Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Hochschulreife der Jovelina W.

Hadmut
22.4.2020 11:23

Wer um alles in der Welt hat dieses Mädchen aufs Gymnasium geschickt?

Die macht bestimmt mal Karriere als Förderweibchen und Quotenprinzessin. Bei der SPD und der LINKEN wird sie zügig Ministerin.

Ein Leser schickte mir einen Hinweis auf diesen Zeitungsartikel. Nicht lesbar, weil hinter Paywall.

Und für sowas gebe ich kein Geld aus. (Und selbst wenn: Weil mal was in dieser und mal in jener Zeitung steht, müsste ich ja gleich jedes Lokalblatt Deutschlands abonnieren, aber die doofen Journalisten kapieren nicht, dass man ihr Angebot, so wie sie es darbieten, gar nicht kaufen kann, selbst wenn man es wollte.)

Der gütige Leser schickt mir deshalb aber gleich den ganzen Text mit. (Ich vertraue mal darauf, dass das unverändert und wahrheitsgemäß ist.)

Da es andererseits aber auch keine andere ergooglebare Quelle oder Erwähnung für den Text gab, kann der „offene Brief” so offen und die Sache so relevant auch nicht sein.

Jovelina W. protestiert bei Minister Piwarz: Lernen zu Hause führt zu Frustration und Lustlosigkeit

Großpösna. Eine Schülerin aus Großpösna (Landkreis Leipzig) hat sich gestern mit einem offenen Brief an Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) gewendet. Die Elftklässlerin beklagt in ihrem Schreiben kaum stemmbare Belastungen während des Homeschoolings – insbesondere beim selbstständigen Erarbeiten bisher unbekannter Lerninhalte.

Jovelina W. warb beim Bildungsminister dafür, Schülern in der Heimarbeit nur Wiederholungen und Vertiefungen des bisher vermittelten Stoffes aufzugeben. „Denn wenn ich mir die Lerninhalte selbst beibringen könnte, wären Lehrer und ihre Arbeit überflüssig. Doch das sind sie nicht“, schreibt sie in ihrem Brief.

Weibchenlogik: Es kann nicht sein, dass sie selbst denken müsste, sonst gäbe es ja keine Lehrer.

Angesichts der Aufgabenfülle, die sie seit sechs Wochen im häuslichen Selbststudium zu bewältigen habe, fühlt sich Jovelina zunehmend überfordert. „Es ist schlichtweg einfach zu viel. Der Aufgabenberg auf meinem Schreibtisch wächst Hand in Hand mit meiner Frustration und Lustlosigkeit“, schreibt sie an Sachsens Bildungsminister.

Die fühlt sich nicht überfordert. Die ist überfordert. Mit dem Gymnasium und allem danach. Wer in einer 11. Klasse (zu meiner Zeit war das Oberstufe, wie ist das heute?) so rummault, der hat jenseits der 10. Klasse nichts verloren. Warum ist die nicht nach der 10. Klasse mit der mittleren Reife abgegangen und hat irgendwas Haptisches gelernt?

Im Text steht, beide Eltern seien Ärzte. Da muss wohl auch das Töchterchen dann an die Uni, und so entsteht dann der akademische Müll, der dann mit Förderungen, Quoten, Feminismus und Geisteswissenschaften aufgefangen werden muss wie ausgelaufenes Öl nach dem Verkehrsunfall, das die Feuerwehr mit Bindemittel bestreut und zusammenkehrt.

Die 18-Jährige berichtet in ihrem Brief auch von Lehrern, die ihr aus der Ferne zwar jede mögliche Hilfe anbieten, allerdings „kann Hilfe per Mail keineswegs Nachhilfe, geschweige denn einen ’richtigen’ Lehrer ersetzen“. Vor allem bei neuen Inhalten, die bisher nicht im Unterricht behandelt wurden, entstünden durch die Kontaktlosigkeit oftmals Missverständnisse. „Ich brauche die doppelte Zeit, um mir Themen aus Problemfächern anzueignen und selbst dann habe ich mit Glück gerade einmal die Hälfte verstanden“, so Jovelina. Aus Gesprächen mit Mitschülern wisse sie, dass es vielen anderen Kindern und Jugendlichen ähnlich ergehe wie ihr.

Was zur Hölle macht dieses Mädchen auf einem Gymnasium?

Was hat jemand, der von vornherein und durchgehend von „Nachhilfe”, „Problemfächern” und der Unzumutbarkeit selbständigen Lernens faselt, auf einem Gymnasium, danach gar einer Uni verloren? (Ich schlussfolgere mal, dass sie auf einem Gymnasium oder ähnlichem mit Ziel Uni ist, sonst wäre sie ja nicht in der 11. Klasse.)

Nebenbei bemerkt: Mit 18 Jahren hatte ich die 12. Klasse gerade fertig und abgeschlossen. Genauer gesagt: Ich habe mein Abiturzeugnis nach der 13. Klasse bekommen, als ich noch 18 war. Ein paar Tage später war ich bei der Bundeswehr und habe ein Gewehr mit scharfer Munition, Handgranaten, Panzerfäuste, Sprengstoff in die Hand gedrückt bekommen und bin LKW gefahren. Und im ungefähr selben Alter pinst die da rum und lamentiert von „anderen Kindern und Jugendlichen”.

„Jovelina W. warb beim Bildungsminister dafür, Schülern in der Heimarbeit nur Wiederholungen und Vertiefungen des bisher vermittelten Stoffes aufzugeben.”

Wozu denn das, wenn es doch schon vermittelt ist? Hat sie es beim ersten Mal nicht kapiert?

Wir hätten uns damals in genau der gegenteiligen Richtung beschwert. „Das war doch schon dran, wir wollen was Neues!” Wenn wir nicht ausgelastet waren, haben wir uns Bücher für das Universitätsstudium beschafft und darin gelesen. Zugegeben, noch nicht in der 11., aber in dem Alter waren wir halt schon in der 13.

Haben die überhaupt noch eine 13., oder ist das Abi in 12 Jahren? Steht die da jetzt vielleicht gerade noch ein Jahr vor dem Abitur und mault so rum?

Anstatt im Selbststudium bisher unbekannte Inhalte erarbeiten zu müssen, sei es „viel sinnvoller, uns Aufgaben zum Wiederholen und Üben zu schicken. […] Bestehende Wissenslücken zu füllen ist hilfreicher als noch größere zu schaffen“, schreibt die 18-Jährige weiter und forderte Sachsens Bildungsminister auf, sich in die Lage der Schülerinnen und Schüler zu versetzen: „Die Menge der Aufgaben ist für einen normalen Schüler nicht ohne immensen Druck zu schaffen.“

Ach, Herrje.

„Anstatt im Selbststudium bisher unbekannte Inhalte erarbeiten zu müssen…”

Wie stellt die sich ihr Leben eigentlich mal vor? Meint die, dass ihr bis zur Rente alles ans Bett getragen wird? Typische SPD- und Gender-Klientel. Die beschwert sich dann für den Rest ihres Lebens, dass Männer so gemein sind und fordert Gleichbezahlung, Gender-Pay-Gap und so.

„uns Aufgaben zum Wiederholen und Üben zu schicken”

Wozu? Wenn’s doch schon dran war? Oder dreht die da gerne irgendwelche Ehrenrunden?

„…und forderte Sachsens Bildungsminister auf, sich in die Lage der Schülerinnen und Schüler zu versetzen: „Die Menge der Aufgaben ist für einen normalen Schüler nicht ohne immensen Druck zu schaffen.“

Dann wird der wahrscheinlich sagen: „Komisch, wir haben das damals geschafft.” Also zumindest bei mir war das ab der Oberstufe normal, dass man sich das Zeug selbst erarbeitet. An beiden Gymnasien, an denen ich war (wir sind mal umgezogen), gab es dafür eigene Oberstufenräume. Damit man sich da reinsetzen und Stoff selbständig erarbeiten konnte. Und eine eigene Schulbibliothek.

Ich kann mich noch erinnern: In Englisch haben wir alle „Newsweek” abonniert, und dann wurde von uns erwartet, dass wir die selbständig lesen und dann im Englischunterricht auf englisch über den Inhalt diskutieren. (Leistungskurs, gibt es das heute noch?)

Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife

Laut Googlen dauert das Abitur in Sachsen 12 Jahre. Jetzt haben wir fast Ende April, sie dürfte also 2 Monate vor Ende der 11. Klasse stehen.

Dieses Kind hat also noch ungefähr 12-14 Monate bis zum Abitur, landläufig als „Allgemeine Hochschulreife” bekannt. Dann bezeichnet man diesen Zustand als „studierfähig”.

Dann kommt die an irgendeine Universität, und dann soll die Universität für sie den Kindergärtner spielen.

Wundert Ihr euch noch darüber, dass da dann der Feminismus und die Frauenförderung toben? Dass die da „Safe Spaces” mit Kätzchen- und Welpenbildern an der Wand bauen und jedes unangenehme Wort, ob von Lehrkräften oder Andersdenkenden verbieten wollen?

Wie, um alles in der Welt, soll jemand in diesem Geistes- und Gemütszustand in einem Jahr in der Lage sein, ein Studium aufzunehmen? Studieren heißt ja eigentlich, es selbst zu lernen, und nicht, es sich eintrichtern zu lassen. Wenn man „Bücher studiert”, liest man sie selbst und lässt sich nicht erzählen, worum es da geht. Wie soll die dazu in der Lage sein?

Wie sollte die in der Lage sein, selbständig wöchentlich Aufgaben zu lösen, indem sie sich das nötige Wissen selbst sucht und aneignet?

Trotzdem wird man ihr ein „Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife” ausstellen, obwohl ihr in einem Strafverfahren jeder Staatsanwalt und jeder Richter Jugendrecht wegen erheblicher Reifeverzögerung zugestehen würde.

Früher hätte es das nicht gegeben.

Das heißt, doch, solche Tussis gab es schon. Aber nicht lange. Denen hat man entsprechenden Rat gegeben, und die haben dann nach der zehnten Klasse das Gymnasium mit der mittleren Reife verlassen, was nicht nur eine sehr zutreffende Bewertung dieses Gemütszustandes war, sondern durchaus auch der Wegweise für einen angemessenen Lebensweg. Damit hat man ihnen dann den Weg zu einem für sie geeigneten und erlernbaren Beruf gezeigt.

Geht mal noch zehn oder zwanzig Jahre zurück, hat man solche Töchter, wenn sie wenigstens leidlich ansehnlich waren, dann auf die Hauswirtschaftsschule geschickt, damit sie Kochen und Bügeln lernen, ihnen noch eine Aussteuerkommode gegeben, und darauf spekuliert, dass irgendein stattlicher Mann mit Einkommen sich erbarmt, sie ehelicht und versorgt, damit sie ihm den Haushalt und die Familie macht.

Das war angemessen.

Heute redet man solchen Dumpfnüssen ein, sie seien ganz toll, könnten alles, schickt sie auf die Uni, wo sie sich nicht nur über alles beschweren, sondern auch noch studieren können, sich über alles zu beschweren, darin noch Abschlüsse machen, per Frauenförderung dann Professorin, Ministerin, Vorstand oder sowas werden, und sich dann immer noch darüber beschweren, dass sie irgendwas selbst machen müssen.

So entstehen dann solche Nüsse wie von der Leyen, die sich für überragend toll halten und ohne Vorkenntnisse Verteidigungsministerin werden, aber wirklich gar nichts zustandebringen, außer Hunderte Millionen (oder war’s ne Milliarde?) für eine Beraterarmee in der Hoffnung auszugeben, dass die ihre Arbeit machen, wie es hier das Mädchen von Lehrern verlangt, und … und … nee, nichts „und”, sonst hat von der Leyen ja auch nichts hinbekommen, als Geld für Berater rauszuwerfen. Aber damit eine Karriere durch alle Ministerien bis nun ganz nach oben gemacht, obwohl man bei der auch nicht viel davon findet, dass sie jemals irgendwas gearbeitet habe.

Der Dummenkult

Das Mädchen kommt etwas zu spät.

Bis Dezember herrschte hier in Deutschland, Europa, dem ganzen Westen noch der ultimative Dummenkult, die Anbetung des Dummen und Faulen. Die Vergöttlichung der Leute, die selbst zu gar nichts in der Lage sind außer dazu, sich über alles zu beschweren und jede Schuld und Verantwortung bei anderen zu suchen, jede Aufgabe und Tätigkeit für unzumutbar zu halten.

Mit dem Schreiben hätte sie direkt ihren Bachelor in Gender Studies und Opferrhetorik bekommen.

Jetzt ist aber Corona. Plötzlich gibt es wieder eine Nachfrage nach Leuten, die a) wissen, was sie reden und b) im HomeOffice arbeiten können.

Mal von Abitur und Uni ganz abgesehen:

Stellt Euch mal vor, ihr wärt Arbeitgeber. Inhaber eines mittelständischen Unternehmens oder die für Bewerbungen und Einstellungen zuständige HR-Tante eines Konzerns, und Ihr würdet – im Wissen von der Corona-Krise und der Notwendigkeit, über Monate selbständig im Home Office arbeiten und die Firma am Leben halten zu müssen, so jemanden als Bewerber bekommen.

Würdet Ihr so jemanden einstellen?

Deshalb haben wir die Frauenquote und das Gender-Pay-Gap-Geschrei.