnehmer bei den Corona-Demos hier seien Rechtsextreme, Reichsbürger, Esoteriker. Für Kieschnick zeigt sich jetzt auch, welches neue Selbstbewusstsein diese Szene entwickelt hat. Sie geht mit uns zu einem Geschäft für Kinderspielzeug. An der Tür steht auf einem Schild: „Hier sind auch Menschen OHNE MASKE willkommen.” I

Da werden also Anfang Dezember in Bautzen Leute dafür als rechtsextrem hingestellt, dass sie im Prinzip genau das sagen, was Restle noch im Januar und Ende Oktober selbst gesendet hat.

Das Prinzip der ARD im Allgemeinen und des Restle im Besonderen

Wenn man sich den Mist, seine Widersprüchlichkeit, seine ständigen Standpunktwechsel mal so ansieht, dann hat das überhaupt keinen Bezug zum Corona-Virus mehr, auch wenn es ständig darum geht. Das hat überhaupt keine sachliche Grundlage mehr.

Die einzige Konstante darin ist, dass Georg Restle und andere wie dieser Christoph Süß ständig immer völlig beliebiges Zeug behaupten, wovon sie meinen, dass es ihnen gerade „gegen rechts” irgendwie nützt. Denen geht es gar nicht oder nur am Rande um Corona, und eigentlich ärgern sie sich auch über die Pandemiemaßnahmen, aber das zentrale Leitthema ist, alles und jedes zu instrumentalisieren, um „gegen rechts” zu wettern, und dafür behaupten sie willkürlich und wechselnd alles, was ihnen gerade geeignet erscheint.

Keine einzige Sendung kommt dabei ohne den Zielpunkt „gegen rechts” aus. Es fängt immer bei Corona an und endet bei Rechten, Kapitalisten, Reichen.

Restle macht da nichts anderes, als seinen persönlichen Dachschaden vor der Kamera auszuleben. Egal, was dem in die Finger kommt, es wird verhackstückt, um daraus irgendeinen Kampf gegen rechts zu konstruieren.

Wie sagten sie so schön?

„Verlässliche Informationen sind von besonderer Bedeutung”.

Und dafür sollen wir Zwangsbeiträge und auch noch deren Erhöhung zahlen.