Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Streit um die Klarnamenpflicht

Hadmut
13.1.2020 20:58

Keine Ahnung, woher das jetzt kommt, aber da blubbert gerade eine Diskussion hoch.

Finde ich jetzt so beachtlich wie verlogen. Denn das Netz ist voll von linken Beschimpfungen und Aufrufen zu strafbarem Verhalten, und nahezu immer ohne Klarnamen oder Impressum. Ich habe das hier ja schon oft beschrieben, dass enorm viele linke Seiten kein Impressum oder kein rechtskonformes Impressum haben. Und da passiert auch nichts mehr, wenn man sich bei den Aufsichtsbehörden beschwert.

Warum aber muss ich dann hier ein Impressum vorhalten?

Das sind mal wieder so völlig unterschiedliche Maßstäbe. Man will einerseits eine linke parakriminelle Antifa haben, die im Netz desinformiert, beschimpft, agitiert, lügt, verleumdet, so eine Art Digitalstasi, das dem Rest der Welt aber nicht zugestehen. Münklerwatch, fast der ganze feministische Kram, und so weiter. Die haben regelrechte Fachleute für anonymisiertes Publizieren.

Deshalb diese seltsame Doppelposition, einerseits keine Klarnamen vorzuschreiben zu wollen, andererseits aber aus der political correctness heraus scharfe Löschzwänge aufzuerlegen, weil nur so die gewünschte Asymetrie und einseitige Verfolgung möglich ist.

Übrigens ist das mit den Klarnamen so eine Sache. Heißt man „Hadmut Danisch”, dann ist damit alles klar und eindeutig. Heißt man „Thomas Schmidt” oder sowas, heißt das noch nicht viel. In meinem Abi-Jahrgang hatte ich zwei Thomas Schmidt, geboren am selben Tag im selben Krankenhaus. Und dann eben auch in derselben Schule. Sie wäre also in gewisser Weise eine Verletzung der Gleichheit vor dem Gesetz.

Aber wisst Ihr, was ich daran so beachtlich finde?

Was für eine wahnsinnige Angst die Linken vor Klarnamen haben.

Egal, wo man da hinschaut, es läuft eigentlich alles immer konspirativ unter Tarnnamen. Ob neulich diese CCC-Mail, ob damals bei den Piraten, es geht bei denen immer nur darum, dass es hinterher keiner gewesen sein will.

Der Unterschied zu den Profiboxen ist nämlich (um auf den dummen Spruch von oben zurückzukommen), dass bei Boxkämpfen beide freiwillig antreten, beide das Handtuch werfen können und beide Geld dafür bekommen. Und vor allem: Dass der Angegriffene zurückschlagen kann. Weil es Waffengleichheit gibt.

Bei all den linken Agitateuren, Verleumdern, Dreckwerfern und Heckenschützen ist das nicht so. Da hat der Angegriffene keinen Gegner, gegen den er sich wehren kann.

Diese ganze linke Agitation läuft immer auf asymmetrische Kampfsituationen hinaus. Ich find’s verlogen.