Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Ökologisch-Marxistischer Terrorismus – Prinzip Greta als Mordpriesterin?

Hadmut
7.8.2019 22:14

Über Erleuchtungen und Großmordfälle.

Ich hatte ja neulich schon verschiedentlich erwähnt, dass bei Augstein erste Zweifel am Linken im Allgemeinen und seinem Geschwätz von früher im Besonderen zu erkennen sind.

Ausgerechnet der Freitag (wie passend zu Fridays for Future) bemerkt, allerdings in Form des Autors Konstantin Nowotnys, nicht Augsteins selbst, dass sich schon zwei Massenmörder der letzten Zeit als Ökoterroristen begreifen, nämlich der von Christchurch:

Als der Attentäter von Christchurch in seinem 87-seitigen Manifest geradezu marxistisch von der Arbeiterklasse und den Produktionsmitteln schwadronierte, und schrieb, er begreife sich als „Ökofaschist“, erzeugte das eine erhebliche Menge kognitiver Dissonanz bei den Kommentatoren. So könne nur ein Wahnsinniger schreiben.

Die Presse nannte ihn bisher rechtsradikal, ausgerechnet der marxistische Freitag nennt ihn nun marxistisch. Das muss bitter sein.

Wie kommt’s?

Dabei ist es völlig irrelevant, ob ein pathologischer Wahn vorliegt oder nicht, wenn es gesellschaftliche Zustände sind, die diesen Wahn produzieren. Die Anschlagsserie der vergangenen Woche deutet darauf hin, dass – Wahn oder nicht – ein neuer, mörderischer Faschismus existiert, der die Gefahren des Klimawandels gerade nicht bestreitet, sondern zur Legitimation seines Handelns heranzieht.

Der Klimawahn produziert Faschisten.

Eigentlich naheliegend, weil der Moraldruck und die Legitimationshybris so enorm hoch sind, dass sie Mördern psychisch als Rechtfertigung dient. Da geht’s eigentlich nicht um Öko, sondern darum, selbstgerechtigkeitsbesoffen zu werden und sich moralisch so aufzuladen, dass der Massenmord gelingt. Letztlich ist der Unterschied zwischen Greta und einem Massenmörder nur graduell und geringfügig. Ich will, dass Ihr Angst habt! Aussage von Greta, Motiv von Christchurch.

Jetzt hatte ich ja diese Woche schon geschrieben, dass es erste Hinweise gibt, dass die beiden US-Attentäter von El Paso und Dayton Ökolinke seien, aber klarer ist die Sachlage bei dem von Dayton, weil der sich praktischerweise gleich selbst einen Linken nannte. So richtig klar war das bei dem von El Paso nicht, aber weil sie den lebend haben, könnte sich daraus noch was ergeben. Da gab es ja ein Pamphlet, das angeblich von blindem Fremdenhass handele, bei dem die Polizei gewarnt hatte, dass nicht ganz klar sei, ob es echt ist. Aus dem nun zitiert der Freitag:

Der Mörder in El Paso, der vergangenes Wochenende 20 Menschen erschoss, bezog sich direkt auf das Pamphlet des Christchurch-Täters, und verkündete nebst Rassismus:

„Der amerikanische Lebensstil ermöglicht unseren Bürgern einen unglaublichen Lebensstandard. Aber unser Lebensstil zerstört die Umwelt unseres Landes. Die Dezimierung der Umwelt schafft eine große Bürde für zukünftige Generationen. Unternehmen führen die Zerstörung der Umwelt an, indem sie schamlos die Ressourcen überbeanspruchen. […] Wir benutzen sogar Gott weiß wie viele Bäume in Form von Papierhandtüchern, nur um Wasser von unseren Händen zu wischen. Alles, was ich in meinem kurzen Leben gesehen und gehört habe, führt mich zu dem Glauben, dass der Durchschnittsamerikaner nicht willens ist, seinen Lebensstil zu ändern, selbst wenn die Änderung nur eine kleine Unbequemlichkeit zur Folge hätte.“

Angesichts der furchtbaren Morde sparen wir uns Zynismus. Trotzdem möge die Feststellung erlaubt sein: Ohne Kontextualisierung könnte hier ein Klimaaktivist gesprochen haben, und kein rechtsextremer Rassentheoretiker. Der Unterschied offenbart sich wenige Zeilen später:

„Ich will nur sagen, dass ich die Menschen dieses Landes liebe, aber, verdammt nochmal, ihr seid einfach zu stur, euren Lebensstil zu ändern. Also ist der nächste logische Schritt, die Anzahl der Menschen in Amerika zu reduzieren, die Ressourcen verbrauchen. Wenn wir genug Menschen loswerden, kann unser Leben nachhaltiger werden.“

Äh … mmmh … ja.

Anscheinend hat Greta – eigentlich nicht die persönlich, denn eigentlich macht und sagt die ja gar nichts, die wird ja nur von Politik und Medien aufgepumpt und als Galeonsfigur rausgehängt – soviel Ökoterror und soviel Angst produziert, dass bei den Psychopathen, Psychotikern oder wie man sie nennt, da der letzte Sicherungsfaden gerissen und die Gewalt ausgelöst wurde. Ich vermute, das sind so Gewaltdürstende, wie man sie bei den Linken oft findet, und denen ist dann die heilige Greta erschienen und brachte den Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Weil natürlich dann, wenn Greta sagt, dass sie böse sind und wir sowieso alle sterben werden, es eh nicht mehr drauf ankommt, und im linken Lager ja ohnehin verkündet wird, dass Gesetze nicht mehr Gelten, wenn man im Namen des Guten unterwegs ist (ziviler Ungehorsam), dann traf da eben weibliche ideologische Dummheit auf männliche Konsequenz.

Und der größte Brüller ist dann, dass die Presse einhellig trötet(e), dass es an der Sprache von Trump läge. Nun sieht’s eher aus, als wäre nicht Trump, sondern Greta das GröMaZ (Größtes Monster aktueller Zeiten). Dass man da gerade einene regelrechten Faschismus aufbaut, hatte ich ja schon irgendwo erwähnt. Und dass Presse und Antifaschisten dessen Maurer sind, liegt auf der Hand.

Dazu eben noch der von Dayton, der sich für einen Linken hält.

Es wäre eine höchst interessante Wendung, wenn sich gleich drei Terrorfälle, die laut Presse alle eindeutig rechtsradikal fremdenfeindlich wären und bei mindestens 2 von 3 von Trump verursacht wurden, sich nun als ökolinks herausstellen würden.

So würzig die Tendenz auch sein mag, für so ganz belastbar und zuverlässig halte ich das noch nicht. Letztendlich müssen wir wohl noch ein Jahr warten, bis die Prozesse in Christchurch und dann irgendwann auch bezüglich El Paso anfangen und womöglich etwas Licht ins Dunkel bringen.

Die Idee, die den Attentäter treibt, kennen Ökonomen seit weit über 200 Jahren als Malthusianische Katastrophe: Die Ressourcen wachsen nicht so schnell wie die Bevölkerung. Seine panische Angst vor dem Klimawandel und seine Machtlosigkeit gegenüber dem Konsumkapitalismus führt er zu einem Schluss: Wenn sich die Menschen nicht ändern können, müssen sie weg. Wie bei allen Faschisten beantworten Rassismus und Antisemitismus nur noch die Frage, welche Menschen es (zuerst) treffen soll. Im Falle des Täters von El Paso ist der Rassismus nicht das Fundament, sondern die wahnsinnige Vervollständigung.

Das sehe ich auch hier. Weil es zuviele Menschen gibt (paradox: Es gibt Protagonisten des Weltmarxismus, die auf sowas um die 20 Milliarden raus wollen), meinen sie, durch Massenmord die Erde zu retten, Selbstherrlichkeitsmorallieferanten wie Greta und Co. liefern den Moraldruck, und dann kommt noch irgendeine Auswahlideologie dazu.

Als Klimaschutz noch Naturschutz hieß, konnten sich viele erinnern, dass auch die Nazis ihren „Lebensraum“ auf ganz ähnliche Art bewahren wollten, dass sie kapitalistischen Konflikten auch mörderisch begegneten. Zu glauben, Klimaschutz sei automatisch progressiv, und ginge daher nicht mit Faschismus zusammen, ist naiv. Abstrakt ist er seit Jahrhunderten nahtlos anschlussfähig für alle Formen der Menschenverachtung.

Oh, wunderbar: Umweltschutz ist totaaaal Nazi.

Die Elemente des Ökologismus innerhalb der tödlichen Ideologie zu vernachlässigen, zu unterschlagen oder zu relativieren, ist dumm bis fahrlässig. Die Schützen haben die Gefahren des Klimawandels zum zentralen Gegenstand ihres morbiden, neurotischen Glaubens gemacht. Sie haben sie nicht falsch verstanden, sondern verinnerlicht.

Ist Greta eigentlich schon losgesegelt? Das ist halt das Problem, wenn man zwei, drei Wochen unterwegs ist. Bei der Ankunft kann die politische Lage ganz anders aussehen, als bei der Abfahrt.

Hat eigentlich mal jemand geklärt, wie Gretas und Vaters Reisegepäck in die USA kommt? Im Boot ist für sowas wenig Platz. Per Flieger?