Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Linke Rassenarithmetik

Hadmut
26.5.2020 19:07

Eine Lektion in Doppeldenk. [Nachtrag]

Aus Wikipedia:

Doppeldenk (engl. doublethink; in älteren Übersetzungen: Zwiedenken) ist ein Neusprech-Begriff aus dem dystopischen Roman 1984 von George Orwell und beschreibt eine Art widersprüchlichen Denkens, von dem gesagt wird, dass zu seinem Verständnis Doppeldenk selbst die Voraussetzung bilde. Durch dieses propagierte Denken, bei dem zwei widersprüchliche oder sich gegenseitig ausschließende Überzeugungen aufrechtzuerhalten und beide zu akzeptieren sind, setzt die herrschende Kaste die Gesetze der Logik außer Kraft. Dadurch wird das Denken der Parteimitglieder schwammig und in Zweideutigkeit gehalten, wodurch schnelle Kurswechsel des Regimes auf eigentümliche Weise sofort akzeptiert werden können, auch wenn es sich dabei um das genaue Gegenteil der zuvor noch „gültigen Wahrheit“ handelt, etwa bei abrupten Wechseln der Feindbilder oder der politischen Losungen.

Das schließt mit ein: Absichtlich Lügen zu erzählen und aufrichtig an sie zu glauben; jede beliebige Tatsache zu vergessen, die unbequem geworden ist, und dann, falls es wieder nötig ist, sie aus der Vergessenheit zurückzuholen; so lange wie nötig die Existenz einer objektiven Realität zu leugnen und gleichzeitig die Realität zu akzeptieren, die man verleugnet.

Rassen gibt es gar nicht

Weil ich es doch gerade in einem Artikel davon hatte, dass Mediziner der Frage nachgingen, warum sich das Corona-Virus unterschiedlich schnell ausbreite, und die Hypothese aufstellten, dass es genetisch bedingte Unterschiede in der Anfälligkeit und im Immunsystem geben könnte, dafür dann aber als Rassisten beschimpft und verjagt wurden:

Es formiert sich gerade eine Bewegung, die Ärzten verbieten will, in der medizinischen Forschung „Rassen” zu betrachten, also etwa die Nierenleistung und ähnliche Werte in Bezug zur Herkunft zu setzen. Vorne mit dabei ist – wer sonst? – eine feministische Professorin.

Und natürlich Medizinstudenten:

Und Ärzte (die auch in der Corona-Behandlung stecken):

Ansage: Rassen gibt’s nicht, alle gleich, jeder, der auch nur entfernt an einen Unterschied denkt, ist ein Rassist.

Die Weißen sind an allem schuld

Die Welt war sauber und rein, es gab keine Vergewaltigung, bis die Weißen kamen und das Böse in die Welt brachten.

(Erstaunlich, dass es in Afrika Townships gibt, in denen die höchsten Vergewaltigungsraten der Welt herrschen, das teils die einzige Art der Fortpflanzung ist, und das dort als normal gibt, und trotzdem dort manche Leute noch nie einen Weißen gesehen haben und nicht glauben, dass es die wirklich gibt. Die gäbe es nur im Fernsehen, und die wären halt weiß geschminkt.)

Ansage: Alles war gut, bis die bösen Weißen kamen. Farbige Leute könnten gar nicht vergewaltigen. Fundamentale Rassenunterschiede.

Nachtrag: Jaaaaa, ich weiß und sehe, dass das ein Satireaccount ist. Es ging aber nicht um den Tweet, sonden um den darin zitierten, als Screenshot, weil das Original (zumindest für mich) nicht mehr sichtbar ist. Denkt doch mal nach, was der sagt, und hört nicht bei „Satire!” auf zu denken.

Doppeldenk

Man könnte ja nun überlegen, dass man sich für eine von beiden Behauptungen entscheiden müsse.

Aber nein, da hatte Orwell genau recht, Linke haben die ständige Praxis, gleichzeitig eine Aussage und deren sie ausschließendes Gegenteil gleichzeitig zu glauben und es für normal zu halten.

Hier in Deutschland gab es das ja auch schon oft. Da wurde uns eingeprügelt, dass es keine Geschlechter gibt, das alles nur sozial und sexistisch konstruiert wäre, und sich Mann und Frau in rein gar nichts unterschieden. Dank des Feminismus. Es geben keinerlei Unterschiede. Der dankenswerterweise endlich zugunsten von Frauen durchgesetzt habe, dass Frauen andere Knieprothesen bekommen, weil sie andere Hüftstellungen haben, und man endlich anfange zu berücksichtigen, dass Herzinfarkte bei Frauen ganz andere Symptome zeigen und es total sexistisch wäre, Frauen auf die gleiche Weise wie Männer zu untersuchen und medikamentieren. Man habe es versäumt zu untersuchen, ob Frauen auf Medikamente genauso reagieren wie Männer.

Rhetorisch umgesetzt wird das im Feminismus über zwei widersprüchliche Grundthesen, den Gleichheitsfeminismus und den Differenzfeminismus. Der Gleichheitsfeminismus kämpft gegen jeden und alles, was irgendwo einen Unterschied sehen will, und prügelt die totale Gleichheit und Unterschiedslosigkeit durch. Der Differenzfeminismus prügelt auf alles ein, was die Unterschiede nicht berücksichtigt und Frauen nicht anders als Männer behandelt. Habe ich mir nicht ausgedacht, die Bezeichnungen gibt es von denen selbstgesetzt wirklich. Es ist nicht etwa so, dass man das als zwei zerstrittene Strömungen ansieht, sondern als die Stärke, beides gleichzeitig zu behaupten. Weil man mit „ich will gleich sein” und „ich will aber anders sein” alle Behauptungen und Forderungen abdeckt und immer behaupten kann, was man gerade will. Man muss nur den Standpunkt wechseln, und das machen sie ja ständig.

Sagt man das aber, ist man ein übler Maskulist, weil die Forderung nach Widerspruchsfreiheit ein übles Konstrukt weißer Männer sei, um alle anderen auszugrenzen. Selbstwidersprüchlichkeit ist nicht nur die Stärke des Feminimus und der Beweis, dass Feministinnen leistungsfähiger sind als andere und mehr können, dass Frauengehirne außerdem parallel arbeiten und mehrere Gedanken gleichzeitig verarbeiten können, es ist auch die Rebellion gegen das Patriarchat.