Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Geliefert wie bestellt

Hadmut
20.11.2020 15:55

Hatte ich doch über den Sozialismus schon oft gesagt:

Mercedes-Verbrennungsmotoren werden künftig (zum großen Teil) aus China geliefert.

Gerade erst hatte ich darüber geschrieben, dass die IG Altmetall erst Verbrennerautos abschaffen und E-Autos haben will, und dann über den Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland mault: Bedenke, Linker, worum Du bittest.

Hatte ich ja schon oft beschrieben: Die ökologische linke Utopiegesellschaft mit ihren Mindestlöhnen und Strom, der aus der Steckdose kommt, ist ein einziges Schwindelsystem, das darauf beruht, alles, was in deren Paradiesschema nicht passt, in Billiglohnländer wie China und Bangladesh ausgelagert wird, also außerhalb der Mindestlohnwunderlandes stattfinden muss. Oder wie andere es ausdrücken würden: Sozialismus ist keine Gesellschaftsform, sondern das Parasitentum am Kapitalismus.

Nun werden die Motoren eben in China gefertigt.

Oder wie das Handelsblatt da so schön schreibt:

Die Entwicklungshoheit für die Aggregate, die neben Benzin auch mit E-Fuels oder grünem Wasserstoff betrieben werden können, liegt bei Daimler. Die Fertigung in China übernimmt Geely mit seinen kostengünstigen Strukturen. In Europa könnte Mercedes die Produktion selbst übernehmen.

Ziel sind jährliche Kosteneinsparungen im dreistelligen Millionenbereich. Daimler bestätigt die Pläne: „Das neue Projekt mit der Geely Holding und Volvos Organisationseinheit für Motoren ist Teil der umfassenden Transformation von Mercedes-Benz im Rahmen einer fokussierten Wertschöpfungsstrategie.“

Bei den Arbeitnehmern sorgt der Pakt mit den Chinesen allerdings für Unmut. Damit gehe die Chance verloren, mehr Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten, hieß es in Gewerkschaftskreisen.

Übrigens bauen auch die Bayerischen Motorenwerke (auch bekannt als BMW) künftig keine Motoren in Bayern oder überhaupt in Deutschland mehr: BMW beendet Produktion von Verbrennungsmotoren in Deutschland

BMW („Bayerische Motoren Werke“) wird bis 2024 die Fertigung von Diesel- und Benzin-Verbrennungsmotoren aus dem Stammwerk München verbannen. Große Motoren werden dann nur noch im britische Werk in Hams Hall und kleinere im österreichischen Werk in Steyr hergestellt. […]

BMW stellt als Reaktion auf die politisch-gesellschaftlichen Umstände seine deutschen Werke weitgehend auf Elektromobilität um.

Was dazu passt, dass Autohersteller ab 1.1.2021 für jedes hergestellte Auto, das über den CO2-Vorgaben liegt, hohe Abgaben an die EU zahlen müssen.

Davon, dass jeder Zweite, der jetzt einen Arbeitsplatz hat, diesen abgeben muss, haben sie wohl nichts gesagt.

Hat eigentlich schon mal jemand geprüft, ob Fridays-for-Future von den Chinesen gesponsort wird?