Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Lagerkommandant

Hadmut
23.11.2019 13:34

Leser fragen – Danisch weiß es auch (noch) nicht.

Auf meinen Blog-Artikel zu dem Umstand, dass sich Linke und Gender-Studies anscheinend zu einem gewissen Teil aus Nachkommen oder Verwandten von Nazis rekrutieren, die sich durch Kompensation und krampfhafte Gegenpositionierung von einer Art Familienerbschuld reinwaschen wollen, schreibt mir einer, ob es nicht perfekt in dieses Bild passe, und ob ich schon gewusst habe, dass die Brachial-Linke Jutta Ditfurth auch mit ihrer Nazi-Verwandtschaft hadere. Nein, wusste ich noch nicht.

Ein anderer fragt, ob es einen Zusammenhang damit gebe, dass der letzte Kommandant der Konzentrationslager Auschwitz Richard Baer hieß.

Nein, weiß ich nicht.

Auf den bin ich zwar schon früher gestoßen, als es um die Frage ging, ob Baer ein (sogar ausschließlich) jüdischer Name ist, was daran doch enorme Zweifel weckte, aber einen Zusammenhang habe ich bisher nicht entdeckt. Nein, weiß ich nicht.

Die Frage, ob Gender Studies, deren Sinn und Enstehung ja immer noch nicht so ganz klar sind, aber eben stark auf die Frankfurter Schule und deren Versuche der Kommunismus-Rettung zurückgehen, nicht als das gesuchte und in jeder Hinsicht zu Nazi gegensätzliche Reinwaschungsbad sind, und die Gender Studies damit im Prinzip das sind, als das sie mir (allerdings ohne den Hintergrund zu erkennen) schon immer vorkamen, nämlich als Selbsthilfeklapsmühlversuch für Psychos.

Es würde nämlich perfekt dazu passen, dass man eine der zentralen Spinnereien von Marx aufgegriffen und für eigene Zwecke weitergesponnen hat, nämlich diese Blank-Slate-Theorie. Die Marxisten behaupten ja innig, dass es keine biologischen oder erblichen Unterschiede gäbe, und das alles nur ansozialisiert sei, alles nur Ergebnis des Gesellschaftsdrucks. Wie sie darauf kommen, ist unklar, aber sie brauchen das Vehikel für ihre Ideologie. Also hat man es einfach mal so ins Blaue hinein behauptet, ohne jede Grundlage. Und dann auf der Suche nach einem neuen Klassenkampfkonstrukt, das an die Stelle des Kapitalismus treten sollte, mit Schülern von Freud als Geschlechterdrama weitergebastelt. Nicht weil es stimmt, sondern weil es halt die Sex-Variante von Marx ist und Sex damals ein zentrales Thema war.

Wären Genderasten nun (zu einem wesentlichen und maßgeblichen Teil) solche, die sich von ihrer Nazi-Verwandtschaft reinzuwaschen suchen, dann käme diese marxistische Hilfsspinnerei ihnen in mindestens doppelter Hinsicht zupass:

  • Es wäre der perfekte Gegenpol, die ideale Gegenposition zur Arier-Ideologie der Nazis, quasi so ein ideologisches Antidot.
  • Es wäre eine Art psychisches Reinigungsmittel, um sich selbst zu vergewissern, dass „Nazi” nicht erblich ist und man das nicht abbekommen haben kann, weil ja alles zur sozialisiert ist und Verhalten nicht biologisch erblich sein kann.

Ich hatte ja schon vor Jahren geschrieben, dass mir Michael Kimmels Vortrag zu seiner Nazi-Jagd wie die Konstruktionsvorschrift zu Genderismus vorkäme, dass die im Prinzip alles das verteufeln und jagen, was Kimmel als Nazi-konstituierenden Eigenschaften katalogisierte und jagte. Dass mir nach Kimmels Vortrag Genderismus geradezu wie der Negativabdruck, wie ein Gipsabdruck der Nazis vorkommt. Als ob man die in jedem Detail analysiert, Korrelation zur Kausalität erhoben und geschlussfolgert habe, dass wenn man nur zu jeder Eigenschaft das exakte Gegenteil produziere, man damit das kompensierende und auslöschende Gegenteil, im Prinzip den Anti-Nazi (Antifaschisten) bauen könnte. Als ob man Verkehrsunfälle künftig verhindern könnte, indem man einen Gipsabdruck von einem Verkehrsunfall nimmt und künftige Autos als Negativabdruck baut, damit sie den Unfall kompensieren.

Würde man Genderismus als die von Opfer- und Täter-Nachfahren gemeinsam begangene Reinwaschungs- und Bekämpfungspsychose auffassen, die sich auf der Suche nach Erlösung am marxistischen Ideologiebaukasten der jüdischen Frankfurter Schule bediente, und sich immer weiter reinsteigert, weil es nicht so effektiv wirkt wie psychisch benötigt, würde das den ganzen Zirkus verblüffend gut erklären. Momentan erscheint mir das als die einzige mir bekannte Hypothese, die das alles mit einer einheitlichen, monokausalen Ursache erklären könnte.