Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Wunsch und Realität

Hadmut
21.4.2020 22:21

Wenn Politik und Felsboden aufeinanderprallen.

1. Akt: Franziska Giffey

Giffey hält Frauen für bessere Führungskräfte

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hält Regierungschefinnen für die besseren Krisenmanager in der Corona-Pandemie. Dänemark, Island, Finnland, Neuseeland, Norwegen, Taiwan und Deutschland haben eine weibliche Regierungsspitze und im internationalen Vergleich relativ niedrige Infektionsraten und/oder Todesfälle. „Dass Länder, die von Frauen regiert werden, besser durch die Krise kommen, überrascht mich nicht“, sagte Giffey der „Bild am Sonntag“.

Man wisse „aus vielen Studien, dass Frauen häufig die besseren und moderneren Führungskräfte sind“. Das weibliche Geschlecht verfügt nach Ansicht der Ministerin über Fähigkeiten, die bei der Bewältigung der Coronakrise von Vorteil seien. „Frauen kommunizieren klarer, weibliche Führungskräfte sind bei Veränderungen reaktionsschneller und ergreifen eher die Initiative. Frauen gelten insgesamt als empathischer, sozialverträglicher und kooperationsbereiter.“ Sie ließen andere Meinungen zu, stellten die Sache in den Mittelpunkt und nicht die Machtfrage. Diese Eigenschaften „zählen in Krisenlagen umso mehr“, so Giffey.

Woher sie wissen will, wie Frauen in Führungspositionen so sind, bleibt offen. Laut Wikipedia war Giffey bisher immer nur an der Uni und in der Politik. Gearbeitet hat sie anscheinend nie. Und die Doktorarbeit war abgeschrieben.

Den Unterschied zwischen einer Korrelation und einer Kausalität hat sie offenbar auch nicht begriffen. Länder mit Regierungschefinnen hätten niedrigere Infektionsraten und weniger Todesfälle. Dass es aber die Männer waren, die in diesen Ländern den Wohlstand, die Infrastruktur, das Wissen hervorbegracht haben, um bessere hygienische Zustände und medizinische Versorgung hervorbrachten, und erst aus diesem Wohlstand die Dekadenz der Frauenförderung erwuchs, dafür ist sie schlicht zu doof.

Und zu verlogen. Denn eben dieses Frauenministerium, dessen sie gerade vorsteht, ist genau der korrupte Misthaufen, der seit Jahren den Genderschwachsinn finanziert, die Biologen und Mediziner aufs Übelste beschimpft, diffamiert, verleumdet, weil sie das Geschlecht erfunden hätten, um Frauen zu diskriminieren. (Kleines Logikrätsel: Henne-Ei-Problem. Wie kann man Geschlecht erfinden, um Frauen zu unterdrücken, wenn Frauen doch erst danach durch Geschlecht geschaffen wurden?)

Jetzt auf einmal aber, wegen Corona-Viren, geht’s wieder total um Wissenschaft, stehen die Biologen und Mediziner plötzlich ganz hoch im Kurs.

Eben jenes von Frauen geleitete und verbrochene Frauenministerium hat systematisch Wissenschaft und Universitäten ruiniert und sabotiert.

Wir haben laut Klonovsky inzwischen folgende Zustände:

So ungefähr in den 70er-80er-Jahren spätestens (merke: Kulturmarxismus kommt an die Oberfläche!), begann ihr Abschwung: Lehrstühle wurden nicht mehr besetzt, dafür Gender & Co. kräftig aufgerüstet; das Verhältnis bei den Lehrstühlen steht in Deutschland im Moment bei ca. 30 Pharmakologie- und 300 Genderlehrstühlen, also 1:10 für Gender, mit steigender Tendenz.

Das muss man sich klarmachen: Wir sind gerade in einer Infektionskrise, und deshalb in der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg, und wir haben zehnmal so viele Lehrstühle, deren zentrale Aufgabe und Tätigkeit ist, Mediziner und Biologen als Lügner zu beschimpfen und auszusperren wie Lehrstühle für Pharmakologie, Werk der Verbrecherorganisationen SPD und Bundesfrauenministerium, und dann kommt diese schütteldumme Nuss daher, Chefetage SPD und Frauenministerin, und behauptet, dass Länder unter Frauenkontrolle besser durch die Corona-Krise kämen.

„Frauen kommunizieren klarer”

Wie heißt es so schön? Ein Mann, ein Wort. Eine Frau, ein Wörterbuch.

War es bisher nicht Vorwurf der Gender Studies gegen die „männliche” Wissenschaft, dass die da so klar, eindeutig, kurz und hart formulieren, und den Interpretationsspielraum einengen? Jetzt umgekehrt?

„weibliche Führungskräfte sind bei Veränderungen reaktionsschneller und ergreifen eher die Initiative”

Huahahahaaa.

Jammerten die Gender Studies nicht immer, dass Frauen in gemischten Teams oder Schulklassen benachteiligt wären, weil sich Männer immer vordrängten und schneller reagierten, und Frauen immer erst mal lange und still überlegten?

War nicht genau das der Grund, warum man immer eine Frauenquote forderte, und Frauen die Jobs selbst bei völliger Unfähigkeit wie das Frühstück ans Bett brachte, und die Firmen den Frauen hinterherlaufen sollten, weil es Frauen so schwer falle, sich aus eigener Initiative auf Jobs zu bewerben?

Es gibt sogar weibliche Team-Coaches, die selbst sagen, dass wenn Männer als Teilnehmer der Veranstaltung in den Raum kommen, man nach 5 Sekunden weiß, wer der Chef ist. Bei Frauen wüsste man auch nach dem Ende der Veranstaltung noch immer nicht, wer da die Leitung hat.

„Sie ließen andere Meinungen zu, stellten die Sache in den Mittelpunkt und nicht die Machtfrage.”

Total verlogen.

Waren es nicht die Feministinnen, die Gender Studies, die in den Universitäten eingeführt haben, jede abweichende Meinung niederzuschreien, auszugrenzen, zu blockieren, zu sabotieren, immer den Schlachtruf „Keine Plattform bieten”?

Die Sache in den Mittelpunkt? Warum dann Frauenquote und Frauenförderung? Wie kann man dann überhaupt sowas äußern, dass es bei der Corona-Virus-Bekämpfung auf das Geschlecht des Regierungschefes ankäme?

Nicht die Machtfrage? War das nicht das Hauptverlangen der Gender Studies und des Feminismus der letzten 30 Jahre, dass Frauen Macht wollen? Empowerment?

Wie dumm und verlogen kann man eigentlich sein?

2. Akt: SAP

Mitten in der Wirtschaftskrise vollführt SAP einen Not-Umbau des Vorstandes:

Überraschend trennt sich SAP von Co-Vorstandschefin Jennifer Morgan. Ihr Sprung an die Spitze des Konzerns war historisch – jetzt übernimmt Christian Klein.

Kann eine Frau ein Dax-Unternehmen führen? Jennifer Morgan war die Erste, die den Beweis antreten sollte. Nach dem überraschenden Rückzug von Bill McDermott rückte sie im Oktober zusammen mit Christian Klein an die Spitze des Software-Riesen SAP. Eine Entscheidung, die über die Branche hinaus beklatscht wurde – als Beginn einer neuen SAP-Ära, aber auch als Statement für mehr weibliche Führungskräfte in deutschen Unternehmen. Letztlich wurde aus dem Modell mit Vorbildcharakter nur ein Intermezzo: Nach einem halben Jahr gibt Morgan ihren Posten als Co-Vorstandschefin wieder auf. […]

Der Auslöser für die Entscheidung: Corona – sagt SAP. „Mehr denn je verlangt die aktuelle Situation von Unternehmen schnelles, entschlossenes Handeln und eine klare, hierbei unterstützende Führungsstruktur“, so das Unternehmen.

Als das Duo Morgan/Klein im Oktober übernahm, hatte SAP die Doppelspitze als bewährtes Modell und bestens geeignet für den Konzern dargestellt. Nun hieß es, man kehre früher als geplant zu einem alleinigen Vorstandschef zurück, um eine starke, eindeutige Führungsverantwortung sicherzustellen.

Und SPIEGEL:

Weltweit wurde SAP dafür gefeiert, eine Frau an die Spitze befördert zu haben. […]

Dienstagnacht, um 0.47 Uhr, bekamen die rund 100.000 SAP-Mitarbeiter wieder Post vom SAP-Silberrücken. “Die Erfahrung zeigt, dass sich im Privat- und Geschäftsleben die Dinge nicht immer nach Plan entwickeln”, schreibt der 76-Jährige in seiner Erklärungsmail an alle. “Die Welt, wie wir sie kennen, wurde durch einen Virus auf den Kopf gestellt, der unser Leben, unsere Arbeit, Familien und unser Unternehmen auf nicht vorhersehbare Weise beeinträchtigt.” In diesen Zeiten sei das Co-CEO-Modell nicht mehr das richtige: “Diese Krise ist mit nichts vergleichbar und macht Schnelligkeit, Klarheit und Entschlossenheit dringend notwendig”, so Plattner. “Zum Wohle unseres Unternehmens und unserer Kunden haben wir deshalb entschieden, dass wir einen einzigen Vorstandssprecher brauchen, der uns durch diese Zeit führt.”

Normalerweise würde man ja meinen, dass man gerade in Krisenzeiten jeden brauchen kann, der mithilft. Normalerweise würde man eher das Gegenteil erwarten, nämlich dass man noch Leute in den Vorstand reinholt, damit sich jeder auf seinen Teil voll konzentrieren kann, weil es gerade besonders viel zu tun gibt. Wenn man in einer Krise überhaupt am Vorstand etwas ändern würde.

Wenn man aber in einer solchen Krise, größte Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg, Leute aus dem Vorstand wirft und das dann damit begründet, dass „Schnelligkeit, Klarheit und Entschlossenheit dringend notwendig” seien, dann ist das eine glasklare Aussage über den, der gehen muss.

Das exakte Gegenteil vom Geschwätz der SPD im Allgemeinen und der Giffey im Besonderen.

3. Akt: Korrelationen und Kausalitäten

Es war ja schon lange bekannt, dass es eine Korrelation zwischen dem Ertrag und der Wirtschaftslage eines Unternehmens einerseits, und der Frauenquote im Vorstand andererseits gibt.

Die Feministinnen behaupteten, die Kausalität liege darin, dass mit einer Frau im Vorstand der Gewinn des Unternehmens wachse. (Spötter sagten, dass darin sogar die Akausalität liege, denn der Gewinn war stets vor der Frau da.)

Die Kritiker sagten, die Kausalität liege andersherum. Nur die Unternehmen, die über sehr viel Geld verfügten, könnten sich eine Quotenfrau zur Bauchpinselei der Politik im Vorstand leisten. Vorstandsfrauen seien einfach nur ein Kostenfaktor, und man müsse erst einmal genug erwirtschaften, um sich den leisten zu können.

Nun, wir werden sehen.

Werden die Unternehmen in der Wirtschaftskrise den Frauenanteil anheben, weil sie doch angeblich alles besser machen und das Unternehmen retten, oder sind die Quotenfrauen der erste Ballast, den man in der Krise über Bord wirft?