Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Kostenlose Südpolhygiene?

Hadmut
25.11.2020 22:18

In Schottland gibt es Damenhygieneartikel kostenlos,

in Australien diskutiert man darüber, es auch zu tun.

Aus Kanada schreibt mir allerdings einer zu diesem Thema zu einer mir bisher unbekannten Stadt Coquitlam:

Coquitlam already has free feminine products in all their pools, cost about $20,000 grand a year

They get stolen as soon as they are filled.

(Pruuust: Coquitlam kommt aus der Sprache der dortigen Indianer und bedeutet „kleiner roter Fisch”. )

Wir hatten doch gerade das Corona-Klopapier-Syndrom, bei dem die Leute das Zeug in absurden Mengen davonschleppten und bergeweise horteten.

Was glauben die wohl, was passiert, wenn das Material der Begierde dann noch a) klein und jacken- oder handtaschentauglich und b) kostenlos ist. Ich würde jetzt schon drauf wetten, dass die kostenlosen Spender dann immer leer sind und die Polizei dann irgendwann mal Fotos von Tampon-Messi-Wohnungen zeigt, in denen dann 375.000 Tampons rumstehen. Neulich hatten sie ja schon Bilder einer notorischen Ladendiebin, die allen möglichen Plunder geklaut und in der Wohnung Berge von dem Zeug bis unter die Decke gestopft hatte.

Und da kommt ja bei mir dann auch wieder der Security-Heini durch. Es geht ja nicht nur um Diebstahl und Plünderung. Nennen wir mal die Fachbegriffe Integrität und Authentizität. Wenn die Dinger irgendwo kostenlos rumliegen, woher weiß man dann eigentlich, ob die überhaupt echt und unverändert in dem Zustand sind, in dem sie aus der Fabrik kommen und nicht jemand irgendwas damit angestellt hat? Allergene oder Keime rein, Nadel, weiß der Geier, so Zeug eben, was die hier in Berlin in den Sandkästen der Kinderspielplätze verstecken.

Wenn ich im Supermarkt sehe, was eine Packung von dem Zeug kostet: Ich wäre da sehr, sehr vorsichtig, irgendwelches kostenloses Zeug unbekannter Herkunft mitzunehmen und mir in den Südpol zu stecken. Irgendwie ist das alles so naiv, aber wenn es irgendwo die Aussicht auf ein Schnäppchen, ein Sonderangebot oder gar irgendetwas kostenlos gibt, kennen viele kein Halten mehr. Die machen dann alles, um 3 Euro zu sparen.