Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Relativität der Vergewaltigung

Hadmut
20.8.2020 12:27

Kommt halt immer ganz drauf an, ob’s gerade passt oder nicht.

Könnt Ihr Euch noch an die Welle von Vergewaltigungsvorwürfen erinnen? #Aufschrei? #MeToo? Den Lynchversuch an Kachelmann? Das Kriegsgeheul um Weinstein? Als man es schon zum Riesenskandal machte, wenn einer (Brüderle) den Füllstand des Dirndls lobte, einen anzüglichen Witz machte oder sich irgendeine alte Schachtel zu erinnern glaubte, dass ihr irgendwer vor 40 Jahren mal den Hintern getätschelt habe.

Vergewaltigung sei das größte Übel, unendliches Leid, kein wichtigeres Ziel als deren Bekämpfung? Kaum ein Tag ohne irgendeinen Skandal in den Medien?

Oder auch das Thema Kinderpornographie und Kindesmissbrauch? So schlimm, dass man das ganze Internet zensieren muss, mindestens.

Nun kam auf Anfrage eines Abgeordneten heraus, dass Berlin deftige Vergewaltigungszahlen hat, jeden Tag ein bis zwei schwere Vergewaltigungen.

Siehe B.Z., Berliner Zeitung, FOCUS.

Leider sind die Angaben ungenau, wie sich da was zusammensetzt, aber (BZ):

Nur für den Zeitraum vom 1. bis zum 8. Juli sind bereits 20 Fälle registriert. Das sind mehr als zwei extrem schwere sexuelle Straftaten pro Tag in der Hauptstadt!

Dazu kommen weitere zahlreiche Sexual-Delikte, wie Kindesmissbrauch, Herstellung und Verbreitung von Kinderpornographie sowie sexuelle Belästigung und Nötigung – zum Teil Tag für Tag.

Berliner:

Demnach ermittelt die Berliner Polizei in 210 Fällen von „gemeinschaftlicher oder besonders erniedrigender Vergewaltigung“ im Zeitraum 1. März 2020 bis 7. Juli 2020. Unter den Opfern waren 50 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Von diesen 50 Opfern waren zudem 16 nicht älter als 14 Jahre.

Weitere Delikte wie exhibitionistische Handlungen, sexuelle Nötigung oder sexueller Missbrauch werden in der Antwort der Senatsinnenverwaltung gesondert aufgeführt.

„Die absoluten Zahlen sind schlicht erschütternd, besonders wenn man sich die lebenslangen Folgen dieser widerlichen Taten für die Opfer vor Augen führt“, sagte Luthe der Berliner Zeitung am Freitag. Bezogen auf die Zahl der minderjährigen Opfer von gemeinschaftlichen oder besonders erniedrigenden Vergewaltigungen, darunter auch ein unter sieben Jahre altes Kind im Juli 2020, sagte der FDP-Politiker weiter: „Dass derart schwere Fälle sogar an einem Kind alles andere als Einzelfälle sind, muss uns alle alarmieren.“

Kein #Aufschrei? Kein #MeToo? Keine Rücktrittsforderungen?

Seltsam. Niemand kommt, niemand krawallt, niemand demonstriert, plötzlich scheint es niemanden mehr zu interessieren.

Warum?

BZ:

Besonders schockiert ist der Politiker über den hohen Anteil ausländischer Straftäter. Bei den schweren Vergewaltigungen ist laut der Antwort auf die Anfrage fast jeder Zweite nicht Deutscher. Laut Studie sind Straftäter mit Migrationshintergrund nur zum Teil erfasst.

Berliner:

Bezogen auf die Monate März, April, Mai, Juni sowie die erste Juli-Woche in diesem Jahr sowie dem separat erfassten Straftatbestand „Vergewaltigung im besonders schweren Fall (besonders erniedrigend oder gemeinschaftlich)“, ergibt sich hier laut Senatsinnenverwaltung ein Anteil deutscher Tatverdächtiger von 52,8 Prozent.

„Der weit überproportionale Anteil ausländischer Tatverdächtiger zeigt, dass hier dringend die Ursachen geklärt und transparent diskutiert werden müssen“, so Luthe weiter. Auf dieser Grundlage müsse dann „wirksame Kriminalprävention betrieben werden“.

Da man aber den Migrationshintergrund nicht erfasst, heißt das, dss die 47,2 Prozent nicht-deutscher Tatverdächtiger nur die ohne deutsche Staatsbürgerschaft sind, und selbst die schon derb überproportional auffallen. Die Migranten oder Migrationshintergründenden, die eine deutsche Staatsbürgerschaft haben, sind in den „52,8 Prozent Deutsche” enthalten.

Man kann leider nicht ersehen, wieviele das sind, aber sicherlich weit mehr als die 2,8 Prozent, womit auf der Hand liegt, dass weit, weit mehr als die Hälfte der schweren Vergewaltigungen von MiHiGru-enden begangen werden.

Und schon kommt kein Ton mehr von der #Aufschrei-Truppe.

Plötzlich sind Vergewaltigungen unbeachtlich, normal, hinzunehmen. Erinnert mich an Schweden, wo sie auch erst ein Staatsdrama aus jedem Blick auf den Hintern gemacht haben, nach der Migration aber Frauen als Rassistinnen beschimpft haben, die eine Vergewaltigung überhaupt noch bei der Polizei anzeigten.

Und die Moral von der Geschicht’

Auch Vergewaltigung war gemäß linken Dogmen wie Gewalt und Verbrechen allgemein nur ein „soziales Konstrukt” zur Ausgrenzung und Machtreproduktion. Rassistisch war der Vorwurf obendrein, wie die Zahlen ja nun auch belegen, weil es mehr Migranten als Deutsche trifft, den Vorwurf zu erheben.

Man hat den Vorwurf erfolgreich überwunden und erkannt, dass jede Frau, die sich über Vergewaltigung beklagt, nunmehr Rassistin ist.

Vergewaltiger gibt es gar nicht, und Vergewaltigtseiende oder Angehörige der Geschlechtsgattung Sich-als-Vergewaltigte-Identifizierende sind alles verkappte Supremalisten, die Integration und Gleichwertigkeit der Kulturen nicht akzeptieren wollen.

So wandel- und wendefähig ist man heute.

Nachtrag: Bio-deutsche Vergewaltiger bekommen nach wie vor Ärger, aber künftig wegen „cultural appropriation”.