Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Bordell, nur ohne Bumsen

Hadmut
4.8.2020 22:42

Leser fragen – Danisch weiß es auch nicht.

Ein Leser trägt vor:

Berlin erlaubt wieder Bordellbesuche – aber nur ohne Geschlechtsverkehr.

Seit Beginn der Corona-Pandemie und dem Lockdown im März ist Prostitution deutschlandweit verboten. In Berlin nun aber werden die Vorschriften gelockert. Ab Samstag können Bordelle in der Hauptstadt wieder Kunden empfangen, allerdings ist Sex vorerst noch untersagt.

Während Anbieter anderer “körpernaher Dienstleistungen” wie Kosmetikstudios und Friseure längst wieder unter Auflagen geöffnet haben, befinden sich Bordelle nach wie vor im Corona-Lockdown. Das soll sich am Samstag zumindest in Berlin schon einmal ändern. Dort ist Prostitution dann nämlich wieder erlaubt – jedoch ohne Geschlechtsverkehr.

„Körpernahe Dienstleistungen”

Die Frage schwebt förmlich in der Luft, was die dann da eigentlich machen.

Weiß ich nicht.

Unter „Körpernahe Dienstleistungen” denke ich an Zahnärzte und Friseure.

Mein erster Gedanke wäre gewesen, dass die da dann halt zusammen was singen. Aber das fällt aus, Singen gilt als aerosolerzeugend und damit virenschleudernd.

Vermutlich fallen damit auch alle Freizeitgestaltungen weg, die mit Keuchen verbunden sind – es sei denn freilich, man zieht sich das Kondom über den Kopf. Wie lange man das durchhält, ist eine andere Frage. Aber das Problem ist ja auch nicht gänzlich neu.

Was also tun?

Gegenübersitzen und sich zugucken?

Die Lösung liegt vermutlich in dem Umstand, dass sich die Berliner Bordelle ja Gerüchten zufolge zu einem gerüttelt Teil aus Geisteswissenschaftlerinnen der Berliner Universitäten rekrutieren. Wenn das eine nicht geht, müssen die sich halt auf ihre andere Befähigung konzentrieren. Man wird gemeinsam Kapitalismuskritik üben. Nicht wenigen in Berlin geht dabei einer ab.