Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Medien und der Mörder von Ohio

Hadmut
5.8.2019 21:44

Stimmt’s oder stimmt’s nicht?

Ich habe vorhin irgendeine Nachrichtensendung gesehen und mich schon (über nichts mehr) gewundert, in der man die beiden Schießereien von El Paso, Texas und Dayton, Ohio so direkt und frontal Trump angelastet wurden, alles fiese Rechte, die durch seine Hass-Sprache angestachelt würden.

Nun schickt mir jemand einen Link auf diese amerikanische Webseite über den Täter von Ohio. heavy.com. Sagt mir gar nichts, kenne ich nicht, kann ich nicht einschätzen und nicht verifizieren. Kann stimmen, kann Fake sein, ich weiß es nicht.

Aber die beschreiben den Täter (der unter anderem auch seine eigene Schwester erschossen hat und von dem es heißt, dass er reichlich schwere Munition dabei und schusssichere Kleidung anhatte und er eine riesige Zahl von Menschen umgebracht hätte, wenn nicht rein zufällig eine Polizeistreife ganz in der Nähe gewesen wäre, die in weniger als einer Minute nach dem ersten Schuss vor Ort waren und den „neutralisiert”=erschossen hätten), ganz anders als unsere Nachrichten:

Connor Betts, the Dayton, Ohio mass shooter, was a self-described “leftist,” who wrote that he would happily vote for Democrat Elizabeth Warren, praised Satan, was upset about the 2016 presidential election results, and added, “I want socialism, and i’ll not wait for the idiots to finally come round to understanding.”

Betts’ Twitter profile read, “he/him / anime fan / metalhead / leftist / i’m going to hell and i’m not coming back.” One tweet on his page read, “Off to Midnight Mass. At least the songs are good. #athiestsonchristmas.” The page handle? I am the spookster. On one selfie, he included the hashtags, “#selfie4satan #HailSatan @SatanTweeting.” On the date of Republican Sen. John McCain’s death, he wrote, “F*ck John McCain.” He also liked tweets referencing the El Paso mass shooting in the hours before Dayton.

Linker, Republikaner-Hasser, Satanist. Und Raucher.

“#2016ElectionIn3Words This is bad,” he wrote on Nov. 8, 2016 (he did follow Trump’s page). “You can’t kill 50+ people and injure 600(!) In 10 minutes with cigarettes my dude,” he wrote in 2017. In response to a Buzzfeed story that read, “Virginia has declared a state of emergency in anticipation of the ‘Unite the Right’ rally anniversary in Charlottesville this weekend,” he wrote: “Kill every fascist.”

Kill every fascist. Sprach der Faschist.

His top post was a retweet of a person responding to a Huffington Post story. That person had written, “Millennials have a message for the Joe Biden generation: hurry up and die.”

Könnte man nun so deuten, dass der auch nicht mehr alle Latten am Zaun hatte.

Was in diesem Fall aber die Frage aufwürfe, warum man über den Bahnhoftäter von Frankfurt und den nun von Ohio so ganz unterschiedlich berichtet, so ganz unterschiedliche Maßstäbe anwendet.

Mal sehen, was da noch rauskommt.