Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Geheimdienstoperation Wirecard

Hadmut
30.10.2020 2:28

Könnt Ihr Euch erinnern, dass ich im Sommer die Vermutung geäußert habe, dass Wirecard so eine ähnliche Geheimdienstoperation wie die Crypto AG war? (siehe hier, hier und hier)

Inzwischen kam ja schon raus, dass der BND über Wirecard Zahlungen abgewickelt hatte.

Und nun das:

In den Krimi um Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek schaltet sich nun die Generalbundesanwaltschaft ein. Die Strafverfolger prüfen Anhaltspunkte, nach denen Marsalek Informant für den österreichischen Geheimdienst war.

Der Wirtschaftskrimi um den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard entwickelt sich womöglich zu einer deutsch-österreichischen Spionageaffäre. Einmal mehr spielt der flüchtige frühere Finanzvorstand Jan Marsalek die Hauptrolle. Inzwischen beschäftigt sich auch der Generalbundesanwalt mit Marsalek.

Der oberste Strafverfolger geht Anhaltspunkten nach, “dass der österreichische Staatsangehörige Jan Marsalek von einem Mitarbeiter des österreichischen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) als Vertrauensperson geführt wurde”. So steht es in der Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi von der Linkspartei.

Hab ich’s nicht gesagt?

Das stank doch gleich so nach Crypto AG. Diesmal halt Deutschland-Österreich statt Deutschland-Schweiz.

Man könnte jetzt natürlich über die Frage nachdenken, ob da vielleicht mal die finanziell nicht wie der US-Geheimdienst kleinen deutschsprachigen Geheimdienste ein großes Rad drehen wollten oder sollten, und die fehlende aber eben nötige Liquidität dann über den Kredit- und Aktienmarkt beschafft haben.

Oder anders gefragt: War es am Ende vielleicht der Staat selbst (und welcher?), der hier Anleger und Kreditgeber geplündert hat? Weil er das Geld nicht hatte oder das in der Buchhaltung nicht auftauchen durfte?

Und wenn das deren Bundesamt für Terrorismusbekämpfung war, läuft da vielleicht gerade eine ganz große Terrorabwehroperation, von der wir nichts wissen dürfen? Wäre doch praktisch, dass wir jetzt alle so gut geübt haben, zuhause zu bleiben und nicht mehr rauszugehen.

Das ist dann wohl auch der Grund, warum man Marsalek nicht findet, den haben die Geheimdienste verschwinden lassen. Oder auch die Mafia.

Was mich daran jetzt aber sehr interessieren würde: Es gibt da ja so zwei, drei, vier Kategorien von „verschwinden lassen”.

  1. Sitzt unter falscher Identität irgendwo an einem schönen See oder auf einer hübschen Insel und lässt es sich gut gehen.
  2. Die Methode Zeugenschutzprogramm, irgendwo in einer abgeranzten, verlassenen Gegend, wo keiner hinkommt, weil keiner hin will, Bude nicht verlassen.
  3. Bei Wasser und Brot in einem Kerker ohne Sonnenlicht und Besuch, die Sorte Örtlichkeit, wo man die Schreie nicht hört, mit Gesprächsbedarf
  4. Umweltverträglich und rückstandsfrei entsorgt