Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Dauerbeschimpfungssendung im ZDF: „Die Anstalt”

Hadmut
21.7.2020 12:43

Wer sich mal 47 Minuten lang „rassistisch” dauerbeschimpfen und -beschuldigen und sich sagen lassen will, dass er kraft Existenz an den letzten 500 Jahren Schuld sein soll, und sich dabei ständig fragen möchte, für wen das ZDF eigentlich noch sein Programm macht,

der kann mal ZDF-Die Anstalt vom 14.7. schauen. Titel: „Ich bin Rassist – Hol mich hier raus.”

Für Fortgeschrittene möchte ich dann doch mal ein paar Aspekte kommentieren und zeigen: Das ZDF bringt Dummes von Dummen für Dumme. Und ich will es begründen.

Oder um es kurz zu sagen: Reisen bildet, das ZDF nicht (mehr).

Haut und Haare

Ja, das ist gerade so unter Germanoschwarzen in Mode, Weißen Rassismus zu unterstellen, weil sie Schwarzen so gerne in die Haare fassten.

Das ist als Vorgang an sich erst mal nicht unwahr. Das kann ich insofern bestätigen, als ich das selbst schon erlebt habe: Ich habe mal vor vielen Jahren für einige Zeit Babysitter-Dienste für jemanden erbracht und war deshalb gelegentlich mit einem ungewöhnlich hübschen Baby und später Kleinkind einige Male unterwegs, das auch durch eine auffallend schöne Haarpracht auffiel. Ich habe einen großen Teil meiner Zeit und Energie darauf verwenden müssen, Frauen jenseits eines gewissen Alters – teils lautstark, teils mit leichter, mehrmals auch mit richtiger Gewalt – abwehren und davon abhalten müssen, das Kind anzufassen und in seinen Haaren rumzufingern. Und die sehen das dann auch nicht ein. Viele Frauen sind so sehr an Haptik, an das Anfassen von allem und jedem gewöhnt, dass sie gar nicht in der Lage sind, das als Eingriff in die Rechte anderer oder als verboten „zu begreifen”. Das ist im Hirn irgendwo außerhalb des steuerbaren Handelns verdrahtet. Die können die Pfoten nicht weglassen. Es geht nicht. (Ich habe ja auch schon so oft beschrieben, dass der Erlebnishorizont vieler Frauen, vor allem feministischer, auf Armlänge beschränkt ist, und der seltsame Ratschlag der Armlänge Abstand wohl damit zu tun hat. Ein prägendes Element weiblicher Identität ist ohne Frage, dass der eigene Südpol noch innerhalb der Armreichweite liegt.)

Das hat aber nichts mit Rassismus zu tun, sondern mit der simplen Struktur der Frau: Frauen sind haptisch orientiert. Sie begreifen nicht oder nur sehr schwer, wenn sie dabei nicht „anfassen”. Das merkt man in jedem Supermarkt, weil sie ständig am Obst rumfingern müssen, um es kaufen zu können (Grandiose Szene im Film Tampopo dazu), und auch wenn man irgendwo verpackte Kleidung, Männerunterhosen gar, kaufen will, liegt da immer rausgerupfte oder falsch wieder reingestopfte Kleidung rum, weil Frauen von Natur aus keine Unterhosen kaufen können, die sie nicht vorher angefasst haben. Als ich noch in der Schule war, so achte, neunte Klasse rum, sind die Lehrer fast ausgerastet, weil die Mädels im Unterricht ständig strickten. Bis der Direktor den Mädchen das Stricken im Unterricht verbot. Wir haben sie mal gefragt, warum sie das eigentlich tun, ob ihnen da irgendein labbriger Pulli oder Socken so wichtig wären. Sie sagten, es gehe nicht um das Strickwerk, sondern sie könnten viel einfacher, leichter, effektiver zuhören und lernen, wenn sie dabei die Hände in Bewegung haben und mit den Nadeln und der Wolle hantieren. Ich habe den Verdacht, dass der Siegeszug des Handys und der Social Media wesentlich damit zu tun hat, dass die Handy-Bildschirmtastatur – auf der viele Mädchen und junge Frauen irrsinnige Geschwindigkeit erreichen – die Kommunikation haptisch verankert und dafür Frauen leichter zugänglich macht. Für Museumstechnik ist es ganz wichtig, vor allem, wenn man ein weibliches Publikum ansprechen will, ihnen etwas zum Anfassen anzubieten, Oberflächenbeschaffenheiten, fühlt sich das warm oder kalt oder rau oder glatt oder hart oder weich an.

Wenn Leute also Schwarzen in die Haare greifen – und ich habe noch nie gesehen, dass ein Mann das tun würde, wenn er nicht gerade Friseur ist und berufliches Interesse hat – dann ist das nicht Rassismus, sondern ein Symptom und Indikator dafür, dass erweiterte Hirntätigkeit eingesetzt hat.

Und das tun sie auch hier. Germanoschwarze bilden sich nur ein, dass es rassistisch wäre, weil sie einfach alles für rassistisch halten und nicht so wirklich dabei denken. Oder beobachten. Weil jemand, der nur den Hammer kennt, alles für einen Nagel hält.

Und das ist auch umgekehrt so.

Wie schon oft erzählt: Ich war auf Reisen in Namibia und Südafrika, und dabei auch in vielen Townships, jeweils von schwarzen Bewohnern derselben geführt, unter anderem in einem riesigen bei Windhuk. Weil in der Besuchergruppe aus drei Leuten auch eine weiße Frau aus Johannesburg mit langen blonden glatten Haaren dabei war, hat uns der Guide vorher extra instruiert und vorgewarnt: Manche Leute werden uns wie Gespenter behandeln oder ungläubig anfassen, die Haut und vor allem deren Haare. Es gibt Leute, die haben noch nie einen Weißen in Natura gesehen, kennen die nur aus dem Fernsehen und halten die für weiß geschminkt, glauben nicht, dass es sowas wirklich gibt. Und wenn dann einer vor ihnen steht, ist es in etwa so, als würden wir dem Yeti gegenüberstehen. So ähnlich kam es dann auch. Die Frau wurde zwar nicht ständig, aber schon mal von Frauen intensiv begrabbelt. Die fanden das zum Quieken komisch und lustig, dass jemand solche Haare haben kann, haben gelacht und sich wirklich aufgeführt, als hätten sie gerade ein Gespenst angefasst. Die blonde Frau fand das allerdings gar nicht rassistisch oder feindlich, sondern hat sich über das Interesse gefreut und daraus ein rituelles gegenseitiges Haare-befummeln gemacht.

Mehr zu den Haare-Rassismus-Arien hier.

Ähnlich mit der Haut.

Es kam zwar jetzt in dieser Sendung nicht vor, ist aber auch so ein Narrativ der Germanoschwarzen, dass sich Rassismus darin beweise, dass Leute sie fragten, ob sie Sonnenbrand bekämen.

Ich bin da in größere unglückselige Diskussionen in einem Township in Kapstadt geraten.

Sie wissen zwar alle, dass das Pigment in der Haut Melanin heißt, und dass sich der unterschiedliche Hautfarbton Weißer und Schwarzer durch den unterschiedlichen Gehalt an Melanin ergibt, aber sie verstehen nicht, was das Melanin bewirkt. Sie verstehen nicht, dass wir Sonnenbrand bekommen, weil Melanin davor schützt, es in unseren Breiten aber nachteilig war. Sie wissen zwar, dass wir uns Sonnencreme kaufen und damit einreiben, bevor wir in die Sonne gehen, aber sie sind der festen Überzeugung, dass wir das tun, um nicht dunkel zu werden, weil wir Rassisten sind, sie alle hässlich finden und gerne schön weiß bleiben wollen. Dass wir hier Sonnenbänke haben, wissen sie nicht. Das hat mich in eine üble Situation gebracht, als sie mir in diesem Township die Haare auf einen halben Millimeter abrasieren wollten, um mir die dort gerade übliche Frisur zu verpassen. Es war nicht möglich, ihnen zu erklären, dass ich das nicht kann, weil mir die Sonne sonst den Kopf verbrennt. Die waren der festen Überzeugung, ich sei eben Rassist und wolle einfach nicht aussehen wie sie und würde mir den Blödsinn mit dem Sonnenbrand nur als Vorwand ausdenken. Ich hatte in solchen Breitengraden schon einige Male Sonnenbrand auf dem Kopf, weil ich nicht vorsichtig genug war. Ich weiß, wovon ich rede, und das ist besonders am Kopf sehr übel und schmerzhaft. Zumal sie mich mal fast aus medizinischen Grunden bei einem Flug nicht mitgenommen hätten. Aber hier beklagen sie sich über den schlimmen Rassismus, wenn ein Weißer einen Schwarzen fragt, ob er Sonnenbrand bekommt.

Ich halte das Gehampel, Weißen Rassismus vorzuwerfen, weil Frauen Schwarzen in die Haare greifen, einfach nur für dummes Geschwätz. Für den Versuch, Rassismus herbeizureden, ohne Argumente dafür zu haben.

Währe man auch nur entfernt objektiv, würde man es für Interesse halten. Aber gleichzeitig beschweren sie sich, dass sie unterrepräsentiert seien und man sich nicht genug für sie interessiere.

Rassismus-Einbahnstraßen und Straßenschilder

Herrje, ist das dumm. Nacht ist es kälter als draußen.

Man definiert sich den „Rassismus” willkürlich so hin, dass er als politisches Mittel passt. Wer definiert eigentlich, was „Rassismus” ist? Ist das wie bei der sexuellen Belästigung, dass es immer in der willkürlichen alleinigen Definitionshoheit des Opfers liegt? Wie kann dann eine Schwarze behaupten, dass es keinen Rassismus gegen Weiße gäbe?

Und dass Schwarze nicht genügend Einfluss haben, um hier Straßen umzubenennen, ist nicht Rassismus, sondern man nennt es Demokratie.

Und deshalb unterscheidet sich das Erschießen eines Menschen vom Umbenennen einer Straße: Das eine ist eine Handlung eines Einzelnen, das andere ein Akt, der demokratisch nach Mehrheitsprinzipien abläuft (oder ablaufen sollte).

Das Problem ist aber ein anderes, nämlich deren Lügennarrativ: Sie definieren das erst zirkulär, etwa hier, beim ZDF: Weiß und Schwarz habe ja gar nichts mit der Hautfarbe zu tun, sondern damit, dass Schwarze die sind, die durch Rassismus benachteiligt sind, und Weiße die, die dadurch keine Probleme haben. Das ist eine völlige Nullaussage, weil völlig gehaltlos und vor allem willkürlich und zirkulär. Man definiert einfach ohne nähere Inhaltsangabe Schwarz, Weiß und Rassismus als eine inhaltlose, beliebige abstrakte Eigenschaft, die als einzige Ergebnis hat: Rassismus = Weiße gegen Schwarze. Ohne irgendeine Inhaltsangabe. Das unterstellt man dann als feste Voraussetzung, deutet dann aber „Weiß” und „Schwarz” urplötzlich doch wieder in Hautfarben um und stellt dann Schwarze vor die Kamera, die ohne jegliche stichhaltige oder nachprüfbare Begründung, allein aufgrund ihrer behaupteten Souveränität kraft Hautfarbe behaupten, diskriminiert zu sein.

Straßen umbenennen

Lasst es mich mal so ausdrücken:

Solange die wesentliche Infrastruktur und das Straßen- und Eisenbahnnetz Afrikas immer noch wesentlich auf der Kolonialzeit beruhen und von Kolonialisten gebaut wurden, und sie zwar auf Kolonialisten schimpfen, es sich aber nicht leisten können, deren Straßen abzureißen, und sie auch auf neue – chinesische – Kolonialisten angewiesen sind, um neue Straßen zu bauen, brauchen wir uns um unsere Straßennamen hier auch keine Sorgen zu machen.

Wenigstens haben die Straßen bei uns alle Straßennamen. In Namibia haben viele nicht mal Asphalt und sind nur Buckelpisten. Eine Hauptverkehrsstraße hat eine Decke aus Salz, sie wird regelmäßig mit Meerwasser begossen, das verdunstet. Als ich da war, hat es zum ersten Mal seit Menschengedenken richtig geregnet, und es hat ihnen den Straßenbelag einfach weggewaschen.

Ich hatte neulich den Artikel über die – überaus beachtliche und intelligente – Rede des Präsidenten von Ghana, der die Frage stellte, warum eigentlich die Asiaten, die denselben europäischen Kolonialismus zur selben Zeit hatten, daraus den Start vom primitiven Agrarland an die technologische Topspitze geschafft haben, während man in Afrika nicht mal die Eisenbahnen ersetzen konnte und oft immer noch mit Kolonialeisenbahnen rumfährt. Und letztlich nur weiter vom Kolonialismus abhängig ist.

Warum beschweren sich eigentlich die Asiaten, die genauso kolonialisiert wurden, nicht darüber?

Warum sind die in Hongkong gerade so sauer darüber, dass es ihnen nach der Rückgabe an China so dreckig geht, und sie nun alle ihre Rechte und Vorteile als britische Kolonie verlieren? Die wären gerade sehr froh, wenn sie noch britische Kolonie wären.

Solange die in Afrika noch auf den Straßen und mit den Eisenbahnen der Kolonialherren rumfahren, müssen wir uns hier um unsere Straßennamen keine Sorgen machen.

Ich hatte mal einen Diercke-Weltatlas von ca. 1875 in der Hand. Da waren von Afrika nur die Küstenlinien und ein bisschen was im Norden eingezeichnet, ansonsten war es ein großer, weißer Fleck mit der diagonalen Aufschrift „Größtenteils unerforscht”. Sowas wie Landkarten haben sie auch nicht gemacht, das kam auch erst von den Kolonisten.

Als ich in Namibia war, haben sie gerade alle wie bekloppt englisch gepaukt, und die Polizei hat bei Verkehrskontrollen radebrechend, aber sehr bemüht, englisch gesprochen, obwohl man sich völlig fließend auf Afrikaans hätte unterhalten können. Staatsziel ist, dass sie alle schnellstmöglich die Kolonialsprache Englisch lernen, damit sie innerhalb des Staates endlich mal alle miteinander reden können. Da gibt es – im 21. Jahrhundert – Stämme, die seit Jahrhunderten benachbart leben und kein Wort miteinander sprechen können, weil sie unterschiedliche Sprachen sprechen. Wir waren bei den Himba, und der einzige, mit dem ich direkt, ohne Dolmetscher, sprechen konnte, war der Häuptlingssohn. Das war ihr Gebildeter, der konnte Englisch. Und der fragte mich, wie lange man denn da so mit dem Auto von Deutschland bis zu ihnen fährt, und wie es in Deutschland eigentlich so aussieht.

Man muss allerdings auch sehen, dass die Analphabetenquote in Deutschland inzwischen wohl höher als in Südafrika ist.

Hehlerware

Was es bedeutet, als schwarzer Mensch in einer weißen Gesellschaft, etwas Deutschland, zu leben?

Anspruch auf Hartz IV oder Asylgeld zu haben, ein Dach über dem Kopf, medizinische Versorgung, ein (noch) halbwegs sicheres Land, studieren zu können, Meinungsfreiheit und sowas? Oder sich einfach auf Kosten des Zwangsbeitragszahlers vor eine Fernsehkamera stellen zu können und zu den Hauptsendezeiten deutschlandweit tröten zu können, was etwa 99,999% der Weißen nicht möglich ist?

Das sind nämlich alles Annehmlichkeiten, die Schwarze unter Schwarzen nicht haben.

Zur Erinnerung: Schwarze migrieren von Afrika nach Europa, weil sie meinen, dass sie es da besser haben, und nicht umgekehrt. Sie würden ja nicht in Scharen zu uns kommen, wenn das so schlimm wäre, als Schwarze unter Weißen zu leben.

Und dass das irgendwie toll wäre, als Schwarze unter Schwarzen zu leben, ist ein politisches Märchen. Blanke Desinformation und Propaganda.

Dort gibt es nämlich gar keine Versorgung. Dort hausen die Menschen unter erbärmlichsten Bedingungen in übelsten Wellblechhütten, müssten kilometerweit zu einem Dixieklo für tausende Menschen laufen und sich etwas Strom für die Beleuchtung von der Verkehrsampel ( geht … geht nicht … geht …) abgreifen. Wo jeden Tag unzählige Morde passieren, Menschenleben einfach gar nichts zählen und Frauen routinemäßig als Kulturgut durchvergewaltigt werden. Wo man mir so unter Männern riet, dass ich beim Kauf von Frauen nur mit Schafen und Kühen, aber niemals mit Ziegen bezahlen solle, weil die Frauen dann zeit ihres Lebens zu viel redeten, und das könne man nicht wollen. Wo Medizinmänner sagen, dass AIDS kein Problem wäre, man müsse nur eine Jungfrau oder eine weiße Frau vergewaltigen, dann springe die Krankheit über, weil es der da besser gefällt.

Sowas wie bei uns, Infrastruktur, Straßenbahnen und U-Bahnen, Geschäfte, Schwimmbäder, Supermärkte, Krankenhäuser, mal in die Pizzeria gehen, sowas kennen die meisten nicht. Viele Schwarze in Afrika sind in ihrem ganzen Leben noch nie eine Rolltreppe gefahren. Und dann kommen die und fragen, wie es so wäre, als schwarzer Mensch in Deutschland zu leben. Neulich beschwerte sich irgendwo einer bitterlich, dass sie im Supermarkt kein Heftpflaster in seiner Hautfarbe haben. Nun leide er so unter dem schlimmen Rassismus. Warum er sich nicht einfach für 99 Cent eine Packung der Transparenten kauft, die immer in der Farbe der darunterliegenden Haut erscheinen, wenn ihm das so wichtig ist, wurde nicht angesprochen. Da geht es einfach nur noch darum, irgendwas zu finden, worüber man sich beklagen und Rassismus anprangern könnte. Und mehr als die Farbe von Heftpflastern hat er nicht gefunden.

Wo mir der – schwarze – Taxifahrer sagte, dass er sich nach der Zeit der Apartheid zurücksehne, weil da wenigstens Ordnung herrschte, und er zwar nicht auf jeder Parkbank sitzen durfte, aber zumindest auf manchen sitzen konnte, ohne ausgeraubt zu werden. Und dort ziemlich viele Leute inzwischen Morde allein deshalb begehen, um zu Gefängnis verurteilt zu werden, weil die Lebensbedingungen im Gefängnis längst viel, viel besser als in den Townships seien. Sie schafften es nicht, eine gesellschaftliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Wo mir der – schwarze – Reiseleiter sagte, dass die Schwarzen zu ihm auch nicht weniger rassistisch wären als die Weißen, sie machten es nur eben nicht an der Hautfarbe, sondern anderen Kriterien wie der Sprache und Abstammung fest. Besser sei es aber auch nicht. Wo ich auf der Gefängnisinsel Robben Island einen richtig tollen und geschliffenen Vortrag eines – schwarzen – jungen Mannes hörte, der sagte, dass sie nach Abschaffung der Apartheid zu ihrem Entsetzen mit dem Rassismus gerade so weitergehe, und zwar auch dann, wenn kein einziger Weißer involviert ist, weil sie sich gegenseitig genauso rassistisch behandeln. Wo mir der – schwarze – Tourguide durch die Townships in Windhuk erklärte, wie brachial der Rassismus zwischen den Schwarzen sei, weil viele in den Townships Flüchtlinge aus anderen Teilen Afrikas, also „Fremde” seien, und die Feindseligkeiten zwischen den schwarzen Gruppen noch weit größer als zwischen Schwarzen und Weißen seien, wir Weißen uns das nur nicht vorstellen und verstehen könnten, weil wir immer dächten, Schwarze seien halt Schwarze, alle gleich und zusammen, obwohl sie untereinander wirklich gar nichts gemein hätten und die dunkle Hautfarbe überhaupt nicht als einendes Element auffassten. Es gebe keine schwarze Gemeinschaft und keinen Zusammenhalt, das sehe für Weiße halt nur so aus, weil sie die Hautfarbe sehen.

Und dann kommt dieses überverwöhnte und öffentlich-rechtlich bezahlte Luxusweibchen der Sorte verzogene Göre daher und beschwert sich, wie schwer es Schwarze bei uns hätten und wie übel sie diskriminiert würden, weil mal irgendwer ihre Haare angefasst hat.

Rauschgefäß primitiver Strandvölker

Mmmh… ja. So ein Ballermann-Eimer ist typisch für Germanistan.

Die zwei wesentlichen Gründe dafür, dass in unseren Museen sowas über afrikanische Völker steht, umgekehrt aber sowas nicht über die Deutschen in afrikanischen Museen steht, sind:

  • Es gibt in Afrika nicht genug Museen, als das sie sowas überhaupt aufstellen könnten. Bei uns schon. Ratet mal, warum.
  • Wir haben noch ganz viele andere Dinge erfunden. In Afrika haben sie das nicht so.

Der Punkt ist nämlich: Wir haben hier in den letzten 500 Jahren die gesamte Neuzeit erfunden und die Welt erkundet. Dampfmaschine, Eisenbahn, Strom, Navigation, Flugzeuge, Raumfahrt – alles von Europäern erfunden. Oder die Kunst: Unzählige Gemälde. Wir haben viel mehr als nur den Ballermann-Kübel, was man in Museen stellen kann.

Afrika nicht. Ich bin durch Namibia und rund um Südafrika samt Swasiland und Lesotho gereist, und alles, was sie anzubieten haben, ist naive Kunst als Repliken von Zeugs auf dem Stand von vor hundert oder zweihundert oder auch tausend Jahren. Schöne, aber doch einfachste Basteleien. Bunte Tücher. Primitive Malereien, die sie – wie ich herausgefunden habe – nicht mal selbst machen, sondern in großen Fabriken in Massen herstellen lassen und dann an Touristen als Kultur verscherbeln. Wenn wir heute in den Naturkundemuseen Afrika mit Baströckchen und Holzmasken und Stammesritualen darstellen, dann ist das nicht rassistisch, sondern realistisch. Weil es da eigentlich in den meisten Gegenden immer noch so aussieht und alle Neuerungen von außen – Kolonialzeit – kamen.

Mein Wissensstand über Afrika ist, dass alles, was irgendwie nach Hochkultur oder Wissenschaft aussieht, wenn überhaupt, dann nördlich der Sahara an Nordrand stattfand. Vor allem die Ägypten, Karthago und so weiter. Und das auch wesentlich durch europäischen Einfluss und altrömische Kolonialisierung. Südlich der Sahara war nicht viel. Meines Wissens haben sie es da zu

  • Feuer
  • Speer, Pfeil und Bogen
  • Ackerbau
  • Viehzucht
  • Einfache Metallurgie

gebracht, aber mehr nicht. Soweit ich weiß und soweit man mir dort sagte, und was man in den Museen sehen kann, hat es für

  • Reiten
  • Rad
  • Schrift
  • Mathematik
  • Mehrstöckige Gebäude
  • Dampfmaschine
  • Elektrizität
  • künstliches Licht jenseits von Lagerfeuer

nicht gereicht (vgl. aber unten) – obwohl sie für sich in Anspruch nehmen, dass der Mensch in Afrika entstanden sei, sie also von allen am meisten Zeit hatten, so ungefähr 100.000 Jahre. Dann ist das doch nicht unsere Schuld, wenn sie nichts besseres als ein paar Masken, Gefäße, Speere und Schwarzweißfotos aus der Kolonialzeit haben, was man ins Museum stellen könnte.

Es geht da gerade so ein bitterböses rassistisches Bild durch die Social Media:

Böse. Rassistisch. Treffend auf den Punkt.

Deshalb zeigt man in den Museen über die Europäer beispielsweise alte Segelschiffe, Weltkarten, Kompasse, Sextanten, Schiffsuhren, Ziehharmonikas, Schiffswerkzeuge. Und über die Afrikaner eben nicht. Nicht aus Rassismus, sondern weil sie keine haben. Realismus.

Seien wir aber ehrlich: Man ist der Auffassung, dass die Aborigines in Australien aus Afrika stammen und vor so ungefähr 60.000 Jahren dort angekommen sein müssen. Irgendwie müssen sie schon dahingekommen sein. Ich kann mich an Schiffahrtsmuseen in England, den USA, Australien, Neuseeland, aber nicht in Afrika erinnern. Gibt’s da welche? In den Museen findet man Überreste von den Eroberer- und Sklavenschiffen der Weißen.

Liest man in Wikipedia zur Geschichte Afrikas – es gibt dazu einen Wikipedia-Artikel – dann haben sie durchaus eine antike Vergangenheit: Ägypten – Phönizische Kolonisierung – Griechische Kolonisierung – Römische Kolonisierung – Islamische Einwanderung. Aber auch Reich von Aksum, Reich von Ghana, Reich Kanem. Die haben durchaus mal eine Kultur in Form organisierter Staaten gehabt, Handel getrieben, Münzen geprägt, Export und Import betrieben, und damit notwendigerweise auch Mathematik, Seefahrt, Navigation in irgendeiner Weise. Es scheint davon aber nichts übrig geblieben zu sein. Man scheint es nicht bewahrt haben zu können. Anscheinend weiß man vor allem durch die Aufzeichnungen eben all jener Kolonialisten davon.

Seltsamerweise predigt man uns hier, dass Diversität und Einwanderung ganz toll wären und man sie ausnahmslos gut finden müsse, während sie sich selbst massiv über Kolonialismus beschweren. Schaut man aber in die Geschichte, dann sieht das so aus, als sei fast alles, technologisch und organisatorisch oberhalb der Jungsteinzeit kam, durch Kolonialisierung aus Europa dorthin gebracht worden.

Derzeit erleben wir das wieder, nur dass der neue Kolonialherr jetzt China heißt und ihnen endlich neue Straßen baut. Während sie noch damit beschäftigt sind, sich über die Kolonialisten von vor 120 Jahren bei uns zu beschweren, sind sie gerade wieder auf Kolonialisten angewiesen, um überleben zu können und ihre Infrastruktur wenigstens etwas voranzubringen. Da steckt auch eine gewisse Verlogenheit drin, wenn man in seiner Identität und Existenz auf Kolonialisierung beruht und zum Überleben darauf angewiesen ist, und sich dann noch darüber beschwert, weil die Wirtschaftslage so trostlos ist, dass einem auch nichts anderes mehr einfällt, als noch Schadensersatz für Kolonialisierung zu verlangen.

So wesentlich oberhalb von Steinzeit ist das nach meinem Eindruck nicht. Ich war nur in zwei Ländern, aber mir wurde gesagt, dass das noch die modernsten seien und sie unglaublich viele Flüchtlinge von südlich der Sahara haben, weil sie da noch die besten Lebensumstände hätten.

Wenn sie möchten, dass sie in den Museen in einer Weise dargestellt werden, die sie nicht als „rassistisch” empfinden, sollen sie doch mal sagen, wie so eine Ausstellung aussähe: Afrikanische Wissenschaftler, Erfinder, Piloten, Dichter, Philosophen, Musiker, Maler, Fotografen, Ärzte aus der vorkolonialen Zeit – immer her damit, bin ich sofort dafür.

Wenn sie aber vor der Kolonialzeit nichts hinbekommen haben, können sie doch uns nicht anlasten, dass sie in den Museen bestenfalls in der B-Note was holen.

Nur zur Erinnerung: Die Frauen der ach so bedauernswerten Kolonialismus-Opfer Herero haben heute noch Kolonialkleidung als Nationaltracht. Und die haben mir dort auch erklärt, wie es überhaupt dazu kam. Die europäischen Frauen der Kolonialisten konnten es nämlich nicht verknusen, dass ihre Männer dort ständig den schwarzen Frauen hinterherguckten, die dort nur nackt rumliefen, weil sie Kleidung nicht kannten. Deshalb haben sie ihnen Stoffe und Nähmaschinen geschenkt und ihnen das Nähen beigebracht, weshalb die heute in Kleidern rumlaufen, die aus der viktorianischen Zeit stammen. Außer nackt und Kolonialkleidung und inzwischen westlicher Kleidung made in Asien ist da bis heute nichts.

Solange die Nationaltracht der Herero auf Kolonialisierung beruht, brauchen wir uns hier um ein paar Straßennamen keinen Kopf zu machen.

Und wenn man sich über Autos der Europäer lustig macht, sollte man bedenken, dass sie in Afrika kein Auto erfunden haben und dort nur mit alten britischen (Landrover) und ansonsten japanischen und chinesischen Geländefahrzeugen rumfahren, und ansonsten meines Wissens nicht mal das Reiten erfunden haben. Ansonsten waren sie einfach zu Fuß unterwegs. Man hat mir dort erklärt, dass die Buschmänner nicht nur enorme Strecken zurücklegen konnten (Afrikaner sind ja heute noch Spitze beim Marathon), sondern auch unvorstellbare Mengen, mehrere Kilo, Fleisch essen können. Warum? Weil sie kein Kühl- und kein Transportmedium haben. Wenn sie tatsächlich mal irgendwo Jagderfolg hatten, ist das Fleisch in der Sonne und Hitze in kürzester Zeit verdorben. Denen blieb keine andere Überlebensstrategie als sich anzupassen und möglichst viel Fleisch an Ort und Stelle zu vertilgen. Es gibt afrikanische Autohersteller, aber sie füllen eher die rustikalen Nischen. Die Aufbauten der Gelände-LKW, mit denen ich dort jeweils unterwegs war, waren in Afrika gebaut. Auch nach der Kolonialzeit war der britische Landrover lange Zeit das Fahrzeug schlechthin für Afrika, nicht nur bei Daktari und Grzimek.

Nicht wenige Afrikanerinnen sind der Auffassung, neulich schrieb das auch eine im Netz, dass die Europäer ihnen ihre Spiritualität gestohlen hätten. Vor der Ankunft der Weißen hätten sie sowas wie Autos und Handys gar nicht gebraucht, da hätten sie durch bloße Geisteskraft über beliebige Entfernungen telepathisch kommuniziert und sich teleportiert. Was sicher auch CO2-neutral wäre. (Und da schwafeln die bei uns noch von Elektroautos und 5G.) Ich verstehe nur nicht, warum sie dann noch Schlauchboote brauchen, um über den Teich zu kommen. Oder warum die dann so gut darin sind, lange Strecken zu laufen. Teleportieren die heimlich?

Ich hatte berichtet, dass an einer Universität in Kapstadt das weibliche Personal fordert, die böse weiße rassistische Wissenschaft abzuschaffen und wieder zur überlegenen Hexerei zurückzukehren.

Kein Fortschritt. Kaum etwas wie Pökeln, Konservieren. Die einzige Konservierungstechnik, die mir da jetzt bekannt wäre, ist, dass sie Straußeneier durch ein kleines Loch leeren, mit Wasser füllen, verschließen und das als Trinkvorrat in ihren Jagdgebieten vergraben. Selbst in größeren, moderneren, westlich gebauten Städten Südafrikas habe ich verblüffend viele Frauen gesehen, die moderne 1 bis 2-Liter-PET-Plastikflaschen mit Trinkwasser beim Rumlaufen und Einkaufen oben auf dem Kopf stehen haben, balancieren, mit sich rumtragen, weil es halt so alte Stammesgewohnheit ist.

Der Schädel vom Helmut Kohl

Also von mir aus können sie den gerne haben, wenn sie möchten. Und den von Angela Merkel dann auch. Damit habe ich gar kein Problem. Gebe ich gerne. Gerne auch komplett zum Ausstopfen. Oder Auskochen. Was ihnen lieber ist. Kein Streitpunkt hier.

Bayern

Es tut mir leid, dass Ihr das jetzt von mir erfahren müsst und dass ich Euch die Satire, über die Ihr Euch da so freut, kaputt mache, aber: Das gibt’s wirklich. Man nennt es Oktoberfest.

Reisen bildet. Und meine Weltreisen haben mich sogar nach Bayern und bis ins abgelegene München geführt, wo ich diesen Stammesritualen beiwohnen konnte. Das größte Volksfest der Welt, der Exportschlager schlechthin.

Nur dass die Bayern das nicht für Rassismus halten, wenn andere das nachmachen, sondern die freuen sich drüber und verkaufen wirklich jedem, ausnahmslos jedem Dirndel, Lederhosen und a Maß Bier. Auch Brezen und Schweinsbraten und Weißwürscht. Da sind die weltoffen.

Und ich war schon auf Oktoberfesten, die auf Bayerisch machen, in Pittsburgh, in San Jose, in Sydney, und das glaubt Ihr jetzt nicht: In Kapstadt. Da gibt’s ein Kapstadt-Brauhaus, Bier, Bratwurst, Brezen, Lederhosen.

Und keine Sau beschwert sich über Rassismus.

Weil die Bayern sich darüber freuen, wenn ihre Kultur (oder was man dafür hält) weltweit reproduziert wird. Weil die nicht krampfhaft nach irgendeinem Vorwand suchen, worüber sie sich beschweren können. Bei den Bayern bekommt man keine Rassismus-Vorwürfen, da kriags’t a Maß.

Immerhin weiß man weltweit, was man unter bayerischem Essen zu verstehen hat. In Afrika weiß man es nicht mal selbst.

Ich war vor ein paar Jahren in der Mall of Africa in Johannesburg, größtes Einkaufszentrum der südlichen Hemisphäre. Und dort im Fresstempel. Es gibt dort Hamburger, Pizza, Kebab, Pommes. Als ich mich beschwert und vorgetragen habe, dies sei doch immerhin die Pracht-Mall von Afrika, ich würde gerne was afrikanisches essen, schaute man mich hilflos an: Was denn das wäre, „afrikanisches Essen”. Mehr als von Afrikanern zubereitete Pizza und Burger hätten sie leider nicht.

Unsere simbabwische Reiseleiterin und Köchin, die wir dann später auf der Reise hatten, sagte mir dann, dass sie da wirklich nicht viel Typisches haben. Man isst, was da ist, und ist froh, dass was da ist. Am typischsten sei noch Milibap mit Huhn. Kulinarisch auf einer Stufe mit Haferbrei.

Dabei entsteht natürlich ein falscher Eindruck. Auf keiner Reise habe ich so phantastisch gut gegessen wie in Kapstadt und Namibia. Sie können begnadet gut kochen. In Kapstadt kann man eigentlich blind in die Restaurants und Gaststätten gehen, es war bei mir immer ein Volltreffer zur höchsten Zufriedenheit. Aber halt nichts eigenes, altes, traditionelles. Alles kolonialistisch importiert und erlernt.

Selbst den lächerlichsten Bayernabklatsch, sogar einen hampelnden Holländer in Lederhosen, assoziiert man noch mit Bier und Bratwurst und Gemütlichkeit.

Afrikaner assoziiert man nur noch mit „Gottogott, Rassismus, schnell weg damit”.

Es gab mal eine Zeit, da hat man Schwarze aus Afrika wenigstens noch mit lecker Schokolade assoziiert, den Sarotti-Mohr. Aber das wollten sie ja auch nicht.

Denkt mal im direkten Vergleich Bayern-Afrika und deren Kulturgebaren gegenüber der Welt nach, wer da der Schlaue und wer der Dumme ist.

Denkt mal drüber nach, warum die Türken hier lieber Döner verkaufen als Leute als Rassisten zu beschimpfen, wenn sie Döner für türkisches Essen halten. Oder warum die Asiaten groß „Asia Imbiss” dranschreiben.

Die Türken kämen hier nicht auf die Idee, mich als Rassisten zu beschimpfen, wenn ich „Köfte beim Türken” bestelle. Die sind im Gegenteil der Auffassung, dass man die nur beim Türken bestellen kann, wenn man ordentliche haben will. Die stellen sich hier bei den Straßenfesten auf die Straße und verkaufen die hausgemacht statt sich über Rassismus zu beschweren, wenn man Türken mit Köfte und Köfte mit Türken assoziiert.

Und dann denkt mal drüber nach, warum die Schwarzen sich fürchterlich über Mohrenköpfe und den Sarotti-Mohr aufregen, anstatt das positive Markenbild für sich zu nutzen.

Wir reden hier nicht von Rassismus. Wir reden hier von blankem Neid, Minderwertigkeitskomplexen und schierer Dummheit.

Deshalb feiert man rund um die Welt Oktoberfeste, aber keine afrikanischen.

Wenn ich drüber nachdenke, fallen mir gerade mal drei afrikanische Restaurants ein. Eins in Karlsruhe, von dem ich nicht weiß, ob es das noch gibt. Eins in Dresden (Mama Afrika, sehr empfehlenswert). Und eins in Berlin.

Warum eigentlich schießen hier die türkischen Restaurants, Imbisse und Lebensmittelhändler aus dem Boden, die asiatischen auch, an arabischen ist auch kein Mangel mehr, aber die Afrikaner machen praktisch nichts als sich über Rassismus und den Sarotti-Mohren zu beschweren? Und das Geschäft der Bayern allen Ernstes für Satire zu halten?

Alle kriegen’s hin, Geschäft zu machen, nur die Afrikaner nicht? Von den Drogenhändlern mal abgesehen?

[Verratet es bloß nicht dem ZDF: Die Bayern hauen sich nicht ins Gesicht, die tun nur so, und amüsieren sich über die Deppen, die glauben, das wäre so, und das in aller Welt dann nachmachen und sich in die Fresse hauen. Der Trick ist, dass immer der, der scheinbar die Watschen bekommt, sich unauffällig mit der Hand auf die Lederhose schlägt, damit man es laut klatschen hört. Amerikaner, ZDF, Touristen, Norddeutsche und sowas kapieren das aber nicht, machen es nach und hauen sich wirklich in die Fresse. Der bayerische Deppentest.]

Die Schädel der Herero

Ein fürwahr prächtiges Beispiel – dafür, was für einen Mist die da daherschwätzen. Die zwei Armleuchter da glauben, weil sie schwarz sind könnten sie für alle Schwarzen sprechen und alle Schwarzen wären ihnen als Euro-Linke gleich.

Der Schwachsinn lässt sich aber beim ZDF dann auch nicht ausrotten. Wenn die einmal ideologisch aufgeladen sind, kommen die nicht wieder runter.

Ich hatte das – auch mit Bezug auf das ZDF, nämlich ZDF Aspekte – 2018 schon einmal erklärt, warum die Schwachsinn von sich geben. Damals erklärte es der Dummfunk ZDF für Rassismus, dass die Weißen schöne, teure, markante Gräber haben und die Schwarzen nicht.

Bei besagtem Township-Besuch in Windhuk haben wir auf dem Weg dorthin kurzen Halt bei einem Friedhof gemacht und den besichtigt. Es stand übrigens eine Herero-Frau davor rum und wartete auf irgendwas. Also auch ein Friedhof für Herero. Und wie man auch auf Google-Maps sieht, liegt der in der Anmutung irgendwo im Dreieck zwischen Wüste, Mondlandschaft und Müllhalde. Völlig ungepflegt, verwahrlost, schmucklos. Die Leichen werden verscharrt, manchmal noch pro Forma ein Grabsteinchen, Ende. Kein ordentliches Grab, keine Pflege, nichts.

Warum? Der hat uns da erklärt, dass sie sich für Leichen nicht interessieren und den komischen Leichenkult der Europäer für befremdlich halten. Trauer und Andenken haben sie zwar, aber da geht es ausschließlich um die Erinerung, den Geist des Verstorbenen. Die Leiche interessiert sie überhaupt nicht, ist Abfall, kann weg. Die Leute kommen kaum zur Beerdigung, jedenfalls danach nie wieder. Es interessiert die überhaupt nicht, wie das Grab aussieht, und sie verstehen auch nicht, warum man Aufwand und Popanz für eine Leiche treiben sollte.

Und dann kommen diese zwei Blendgranaten daher und hetzen, man hätte ihnen ihre Schädel nicht zurückgegeben.

Wozu? Damit die sie dort dann achtlos verscharren, um sie loszuwerden? Müllexport nach Afrika?

Leichenheuchelei zur Geldmacherei?

Riesengedöns, damit die die dort dann auf der nächsten Totendeponie verscharren, aber die hier ihre Willen durchgesetzt haben?

Und wenn’s nur um Schädel für Museen geht: Leichen haben die da genug. Ein Mangel an Totenschädeln herrscht da sicher nicht.

In einer Stadt in Südafrika wurde ein paar Leuten aus meiner Reisegruppe (ich war da nicht dabei, sondern woanders) auf einem Markt sehr nachdrücklich mitgeteilt, dass sie als Weiße in einem Flügel dieses Marktes nichts zu suchen und sich davon tunlichst fern zu halten hätten. Das war der Teil des Marktes mit dem Hexereibedarf. Da bekommt man dann sowas auch preisgünstig.

By the way: Mal in den Katakomben von Wien gewesen? Berge von Schädeln, daran stört sich das ZDF auch nicht.

Angekettet

Mal abgesehen davon, dass diverse, auch schwarze Wissenschaftler darauf hinweisen, dass Schwarze weit mehr Weiße versklavt haben als umgekehrt, und die Sklaverei eigentlich eine arabisch-afrikanische Erfindung sei, und die Amerikaner die Afrikaner auch nicht versklavt, sondern sie ihren Sklavenhändlern nur abgekauft hätten:

Erster, Zweiter Weltkrieg.

Schon mal davon gehört?

Fast alle Männer meiner Familie sind im zweiten Weltkrieg umgekommen, im ersten wohl auch, das ist nicht so genau überliefert. Den Frauen ist nie was passiert.

Schnöde erschossen, in die Luft gesprengt, im U-Boot gesunken, im Flieger abgeschossen – alles dabei. Einer, ein junger freundlicher Schöngeist, soweit ich mich an die Erzählungen erinnern kann, namens Waldemar, ist durchgedreht, als alle seine Freunde neben ihm erschossen oder in die Luft gesprengt wurden, ist völlig durchgeknallt und so schreiend wie chancenlos weil völlig alleine mit einem Panzer angeblich irgendwo bei oder in Frankreich auf offenem Feld frontal gegen den Feind gefahren, und mit den Dingern konnte man nicht alleine fahren und gleichzeitig schießen. Den hat man mitsamt Panzer in die Luft gesprengt, so als offenes wehrloses Ziel auf freier Ebene.

Nicht ein einziger von denen war freiwillig im Krieg. Das waren alles junge, nette Burschen mit Plänen für die Zukunft, die niemandem etwas Böses wollten, und eigentlich nur ihre Verlobte oder sowas im Kopf hatten. Man hat sie gezwungen und hätte sie wegen Fahnenflucht gleich erschossen, wenn sie nicht gegangen wären. Was, wenn nicht Sklaven, waren die?

Und dann kommen die zwei Hampelmänner_innen und meinen, wir wüssten nicht, wie es wäre, wenn die Vorfahren versklavt und getötet worden wären.

Irgendwie sind die beim Fernsehen auf Bildungsniveau unter Null angekommen.

Immer wenn man denkt, schlimmer wird’s nicht mehr, kommt irgendwo ein Armleuchter her. Und geht auf Sendung.

*Heul*, Fragile Weiße, die „weiße Zerbrechlichkeit”

Ich halte das für eine bodenlose Frechheit und Unverschämtheit, wie die da mit der „Weißen Fragilität” als Rhetorikknüppel ankommen, den eine amerikanische Demagogin in Umlauf gesetzt hat. Reine Rabulistik, um Gegenrede zu brechen.

Wer sind denn hier die, die bei jedem noch so winzigen falschen Wort Heulkrämpfe bekommmen und für die man „Safe Spaces” braucht, damit sie sich von ihren „Rasissmuserfahrungen erholen” können? Vergleicht mal, was man über Weiße alles sagt, wobei die gelassen bleiben, und wie Schwarze oder Muslime bei jedem noch so nichtigen Anlass hochgehen wie Raketen. Wer beschwert sich denn in dieser Sendung, wie ach so schlimm sein Luxusleben in Deutschland unter Weißen wäre?

Wo wir doch gerade beim zweiten Weltkrieg waren: Wenn ich in Geschichte aufgepasst habe, kann man über die Deutschen im Zweiten Weltkrieg so ziemlich alles Schlechte sagen, nur nicht, dass sie auf den Rest der Welt den Eindruck der Zerbrechlichkeit gemacht hätten.

Ich kann mich erinnern, dass wir uns auf der Malaysia-Reise 1990 mit Norwegern unterhalten hatten, die sauer darüber waren, dass es über Deutsche immer nur heißt „These people are very strong”, was wir auch selbst immer wieder hörten, etwa wenn wir unser Gepäck trugen, während man sie immer nur für unhöflich hielt, wenn sie auf die Frage, woher sie kämen, mit „Norway” antworteten, was keiner kannte, und alle immer nur ein schroffes „No way” verstanden. Sie gestanden, sich zumindest testweise schon als Deutsche ausgegeben zu haben, ohne deutsch sprechen zu können, um in den Genuß des Ansehens wahrer Kraftprotze zu kommen.

Und war nicht bisher immer Thema, dass man sich über Brutalität und Durchsetzungskraft der Kolonialisten beschwerte?

Und jetzt setzen sie in Umlauf, wir seien „zerbrechlich”?

Das Problem dürfte eher sein, dass die Fernsehidioten hirnlos alles nachplappern, was die Amerikaner ihnen vorgeben.

Schlachthof-Sklaven

Jo.

Deshalb gibt’s hier auch Arbeitsschutzvorschriften, Hygienevorschriften, Krankenhäuser, Hartz IV, Gerätewartung, ordnetliche Gebäude, Kantinen und all so’n Kram.

Man mag von den Zuständen in diesem Schlachtbetrieb halten, was man will, aber es gibt nicht viele Länder, deren Niveau wenigstens gleich gut ist.

Ich bin auf besagter Township-Fahrt in Windhuk – ich muss mal die Bilder von damals raussuchen und ein Fotoalbum ins Blog stellen – auch in deren Open-Air-Schlachthof geführt worden. Nichts für empfindsame Gemüter. Alles irgendwie gammelig, offen wie auf einem Marktplatz, angeblich kommen Hygiene-Inspektoren, sieht trotzdem gammelig aus, geröstete Larven bekommt man in alten Ölfässern, Sicherheitsmaßnahmen gibt’s gar nicht, die haben halt ein paar Tische, auf denen sie schon seit Jahrzehnten schlachten, so direkt alles offen, ein paar Finger fehlen auch schon, und vorne läuft dann der Grill, der anscheinend überhaupt noch nie gereinigt wurde, von dem an dann das Grillfleisch kauft, während der zugehörige Rinderkopf direkt unter dem Tisch auf dem Boden im Dreck liegt und noch ausblutet und einen das Viech noch anglotzt, das man gerade frisst. Soviel kann ich zumindest sagen, geschmeckt hat’s gut, trotz der ekligen vergammelten Schachtel, aus der die „Würzmischung” kam. Bilder habe ich auch, aber damals für ein Fotoalbum. Muss ich irgendwann mal bloggen. Gleich am Nebentisch, am selben Stand, bot ein Schuster Schuhe an, die er aus abgefahrenen Autoreifen fertigte. Da kann man noch ziemlich weit drauf laufen.

In Windhuk saßen sie zu tausenden an den Straßen, verbrachten den Tag damit, ein ganz widerliches vergorenes Gesöff zu trinken, dessen Namen ich leider vergessen habe, dessen Geruch glücklicherweise auch, und darauf zu warten, dass irgendwer sie zum Pfennigtarif als Tagelöhner abholt und sie zusammengepfercht auf der Ladefläche eines LKW stehend – völlig unangeschnallt oder sowas – über irgendwelche Buckelpisten zum Arbeitsort zu fahren. Da kann schon mal einer vom Wagen fallen. Schwund ist immer. Sind genug da.

Und dann kommen diese zwei Demagogen und beschweren sich über unsere Schlachthöfe, das wäre Sklaverei. Weil die Löhne so niedrig wären, käme man da nicht raus.

Moment mal.

Die Leute werden doch nicht festgehalten. Sie kommen doch freiwillig, weil es ihnen in ihren Ländern noch schlechter geht.

Angenommen, die Löhne wären höher, aber die Leute würden gehen, den höheren Lohn also nicht kriegen, ginge es ihnen doch genauso schlecht. Oder? Warum also werden sie durch niedrige Löhen dort an der Arbeit festgehalten, durch höhere aber nicht? Würden es ihnen höhere Löhne leichter machen, zu kündigen und auf den Lohn zu verzichten?

Das Völkerkundemuseum von Nairobi

Das ist auch herrlich blöd und verlogen.

Die Afrikaner kennen nämlich selbst so etwas wie Museen – oder auch nur solche Gebäude – nicht. Die bewahren auch nichts auf und haben auch keine Geschichtsschreibung oder sowas. Die regen sich fürchterlich darüber auf, dass irgendwelches Zeug in unseren Museen steht, erwähnen aber nicht, dass es das Zeug schon lange nicht mehr geben würde, wenn es nicht in unseren Museen wäre. Vor-Kolonial gibt es da nichts von Dauer. In Namibia haben sie uns mal zu ein paar Felsen gebracht, auf denen man mit Mühe ein paar Wandzeichnungen sehen kann, die – ich weiß es nicht mehr – irgendwie tausende Jahre oder irgendwie sowas alt sein sollen. Ich kann nichtmal sagen, ob die echt sind oder die im Nationalinteresse angebracht wurden, damit sie überhaupt irgendwas haben, was nach Geschichte aussieht.

Inzwischen haben sie, gerade in Südafrika, schon sehr schöne, eindrucksvolle Museen. In Kapstadt ist das District 6 Museum sehr sehenswert, es geht um Apartheid. Oder das Naturkundemuseum. Oder die Gefängnisinsel, auf der Mandela gefangen war. Sehr sehenswert.

In Johannesburg gibt es interessante Museen, Kunstmuseum und so, Namen müsste ich jetzt raussuchen. Auf jeden Fall sollte man das Apartheidmuseum besucht haben, das ist nicht nur sehr sehenswert und eindrucksvoll gemacht, auch die Architektur ist beeindruckend.

Irgendwo unterwegs, an der Stelle, an der sie ihn damals festgenommen hatten, gibt es noch ein Nelson-Mandela-Museum.

Und auch in Windhuk und in Swakopmund gibt es überaus interessante Museen über die Kolonialzeit.

Merkt Ihr was?

Fällt Euch was auf?

Außer ein paar Hominiden-Schädelfragmenten im Naturkundemuseum haben die nichts aus der Zeit vor dem Kolonialismus.

Wenn man durch deren Museen geht, hat man den Eindruck, ganz Afrika habe eigentlich mit Kolonialismus und Apartheid überhaupt erst angefangen. Als ob die Kolonialisten dort erst das Licht eingeschaltet hätten. Was sie ja auch tatsächlich haben. In Lesotho haben sie heute außerhalb der Stadt noch kein Licht, und freuen sich gewaltig, wenn sie so eine kleine LED-Funzel mit Akku und Solarzelle bekommen, die sie tagsüber aufladen können, damit sie überhaupt noch was sehen können, wenn es dunkel wird. Weil selbst das zu technologisch ist, hat man für viele Gegenden die Technik erfunden, eine mit Wasser gefüllte alte Cola-Flasche durch ein Loch ins Dach zu kleben, weil sich dann das Licht darin bricht uns sie wenigstens tagsüber, wenn die Sonne scheint, etwas Licht in ihre fensterlosen Wellblechhütten bekommen.

Und jetzt meinen die vom ZDF, die Afrikaner könnten doch mal im Gegenzug Zeugs der Europäer bei sich ins Museum stellen.

Tut mir leid, dass Ihr es von mir erfahren müsst, aber: Mangels eigener Stücke haben die dort tatsächlich europäisches Zeug im Museum stehen. Da muss man nicht als Satire ausgeben, das ist wirklich so. Das wissen die ZDF-Pappnasen nur nicht. Schon der ganze Kolonialkrempel, von Uniformen über Waffen bis hin zu Löffeln, Rasiermessern und all solchem Kram – alles aus Europa. Oder auch Ölgemälde. Oder Kunst.

Das muss man nicht satirisch überhöhen, das Zeug hängt da schon.

Lest beispielsweise mal über die Südafrikanische Nationalgalerie in Kapstadt.

Die Südafrikanische Nationalgalerie (engl. South African National Gallery) ist die nationale Kunstgalerie in Kapstadt. Die Sammlung umfasst einen beachtlichen Bestand an südafrikanischer, afrikanischer und europäischer Kunst.

Seit 1871 werden hier Kunstwerke ausgestellt. Die Sammlung begann mit der Schenkung der privaten Galerie Sir Thomas Butterworth Bayleys. Auch einige andere Gönner haben im Laufe der Jahre etwas beigesteuert – ihnen ist ein Großteil der ausländischen Kunst zu verdanken, die heute hauptsächlich aus Werken britischer, französischer, niederländischer und flämischer Künstler vom 17. bis zum 19. Jahrhundert besteht. Unter den Ausstellungsstücken befinden sich Lithographien, Kupferstiche und auch einige Gemälde aus dem frühen 20. Jahrhundert. Viele Werke reflektieren die turbulente und schmerzvolle Geschichte Südafrikas.[1]

Des Weiteren wird ausgewählte zeitgenössische Kunst ausgestellt. Besonders in den letzten Jahren wurde ein Fokus auf indigene Werke gelegt, vor allem Plastiken und Perlenstickereien; dabei wird auch versucht, Werke, die sich momentan im Ausland befinden, zurückzuführen. Besonderer Wert wird auch darauf gelegt, die Lücke zu füllen, die durch die Zeit der Apartheid entstand. Deswegen wird seit 1990 versucht, eine Sammlung zusammenzustellen, die die ausdrucksstarken afrikanischen Kulturen würdigt – insbesondere die der südlichen Regionen.

Eine weitere national bedeutende Kunstgalerie besteht in Alice und wurde mit Stiftungsgeldern von De Beers errichtet. Es handelt sich um die De Beers Centenary Art Gallery, die sich ausschließlich auf schwarzafrikanische Künstler orientiert.

Ein koloniales Museum. Alles Alte ist da britisch, französisch, niederländisch, flämisch. Und ansonsten: Zeitgenössisch. Weil die nichts Altes haben. Die haben ihr Zeug nie irgendwie aufbewahrt oder tradiert.

Guckt mal, was die gerade so ausstellen: Keramik von Anfang an. Mit den frühesten Stücken aus Asien und Europa. Schiffswracks der frühesten Sklavenschiffe. Die alten Ägypter. Irgendwas Altes von sich selbst haben die nicht.

Oder das Zeitz-Museum of Contemporary Art Africa. Da wollte ich sowieso mal rein. Als ich das erste Mal in Kapstadt war, stand da noch der alte Getreidesilo im Hafen rum. Beim zweiten Mal liefen gerade die Bauarbeiten, um daraus ein Museum zu machen.

Wurde vom Puma-Manager und Kunstsammler Jochen Zeitz in Auftrag gegeben, um seine afrikanische Kunstsammlung auszustellen.

Das sagt schon wieder alles: Da muss einer aus Deutschland kommen, das Zeug zusammensammeln und ein Museum organisieren. Und was ist drin? Zeitgenössisches. Warum? Altes haben sie nicht.

Und dann kommen diese Pappnasen vom ZDF und meinen, sie müssten uns Rassismus erklären, indem sie mal satirisch so tun, als würde man europäische Dinge in afrikanischen Museen ausstellen.

Nairobi

Da war ich noch nicht.

Über das Museum dort kann man auch nachlesen, man hat die offenbar zur Kette der Nationalmuseen zusammengefasst. Und über das Naturkundemuseum heißt es

The East Africa and Uganda Natural History Society was founded in 1910–11 by persons with an interest in nature in British East Africa. The group included two canons of the Church Missionary Society: The Rev. Harry Leakey (father of Louis Leakey) and The Rev. Kenneth St. Aubyn Rogers; some government officials: C. W. Hobley and John Ainsworth, doctors, dentists, big-game hunters and plantation owners. In 1911 they established the Natural History Museum and library with an honorary curator. Aladina Visram put up the money for a one-story, two-room building. […]

The museum moved to a new building at the corner of Government Road and Kirk Road. Among the new volunteers for the society were Sir Robert Coryndon, Governor of Kenya. At his unexpected death in 1925, Lady Coryndon established the Coryndon Memorial Fund to build a better museum for the society in memory of her husband. The government offered matching funds for public donations and in 1928 construction began.

The building was ready in 1929. Unfortunately no workrooms or storage space had been provided and therefore the Natural History Society declined to move in. The government then bought the old museum and the society used the money to add three rooms, gave its collections to the museum trustees, but retained the library. Everything was moved to the museum. Lady Coryndon donated Sir Robert’s books to it.

The museum was officially opened on 22 September 1930, as Coryndon Museum, with Victor Gurney Logan Van Someren, a member, as curator. He was given a house on the grounds. In 1930 Evelyn Molony, née Napier was appointed the Museum’s first botanist after a grant was given to the Museum by Ernest Carr to fund her employment. During her tenure she established within the Museum a herbarium on East African plants as well as publishing a series of scientific papers on East African flora.[4]

The relationship between the museum trustees and the society became problematic, and as a result the two organisations appointed a committee including Sir Charles Belcher, a Kenyan jurist, to stabilise it. The committee turned everything over to the museum except for the library in exchange for annual payments for 15 years to the society.

The museum now had a staff. Mary Leakey became part of it and then Louis Leakey, as unpaid curator, in 1941. He stepped in when Dr. van Someren resigned after the board (including Louis) refused to dismiss Peter Bally in a personality conflict. The museum was a center for Leakey operations. In 1945 Louis was hired as paid curator with a new house, as the old one had become run-down. He built up the exhibitions and opened them to Africans and Asians by lowering the admission fee. Until then the museum had been “for whites only.”

The museum was a base for Leakey operations until 1961, when Louis founded the Centre for Prehistory and Paleontology on the grounds nearby and moved himself and his collections to it. He resigned in favour of the next director, Robert Carcasson. […]

Kenya became independent in 1963. The Coryndon Museum was renamed “National Museum” in 1964 and was included in a new system, the “National Museums of Kenya.” In 1967 Richard Leakey was having irreconcilable differences with Louis Leakey, his employer in the Centre, and decided to improve the National Museum. His main objection was that it had not been Kenyanized. He and supporters formed the Kenya Museum Associates, which obtained an observer’s seat for Richard on the board from Carcasson in exchange for a 5000-pound contribution. Richard did not do much observing, as he departed for the first Omo expedition.

Na, toll. Auch das Naturkundemuseum in Kenia, auf das sie hier abheben, ist ein von Kolonialisten erbautes und betriebenes Museum, das erst in den sechziger Jahren mit der Unabhängigkeit an Kenia irgendwie dann „keniaisiert”.

Das heißt, dass es das Naturkundemuseum ohne die Kolonialisten, auf die sie gerade schimpfen, nicht, oder nicht so gäbe. Das ist die Webseite der Museen. Und da dieses Museums, das jetzt Nationalmuseum heißt.

Und was gibt es da zu sehen?

Built in 1929, this is the flagship museum for the National Museums of Kenya, housing celebrated collections of Kenya’s History, Nature, Culture and Contemporary Art.

Da passen deutsche Stücke natürlich rein wie die Faust aufs Auge. Leider schreiben sie nicht, was sie so haben, aber man findet im Netz Hinweise, dass es um Naturwissenschaft, Flora, Fauna, Paläontologisches, und anscheinend eine „Abteilung” über die Geschichte Kenias seit dem 9. Jahrhundert.

Bewertung

Reisen bildet. Das ZDF schon lange nicht mehr.

Ich halte es für unvertretbar, was für unverschämte, törichte, verlogene Vollpfosten auf Sendung gehen und dafür noch zwangsbezahlt werden müssen. Und damit meine ich ausdrücklich nicht nur diese beiden schwarzen Hetzbojen, sondern das ganze Team samt Autoren.

Da wird ohne jede Beachtung von Logik, Wahrheit, Realität, Maßstäben einfach irgendein Behauptungsmüll rausgekotzt, der völlig ungeprüft aus den amerikanischen Propagandamühlen übernommen wird. Offenbar ist man der aktuellen Meinung, und das merkt man nicht nur da, sondern auch in der Presse an immer mehr Artikeln, dass das, was man da behauptet, keinen Sinn ergeben, nicht wahrheitsgemäß sein muss, sondern es reicht, jemanden vornehin zu stellen, der einfach nur schwarz und hinreichend provokant und unverschämt ist, weil man inzwischen schon kraft Hautfarbe kompetent für alles ist, gleich für alle Schwarzen dieser Welt spricht, unangreifbar und unantastbar sei, und gleich noch die Diskurshoheit über Weiße habe?

(Denkprobe: Warum sollen einerseits nur Schwarze wissen können, wie es sei, schwarz zu sein, andererseits aber auch nur Schwarze in der Lage sein, Weißen zu sagen, wie es ist, weiß zu sein?)

Was mich dabei so besonders ankotzt, ist, dass das in der Regel fast immer nur solche Leute sind, die hier wohlbehütet und vollversorgt aufgewachsen sind, und denen man ihr Leben Lang immer nur gewärmten Zucker, Geld und Posten in den Arsch geblasen hat, und die sich dann in eine unersättliche Unverschämtheit und Beschimpfungstiraden reinsteigern, weil ihr Beruf das Opfersurfen und Förderungsabgreifen ist.

Ich hätte da viel lieber mal den jungen Schwarzen gesehen, der damals auf Robben Island den Vortrag gehalten hat. Oder den Taxifahrer, mit dem ich mich unterhalten habe. Oder den Reiseleiter. Die hätten denen aber was erzählt.

Noch nie konnte mir einer erklären, warum er dann eigentlich hier und nicht in einem der rund 200 anderen Länder ist, wenn es hier so schlimm ist, dass er sich dauernd darüber beschwert. Vor 20 oder 30 Jahren gab es mal einen Bericht über einen afrikanischen König, der als Automechaniker in einer KFZ-Werkstatt in Ludwigshafen arbeitet (er hat dann eine eigene aufgemacht). Sie fragten ihn, warum ein König bei uns im Blaumann als Automechaniker arbeitet. Antwort: Weil er als einfacher KFZ-Mechaniker hier immer noch besser lebt als dort als König. “Die Menschen in Ludwigshafen waren immer herzlich zu mir”, sagt Céphas.

Ich kann Euch gar nicht adäquat sagen, wie sehr ich diese Leute da im Fernsehen verachte, für ihre Dummheit, ihre Borniertheit, ihre Verlogenheit, ihre Ungebildetheit, ihr Parasitentum, ihren Narzissmus, ihre Selbstgefälligkeit, ihre Arroganz, ihre Unfähigkeit, ihre doppelten und willkürlichen Maßstäbe, ihr Rumhampel, für ihre widerliche Art zu hetzen, jede noch so geringfügige Belanglosigkeit oder normale Lebensumstände als Rassismus ausgeben, um daraus Kapital und Vorteile zu schlagen – die Juristen haben dafür so eine treffende Redewendung: „Honig zu saugen” – dieses ganze verlogene abstoßende Alles.

Und am meisten für ihr permanentes dummes Grinsen.