Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Brisantes von Epsteins Bumsinsel

Hadmut
13.8.2019 20:31

Oh. Hätt’ ich nicht gedacht.

Also mein Eindruck war ja, dass mit Jeffrey Epstein nach dem Motto „Klappe zu, Affe tot” verläuft, dass man sein Ableben, so man es nicht begünstigt hat, doch zumindest erfreut zur Kenntnis nahm und das Verfahren einstellt, nachdem der Hauptzeuge leider, leider verstorben sei.

Scheint aber ganz anders zu laufen.

Ein Leser machte mich auf diese seltsame Webseite aufmerksam, die meint, Neues vom Fall zu wissen – oder es aus seltsamen Tweets unklarer Quelle herausliest. So wohlig unseriös.

Demnach nämlich würden die Staatsanwälte den Fall nicht etwa einstellen, sondern jetzt erst richtig loslegen. Die hätten genug wissen, dass die Epstein gar nicht mehr gebraucht haben und im Gegenteil ziemlich froh sind, dass der weg ist, weil damit nämlich sämtliche rechtlichen Hürden bei der Durchsuchung der Insel und der Anwesen gefallen sein, weil ja dann nicht mehr Wohnung und Eigentum, die Seite meint, es falle sowieso an den Staat. Wegen eines Dekretes von Trump. Und es stünden da auch keine Anwälte mehr im Weg. Im Gegenteil, die hätten jetzt eigene Probleme:

Es gibt auch keine Anwälte mehr, die das verhindern könnten. Einige aus seinem Berater-Team sollen sich inzwischen sogar eigene Strafverteidiger gesucht haben.

Uuuuh.

Und so wird berichtet, dass das FBI gerade über die ganze Insel herfiele. Ob’s da noch was zu finden gibt, ist freilich eine andere Frage, aber es wird behauptet, die Staatsanwaltschaft habe reichlich Material der explosiven Sorte:

Sie haben alles, hieß es schon bei QAnon, aber es sei wichtig, dass die Bevölkerung erst aufgeklärt ist, bevor man mit gewissen Dokumenten an die Öffentlichkeit gehen könne. Man will unerwünschte Ausschreitungen vermeiden.

Unerwünschte Ausschreitungen vermeiden? Sapperlot!

Entweder trägt ja jemand viel zu dick auf, oder da steckt wirklich ein ganz dickes Ding dahinter. Harry Potter, Batman und Michael Jackson reichen da nicht.

Eine Million Seiten soll es inzwischen im Fall Epstein geben. Die Untersuchungen dazu sollen schon länger laufen. Nur 20% von allem, was man herausgefunden hat, soll wohl der Öffentlichkeit bekanntgegeben werden. Hinter den Kulissen würde viel mehr passieren. Genau jetzt. Man möge nicht frustriert sein, sondern die Show genießen und POTUS Trump vertrauen, der es schaffen wird. […]

Bill Clinton soll mit Epsteins Flugzeugen um die halbe Welt geflogen sein, der englische Prinz Andrew war ganz offensichtlich mehrfach Gast bei Epstein, wie Fotos belegen, viele Namen kennen wir noch nicht. Inwieweit ist Deutschland darin verstrickt?

Es soll die nächsten Tage weitere Verhaftungen von hochrangigen Persönlichkeiten geben.

Die Zeit ab dem 15./16. August dürfte wichtig werden. Dan Coats, der bisher die Veröffentlichung gewisser Dokumente blockiert hat, wurde dann ausgetauscht gegen einen loyalen Direktor des DNI, der diese Veröffentlichungen erlaubt.

Die Verhaftungen könnten parallel zu den Deklassifizierungen laufen. Es soll nicht nur Amerika betroffen sein, sondern es geht um weltweite Auslieferungen von Tätern.

Sagen wir’s mal so: Sei die Quelle auch noch so unseriös, so finde ich erheblichen Reiz darin, dass es keine St.-Nimmerleins-Prophezeiung ist, sondern sich schon bis zum Wochenende geklärt haben soll. Es gab ja schon öfters solche Ankündigungen, nach denen nie etwas passierte (jedenfalls nichts, wovon die Öffentlichkeit erfuhr), insofern kann auch das wieder eine Nullnummer werden, aber mal so drei, vier Tage abzuwarten, das halte ich für so herrlich kribbelig.

Es wird ja nun angedeutet, dass es da gewaltig krachen soll, besonders bei der Partei der Demokraten.

Lehnen wir uns also in leicht freudiger Erregung mit ein paar Kartoffelchips zurück und harren wir der Suizide, die da kommen werden.

Denn man könnte das auch als eine Art Offiziersfrist ansehen, nach dem Motto: Am Sonntag werdet Ihr unehrenhaft hingerichtet, deshalb bekommt Ihr drei Tage Zeit, um Eure Angelegenheiten zu regeln und Euch eine der in diesem Land reichlich vorhandenen Knarren zu nehmen und uns die weitere Sauerei zu ersparen.

Und wenn doch nichts kommt, waren es wenigstens ein paar Kartoffelchips.