Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Das gesellschaftliche Elend in einem Bild

Hadmut
10.8.2019 16:03

Ereilte mich vorhin beim Einkaufen beim Verlassen des Ladens.

Ich war heute im Großmarkt, Einkaufen. Ich kam zu dem Schluss, dass es vielleicht entgegen meiner Gewohnheit doch kein Schaden wäre, Ventilatoren in der Wohnung zu haben, weil’s hier manchmal halt doch steht, und dann bei fast 40 Grad dann doch kein Fehler wäre, den Mief mal umzurühren. Waren mir zu teuer. Weil sie aber wegen der Klimapanik im Großmarkt offenbar Vorräte angeschafft hatten, die dann irgendwie doch keiner haben wollte (ist nicht so, als ob Ventilatoren jetzt weggingen wie warme Semmeln) hatten sie sie erst im Preis runtergesetzt und dann nochmal Pauschalrabatt gegeben, um die Dinger nur endlich loszuwerden. Nu, dachte ich, da kann man mal. Nun besitze ich drei Turmventilatoren (wider physikalische Einsicht, die sind weit weniger effizient als die normalen Propeller, aber nehmen halt weniger Platz weg) von ganz billig über ziemlich billig bis nur billig. Der ganz billige ist der Beste. Der steht einfach da, man schaltet ihn ein, dann macht er, was er soll, und fertig. Der ziemlich billige kommt etwas zierlicher daher und hat einen mechanischen Timer, der wie eine Küchenuhr tickert und nervt. Der nur billige kommt mit albernem Touchdisplay und Fernbedienung daher, und behauptet, er könne natürlichen Wind simulieren, indem er sich in einem seltsamen Muster zwischen verschiedenen Stärken hin und herschaltet. Lächerlich. Immerhin musste ich lachen, weil da der Timer elektronisch ist und mit vier LEDs anzeigt, ob noch 1/2 Stunde, 1 Stunde, 2 oder 4. Aber nicht alternativ, sondern binär gezählt bis 7 1/2 Stunden. Das mag den Laien verwirren, den Informatiker freut es. Und ich bin froh, dass ich nicht neulich im Elektronikmarkt den Teuren gekauft habe.

Wie ich da also gerade so frisch belüftet aus dem Markt komme, ereilt mich in frontalem Anblick eine Werbetafel mit folgendem Anblick:

Wer’s nicht weiß: Vasektomie heißt nicht Vasen zertrümmern (obwohl es so weit weg davon eigentlich nicht ist), das ist die Sterilisation des Mannes.

Dass die nun öffentlich mit lachenden Eiern beworben wird, fand ich frappierend, frappierender noch als die Werbung eines Schönheitschirurgen, die ich mal in der U-Bahn gesehen habe, der versprach, Jungfräulichkeiten diskret wieder herzustellen. (Vermutlich über eine Hauttransplantation der Abnäher aus dem Gesicht oder so.)

Wie ich also damit befasst war, meinen Kram da einzupacken, gingen mir zwei Dinge durch den Kopf. Einmal die junge Kassiererin, die ich so schwer verstand, weil sie von jedem Satz nur die erste Hälfte aussprach und ihn dann abbrach, weil ich überlegte, was sie wohl mit all den zweiten Satzhälften dann machte und ob sie von den Rückständen irgendwann mal Alzheimer bekommen würde. Und die Eierwerbung.

Was muss an einer Gesellschaft kaputt gegangen sein, damit es nicht mehr als Notfallangelegenheit, über die man hinwegkommen muss, sondern als lachendes Ereignis wahrgenommen wird, wenn Männer sich die Zeugungsfähigkeit abschneiden lassen?

Dass sich Männer in einem Zeugungsstreik befinden, ist ja nicht neu. Und Frauen ab 30 verzweifelt nach einem suchen, der sie überhaupt noch besteigt, dazu noch ergebnisorientiert, ist auch kein Geheimnis. Da war ich dann zutiefst ergriffen von der Absurdität gesellschaftlicher Irrwege:

  • Er sorgt man feministisch-links dafür, dass der Mann immer und überall der Dumme und Zahlende ist, bis man bezüglich der Zeugung den – im Blog schon oft angesprochenen – Effekt erzeugt hatte,
  • dass Männer nicht mehr wollen. Frauen können sich nachher entscheiden, können abtreiben, zur Adoption freigeben, bekommen das Sorgerecht, werden gefördert, begeldet, kriegen Kompensationskarrieren, Alimente, und so weiter und so fort. Männer sind dem Schuss unrettbar für die nächsten 25 bis 30 Jahre der Zahldepp, kein Entrinnen.

    Es liegt auf der Hand, dass die Zeugung dem Mann einen finanziellen Lebensschaden zufügt, sich die Vorteile und Freuden des Vaterseins aber eher selten einstellen.

    Der Geburtenrückgang ist hausgemacht.

  • Den nun aber versucht man durch Immigration zu kompensieren, weil man nunmehr mault, die Deutschen stürben aus und könnten die Renten nicht mehr zahlen.

    Erst macht man die eigene Fortpflanzung kaputt, und dann muss man mühsam und mit allen Nachteilen verbunden Ersatz ranholen, quasi im Sammelpack aus Leihmüttern, Leihvätern und Pflichtbewusstsein. Im Prinzip soll Migration damit (nach dem offiziell verlautbarten Grund) den Schaden durch Feminismus reparieren.

Und die Leute, die hinter all dem stecken, behaupten nun, nur sie wüssten, wie ein Land zu regieren wäre.