Hadmut Danisch

Ansichten eines Informatikers

Die Identität des Hackepeters

Hadmut
1.8.2019 21:09

Zum Stuttgarter Schwertmord von gestern:

Es gibt inzwischen ein zweites Video im Netz, was die letzten Sekunden der Tat aus einer anderen Blickrichtung zeigt, man sieht das Opfer auf dem Boden und wie der Mann mit dem Schwert nochmal auf den Sterbenden einhackt. Ich werde es nicht verlinken, weil das möglicherweise strafrechtlich relevant sein könnte, vor allem, wenn politisch nicht korrekt. Bei der Enthauptung in Hamburg hat die Staatsanwaltschaft ja auch Leute verfolgt, die das zeigten, weil man Leute nicht in hilfloser Situation zeigen darf (§ 201a StGB). Was ich rechtlich jetzt anders sehe, weil es Tagesereignis ist und das Interesse an der Berichterstattung und Meinungsbildung überwiegt, ich jetzt aber auch keine Lust habe, mich mit der Staatsanwaltschaft herumzuschlagen. Auch wenn der nur noch Sekunden lebte, man sieht, dass der gerade noch lebte und sich wand, und das wäre zumindest ein Ansatzpunkt. Und dass die Staatsanwaltschaften hier politisch gesteuert werden hat uns ja gerade der EuGH geurteilt. Die würden gerade alles tun, um Abweichungen von der political correctness anzugreifen.

Jedenfalls sieht man an dem Video, dass der nicht im Affekt oder vor Wut rasend handelte, sondern erst abließ, dann überlegt und ruhig eine Frau wegschickte und mit dem Arm wegzeigte und dann nochmal umsetzt und zuhackt, als versuchte er, final den Kopf abzuschlagen. Das war eine Hinrichtung.

Viel erstaunlicher finde ich, dass da zwei Leute direkt rumlaufen, darunter eine Frau, die er eben wegschickt, und die dann, während er direkt nebendran den Typen zerhackt, noch irgendwas im Auto sucht und rausholt. Und dass offenbar einige Leute das auf Handy-Video aufgenommen haben, obwohl sie objektiv betrachtet auch nichts hätten machen können, weil sie viel zu lange gebraucht hätten, um dort zu sein. Und es nun auch nicht jedermanns Sache ist, sich mit dem Schwertmörder anzulegen. Inzwischen ist im Internet auch noch ein Bild der Leiche aufgetaucht (was die Staatsanwaltschaft dann wohl nicht mehr so leicht angreifen kann, weil halt tot und damit nicht mehr von § 201a StGB geschützt), das mich ebenso verblüfft. Denn noch sind Polizei und Rettungswagen nicht da, das muss also sofort fotografiert worden sein, aber der silberne Smart ist weg. Irgendwer hatte da die Nerven, den Smart noch wegzufahren, bevor die Polizei kommt. (Was ich für Manipulation des Tatortes halte.) Scheint generell eine komische Gegend zu sein. Erste Hilfe ist ihre Sache nicht, aber mit dem Handy sind sie schnell. Dafür belegt das Bildmaterial, dass da die Scheide eines Samuraischwertes (oder zumindest einer Deko-Attrappe) liegt.

Derweil kam ans Licht, dass es wohl eine Beziehungstat war, die beiden sollen ehemalige WG-Genossen sein. (Was mich daran erinnert, dass das links-grüne Spektrum ja gerade empfiehlt, mit Fremden in eine WG zusammenzuziehen.) Das Opfer sei ein Deutsch-Kasache.

Heute morgen ging dann die Meldung rum, der Täter sei ein Syrer. Und sei wieder mal einschlägig polizeibekannt. Die Stuttgarter Zeitung schreibt aber:

Der mutmaßliche Täter, der am Mittwochabend im Stuttgarter Stadtteil Fasanenhof einen 36-Jährigen mit einem Schwert brutal getötet hat, soll am späten Donnerstagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden. Nach Informationen unserer Zeitung soll er seit vier Jahren unter einer falschen Identität in Deutschland gelebt haben. Bei den Behörden ist Issa M. als 28-Jähriger mit syrischer Staatsbürgerschaft registriert. Nun wird aber ermittelt, ob es sich tatsächlich um eine andere Person handelt. Die wäre in Wirklichkeit 30 Jahre alt und Palästinenser.

Ist ja mal wieder wunderbar.

Übrigens haben Leute gefragt, wie man sich davor schützen kann. Andere meinte, das Schwert könne nichts taugen, weil es so leicht verbiege. Dem wäre entgegenzuhalten, dass die überlegene Waffe das Langschwert der Ritterzeit ist, denn entgegen des Mythos Samuraischwert und dem Bild vom plumpen Ritter meint ein Schmied, der sich mit beidem auskennt und das auch demonstriert, dass das Langschwert überlegen ist und das Samuraischwert aufgrund seines Aufbaus durchaus sehr leicht verbiegt, wie man das auch hier gesehen hat, also die Einschätzung vieler Leute im Internet, dass das kein gutes echtes Schwert gewesen sein kann, schlicht nicht haltbar ist, sondern das leichte Verbiegen im Aufbau der Samuraischwerter mit weichem Klingenrücken begründet liegt und dessen Qualität eine urban legend ist (siehe hier, zwei Landeier kommen aber zum anderen Ergebnis)

Generell aber ist eine Veränderung in den Umgangsformen zu beobachten, denn wie der Schmied erklärt, ist die Kunst des Schmiedens und des Schwertkampfes in Europa eigentlich längst verloren gegangen.

Es wird bunter werden. Die Grünen freuen sich drauf: