Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

„Wo siehst Du dieses Land in fünf Jahren?”

Hadmut
26.1.2020 21:24

Leser fragen – Danisch weiß es auch nicht so recht…

Eine Leserin fragt mich: „Wo siehst Du dieses Land in fünf Jahren?” und schreibt als Ergänzung:

Mit dem Tempo, mit dem Merkel & Co. samt grüner Oppositionsregierung, NGO und den Klimakindern hier vorlegen, lässt nichts Gutes erahnen. Nächstes Jahr sind regulär Bundestagswahlen. Baut man schon sicher auf Schwarz-Grün und wartet einfach ab oder wird man sicherheitshalber bereits vorher “die große Transformation” durchziehen? Man liest auch nirgends in der Presse, was das sein soll und wie dieses Land eigentlich in zehn oder zwanzig Jahren mal aussehen soll. Oder holt uns doch vorher der große Finanzcrash ein und die Karten werden neu gemischt?

Das ist eine sehr schwere Frage. Prognosen sind am schwierigsten, wenn sie die Zukunft betreffen.

Was mir dabei am meisten Probleme bereitet ist der Zeitraum. Ich glaube schon, die Zukunft erahnen und extrapolieren zu können, jedenfalls mit gewisser Wahrscheinlichkeit, aber über die Geschwindigkeit bin ich mir nicht sicher, die halte ich noch für das Ungewisse. kann also sein, dass es drei, oder auch zehn Jahre dauert.

Wenn ich also aus der präzisen Zeitpunktsangabe entlassen werde, dann würde ich folgendes sagen:

Ich glaube nicht, ich kann mir gerade nicht vorstellen, dass wir uns gesellschaftlich wieder erholen. Es rennen zuviele Idioten und Ideologisierte herum, die sich ohne größere Katastrophe oder richtig große Zahlen von Todesfällen (die nächste Pandemie lauert ja gerade, Atomangriffe sind auch möglich, Umweltkatastrophen oder sowas) wieder auf das Sachliche beschränken. Die Zahl der von diesem marxistisch-geisteswissenschaftlich-linken Komplex auf Dummheit abgerichteter Leute ist nicht nur zu groß, damit sich das wieder beruhigen kann, sondern wir haben – Greta, Luisa und so weiter – es inzwischen mit einer Generation zu tun, die vor dem Wahnsinn nicht mehr bei Vernunft vorbeikam und deshalb nicht dahin zurückkehren kann, weil sie noch nie dort war. Dazu kommt enorme Verblödung durch unser neolinkes Bildungs- und Kultursystem.

Das heißt, dass sich die Beschuldigungskriege und die Spaltung verschärfen werden.

Aber nicht linear. Wie auch schon beim „Nazi”-Vorwurf merkt man, dass sich das abnutzt, es ermüdet. Oder „Klimaleugner”. Es wird so eine Art Sägezahnkurve geben, die sich in der Tendenz immer weiter eskaliert und in den Bereich der Gewalttaten geht.

Es wird Todesfälle geben. Fanatiker werden Gegner umbringen, weil man diese Freund-Feind-Denke immer weiter aufschaukelt.

Die Universitäten werden in weiten Teilen an Bedeutung verlieren und weiter verblöden. So, wie es in den USA gerade anfängt, wird es hier auch kommen, etwas anderes, wegen der anderen Finanzierung, aber in der Tendenz.

Ich glaube nicht, dass das mit der guten Wirtschaftslage noch lange weitergeht.

Zu arbeiten wird sich nicht mehr lohnen. Die Steuern und Abgaben steigen. Also wird man nicht mehr arbeiten. Zudem wächst eine Generation heran, die nie gearbeitet und es auch nicht vor hat.

Man wird immer mehr Euro in die Landschaft pumpen, weil man die Wirtschaft ankurbeln will, aber man wird die gewünschte wirtschaftsankurbelnde Innen-Inflation nicht erreichen, weil man den Leuten gleichzeitig über die hohen Steuern und Abgaben das Geld wegnimmt. Es wird eine Außen-Inflation geben, der Euro wir abgewertet und brechen.

Das hängt damit zusammen, dass im Inland kaum noch jemand arbeitet. Die Preise werden zwar steigen, aber das führt nicht zu einer steigenden, sondern fallenden Wirtschaftsleistung, weil die Leute sich erst recht fragen, wofür sie noch arbeiten sollen. Die EZB ist ratlos.

Die Arbeitslosenzahl wird – auch über Tricks – noch eine Weile sinken, man wird Fachkräfte suchen und – Analogie zur Frauenquote – alles für eine Fachkraft halten, was sich auch nur entfernt ähnlich wie aufrechter Gang bewegen kann. Damit geht aber ein Qualitätssturz einher, den man heute schon beobachten kann. Irgendwann wird der ganze Mist zusammenfallen und es wird viele Arbeitslose geben.

Das wird man noch etwas abpuffern über Helikoptergeld und Grundeinkommen, aber selbstverständlich geht es schief, weil das nicht funktionieren kann. Weil jeder kaufen und keiner arbeiten will.

Einzelne Gruppen werden versuchen, die Macht in lokalen Territorien an sich zu reißen, und sie werden es auch schaffen, weil die Polizei zusammenbrechen wird. Herkömmliche Bezeichnung: No-Go-Area.

Die Meinungsfreiheit wird noch weit drastischer als bisher eingeschränkt, es gibt ein Meinungsmonopol. Oder Kartell.

Es werden noch mehr Leute als bisher versuchen, auszuwandern, aber man wird virtuelle Akademikermauern errichten. Beispielsweise Rentenansprüche oder Bankguthaben verfallen lassen und einziehen. Was nicht allzuviel bringen wird, weil Rente und Geld auch nicht mehr viel wert sind.

Die Straßenkriminalität wird drastisch steigen. Drogenhandel wird normal, Hehlerei auch, Schutzgelderpressung.

Man wird Bargeld abschaffen, aber auch das wird nicht viel bringen, weil man auf der Straße auf US-Dollar, Goldmünzen und sowas umsteigen wird. Wie früher in der DDR das Westgeld. Wer Westgeld hat, kann Fleisch kaufen. Schattenwirtschaft, die keine Steuern zahlt – im Gegensatz zu Angestellten und ähnlichen Leuten.

Man wird kontrollieren, was man noch kaufen darf. Es wird eine sozialistische Mangelwirtschaft geben, aber man wird sie Klimarettung nennen.

Man wird Elektroautos haben, aber der Strom knapp rationiert sein.

Die Müllberge in Berlin steigen.

Die Wohnungen werden sehr knapp. Es werden Lawinen von Menschen kommen, aber es werden praktisch kaum mehr Häuser gebaut. Aus verschiedenen Gründen. Deshalb wird ein Bewohner auf 15 Quadratmeter kommen. Gettoisierung. Fehlbelegungsabgaben für Menschen, die mit weniger als der vorgeschriebenen Zahl von Menschen in einer Wohnung hausen.

Es wird keine funktionsfähige Regierung und kein einheitliches Rechtssystem mehr geben. Also geben schon, aber man wird sie nicht mehr so beachten. Alles erfällt in kleine Territorien der jeweiligen Straßengangs, Rückfall ins Mittelalter.

Oder so ähnlich.

Man könnte es auch kurz und anders formulieren: Ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie dieser Politmist, der gerade passiert

  • funktionieren können oder
  • wieder zu beheben sein soll.

Ich glaube nicht, dass dieser Staat, diese Gegend der Erde, zu meinen Lebzeiten wieder zu einer funktionfähigen und prosperierenden Gesellschaft werden kann. Nicht mit dieser Dichte von Fehlentscheidungen, Idioten und Kriminellen.