Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Es geht ihnen nicht um die Rettung von Menschen. Es geht nur um Marxismus.

Hadmut
2.9.2020 18:25

Die Mittelmeerschlepper demaskieren.

Oder: Wie Sahra Wagenknecht Nationalsozialistin wurde.

Mission Lifeline

Wikipedia schreibt:

Mission Lifeline ist ein 2016 gegründeter Verein aus Dresden, dessen Vereinszweck die Seenotrettung von Menschen im Mittelmeer ist. Dafür wurde zunächst das Rettungsschiff Lifeline benutzt und seit Ende August 2019 die Elonore.

Vereinszweck Seenotrettung.

Kennt man. Die Sorte Seenotrettung, für die man vorher einen Seenottermin ausmacht.

Und die gehen nun auf ihre Webseite in einem Artikel eines Michael Bittner auf Sahra Wagenknecht los. Ein Autor aus der DDR, Namensvetter eines Maueropfers.

Hartnäckig hält sich über die Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht das Gerücht, sie sei eine Freundin geschlossener Grenzen. Glücklicherweise hat sie dieser Lüge schon vor Jahren widersprochen: „Klar finde ich es auch schön, wenn man Grenzen nicht mehr spürt. Wenn man wie ich im Saarland lebt, ist man in zehn Minuten mit dem Fahrrad in Frankreich und kann sich ein Baguette kaufen, ohne Geld wechseln zu müssen.“ […]

Nur soll man es nach Wagenknechts Meinung mit den offenen Grenzen auch nicht übertreiben. Halboffene reichen. Fremde aus dem Süden, die im Norden nach einem besseren Leben suchen, sind ihr offenbar wenig willkommen. Zumindest geißelte sie Angela Merkel für deren Entscheidung, die Grenzen für Bürgerkriegsflüchtlinge nicht sogleich zu schließen. Überhaupt sei Zuwanderung eine bedenkliche Sache, denn die Fremden konkurrieren ja mit den Einheimischen um Arbeitsplätze, Wohnungen und Sozialleistungen. Und womöglich nehmen sie den Deutschen auch noch die „eigene Kultur“ weg. „Protektionismus ist immer gerechtfertigt, wenn sich die Armen gegen die Reichen schützen. Wenn sich die Reichen gegen die Armen schützen, wird es natürlich schwieriger.“ Es wird schwieriger, aber Sahra Wagenknecht gelingt‘s trotzdem immer wieder.

Im Prinzip derselbe Streit wie zwischen den russischen und den italienischen Kommunisten vor rund 100 Jahren. Kommunisten waren beide, aber die einen wollten den grenzenlosen Kommunismus, während die anderen dann doch lieber ein paar Landesgrenzen behalten würden, weshalb man sie und sie sich selbst Nationalsozialisten nannten. Kommunisten, die ihre Grenzen behalten wollen. Seitdem haben die diesen Bruderkrieg und nenen die Italiener „Faschisten” und tun nach außen so, als seien sie etwas Gegensätzliches (linke/rechte), es sind aber Familienstreitigkeiten um Abtrünnigkeiten.

Und wenn man vom Stamme Ulbricht ist, hat man da eben auch so sentimentale Gefühle für den antifaschistischen Schutzwall. Der diente dazu, dass eben diese Italiener nicht in die DDR einmarschieren. Nicht auszudenken, wenn die Sozialisten von den falschen Kommunisten, eben den italienischen und nicht den russischen beeinmarschiert worden wären.

Und Lifeline/Bittner (also der, der die Mauer überlebt hat) erklärt Grenzen in diesem Artikel nun so:

Grenzen dienen dazu, Ungleichheit aufrechtzuerhalten. Umso verwunderlicher ist es, dass es inzwischen manche Linke gibt, die das Lob der Grenze singen.

Ja, wie gesagt, Leute wie Ulbricht, Honecker, SED, Stasi, Antifa sahen und sehen das ja alles ganz anders, die haben ihre Mauer ja auch nicht aus purer Grenzenverachtung gebaut. Freilich hatte die auch mit Ungleichheit zu tun, nämlich damit die Ossis keine Bananen, Westpresse und Reisefreiheit bekommen, aber da fand man Ungleichheit eben gut.

Nur kann man sicher sein: Sind die Grenzen der Festung Europa erst völlig menschendicht geschlossen, werden dem reichen Norden die Nöte im Süden nur noch herzlich gleichgültig sein. So unbeschwert schmeckt dann auch der Sonntagskaffee wieder besser.

Seenot, Menschenrettung und so weiter kommen in dem Text nicht vor.

Es geht nur darum, marxistische Ideale durchzusetzen.

Warum es nicht reichen würde, Menschen in Seenot an das nächstgelegene Land zu bringen, nämlich nach Afrika, erwähnen sie auch nicht. Es geht allein darum, dass man Menschen Nach Europa reinbringen müssen und es keine Reisebeschränkungen geben dürfe.

England

Ist jetzt auch nicht so, dass sich das rumsprechen würde, dass es gefährlich sein könnte, mit einem Schlauchboot über das Mittelmeer fahren zu wollen. Oder für Mittelmeerseenötende ausgerechnet Dover in England der nächstgelegene Hafen wäre.

Soweit man Farage aber Glauben schenken kann, erweckt es den Eindruck (Videos sind immer so selektiv und zeigen nur einen kleinen Ausschnitt), als hätten sie es mit dem Schlauchboot von Afrika nach England geschafft, um dann 10 Meter vor dem Strand in Seenot zu geraten:

Noch eine Kapitänin

Nicht als humanitäre Aktion, sondern als Teil eines antifaschistischen Kampfes.

Also nicht Menschenrettung, sondern marxistische Menscheninstrumentalisierung.

Da werden einfach irgendwelche Leute benutzt, um hier das Konzept der Staatsgrenzen zu sabotieren. Weil man Grenzen (siehe damals Mussolini/Italien) mit faschistisch gleichsetzt und das alles eben nur dazu dient, das Prinzip „Grenze” zu sabotieren.

Um Menschen, Menschenleben und so weiter geht es da gar nicht.

Nur marxistische Agitation. Menschen sind da nur das Kanonenfutter.