Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Fifty Shades of Frauengold

Hadmut
11.1.2020 19:49

Aus dem Leben der Hausfrauen.

Desperate Housewives, um genau zu sein.

Bei uns gab es ja ab den 50er Jahren für Frauen „Frauengold”, ein Tonikum, um sich besser in die Hausfrauenrolle einzufinden. Ich habe mal irgendwo einen Film darüber gesehen, in dem sie erklärten, dass sie irgendwo noch eine Flasche von dem Zeug aufgetrieben und sie chemisch haben untersuchen lassen, was da eigentlich drin und wirksam war. Geschmacksstoffe. Die einzig wirksame Substanz war ordentlich Alkohol. Die Hausfrau hat sich damit die Welt schlicht, einfach und wirksam schönge- und sich selbst besoffen. Es hieß, es wirke gut gegen die weibliche Hysterie. Und solange der Pegel stimmte, waren die auch nicht so feministisch.

Inzwischen ist die Welt da weiter.

In Neuseeland haben sie nun festgestellt, dass die Hausfrauen dort gerade von Gin und Valium auf Meth umsteigen.

New Zealand’s methamphetamine epidemic continues to ravage our communities, big and small, urban and rural, rich and poor. The insidious drug has now spread across all forms of society and, as a Herald investigation has uncovered, it’s increasingly being used by women and housewives. […]

The story goes – and there are several versions but all end on the same plateau – that within some of those tight social circles, meth has lately become the party drug of choice. More than ecstasy and cocaine, the rich man’s aspirin, meth is circulating in ever-sophisticated dealer networks.

Where gin and valium were once the secret vices of the lonely housewife, many are now turning to P. Firstly, it might be to party on. Snorted, injected or smoked, it’s a stimulant that produces a euphoria, spiked confidence, sociability and vigour.

At first, productivity can soar. The housework is done. The kids are dropped at football practice and the groceries are nailed. Feeling great, it reduces hunger and the weight just drops off. New friends are made. For a while, things are great. And then tolerance increase, the usage and frequency goes up, and then it’s a spiral in only one direction: down. […]

“Housewives are particularly using it for productivity because it’s an energising type of drug,” Steven says.

“Dependency increases because they’re getting things done – running households, working, managing kids, the whole thing. They soon find themselves developing a dependency and they’re caught in a situation very quickly where they can’t stop.”

Frauen seien wegen der Doppelbelastung Haushalt-Beruf besonders anfällig für Drogen. Sie seien einfach überlastet. Das wollte man ja aber doch feministisch so haben, Frauen in die Jobs.

Interessanterweise sagen sie, dass die Drogenwelle durch das Erdbeben nach Christchurch kam, weil sie zum Wiederaufbau jede Menge Gast- und Wanderarbeiter dort hatten, die dann da abends alleine rumsaßen, aber über Einkommen und damit Bargeld verfügten. Mit der Droge konnten sie länger, auch Nächte durcharbeiten und fühlten sich außerhalb der Arbeit nicht so gelangweilt.

Just 15 per cent of meth users are dependent on it, according to Pauline Stewart, executive officer and founder of nationwide Family Drug Support, which helps families and friends deal with alcohol and other drug misuse. Many users are functioning members of society, holding down jobs, running households, studying.

“Meth users come from across all sections of society, it’s indiscriminate,” Stewart says. “It can happen to anyone. Meth is everywhere, in towns and cities. It’s endemic.”

Toller Erfolg unserer Gesellschaftstransformation. Da hat der Feminismus ganze Arbeit geleistet.

Zwischen der Suff-Phase der 50er und 60er Jahre und dem aufkommenden Feminismus gab es in den 70er und frühen 80er Jahren mal eine Phase, in der Frauen eigentlich das perfekte Leben hatten. Nur Hausfrau, aber die wesentliche Arbeit hatten Mikrowelle, Waschmaschine und Spülmaschine schon abgenommen. Man traf sich nachmittags zum Kaffeeklatsch und machte so wenig, dass man schon vor lauter Langweile die Fenster putzte.

Damals brauchte Frau eigentlich nur zwei Dinge, um gut durch den Tag zu kommen. Yogakurse und einen Vibrator. Hitachi Magic Wand kam groß in Mode, eigentlich ein Massagestab für den Rücken, aber Netzanschluss statt Akkus. Leistungsstark und unbegrenzt ausdauernd.

Und dann kam der Feminismus.

Dann mussten Frauen ins Berufsleben.

Und seither reichen Frauengold und Magic Wand nicht mehr.

Aber man wollte es ja so haben.

Bedenke, worum Du bittest. Es könnte Dir gewährt werden.