Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Bedenke, worum Du bittest.

Hadmut
2.5.2020 1:55

Es könnte Dich selbst ereilen.

Könnt Ihr Euch noch an #MeToo erinnern?

An Harvey Weinstein?

Man hat in großem Umfang Hetzjagd auf Männer gemacht und diese politisch instrumentalisiert, um in den USA von links (Demokraten) gegen rechts (Republikaner) und Leute mit Einfluss zu schießen, reihenweise Leute zu erledigen und abzusägen. Trump ist zwar immer noch Präsident, aber hat mit seinem „Pussy Grab” eine einladende Zielscheibe abgegeben.

Ein zentrales Element von #MeToo und auch schon des früheren Feminismus war und ist, dass man der beschuldigenden Frau blind glauben solle und dem Beschuldigten praktisch keine Verteidigungs- und Abwehrmöglichkeiten mehr bleiben, keine Gegenbeweise, keine Beweislast. Wenn eine Frau beschuldig, ist der Mann schuldig. Basta und Ende.

Das könnte gerade nach hinten losgehen.

In den USA haben sie ja nun aussortiert, wer bei der US-Wahl als Gegner von Trump antritt. Michael Bloomberg hat ja neulich aufgegeben, weil man als Top-Kandidat Joe Biden ansah und keiner eine Chance gegen ihn zu haben schien. Selbst der bei vielen Linken so beliebte Bernie Sanders sah gegen Biden ziemlich schwach aus. Trumps Gegner ist nun Joe Biden.

Das Problem daran ist: Jetzt gibt es genau solche #MeToo-Vorwürfe, wie eben die Demokraten sie selbst als Massenvernichtungswaffe gebaut und etabliert haben, gegen Joe Biden. Er soll, so der Vorwurf, 1993 einer Mitarbeiterin in der Muschel rumgefingert haben.

War wohl in den Neunzigern dort in Mode, Clinton hat ja 98 auch in Lewinsky rumgepuhlt.

Nun weiß man natürlich nicht, ob das stimmt oder eine inszenierte Kampagne ist. Aber das ist eigentlich auch egal, denn der zentrale Druckpunkt in der #MeToo-Kampagne war ja, dass es darauf gar nicht ankommen darf, dass man das blind zu glauben und nicht anzuzweifeln hat, und es dem Beschuldigten auch nicht zusteht, sich zu verteidigen oder Beweise zu fordern. Genau das war ja auch das von Barack Obama an den US-Universitäten etablierte System: Keine Verteidigung, keine Akteneinsicht, keine Kenntnis des Vorwurfs, schuldig durch Beschuldigung. Der feministische Dreh war ja, dass es auch gar nicht darauf ankomme, ob der Vorfall objektiv stattgefunden hat, sondern die subjektive Seite reicht, es genügt, wenn die Frau hinreichend glaubt, was sie behauptet. Oder eigentlich auch, wenn sie es nicht mal selbst glaubt. Man darf es nicht anzweifeln.

Und genau das könnte nun, egal ob der Vorwurf stimmt oder nicht, nämlich weil es im #MeToo-Prinzip egal ist, dazu führen, dass Joe Biden als Präsidentschaftskandidat erledigt ist, die anderen aber gegangen sind, und Trump keinen Gegner mehr hat.

Obwohl Trump in der Corona-Krise gerade zum ersten Mal und in der Wahlkampfphase richtig schlecht ausgesehen hat, und man deshalb gute Chancen gehabt hätte, gegen ihn zu gewinnen, könnte ausgerechnet das linksfeministische #MeToo dafür sorgen, dass Trump wiedergewählt wird.

Bedenke, worum Du bittest.